MRKH-Syndrom

Das MRKH-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung (Behinderung), die nur Frauen betrifft. Die Häufigkeit liegt bei etwa 1:5000. Die betroffenen Frauen haben keine Scheide, und deshalb ist Geschlechtsverkehr nicht möglich. Heute kann man betroffenen Frauen mit minimal invasiver Technik zu einer funktionstüchtigen Neovagina verhelfen.

Was ist das Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser (MRKH) - Syndrom?

Es liegt eine Störung vor, die am häufigsten eine Fehlbildung der Müllerschen Gänge zur Folge hat. Die betroffenen Frauen haben keine Vagina (Scheide), und deshalb ist kein normaler Geschlechtsverkehr möglich. Die betroffenen Frauen weisen aber ein normales weibliches Erscheinungsbild auf mit normaler Libido und Orgasmusfähigkeit.

Meist wird die Krankheit erst bei Jugendlichen entdeckt, wenn sie einen Arzt aufsuchen, weil sie keine Monatsblutungen haben.

Die Krankheit betrifft auch die Gebärmutter: sie ist nicht oder nur rudimentär vorhanden. Deshalb ist es auch nicht möglich, Kinder zu empfangen und zu gebären. Andererseits sind die Eierstöcke normal. In einigen Fällen sind auch andere Organsysteme betroffen: Fehlbildungen der Nieren und Harnwege, Fehlbildungen des Skeletts, Herzfehler, Hörschäden und Muskelschwäche.

Was das MRKH-Syndrom konkret für eine Frau bedeutet, können Sie in diesem eindrücklichen Erfahrungsbericht einer Patientin nachlesen.