Untersuchungen von Tumoren und Infekten

Darstellung von Entzündungsherden im Knochen und Suche nach Tumoren und Metastasen.

Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie

Ziel der Untersuchung:

Nachweis von Somatostatinrezeptor-positiven Tumoren

Wann wird die Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie veranlasst?

  • Karzinoide
  • neuroendokrine Tumore
  • Gastro-entero-pankreatische Tumore

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

Empfehlung: Sollte bei Ihnen eine Therapie mit Octreotid (Somatostatin) zum Untersuchungzeitpunkt stattfinden, ist es angebracht, diese Therapie 3 Tage vor der Untersuchung abzubrechen. Aus technischen Gründen kann diese Untersuchung nur dienstags, mittwochs oder donnerstags durchgeführt werden. Ein nüchternes Erscheinen ist allerdings nicht notwendig.

Dauer der Untersuchung:

Am ersten Tag: 6-7 Stunden (Pause von ca. 5-6 Stunden). Nach 24 und evtl. 48 Stunden werden weitere Aufnahmen (inklusive SPECT/(Low-Dose)CT) gemacht (Dauer jeweils ca. 1-2 Stunden)

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • Injektion des Radiopharmakons in eine Armvene
  • 5 – 6 h nach Injektion werden die Aufnahmen erstellt: Nach einer Ganzkörperaufnahme sind noch weitere Einzelaufnahmen des Oberkörpers und des Bauchraums notwendig, die ca. 15 min dauern. In der Regel findet anschließend noch eine Schichtaufnahme der entsprechenden Region statt, die ca. eine ¾ h dauert.
  • Eventuell kann es sein, dass Sie nach dem ersten Tag abführen müssen, dazu erhalten Sie von uns ein leichtes Abführmittel.
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich.

Radiopharmakon / Applikationsform:

220 MBq In-111-Octreotide / i.v. Injektion

Strahlenexposition:

15 mSv

Tumorszintigraphie mit Tc-99m-MIBI

Was ist das Ziel der Untersuchung:

Darstellung von Nebenschilddrüsenadenomen bzw. Tumoren

Wann wird die Tumorszintigraphie mit Tc-99m-MIBI veranlasst?

  • Rezidiv- und Metastasensuche bei Schilddrüsenkarzinom (SD-CA), insbesondere bei
  • Onkozytärem SD-Ca,
  • Medullärem SD-Ca,
  • Hirntumor

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

Keine besondere Vorbereitung notwendig.

Dauer der Tumorszintigraphie mit Tc-99m-MIBI:

ca. 3 Stunden

Untersuchungsablauf:

  • Gespräch (Anamnese)
  • Injektion des Radiopharmakons (Spritze)
  • statische Aufnahmen: i.d.R. Ganzkörperaufnahme 20-30 Minuten, Einzelaufnahmen je 5-10 Minuten, SPECT oder SPECT/CT-Aufnahmen ((Dauer: ca. 35 min), Schichtaufnahmen der Halsregion und des Brustraumes)), zeitliche Variationen in der Untersuchungsgestaltung möglich
  • Nachbesprechung.
  • Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Radiopharmakon / Applikationsform:

750 MBq Tc-MIBI / i.v. Injektion

Strahlenexposition:

6.8 mSv

Onko-PET, FDG

ONKO-PET MIT F-18 FDG (GANZKÖRPER ODER TEILKÖRPER)

Ziel der Untersuchung:

Darstellung und Kontrolle des FDG-Stoffwechsels bei Tumoren mit erhöhter Glykolyse

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

F-18 FDG-PET ist eine sensitive Methode für

  • die Erkennung,
  • das Staging und Re-Staging von Tumorerkrankungen sowie
  • die Überprüfung des Ansprechens auf Therapien bei vielen Tumorerkrankungen.

Der Kanton Aargau verfügt über ein anerkanntes PET-Zentrum der Schweiz entsprechend den administrativen und klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Die Durchführung der PET/(CT)-Untersuchung erfolgt insbesondere:

  • entsprechend klinische Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin 04/08 auf der Grundlage des Erlasses des EDI von 12/08, gültig ab 01/09
  • die FDG-PET in der Onkologie ist mit Ausnahme nicht FDG-avider Tumore freigegeben
  • die Indikation für eine Untersuchung kann von jedem onkologisch tätigen Arzt der verschiedenen medizinischen Fachgebiete gestellt werden

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:

Nüchtern! 12 Stunden Nüchternperiode vor der Untersuchung, Wasser dürfen Sie zu sich

nehmen.

Dauer der Untersuchung:

ca. 1,5 – 2 Stunden

Untersuchungsablauf:

Die wesentlichen Ziele der Patientenvorbereitung sind die Reduktion der Traceraufnahme im Normalgewebe (z. B. Herzmuskel, Skelettmuskulatur) bei erhöhter Traceraufnahme in den Zielgewebsstrukturen (Tumorgewebe).

  • Gespräch (Anamnese)
  • Blutzuckerkontrolle, Legen eines i.v. Zuganges
  • Injektion des Radiopharmakons
  • absolute Entspannung ist während der Anreicherungsphase erforderlich, es ist nicht erwünscht, sich zu unterhalten
  • Ruhezeit (= Zeit, die der Zucker benötigt, um sich im Körper zu verteilen) liegend ca. 90 Min.
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 15-30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Variationen im Untersuchungsablauf:

  • Eine intensive Aktivitätskonzentration in der Blase kann die Interpretation von Befunden im Becken erschweren. Hydrierung und die Gabe eines Schleifendiuretikums (Lasix) sind Möglichkeiten, um die Blasenaktivität (und Strahlenexposition) zu reduzieren. Für spezielle Fragestellungen kann eine Blasenkatheterisierung mit einem 3-Wege-Spülkatheter nach der Injektion bis zum Zeitpunkt der Bildgebung verwendet werden, um störende Aktivität in der Blase zu eliminieren
  • Ihr Aufenthalt in einem warmen Raum (oder mit lokaler Erwärmung) 30-60 min vorder FDG-Injektion hilft, Anreicherungen im braunen Fettgewebe zu reduzieren; insbesondere in Gebäuden mit Klimatisierung. Lorazepam oder Diazepam reduzieren ebenso wie β-Rezeptorenblocker - wenn rechtzeitig vor der Injektion gegeben - die FDG-Aufnahme ins braune Fettgewebe
  • Wenn ein diagnostisches CT mit Verwendung iodhaltiger Kontrastmittelapplikation vorgesehen ist, müssen wir die dafür geltenden Kontraindikationen und Einschränkungen beachten, insbesondere ist zu klären, ob eine Überempfindlichkeit gegen iodhaltige Kontrastmittel vorliegt, ein Metformin enthaltendes Präparat eingenommen wird oder eine Nierenschädigung besteht. Intravenöse iodhaltige Kontrastmittel sollten bei einem erhöhten Kreatininspiegel nicht verabreicht werden, bzw. es sollten prophylaktische Maßnahmen zur Prävention einer Kontrastmittelinduzierten Nephropathie ergriffen werden
  • Das CT kann als Low-dose-CT (d. h., mit geringem Röhrenstrom und evtl. niedriger Röhrenspannung) aufgenommen und allein zur Schwächungskorrektur der Emissionsdaten und zur groben anatomischen Orientierung verwendet werden. Alternativ kann das CT als diagnostisches CT mit/ohne Kontrastmittel in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie durchgeführt und für eine umfassendere Diagnose verwendet werden
  • Bei PET/CT-Untersuchungen kommt der Atembeweglichkeit des Thorax und des Zwerchfells eine besondere Bedeutung zu. Obwohl ein CT des Thorax üblicherweise in Inspiration akquiriert wird, ist dies nicht optimal für eine PET/CT-Untersuchung, da es zu einer relevanten Fehlregistrierung insbesondere im Bereich der anterioren Thoraxwand und der oberen Zwerchfellkuppe führt. Teilweise werden CTTransmissionsaufnahmen in inspiratorischer Mittellage und Luftanhalten durchgeführt, oder es ist während der CT-Untersuchung erlaubt, flach zu atmen. Respiratorische Bewegungsveränderungen führen zu einer ungenauen Lokalisation von Befunden - insbesondere an der Lungenbasis und in der Lungenperipherie, im Bereich der Leber und in der Nähe von Lungen-Weichteilgewebe-Übergängen - sowie zu einer verfälschten quantitativen Analyse von Tumorläsionen. Bewegungskorrekturen oder respiratorische Atemtriggerung werden deshalb im Einzelfall durchgeführt
  • Orale CT-Kontrastmittel sind nicht kalorische, intraluminale Kontrastmittel, die mit dem Ziel einer verbesserten Abgrenzung des Gastrointestinaltrakts verabreicht werden. Man unterscheidet positive Kontrastmittel (verdünntes Bariumsulfat, iodhaltiges Kontrastmittel) und negative Kontrastmittel (z. B. Wasser). Ansammlungen von hochkonzentrierten barium- oder iodhaltigen Kontrastmitteln können - bei Verwendung des CT zur Absorptionskorrektur - zu Artefakten im Sinne einer Überschätzung der regionalen FDG-Akkumulation führen. Diese Artefakte werden durch Verwendung negativer oraler Kontrastmittel vermieden. Die alleinige Applikation von Wasser als oralem Kontrastmittel ist infolge seiner raschen Resorption ungünstig und kann auch vermehrt zu unspezifischer FDG-Anreicherung im Darm führen. Günstiger ist deshalb die Verwendung einer Mannitlösung (z. B. 2,5 g Mannit auf einen Liter Wasser), durch die die Wasserresorption aus dem Darm deutlich verringert wird, über deren Verwendung bei Ihnen wir Sie entsprechend informieren

Radiopharmakon / Applikationsform:

ca. 370 MBq ~ 5MBq/kg/KG F-18 FDG / i.v. Injektion

Strahlenexposition:

6.7 mSv F-18 FDG PET, 1-3 mSv Low-Dose CT, 14-18 mSv Diagnostisches CT

Onko-PET, DOPA

Ziel der Untersuchung:

Darstellung (Staging) und Kontrolle (Verlaufsbeurteilung) des Aminosäure-Stoffwechsels bei neuroendokrinen Tumoren (NET) bzw. Hirn-Tumoren

Wann wird diese Untersuchung Onko-PET, DOPA veranlasst?

Tumore:

  • Erkennung,
  • Staging und Re-Staging sowie
  • Überprüfung des Ansprechens auf Therapien bei NET bzw. Hirntumoren.

Der Kanton Aargau verfügt über ein anerkanntes PET-Zentrum der Schweiz entsprechend den administrativen und klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Die Durchführung der PET/(CT)-Untersuchung erfolgt insbesondere:

  • entsprechend den klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin 04/08 auf der Grundlage des Erlasses des EDI von 12/08, gültig ab 01/09
  • die Indikation für eine Untersuchung kann von jedem onkologisch tätigen Arzt der verschiedenen medizinischen Fachgebiete gestellt werden
  • bei Hirntumoren erfolgt die Indikationsstellung interdisziplinär im Hirntumorzentrum des KSA

Formalitäten:

Es handelt sich um eine Untersuchung, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung seitens BAG und SWISSMEDIC, sowie eine Kostengutsprache der Krankenkasse erfordert, daher wird eine administrative Vorlaufzeit von 14 Tagen benötigt.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:

Eiweißreiche Nahrung sollte circa 12 Stunden vor der Applikation von 18-F Dopa vermieden werden.

Dauer der Untersuchung:

ca. 3 Stunden

Untersuchungsablauf:

Die wesentlichen Ziele der Patientenvorbereitung sind die Reduktion der Traceraufnahme im Normalgewebe (z. B. Herzmuskel, Skelettmuskulatur) bei erhöhter Traceraufnahme in den Zielgewebsstrukturen (Basalganglien, neuroendokrines Tumorgewebe, Hirntumorgewebe).Dazu werden wir Carbidopa (150mg p.o) eine Stunde vor der Applikation von 18-F Dopa zur Blockade eines Dopa-abbauenden Enzyms verabreichen.

  • Gespräch (Anamnese)
  • Legen eines i.v. Zuganges
  • Injektion des Radiopharmakons
  • absolute Entspannung ist während der Anreicherungsphase erforderlich, es ist nicht erwünscht, sich zu unterhalten
  • Ruhezeit (= Zeit, die der Zucker benötigt, um sich im Körper zu verteilen) liegend ca.90 Min.
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 15-30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Variationen im Untersuchungsablauf:

  • Eine intensive Aktivitätskonzentration in der Blase kann die Interpretation von Befunden im Becken erschweren. Hydrierung und die Gabe eines Schleifendiuretikums (Lasix) sind Möglichkeiten, um die Blasenaktivität (und Strahlenexposition) zu reduzieren. Für spezielle Fragestellungen kann eine Blasenkatheterisierung mit einem 3-Wege-Spülkatheter nach der Injektion bis zum Zeitpunkt der Bildgebung verwendet werden, um störende Aktivität in der Blase zu Eliminieren
  • Das CT kann als Low-dose-CT (d. h., mit geringem Röhrenstrom und evtl. niedriger Röhrenspannung) aufgenommen und allein zur Schwächungskorrektur der Emissionsdaten und zur groben anatomischen Orientierung verwendet werden. Alternativ kann das CT als diagnostisches CT mit/ohne Kontrastmittel in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie durchgeführt und für eine umfassendere Diagnose verwendet werden
  • Bei PET/CT-Untersuchungen kommt der Atembeweglichkeit des Thorax und des Zwerchfells eine besondere Bedeutung zu. Obwohl ein CT des Thorax üblicherweise in Inspiration akquiriert wird, ist dies nicht optimal für eine PET/CT-Untersuchung, da es zu einer relevanten Fehlregistrierung insbesondere im Bereich der anterioren Thoraxwand und der oberen Zwerchfellkuppe führt. Teilweise werden CTTransmissionsaufnahmen in inspiratorischer Mittellage und Luftanhalten durchgeführt, oder es ist während der CT-Untersuchung erlaubt, flach zu atmen. Respiratorische Bewegungsveränderungen führen zu einer ungenauen Lokalisation von Befunden - insbesondere an der Lungenbasis und in der Lungenperipherie, im Bereich der Leber und in der Nähe von Lungen-Weichteilgewebe-Übergängen - sowie zu einer verfälschten quantitativen Analyse von Tumorläsionen. Bewegungskorrekturen oder respiratorische Atemtriggerung werden deshalb im Einzelfall durchgeführt
  • Orale CT-Kontrastmittel sind nicht kalorische, intraluminale Kontrastmittel, die mit dem Ziel einer verbesserten Abgrenzung des Gastrointestinaltrakts verabreicht werden. Man unterscheidet positive Kontrastmittel (verdünntes Bariumsulfat, iodhaltiges Kontrastmittel) und negative Kontrastmittel (z. B. Wasser). Ansammlungen von hochkonzentrierten barium- oder iodhaltigen Kontrastmitteln können - bei Verwendung des CT zur Absorptionskorrektur - zu Artefakten im Sinne einer Überschätzung der regionalen FDG-Akkumulation führen. Diese Artefakte werden durch Verwendung negativer oraler Kontrastmittel vermieden. Die alleinige Applikation von Wasser als oralem Kontrastmittel ist infolge seiner raschen Resorption ungünstig und kann auch vermehrt zu unspezifischer FDG-Anreicherung im Darm führen. Günstiger ist deshalb die Verwendung einer Mannitlösung (z. B. 2,5 g Mannit auf einen Liter Wasser), durch die die Wasserresorption aus dem Darm deutlich verringert wird, über deren Verwendung bei Ihnen wir Sie entsprechend informieren

Radiopharmakon / Applikationsform:

ca. 185 MBq F-18 DOPA, i.v. Injektion (Hirntumor), ca. 300 MBq F-18 DOPA / i.v. Injektion

(NET)

Strahlenexposition:

3.7 mSv F-18 DOPA PET, 1 mSv Low-Dose-CT (Hirntumor)

6 mSv F-18 DOPA PET, 1-3 mSv Low-Dose CT, 14-18 mSv Diagnostisches CT (NET)

Onko-PET, Cholin

Ziel der Untersuchung:

Darstellung eines Rezidivs bzw. von Metastasen eines Prostata-Karzinomes bei ansteigenden PSA-Tumormarker

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

F-18 Cholin-PET/CT eine sensitive Methode für

  • die Erkennung eines Lokalrezidivs,
  • das Re-Staging bei Prostata-Karzinom mit steigenden PSA-Level.

Der Kanton Aargau verfügt über ein anerkanntes PET-Zentrum der Schweiz entsprechend den administrativen und klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Die Durchführung der PET/(CT)-Untersuchung erfolgt insbesondere:

  • entsprechend klinische Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin 04/08 auf der Grundlage des Erlasses des EDI von 12/08, gültig ab 01/09
  • die Indikation für diese Untersuchung kann von jedem uro-onkologisch tätigen Arzt gestellt werden (am KSA über das Prostata-Zentrum)

Formalitäten:

Es handelt sich um eine Untersuchung, die das Einholen einer behördlichen Genehmigung seitens BAG und SWISSMEDIC, sowie eine Kostengutsprache der Krankenkasse erfordert, daher wird eine administrative Vorlaufzeit von 14 Tagen benötigt.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:

Sie müssen nicht nüchtern sein.

Dauer der Untersuchung:

ca. 1,5 – 2 Stunden

Untersuchungsablauf:

Die Untersuchung beginnt unmittelbar mit der Injektion im Untersuchungsgerät.

Vorher:

  • Gespräch (Anamnese)
  • Legen eines i.v. Zuganges.

Im PET/CT:

  • Injektion des Radiopharmakons
  • Früh-Aufnahme direkt nach Injektion: 15 Min.
  • Pause 45 Min.
  • Spätaufnahme 15 – 30 Min.
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Variationen im Untersuchungsablauf:

  • Wenn ein diagnostisches CT mit Verwendung iodhaltiger Kontrastmittelapplikation vorgesehen ist, müssen wir die dafür geltenden Kontraindikationen und Einschränkungen beachten, insbesondere ist zu klären, ob eine Überempfindlichkeit gegen iodhaltige Kontrastmittel vorliegt, ein Metformin enthaltendes Präparat eingenommen wird oder eine Nierenschädigung besteht. Intravenöse iodhaltige Kontrastmittel sollten bei einem erhöhten Kreatininspiegel nicht verabreicht werden, bzw. es sollten prophylaktische Maßnahmen zur Prävention einer Kontrastmittelinduzierten Nephropathie ergriffen werden
  • Das CT kann als Low-dose-CT (d. h., mit geringem Röhrenstrom und evtl. niedriger Röhrenspannung) aufgenommen und allein zur Schwächungskorrektur der Emissionsdaten und zur groben anatomischen Orientierung verwendet werden. Alternativ kann das CT als diagnostisches CT mit/ohne Kontrastmittel in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie durchgeführt und für eine umfassendere Diagnose verwendet werden
  • Bei PET/CT-Untersuchungen kommt der Atembeweglichkeit des Thorax und des Zwerchfells eine besondere Bedeutung zu. Obwohl ein CT des Thorax üblicherweise in Inspiration akquiriert wird, ist dies nicht optimal für eine PET/CT-Untersuchung, da es zu einer relevanten Fehlregistrierung insbesondere im Bereich der anterioren Thoraxwand und der oberen Zwerchfellkuppe führt. Teilweise werden CTTransmissionsaufnahmen in inspiratorischer Mittellage und Luftanhalten durchgeführt, oder es ist während der CT-Untersuchung erlaubt, flach zu atmen. Respiratorische Bewegungsveränderungen führen zu einer ungenauen Lokalisation von Befunden - insbesondere an der Lungenbasis und in der Lungenperipherie, im Bereich der Leber und in der Nähe von Lungen-Weichteilgewebe-Übergängen - sowie zu einer verfälschten quantitativen Analyse von Tumorläsionen. Bewegungskorrekturen oder respiratorische Atemtriggerung werden deshalb im Einzelfall durchgeführt

Orale CT-Kontrastmittel sind nicht kalorische, intraluminale Kontrastmittel, die mit dem Ziel einer verbesserten Abgrenzung des Gastrointestinaltrakts verabreicht werden. Man unterscheidet positive Kontrastmittel (verdünntes Bariumsulfat, iodhaltiges Kontrastmittel) und negative Kontrastmittel (z. B. Wasser). Ansammlungen von hochkonzentrierten barium- oder iodhaltigen Kontrastmitteln können - bei Verwendung des CT zur Absorptionskorrektur - zu Artefakten im Sinne einer Überschätzung der regionalen FDG-Akkumulation führen. Diese Artefakte werden durch Verwendung negativer oraler Kontrastmittel vermieden. Die alleinige Applikation von Wasser als oralem Kontrastmittel ist infolge seiner raschen Resorption ungünstig und kann auch vermehrt zu unspezifischer FDG-Anreicherung im Darm führen. Günstiger ist deshalb die Verwendung einer Mannitlösung (z. B. 2,5 g Mannit auf einen Liter Wasser), durch die die Wasserresorption aus dem Darm deutlich verringert wird, über deren Verwendung bei Ihnen wir Sie entsprechend informieren

Radiopharmakon / Applikationsform:

ca. 300 MBq ~ 4 MBq/kg/KG F-18 Cholin / i.v. Injektion

Strahlenexposition:

6.7 mSv F-18 Cholin PET, 1-3 mSv Low-Dose CT, 14-18 mSv Diagnostisches CT

Entzündungs-PET, FDG

Entzündungs-PET, FDG (GANZ- ODER TEILKÖRPER)

Ziel der Untersuchung:

Darstellung und Kontrolle des FDG-Stoffwechsels bei speziellen entzündlichen Prozessen

Wann wird diese Untersuchung veranlasst?

  • Infektfokussuche, Entzündungsprozesssuche, insbesondere an Wirbelsäule und Rückenmark,
  • bei Fieber unklarer Genese
  • bei Verdacht auf Vasculitis (Riesenzellarteriitis, Takayasu-Arteriitis)

Der Kanton Aargau verfügt über ein anerkanntes PET-Zentrum der Schweiz entsprechend den administrativen und klinischen Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Die Durchführung der PET/(CT)-Untersuchung erfolgt insbesondere:

 entsprechend klinische Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin 04/08 auf der Grundlage des Erlasses des EDI von 12/08, gültig ab 01/09

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten:

Nüchtern!!! 12 Stunden Nüchternperiode vor der Untersuchung, Wasser dürfen Sie zu sich nehmen.

Dauer der Untersuchung:

ca. 1 – 1.5 Stunden

Untersuchungsablauf:

Die wesentlichen Ziele der Patientenvorbereitung sind die Reduktion der Traceraufnahme im Normalgewebe (z. B. Herzmuskel, Skelettmuskulatur) bei erhöhter Traceraufnahme in den Zielgewebsstrukturen (entzündlicher Prozess).

  • Gespräch (Anamnese)
  • Blutzuckerkontrolle, Legen eines i.v. Zuganges
  • Injektion des Radiopharmakons
  • absolute Entspannung ist während der Anreicherungsphase erforderlich, es ist nicht erwünscht, sich zu unterhalten
  • Ruhezeit (= Zeit, die der Zucker benötigt, um sich im Körper zu verteilen) liegend ca. 45 Min.
  • Untersuchungszeit (Aufnahme) am Gerät: 15-30 Minuten
  • Nachbesprechung. Die schriftliche Befundmitteilung für den zuweisenden Arzt erfolgt schnellstmöglich

Variationen im Untersuchungsablauf:

  • Eine intensive Aktivitätskonzentration in der Blase kann die Interpretation von Befunden im Becken erschweren. Hydrierung und die Gabe eines Schleifendiuretikums (Lasix) sind Möglichkeiten, um die Blasenaktivität (und Strahlenexposition) zu reduzieren. Für spezielle Fragestellungen kann eine Blasenkatheterisierung mit einem 3-Wege-Spülkatheter nach der Injektion bis zum Zeitpunkt der Bildgebung verwendet werden, um störende Aktivität in der Blase zu eliminieren
  • Ihr Aufenthalt in einem warmen Raum (oder mit lokaler Erwärmung) 30-60 min vor der FDG-Injektion hilft, Anreicherungen im braunen Fettgewebe zu reduzieren; insbesondere in Gebäuden mit Klimatisierung. Lorazepam oder Diazepam reduzieren ebenso wie β-Rezeptorenblocker - wenn rechtzeitig vor der Injektion gegeben - die FDG-Aufnahme ins braune Fettgewebe
  • Wenn ein diagnostisches CT mit Verwendung iodhaltiger Kontrastmittelapplikation vorgesehen ist, müssen wir die dafür geltenden Kontraindikationen und Einschränkungen beachten, insbesondere ist zu klären, ob eine Überempfindlichkeit gegen iodhaltige Kontrastmittel vorliegt, ein Metformin enthaltendes Präparat eingenommen wird oder eine Nierenschädigung besteht. Intravenöse iodhaltige Kontrastmittel sollten bei einem erhöhten Kreatininspiegel nicht verabreicht werden, bzw. es sollten prophylaktische Maßnahmen zur Prävention einer Kontrastmittelinduzierten Nephropathie ergriffen werden
  • Das CT kann als Low-dose-CT (d. h., mit geringem Röhrenstrom und evtl. niedriger Röhrenspannung) aufgenommen und allein zur Schwächungskorrektur der Emissionsdaten und zur groben anatomischen Orientierung verwendet werden. Alternativ kann das CT als diagnostisches CT mit/ohne Kontrastmittel in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie durchgeführt und für eine umfassendere Diagnose verwendet werden
  • Bei PET/CT-Untersuchungen kommt der Atembeweglichkeit des Thorax und des Zwerchfells eine besondere Bedeutung zu. Obwohl ein CT des Thorax üblicherweise in Inspiration akquiriert wird, ist dies nicht optimal für eine PET/CT-Untersuchung, da es zu einer relevanten Fehlregistrierung insbesondere im Bereich der anterioren Thoraxwand und der oberen Zwerchfellkuppe führt. Teilweise werden CTTransmissionsaufnahmen in inspiratorischer Mittellage und Luftanhalten durchgeführt, oder es ist während der CT-Untersuchung erlaubt, flach zu atmen. Respiratorische Bewegungsveränderungen führen zu einer ungenauen Lokalisation von Befunden - insbesondere an der Lungenbasis und in der Lungenperipherie, im Bereich der Leber und in der Nähe von Lungen-Weichteilgewebe-Übergängen - sowie zu einer verfälschten quantitativen Analyse von Tumorläsionen. Bewegungskorrekturen oder respiratorische Atemtriggerung werden deshalb im Einzelfall durchgeführt
  • Orale CT-Kontrastmittel sind nicht kalorische, intraluminale Kontrastmittel, die mit dem Ziel einer verbesserten Abgrenzung des Gastrointestinaltrakts verabreicht werden. Man unterscheidet positive Kontrastmittel (verdünntes Bariumsulfat, iodhaltiges Kontrastmittel) und negative Kontrastmittel (z. B. Wasser). Ansammlungen von hochkonzentrierten barium- oder iodhaltigen Kontrastmitteln können - bei Verwendung des CT zur Absorptionskorrektur - zu Artefakten im Sinne einer Überschätzung der regionalen FDG-Akkumulation führen. Diese Artefakte werden durch Verwendung negativer oraler Kontrastmittel vermieden. Die alleinige Applikation von Wasser als oralem Kontrastmittel ist infolge seiner raschen Resorption ungünstig und kann auch vermehrt zu unspezifischer FDG-Anreicherung im Darm führen. Günstiger ist deshalb die Verwendung einer Mannitlösung (z. B. 2,5 g Mannit auf einen Liter Wasser), durch die die Wasserresorption aus dem Darm deutlich verringert wird, über deren Verwendung bei Ihnen wir Sie entsprechend informieren

Radiopharmakon / Applikationsform:

ca. 370 MBq ~ 5MBq/kg/KG F-18 FDG / i.v. Injektion

Strahlenexposition:

6.7 mSv F-18 FDG PET, 1-3 mSv Low-Dose CT, 14-18 mSv Diagnostisches CT