Untersuchungen des zentralen Nervensystems

Suche nach Abflussbehinderungen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit und Darstellung des Stoffwechsels der Hirnregionen.

Hirnperfusionsszintigraphie

Hirnperfusionsszintigraphie

Ziel der Untersuchung:
Darstellung und Kontrolle der Durchblutung des Gehirns

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Demenzsyndrom (z.B. Alzheimer-Erkrankung)
  • Epilepsie
  • Durchblutungsstörungen
  • Hirninfarkt
  • Hirntumor[e]
  • nach Hirnblutungen
Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
Es ist keine besondere Vorbereitung erforderlich.

Dauer der Untersuchung:
ca. 3 Stunden

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • 20 min Ruhe im abgedunkelten Raum
  • Injektion des Radiopharmakons
  • 30-60 Min. Pause
  • Aufnahme 40 Min.
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich
Radiopharmakon / Applikationsform:
750 MBq Tc-99m Neurolite / i.v. Injektion

Strahlenexposition:
5.5 mSv

Hirnrezeptorszintigraphie mit DaTSCAN™

Hirnrezeptorszintigraphie mit DaTSCAN™

Was ist das Ziel der Untersuchung?
Darstellung freier Dopamin-D2-Rezeptoren.

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Differenzierung zwischen Parkinson und einer Parkinson-ähnlichen Erkrankung
  • Dopamin ist ein Überträgerstoff, der an Nervenendigungen freigesetzt wird und eine allgemein aktivierende Wirkung hat, ähnlich wie z.B. Adrenalin. Bei Gesunden senden Dopamin-freisetzende Nervenzellen ihre Nervenfasern (Axone) zum „Streifenkörper“ (Striatum) im Mittelhirn. Beim Morbus Parkinson gehen diese Nervenzellen in der Substantia nigra des Mittelhirns zugrunde, dadurch entsteht ein Dopaminmangel.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

  • vor der Untersuchung wird ein Schilddrüsen-schützendes Medikament verabreicht
  • Levodopa stört die Bildgebung mit DaTSCAN™ nicht und kann deshalb weiter eingenommen werden
  • Andere Arzneimittel und Substanzen wie z. B. Amphetamin, Kokain, Buproprion, Benzatropin, Mazindol, Sertralin, Methylphenidat und Norpseudoephedrin können die Diagnostik mit DaTSCAN™ beeinflussen, deshalb sollten sie - in Absprache mit dem behandelnden Arzt - vor einer DaTSCAN™-Untersuchung abgesetzt werden.

Wie lange dauert die Untersuchung?

  • Injektion des Radiopharmakons und nach ca. 4-6 Stunden werden die Aufnahmen angefertigt
  • Die verwendete Substanz wird fast immer gut vertragen. Selten kommen
  • Kopfschmerz, Gleichgewichtsstörungen, Appetitsteigerung und Kribbeln auf der Haut (Ameisenlaufen) vor. Bei der Injektion in kleine Venen wurde in Einzelfällen über örtliche Schmerzen am Einstichort berichtet.
Wie ist der Untersuchungsablauf?
  • Gespräch (Anamnese)
  • Schilddrüsenblockade (idealerweise bereits am Vortag) mit Kaliumiodid-Tabletten
  • nach der Schilddrüsenblockade erfolgt die Injektion des Radiopharmakons
  • Anfertigung der Aufnahmen (Dauer ca. 1 Stunde)
  • Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Schilddrüsenblockade muß noch 2 Tage nach der Untersuchung weitergeführt werden.

Radiopharmakon / Applikationsform:
185 MBq DaTSCAN™
i.v. Injektion

Strahlenexposition:
4,4 mSv

Liquorraumszintigraphie

Liquorraumszintigraphie

Ziel der Untersuchung:
Nachweis von Abflußbehinderungen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit

Wann wird die Untersuchung veranlasst?

  • Liquorzirkulationsstörung (z.B. durch Blutung, Entzündung, Tumor)
  • Verdacht auf Liquor-Nasen-Fistel (Leck nach Gesichtsschädelverletzung)

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?
Es sind keine besonderen Vorbereitungen nötig. Die Untersuchung muss am ersten Tag stationär erfolgen.

Dauer der Untersuchung:
Am ersten Tag dauert die Untersuchung ca. 7 Stunden (mit Pausen). Am zweiten und gegebenenfalls dritten Tag werden weitere Aufnahmen angefertigt (Dauer ca. 1 Stunde).

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • Nach Punktion des Rückenmarkskanals wird das Radiopharmakon injiziert
  • Lagerung bis zu den ersten Aufnahmen in Rückenlage, Kopf tief
  • Aufnahmen erfolgen nach 2 h, 5-6 h, 24 h und 48 h
  • Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich
Radiopharmakon:
37 MBq In-111-DTPA

Strahlenexposition:
0,8 mSv

Neuro-PET, FDG

Ziel der Untersuchung:
Darstellung und Kontrolle des Stoffwechsels der Hirnregionen

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Hirntumor
  • Demenzsyndrom (z.B. Alzheimer-Erkrankung)
  • Epilepsie
  • Durchblutungsstörungen

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
Nüchtern. 4 Stunden vor der Untersuchung, Wasser dürfen Sie zu sich nehmen

Dauer der Untersuchung:
ca. 1,5 h bei neurodiagnostischer Untersuchung, 2¼ h bei neuroonkologischer Untersuchung

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • 20 min Ruhe im abgedunkelten Raum, Absolute Entspannung bei geschlossenen Augen ist während der Anreicherungsphase erforderlich, um die Hirntätigkeit auf einMinimum zu reduzieren
  • Injektion des Radiopharmakons
  • Ruhezeit (= Zeit, die der Zucker benötigt, um sich im Hirn zu verteilen) liegend in ruhiger, abgedunkelter Umgebung: ca. 45 Min. bei neurodiagnostischer Hirnuntersuchung, ca. 90 Min. bei neuroonkologischer Hirnuntersuchung
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt
    schnellstmöglich

Radiopharmakon / Applikationsform:
185 MBq F-18 FDG / i.v. Injektion

Strahlenexposition:
3 mSv

Weiterführende Informationen zur Demenzdiagnostik
Die FDG-Hirn-PET im Rahmen der Abklärung einer Demenz erfolgt in schwierigen bzw.
zweifelhaften Fällen, wenn die fachärztliche Vorabklärung kein konklusives Resultat ergibt.
Im Kanton Aargau erfolgt dies in enger fachärztlicher Kooperation, u.a. mit der Memory Clinic
Königsfelden.

Eine gezielte funktionell-bildgebende Weiterabklärung mittels FDG-Hirn-PET betrifft die Frühdiagnose der Demenz vom Alzheimer Typ (DAT), welche mit ca. 70% der Erkrankungen die häufigste Demenzform darstellt. Für diese Indikation existiert derzeit kein anderes nicht invasives Verfahren mit einer ähnlich hohen, diagnostischen Sicherheit wie die FDG-PET. Hier kann die Diagnose der Erkrankung bereits in einem sehr frühen Stadium durch die Detektion einer Minderung des Glukosestoffwechsels in Regionen, die bevorzugt von den für diese Krankheit typischen histopathologischen Veränderungen betroffen sind, erfolgen.

Im Falle des Morbus Alzheimer besteht das charakteristische Befundmuster in einem beidseitigen, temporoparietalen Hypometabolismus, welches bei standardisierter, quantifizierender Auswertung eine hohe Spezifität für die Diagnose besitzt. Dazu wird im PET-Zentrum am KSA eine spezielle Software-basierte Statistical-Parametrical- Mapping-(SPM)Analyse benutzt, die in umfangreichen Untersuchungen international entwickelt und getestet wurde.

In großen Patientenkollektiven mit klinischen und histopathologischen Kriterien als Gold-Standard wurden hier Spezifitäten und Sensitivitäten von > 95% berichtet. Durch die konsequente Anwendung von speziell für neurologische Indikationen entwickelte, untersucherunabhängige Auswerteverfahren, die an großen Patientenkollektiven evaluiert worden sind, ist eine sehr gute Reproduzierbarkeit der Befunde und eine gute Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen verschiedenen PET-Zentren gewährleistet. Im Vergleich zu anderen nuklearmedizinischen Verfahren, wie die Perfusions-SPECT, ist die FDG-PET hinsichtlich der Sensitivität deutlich überlegen. Auch mit modernen, neuroradiologischen Verfahren, inklusive diffusionsgewichteter MR- Sequenzen und morphometrischer Untersuchungen, lässt sich die Sensitivität der FDG-PET für die Frühdiagnose des Morbus Alzheimer bislang nicht erreichen. Eine Kombination von MRTomographie und FDG-PET, welche rechnerische Korrekturen für regionalen Volumenverlust (Atrophie), sowie eine Bildfusion erlauben, stellt den aktuellen Gold-Standard dar, welcher im Einzelfall zur alleinigen FDG-PET-Untersuchung eine noch bessere Differenzialdiagnose zu anderen, neurodegenerativen Erkrankungen erlaubt. Diese Korrekturen werden im PET-Zentrum KSA als Bestandteil der Untersuchungsroutine durchgeführt. Die Empfindlichkeit der FDG-PET ist dabei so hoch, dass die typischen Abnormitäten bereits mehr als ein Jahr vor der klinischen Diagnose einer DAT nach NINCDS-ADRDA-Kriterien auftreten. Bei Patienten mit hohem, genetischem Risiko sind aufgrund des Nachweises von typischen Stoffwechseldefekten bereits vor dem Auftreten jeglicher klinischer Symptome, prognostische Aussagen hinsichtlich einer Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit direkt möglich. Auch die Abgrenzung der DAT von funktionellen, kognitiven Störungen, wie sie beispielsweise im Rahmen der so genannten Pseudodemenz bei Depressionen auftreten, sind zuverlässig möglich. Bei dieser klinisch häufig schwer zu treffenden Differenzialdiagnose hat die FDG-PET unmittelbare Auswirkungen auf die Behandlung des Patienten, dessen kognitive Defizite sich in der Regel nach adäquater antidepressiver Behandlung drastisch bessern. Die Anwendung von PET ermöglicht somit eine Diagnosesicherung der Alzheimer-Demenz in frühen Erkrankungsstadien, wenn klinisch noch keine eindeutige Demenz vorliegt, bzw. wenn widersprüchliche Ergebnisse in anderen Untersuchungen im Einzelfall vorliegen. Dadurch wird eine frühzeitige, adäquate Behandlungsstrategie, wie die Anwendung von Medikamenten, die das cholinerge Defizit beheben, zu einem optimalen Zeitpunkt ermöglicht.

Weitere Differenzialdiagnosen der DAT sind die Demenzen vom frontotemporalen Typ (FTD), deren bekannteste Form als Morbus Pick bezeichnet wird, sowie Demenzen im Rahmen von degenerativen Erkrankungen, wie der Huntington-Erkrankung, den Multisystematrophien, sowie der Lewy-Body-Demenz (DLB). Auch diese Erkrankungen können aufgrund ihrer typischen Befundmuster in standardisierter Auswertung mit hoher Sensitivität diagnostisch zugeordnet werden.

Neuro-PET, DOPA

Neuro-PET, DOPA

NEURO – PET F-18 DOPA (HIRN)

Ziel der Untersuchung:

Mit 18-F Fluorodopa (18-F Dopa)-PET wird das Zustandsbild der dopaminergen Funktion in verschiedenen cerebralen Schaltkreisen, insbesondere den Basalganglien, beschrieben. F-18 Dopa-PET ermöglicht die quantitative Beurteilung der Aktivität der Dopa- Decarboxylase und stellt somit einen Indikator für den Dopa-Transport in die dopaminergen Terminalen und die Dopa-Speicherkapazität dar.

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Differentialdiagnose von Parkinson-Syndromen: Obwohl die exakte Anwendung von klinischen Kriterien bei vollständig ausgeprägter Parkinson-Erkrankung eine exakte Diagnosestellung ohne bildgebende Zusatzdiagnostik zulässt, können besonders im Initialstudium der Erkrankung Schwierigkeiten in der Abgrenzung zu atypischen Parkinson-Syndromen, dem essentiellen Tremor (ET), medikamenten-induzierten Parkinson-Syndromen, der Dopa-responsiven Dystonie (DRD) oder psychogenen Parkinson-Syndromen auftreten. Das idiopathische Parkinson-Syndrom kann mit 18-F Dopa-PET unter hoher Sensitivität und Spezifität von Krankheitsbildern wie dem ET, der DRD, dem medikamenten-induzierten Parkinson-Syndrom und dem psychogenen Parkinson-Syndrom unterschieden werden. Bei atypischen Parkinson-Syndromen stellt die 18-F Dopa-PET wertvolle Information zur Diagnosesicherung zur Verfügung, eine akkurate Einordnung dieser Erkrankungen ist aber letztendlich nur in Zusammenschau mit der klinischen Präsentation von Symptomen und einer erweiterten Zusatzdiagnostik möglich.
  • Beurteilung der Progression und der Therapie von Erkrankungen mit dopaminerger Dysfunktion: Aufgrund der niedrigen Test-Retest-Variabilität von 18-F Dopa-PET eignet sich diese Untersuchungsmethode hervorragend zur Dokumentation der Krankheitsprogression bei Patienten mit idiopathischen oder atypischen Parkinson-Syndromen. Zudem wird 18-F Dopa- PET zur Evaluation von potentiell den Krankheitsverlauf retardierenden Pharmaka herangezogen.
  • Charakterisierung von Erkrankungen: Die hohe örtliche Auflösung und die Möglichkeit der exakten Quantifizierung striataler und extrastriataler Hirnregionen reihen diese Technologie an erster Stelle ein bei der Detektion dopaminerger Dysfunktion, ausgelöst durch exogene Noxen oder endogen bedingte, durch Genmutationen hervorgerufene Krankheitsbilder. Der Kanton Aargau verfügt über ein anerkanntes PET-Zentrum der Schweiz entsprechend den administrativen und klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Die Durchführung der PET/(CT)-Untersuchung erfolgt insbesondere: · entsprechend Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin 04/08 auf der Grundlage des Erlasses des EDI von 12/08, gültig ab 01/09

Formalitäten:

Eine fachärztliche Zuweisung (Neurologie) ist notwendig. Es handelt sich um eine Untersuchung, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung seitens BAG und SWISSMEDIC, sowie eine Kostengutsprache der Krankenkasse erfordert, daher wird eine administrative Vorlaufzeit von 14 Tagen benötigt.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:

Eiweißreiche Nahrung sollte circa 12 Stunden vor der Applikation von 18-F Dopa vermieden werden. Notwendigkeit des Absetzens von Psychopharmaka und Antiparkinsonmittel für die Dauer von mindestens drei Plasmahalbwertszeiten, Rücksprache mit Ihrem Neurologen notwendig.

Dauer der Untersuchung:

ca. 3 Stunden

Untersuchungsablauf:

Das wesentliche Ziel der Patientenvorbereitung ist die Reduktion der unspezifischen Traceraufnahme im Normalgewebe bei erhöhter Traceraufnahme in den Basalganglien. Dazu werden wir Carbidopa (150mg p.o) eine Stunde vor der Applikation von 18-F Dopa zur Blockade eines Dopa-abbauenden Enzyms verabreichen.

  • Gespräch (Anamnese)
  • Legen eines i.v. Zuganges
  • Injektion des Radiopharmakons
  • absolute Entspannung ist während der Anreicherungsphase erforderlich, es ist nicht erwünscht, sich zu unterhalten
  • Ruhezeit (= Zeit, die DOPA benötigt, um sich im Körper zu verteilen) liegend ca. 90 Min.
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 15-30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Variationen im Untersuchungsablauf:

Das CT wird als Low-dose-CT (d. h., mit geringem Röhrenstrom und evtl. niedriger Röhrenspannung) aufgenommen und allein zur Schwächungskorrektur der Emissionsdaten und zur groben anatomischen Orientierung verwendet werden.

Radiopharmakon / Applikationsform:

ca. 185 MBq F-18 DOPA, i.v. Injektion

Strahlenexposition:

3.7 mSv F-18 DOPA PET, 1 mSv Low-Dose-CT


Neuro-PET, FET

Neuro-PET, FET

Auch bei sehr aufwendiger Diagnostik sind Hirntumore nicht immer eindeutig zu erfassen. Die als Standardverfahren eingesetzte Magnetresonanztomographie kann die Ausdehnung des Tumors unter Umständen nicht sicher abgrenzen. Das gilt insbesondere für Kontrolluntersuchungen nach operativer Entfernung des Tumors sowie die Unterscheidung zwischen Rezidivtumor und einer Bestrahlungsfolge.

Während die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18F-Fluorodeoxiglukose (18FFDG) eine wichtige Bedeutung bei der Diagnostik hoch-maligner Tumoren hat, können niedrig-maligne Prozesse durch den relativ hohen physiologischen lukosestoffwechsel des Gehirns maskiert sein. Beim Einsatz des neuen PET-Radiopharmakons F-18 Fluorethyltyrosin (F-18 FET) wird dagegen der Aminosäurestoffwechsel der Gewebe gemessen, und da Tumoren einen etwa deutlich höheren Umsatz zeigen, lassen sie sich sicher von nichttumorösem Hirngewebe abgrenzen.

Ziel der Untersuchung:
Darstellung und Kontrolle des Aminosäure-Stoffwechsels eines Hirntumors

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Bei Hirntumor, im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Formalitäten:
Es handelt sich um eine Untersuchung, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung seitens BAG und SWISSMEDIC als auch einer Kostengutsprache der Krankenkasse erfordert, daher wird eine administrative Vorlaufzeit von 14 Tagen benötigt.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:
Sie müssen nicht nüchtern sein, Wasser dürfen Sie reichlich zu sich nehmen

Dauer der Untersuchung:
ca. 1 Stunde

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • Injektion des Radiopharmakons
  • Ruhezeit (= Zeit, die FET benötigt, um sich im Hirn zu verteilen) liegend in ruhiger, abgedunkelter Umgebung: ca. 30 Min.
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Radiopharmakon / Applikationsform:
200 MBq F-18 FET / i.v. Injektion

Strahlenexposition:
3 mSv F-18 FET PET, 1 mSv Low-Dose-CT zur Schwächungskorrektur