Brustkrebs

Dieses Kapitel wurde durch die Herausgeber von Cancer.Net im August 2008 durchgesehen und freigegeben.

© 2006-2009 American Society of Clinical Oncology (ASCO).

Übersicht

In den USA ist der Brustkrebs der am Häufigsten vorkommende Krebs bei Frauen (unter Ausschluss von Hautkrebs) und die zweithäufigste Todesursache von Krebs bei Frauen, nach Lungenkrebs. Männer können auch Brustkrebs bekommen, aber Brustkrebs beim Mann ist selten und macht weniger als 1 % aller Brustkrebsfälle aus.

Die Brust besteht vor allem aus Fettgewebe. Innerhalb dieses Gewebes besteht ein Netzwerk von Lappen, die durch feine, schlauchartige Strukturen – genannt Läppchen – gebildet werden, die die Milchdrüsen enthalten. Feine Gänge verbinden die Drüsen, Läppchen und Lappen und bringen die Milch von den Lappen zur Brustwarze, die sich in der Mitte des Warzenhofes (Areola, das dunklere Gebiet, das die Brustwarze umgibt) befindet. Blut- und Lymphgefässe ziehen durch die Brust. Blut ernährt die Zellen und das Lymphsystem entsorgt Abfallprodukte des Körpers. Die Lymphgefässe münden in Lymphknoten. Dies sind kleine, bohnenförmige Organe, die normalerweise helfen, Infektionen zu bekämpfen.

Ungefähr 90 % aller Brustkrebsfälle beginnen in den Gängen oder Lappen. Ungefähr 75 % aller Brustkrebse gehen von den Zellen aus, die die Milchgänge auskleiden, und werden duktale Karzinome genannt. Krebs, der in den Lappen beginnt, wird lobuläres Karzinom genannt. Wenn die Krankheit sich ausserhalb des Ganges und in das umgebende Gewebe hinein ausgedehnt hat, bezeichnet man sie als invasives oder infiltrierendes duktales Karzinom. Wenn sich die Krankheit ausserhalb des Läppchens ausgedehnt hat, wird sie invasives oder infiltrierendes lobuläres Karzinom genannt. Eine Krankheit, die sich nicht ausgedehnt hat, wird „ In situ“ genannt, das bedeutet „am Ort“. Der Verlauf einer in situ-Erkrankung wie auch ihre Behandlung hängt davon ab, ob es sich um ein duktales Karzinom in situ (DCIS) oder um ein lobuläres Karzinom in situ (LCIS) handelt.

Zu Zeit empfehlen Onkologen, dass das DCIS, welches die Mehrzahl der in situ-Brustkrebse ausmacht, chirurgisch entfernt wird, um möglichst den Übergang des Krebses in einen invasiven Brustkrebs und die Ausdehnung in andere Teile des Körpers zu verhindern. Zusätzlich zur Operation können auch eine Strahlentherapie und eine Hormontherapie für ein DCIS empfohlen werden.

LCIS wird nicht als Krebs betrachtet und wird üblicherweise durch den Arzt nachkontrolliert. LCIS ist ein Risikofaktor für Brustkrebs (siehe Risikofaktoren).

Andere, weniger häufige Arten von Brustkrebs schliessen medullären, muzinösen, tubulären, metaplastischen oder papillären Brustkrebs ein. Inflammatorischer Brustkrebs ist eine schneller wachsende Art von Krebs, die etwa 1 – 5 % aller Brustkrebs-Fälle ausmacht. Er kann als Infektion der Brust fehlinterpretiert werden, weil oft eine Schwellung der Brust vorliegt und eine Rötung der Haut der Brust. Die Paget’sche Erkrankung ist eine Art von in situ-Krebs, der in den Gängen der Brustwarze beginnen kann. Die Haut erscheint oft rau und kann jucken.

Krebs kann als eine einzelne, genetische abnormale Zelle beginnen. Wenn sich diese eine Zelle weiter teilt, kann sie schliesslich zu einem Tumor (einem Zellhaufen) werden und entwickelt eine eigene Blutversorgung, um ihr fortgesetztes Wachstum zu ermöglichen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt können sich Zellen vom ursprünglichen Zellhaufen ablösen und sich in andere Körperteile bewegen in einem Vorgang, den man Metastasierung nennt.

Brustkrebs dehnt sich aus, wenn Brustkrebszellen sich durch Blut- und/oder Lymphgefässe an andere Orte im Körper hin bewegen. Ein üblicher Ausbreitungsort sind die regionalen Lymphknoten. Die Lymphknoten können axillär (in der Achselhöhle, unter dem Arm), zervikal (am Hals) oder supraklavikulär (gerade oberhalb des Schlüsselbeins) sein. Die häufigsten Orte einer Fernmetastasierung sind Knochen, Lungen und Leber. Weniger häufig kann Brustkrebs sich auch ins Hirn ausdehnen. Der Krebs kann auch wiederauftreten (Zurückkommen nach einer Behandlung, Rückfall, Rezidiv), und zwar lokal in der Haut, in der gleichen Brust (wenn diese nicht als Teil der Behandlung entfernt worden war), in anderem Gewebe der Brustwand oder anderswo im Körper.

Meistens wird Brustkrebs diagnostiziert und behandelt, bevor Metastasen auftreten. Entsprechend den letzten Zahlen des National Cancer Institute (NCI, offizielles Krebsinstitut der USA) werden 61 % der Krebsfälle diagnostiziert, während der Krebs noch auf die Brust beschränkt ist; 31 % werden diagnostiziert, nachdem sich der Krebs in die benachbarten Lymphknoten oder gerade ausserhalb der Brust ausgedehnt hat; und 6 % werden diagnostiziert, wenn der Krebs bereits über die benachbarten Lymphknoten hinaus metastasiert hat.

Statistik

Im Jahr 2008 wurde bei ca. 182'460 Frauen in den USA ein invasiver Brustkrebs diagnostiziert, und bei 67'770 Frauen wurde ein In situ-Brustkrebs diagnostiziert. Bei rund 1'990 Männern in den USA wurde ein Brustkrebs entdeckt. Es wird geschätzt, dass sich durch diese Krankheit 40'930 Todesfälle (40'480 Frauen, 450 Männer) in diesem Jahr ereignen.

Wenn der Krebs auf die Brust beschränkt ist, liegt die Fünfjahres-Relative-Überlebensrate (Prozent der Patienten, die mindestens fünf Jahre nach Entdeckung des Krebses überleben, ausschliesslich diejenigen, die an einer anderen Erkrankung sterben) bei 98 %. Wenn der Krebs sich in regionale Lymphknoten ausgedehnt hat, liegt die Fünfjahres-Relative-Überlebensrate bei 84 %. Wenn der Krebs sich an entferntere Orte ausgedehnt hat, beträgt die Fünfjahres-Relative-Überlebensrate 27 %. Sogar wenn der Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, können neue Therapien viele Menschen mit Brustkrebs in die Lage versetzen, dieselbe Lebensqualität wie vor der Diagnose zu haben.

Es ist wichtig festzuhalten, dass dies Durchschnittszahlen sind, und das Risiko jedes einzelnen Individuums von vielen Faktoren abhängt, einschliesslich die Grösse des Tumors und die Anzahl positiver Lymphknoten (Lymphknoten, die Krebs enthalten). Die Überlebensrate ist höher und das Risiko des Rückfalls ist geringer für kleinere Tumoren mit negativen Lymphknoten (Lymphknoten, die keinen Krebs enthalten). Die Rückfallrate nimmt zu mit steigender Tumorgrösse und steigender Zahl positiver Lymphknoten.

Seit 1990 hat die Zahl der Frauen, die an Brustkrebs gestorben sind, stetig jedes Jahr abgenommen. Bei Frauen im Alter unter 50 hat eine Abnahme um 3.3 % pro Jahr stattgefunden. Bei Frauen im Alter von 50 und älter lag die Abnahme bei 2 % pro Jahr. Zurzeit leben etwa 2.5 Mio. Frauen in den USA, bei denen ein Brustkrebs diagnostiziert und behandelt worden ist.

Krebs-Überlebens-Statistiken müssen mit Vorsicht interpretiert werden. Diese Schätzungen basieren auf Zahlen von jährlich tausenden von Fällen dieses Krebstypes in den USA, aber das aktuelle Risiko für ein bestimmtes Individuum kann abweichen. Es ist nicht möglich, einer Person zu sagen, wie lange er oder sie mit Brustkrebs leben wird. Weil die Überlebensstatistiken in Fünf-Jahres-Intervallen (oder manchmal Ein-Jahres-Intervallen) gemessen werden, können sie möglicherweise Fortschritte, die in Behandlung und Diagnose von Brustkrebs gemacht wurden, nicht wiedergeben.

Statistiken adaptiert von der Publikation der American Cancer Society, Cancer Facts & Figures 2008.

Um mehr über die in diesem Kapitel verwendeten Krebsbegriffe zu erfahren, lesen Sie das Cancer.Net Angebot, Krebsbegriffe zum Kennen: Grundlegende Onkologie-Begriffe.

Risikofaktoren

Ein Risikofaktor ist alles, was für eine Person das Risiko erhöht, Krebs zu entwickeln. Einige Risikofaktoren können beeinflusst werden, wie z.B. das Rauchen, und einige Risikofaktoren können nicht beeinflusst werden, wie z.B. das Alter und die Familiengeschichte. Obschon Risikofaktoren die Entwicklung von Krebs beeinflussen können, verursachen die meisten nicht direkt Krebs. Einige Menschen mit mehreren Risikofaktoren entwickeln nie Krebs, während andere ohne bekannten Risikofaktoren Krebs bekommen. Wenn Sie jedoch Ihre Risikofaktoren kennen und sie mit Ihrem Arzt besprechen, kann Ihnen dies helfen, bewusst die Art des Lebensstils und der Gesundheitssorge zu wählen.

Viele Fälle von Brustkrebs treten bei Frauen ohne offensichtliche Risikofaktoren auf. Dies bedeutet, dass alle Frauen achtsam sein müssen für mögliche Veränderungen in ihren Brüsten und klinische Brustuntersuchungen und Mammographien (Röntgenuntersuchung der Brust, die Tumoren entdecken kann, die zu klein sind, um getastet zu werden) planen sollen. Es ist wahrscheinlich, dass verschiedene Risikofaktoren die Entwicklung von Brustkrebs beeinflussen. Die folgenden Faktoren können das Risiko einer Person erhöhen, Brustkrebs zu entwickeln:

Alter

Das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, steigt mit zunehmendem Alter einer Frau. Die meisten Fälle entstehen bei Frauen im Alter von über 50 Jahren.

Rasse

Obschon weisse Frauen ein höheres Risiko haben, Brustkrebs zu entwickeln, haben schwarze Frauen ein höheres Risiko, an der Krankheit zu sterben. Andere Ursachen für Überlebensunterschiede sind unklar und schliessen wahrscheinlich sowohl sozioökonomische (soziale und wirtschaftliche) und biologische Faktoren ein.

Persönliche Geschichte von Brustkrebs

Eine Frau, die Brustkrebs in einer Brust gehabt hat, hat ein 1 – 2 % erhöhtes Risiko pro Jahr, Brustkrebs in der gegenüberliegenden Brust zu entwickeln.

Familiengeschichte von Brustkrebs

Frauen, die eine Verwandte 1. Grades (Mutter, Schwester, Tochter) mit Brustkrebs haben, haben ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung. Mehr als eine Verwandte 1. Grades mit Brustkrebs steigert das Risiko, speziell wenn der Krebs vor der Menopause (Abänderung) auftrat. Frauen, die eine Verwandte 2. Grades (Tante, Nichte, Grossmutter, Enkelin) mit Brustkrebs haben, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs.

Genetische Veranlagung

Mutationen in den Brustkrebsgenen 1 oder 2 (BRCA1 oder BRCA2) sind mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko vergesellschaftet. Es sind Blutuntersuchungen erhältlich, um bekannte Mutationen dieser Gene zu untersuchen, sie sind aber nicht für alle empfohlen und nur nachdem eine Person eine entsprechende genetische Beratung erhalten hat. Forscher schätzen, dass Brustkrebs mit genetischen Ursachen nur gerade 5 – 10 % aller Brustkrebsfälle ausmachen. Erfahren Sie mehr über die Genetik von Brustkrebs.

Persönliche Geschichte von Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Weil Eierstockkrebs ebenfalls mit der Wirkung von Hormonen vergesellschaftet ist, kann eine Vorgeschichte von Eierstockkrebs das Risiko einer Frau für Brustkrebs erhöhen. Einige Brustkrebsgenmutationen, wie z.B. BRCA1 und BRCA2 können das Risiko sowohl für Eierstock- als auch für Brustkrebs erhöhen.

Östrogenwirkung

Östrogen ist ein weibliches Hormon, das die Entwicklung der so genannten sekundären Geschlechtsmerkmale (wie z.B. die Brustentwicklung) kontrolliert. Die weibliche Östrogenproduktion sinkt bei der Menopause (Abänderung). Ärzte denken, dass das Brustkrebsrisiko zunimmt, wenn eine Frau lange Zeit der Östrogenwirkung ausgesetzt ist.

Frauen, deren Monatsblutung vor dem Alter von 12 Jahren begann oder deren Menopause nach dem Alter von 55 Jahren einsetzte, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs, weil ihre Brustzellen längere Zeit dem Hormon Östrogen ausgesetzt waren.

Frauen, die ihre erste Schwangerschaft nach dem Alter von 30 haben oder die nie eine voll ausgetragene Schwangerschaft hatten, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs. Schwangerschaft kann gegen Brustkrebs schützen, weil sie die Brustzellen in ihre letzte Reifungsphase bringt.

Kürzlicher Einsatz (innerhalb der letzten fünf Jahre) einer Hormonersatztherapie und langfristiger Einsatz (mehrere Jahre oder mehr) von Hormonersatztherapie steigert das Risiko einer Frau für Brustkrebs

Atypische Hyperplasie der Brust

Diese Veränderung erhöht das Risiko für Brustkrebs und ist charakterisiert durch abnormale, aber nicht-krebsartige Zellen, die in einer Brustbiopsie (Gewebsentnahme) gefunden wurden.

Lobuläres Carcinoma In situ (LCIS)

Wie im Abschnitt Übersicht erklärt, beschreibt diese Veränderung abnormale Zellen, die in den Läppchen oder Drüsen der Brust gefunden werden. LCIS erhöht das Risiko, invasiven Brustkrebs zu entwickeln (Krebs, der sich ins umgebende Gewebe ausdehnt). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welches die beste Möglichkeit ist, diese Veränderung zu überwachen.

Faktoren des Lebensstils

Wie mit anderen Arten von Krebs zeigen Studien immer wieder, dass verschiedene Faktoren des Lebensstils zur Entwicklung von Brustkrebs beitragen können.

  • Fettleibigkeit (Adipositas). Neuere Studien haben gezeigt, dass Fettleibigkeit oder auch nur Übergewicht das Risiko einer Frau für Brustkrebs erhöht.
  • Mangel an körperlicher Aktivität. Körperliche Aktivität senkt Hormonspiegel und stärkt das Immunsystem; Mangel an körperlicher Aktivität trägt zu Fettleibigkeit bei.
  • Alkoholgenuss. Die Einnahme von mehr als einem alkoholischen Getränk pro Tag (ein Glas Bier, ein Glas Wein etc.) kann das Risiko für Brustkrebs erhöhen.

Bestrahlung

Hohe Dosen von Bestrahlung können das Risiko einer Frau für Brustkrebs erhöhen. Ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs wurde bei Langzeitüberlebenden von Atombomben beobachtet, bei Menschen mit Strahlentherapie für Lymphdrüsenkrebs im Brustbereich, bei Leuten mit sehr häufigen Röntgenuntersuchungen (z.B. für Tuberkulose oder zur Behandlung von übrig gebliebenem Thymusgewebe oder Akne), Bestrahlung nicht bösartiger (nicht-krebsartig) Veränderungen der Wirbelsäule und bei Kindern mit Bestrahlung wegen Ringwürmern.

Prävention

Gegenwärtig gibt es keine bewiesenen Massnahmen, um Brustkrebs zu verhindern, obwohl es Möglichkeiten gibt, das Risiko für Brustkrebs bei einigen Frauen zu reduzieren.

Bei Frauen mit ausgesprochener starker Familiengeschichte für Brustkrebs (wie z.B. bei BRCA-Mutationen) kann eine prophylaktische Mastektomie (Vorbeugende Entfernung der Brüste) erwogen werden. Dies scheint das Risiko, Brustkrebs zu entwickeln, um mindestens 95 % zu reduzieren.

Frauen mit einem höher als normalen Risiko für Brustkrebs können eine Chemoprävention erwägen (den Einsatz von Medikamenten, um das Brustkrebsrisiko zu senken). Ein solches Medikament ist Tamoxifen (Nolvadex®), welches ein so genannter selektiver Östrogenrezeptor-Modulator (SERM) ist. Ein SERM ist ein Medikament, das die Empfänger für Östrogen in einigen Geweben blockiert und in anderen nicht. Tamoxifen kann das Risiko einer Frau, Brustkrebs zu bekommen, reduzieren und kann das Rückfallrisiko des Krebses reduzieren, wenn eine Frau einmal für Brustkrebs behandelt worden ist. Wie Östrogen hilft Tamoxifen die Knochendichte bei Frauen nach der Abänderung zu steigern und schützt das Herz-/Kreislaufsystem. Im Unterschied zu Östrogen fördern die SERMs jedoch die Entwicklung von Brustzellen zu Krebszellen nicht. Sie können jedoch das Risiko für Blutgerinnsel und Gebärmutterkrebs (Endometriumkrebs) erhöhen.

Bei den meisten Frauen können regelmässige Mammographien und klinische Brustuntersuchungen (Untersuchungen durch einen Arzt oder andere Fachkräfte) helfen, frühe Zeichen von Brustkrebs zu finden. Zusätzlich sollen Frauen ihre eigenen Brüste gut kennen. Wenn Sie Ihre eigenen Brüste auf Knoten untersuchen mit einer Brustselbstuntersuchung, kann dies helfen, wenn Sie diese Untersuchung korrekt durchführen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für mehr Information.

Die STAR Studie

Die Studie von Tamoxifen und Raloxifen (STAR) begann im Mai 1999 und ist eine Studie zur Reduktion des Brustkrebsrisikos. Eine Klinische Studie ist eine Forschung unter Einbezug von Menschen. Die STAR Studie verglich die Wirksamkeit von zwei SERMs, Tamoxifen und Raloxifen (Evista®), bezüglich der Reduktion des Brustkrebsrisikos bei Frauen nach der Abänderung und im Alter über 35 Jahren mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Die klinische Studie wurde durch das National Cancer Institute (NCI) und das National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project (NSABP) durchgeführt. Eine kürzlich durchgeführte Analyse der Studiendaten zeigt, dass sowohl Tamoxifen als auch Raloxifen das Risiko für einen invasiven Brustkrebs um etwa 50 % reduzieren für Frauen mit einem hohen Risiko für die Erkrankung (diese Zahlen beziehen sich auf das relative Risiko; der absolute Gewinn für irgendeine Frau, die diese Medikamente nimmt, um das Brustkrebsrisiko zu senken, beträgt 2 – 3 %). Raloxifen senkt die das Rikiko für nicht-invasiven Brustkrebs nicht. Weil diese Medikamente mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen, sollten Frauen Risiken und Nutzen jedes Medikaments mit ihren Ärzten besprechen.

Screening guidelines (Richtlinien für Vorsorgeuntersuchungen)

Die amerikanische Arbeitsgruppe für Vorsorgedienste (U.S. Preventive Services Task Force, USPSTF) empfiehlt, dass Frauen im Alter von 40 bis 75 Jahren alle ein bis zwei Jahre eine Mammographie durchführen lassen sollen und die Amerikanische Krebsgesellschaft (American Cancer Society (ACS) empfiehlt eine jährliche Mammographie. Die Mammographie ist das beste Instrument, das Ärzte haben, um nach Brustkrebs zu suchen (zu „screenen“), und sie kann Tumoren entdecken, die zu klein sind, um getastet zu werden. Alle Frauen sollten mit ihren Ärzten über die Mammographie sprechen und über einen angepassten Screening-Zeitplan entscheiden.

Gelegentlich können Mammographien einen Krebs verpassen. Andere Methoden der Brustbildgebung, wie z.B. Ultraschall oder Kernspintomographie (MRI), werden nicht routinemässig für die Vorsorgeuntersuchung eingesetzt. Sie können jedoch hilfreich sein in der Abklärung von Frauen mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs, einschliesslich Frauen mit einer BRCA Mutation und Frauen, die eine Strahlentherapie für ein Hodgkin Lymphom erhalten haben. Diese anderen Screening Methoden können auch eingesetzt werden für Frauen mit verdächtigen Befunden bei einer körperlichen Untersuchung. Wenn eine körperliche Untersuchung verdächtige Befunde ergibt, ist eine weitere Abklärung nötig, auch wenn das Mammogramm als normal befundet wird.

Die USPSTF und ACS weichen in ihren Empfehlungen für die klinische Brustuntersuchungen voneinander ab. Die USPSTF empfiehlt eine klinische Brustuntersuchung zusammen mit Mammographie und die ACS empfiehlt eine klinische Brustuntersuchung alle ein bis drei Jahre. Es konnte bisher nicht gezeigt werden, dass die Brust-Selbstuntersuchung die Todesrate an Brustkrebs senkt, aber es ist wichtig für Frauen, dass sie mit ihren Brüsten vertraut werden, so dass sie etwelche Veränderungen wahrnehmen. Frauen werden ermutigt, die Häufigkeit des Screenings mit ihren Ärzten zu besprechen.

Symptome

Frauen mit Brustkrebs können die folgenden Symptome wahrnehmen. Manchmal zeigen Frauen mit Brustkrebs keines dieser Symptome. Oder die Symptome können durch eine gesundheitliche Veränderung bedingt sein, die nicht Krebs ist. Wenn sie besorgt sind über ein Symptom auf dieser Liste, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Die meisten Frauen, die Brustkrebs entwickeln, haben jedoch keine Zeichen oder Symptome. Zu beobachtende Zeichen und Symptome schliessen ein:

  • Neue Knoten (viele Frauen haben normalerweise knotige Brüste) oder eine Verdickung in der Brust oder unter dem Arm
  • Empfindlichkeit der Brustwarze, Entleerung von Flüssigkeit aus der Brustwarze oder körperliche Veränderungen (z.B. eine neu eingezogene Brustwarze oder anhaltendes Wundsein)
  • Hautreizungen oder Veränderungen wie z.B. Falten, Pickel, Schälen der Haut oder neue Fältelungen
  • Überwärmte, gerötete oder geschwollene Brüste mit einem Ausschlag ähnlich einer Orangenhaut (so genannte peau d’orange)
  • Schmerz in der Brust (normalerweise nicht ein Symptom von Brustkrebs, sollte aber einem Arzt berichtet werden)

Diagnose

Ärzte können verschiedene Untersuchungen einsetzen, um Krebs zu diagnostizieren und um zu bestimmen, ob er metastasiert hat. Einige Untersuchungen können auch herausfinden, welche Behandlungen möglicherweise die wirkungsvollsten sind. Für die meisten Krebsarten ist eine Biopsie (die Entnahme eines kleinen Gewebsstücks für die Untersuchung unter dem Mikroskop) der einzige Weg, um eine definitive Krebsdiagnose zu machen. Wenn eine Gewebsprobe nicht möglich ist, kann der Arzt andere Tests empfehlen, die helfen werden, eine Diagnose zu stellen. Bildgebende Untersuchungen können eingesetzt werden, um herauszufinden, ob der Krebs metastasiert hat. Ihr Arzt kann folgende Faktoren erwägen, wenn er einen diagnostischen Test anordnet:

  • Alter und körperlicher Zustand
  • Die Art des Krebses
  • Schweregrad von Symptomen
  • Resultate vorgängiger Untersuchungen

Die Diagnose von Brustkrebs beginnt üblicherweise, wenn eine Frau oder ein Arzt eine Masse oder eine abnormale Verkalkung (ein kleiner Fleck von Kalk, der meist auf einem Röntgenbild entdeckt wird) auf einer Screening-Mammographie findet oder eine Abnormalität bei der klinischen Untersuchung der Brust oder der Selbstuntersuchung der Frau. Verschiedene Untersuchungen können durchgeführt werden, um die Brustkrebsdiagnose zu bestätigen. Nicht jede Person wird all diese Tests haben.

Zusätzlich zur Screening-Mammographie können die folgenden Untersuchungen eingesetzt werden, um Brustkrebs zu diagnostizieren:

Bildgebende Untersuchungen

Diagnostische Mammographie

Eine diagnostische Mammographie ist ähnlich wie die Screening-Mammographie, ausser dass mehr Röntgenbilder von der Brust gemacht werden. Sie wird oft durchgeführt, wenn eine Patientin Symptome aufweist, wie z.B. Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze oder einen neuen Knoten. Eine diagnostische Mammographie kann auch eingesetzt werden, wenn ein verdächtiger Befund auf einer Screening-Mammographie gefunden wurde.

Ultraschall

Ein Ultraschall benutzt Hochfrequenz-Ultraschallwellen, um ein Bild des Brustgewebes zu schaffen. Ein Ultraschall kann zwischen einer soliden Masse, die durch einen Krebs bedingt sein kann, und einer flüssigkeitsgefüllten Zyste, die üblicherweise nicht krebsbedingt ist, unterscheiden.

MRI

Ein MRI benutzt Magnetfelder, nicht Röntgenstrahlen, um detaillierte Bilder des Körpers herzustellen. Ein Kontrastmittel (eine Art spezielle Farbe) kann in die Vene einer Patientin gespritzt werden, um ein klareres Bild zu schaffen. Ein MRI kann eingesetzt werden, wenn bei einer Frau Brustkrebs diagnostiziert wurde, um die gegenseitige Brust auf Krebs zu untersuchen, aber der Nutzen dieser Untersuchung ist umstritten. Das MRI kann auch für das Screening eingesetzt werden. Gemäss der American Cancer Society (ACS) sollten Frauen mit einem hohen Risiko für Brustkrebs (z.B. Frauen mit BRCA Genmutation oder einer sehr stark mit brustkrebsbelasteten Familiengeschichte) ein MRI-Screening erhalten zusammen mit der Mammographie. Ein MRI kann oft besser sein als ein Mammogramm oder ein Ultraschall, um eine kleine Masse innerhalb der Brust einer Frau zu entdecken, besonders für Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe; es hat aber eine höhere Rate von falsch-positiven Untersuchungsresultaten (ein Untersuchungsresultat, das Krebs anzeigt, wenn gar kein Krebs vorhanden ist) und kann zu mehr Biopsien führen. Zusätzlich zeigt ein MRI keine Verkalkungen, die einen In situ-Brustkrebs anzeigen könnten. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für mehr Informationen.

Chirurgische Tests

Biopsie

Eine Biopsie ist die Entnahme von einem kleinen Gewebestück für die Untersuchung unter dem Mikroskop. Andere Untersuchungen können einen Krebs vermuten lassen, aber nur eine Biopsie kann eine definitive Diagnose machen. Die Gewebsprobe, die mit der Biopsie entnommen worden ist, wird durch einen Pathologen untersucht (ein Arzt, der spezialisiert ist in die Interpretation von Laboruntersuchungen und der Zellen, Gewebe und Organe untersucht, um Krankheiten zu diagnostizieren).

  • Eine bildgeführte Biopsie wird eingesetzt, wenn kein abgrenzbarer Knoten getastet werden kann. Sie kann mit einer Feinnadelaspirations-Biopsie (FNP, benützt normalerweise eine feine Nadel, um die Gewebsprobe zu entfernen), mit einer stereotaktischen Core-Biopsie (benützt Röntgenstrahlen, um den Ort der Gewebsentnahme zu finden) oder mit einer Vakuum-assistierten-Biopsie (benützt eine dickere Nadel, um mehrere grössere Gewebsstücke zu entfernen) durchgeführt werden. Während dieses Eingriffs wird eine Nadel mit der Hilfe von Mammographie, Ultraschall oder MRI in das entsprechende Areal geführt. Ein kleiner Metallclip kann in die Brust eingeführt werden, um den Ort der Biopsie zu markieren, für den Fall, dass die Gewebsprobe Krebs findet und eine zusätzliche Operation nötig ist. Ein Vorteil dieser Technik ist, dass der Patient wahrscheinlich nur eine Operation für die Behandlung oder Stadieneinteilung benötigen wird.
  • Eine Core-Biopsie kann Gewebe gewinnen oder eine FNP kann Zellen gewinnen aus Massen, die in der Brust getastet werden, und diese können dann für die Gegenwart von bösartigen Zellen untersucht werden.
  • Eine chirurgische Biopsie entfernt die grösste Gewebsmenge. Diese Biopsie kann durch eine Inzision (Entfernung eines Teils des Knotens) oder eine Exzision (Entfernung des ganzen Knotens) erfolgen

Wenn Krebs diagnostiziert wird, kann eine zweite Operation nötig sein, um einen tumorfreien Rand zu erreichen (ein Gewebsgebiet um den Tumor herum, in dem keine Krebszellen sind) und/oder um Lymphknoten zu entfernen.

Ärzte können das Gewebe der Biopsie auch untersuchen, um Behandlungsentscheidungen zu leiten. Die Untersuchungen schliessen ein:

  • Eigenschaften des Tumors. Die Untersuchung des Tumors unter dem Mikroskop bestimmt, ob er invasiv oder in situ ist; duktal, oder lobulär; das Grading (Differenzierungsgrad; wie stark sich das Aussehen der Krebszellen von dem gesunder Zellen unterscheidet); und ob der Krebs sich in Blut- oder Lymphgefässe ausgedehnt hat. Die Ränder des Tumors werden ebenfalls untersucht.
  • Östrogenrezeptor (ER)- und Progesteronrezeptor (PR)-Tests. Brustzellen mit diesen Rezeptoren (Empfängern) hängen ab von den Hormonen Östrogen und Progesteron, die ihnen helfen zu wachsen. Die Anwesenheit dieser Rezeptoren hilft, die Prognose der Patientin zu bestimmen (Wahrscheinlichkeit der Genesung) und ob die Zellen wahrscheinlich auf eine Hormontherapie ansprechen. Üblicherweise sprechen ER-positive und PR-positive Tumoren auf Hormontherapie an.
  • HER2/neu Tests. In etwa 25 % der Brustkrebs-Fälle findet sich zu viel des Eiweisses HER2. Der HER2-Status hilft zu bestimmen, ob ein Medikament, wie z.B. Trastuzumab (Herceptin®), hilfreich sein kann in der Behandlung dieses Brustkrebses. Lesen Sie mehr in dem ASCO Patientenführer: HER2-Untersuchungen bei Brustkrebs
  • Genetische Beschreibung des Tumors. Untersuchungen, die die Biologie des Tumors untersuchen, werden häufiger eingesetzt, um mehr über den Brustkrebs einer Frau zu erfahren. Oncotype Dx ist ein Typ einer Untersuchung, die das Risiko für Fernmetastasen (Krebsrückfall ausserhalb der Brust) innerhalb von 10 Jahren für Frauen mit einem Stadium I oder Stadium II Brustkrebs ohne Lymphknotenbefall und positiven Östrogenrezeptoren misst, der dann mit Hormontherapie behandelt werden kann. Diese Information kann auch benutzt werden, um die Behandlung zu planen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt für mehr Information

Blutuntersuchungen

Der Arzt kann auch Bluttests verlangen, um mehr über den Krebs zu erfahren.

Vollständiger Blutstatus

Der Blutstatus ist ein Bluttest, der durchgeführt wird, um das folgende zu bestimmen:

  • Hämoglobinkonzentration (die Menge des roten Blutfarbstoffs)
  • Der Hämatokrit (der Prozentsatz von roten Blutzellen im Gesamtblut)
  • Die Zahl der weissen Blutkörperchen (die Zellen, die helfen Infektionen zu bekämpfen)
  • Die Zahl der Blutplättchen (Zellen, die bei Bedarf zur Blutgerinnung beitragen)
  • Differenzialblutbild (der Prozentsatz verschiedener Arten von weissen Blutkörperchen)

Alkalische Phosphatase

Hohe Blutspiegel dieses Enzyms (Ferment) können anzeigen, dass die Krankheit sich in die Leber, Knochen oder Gallengänge ausgedehnt hat.

Blutspiegel von Bilirubin, GOT/ASAT und GPT/ALAT

Diese Tests untersuchen die Leberfunktion. Hohe Spiegel in irgendeinem dieser Tests können auf einen Leberschaden hinweisen, ein Hinweis auf eine mögliche Ausdehnung zu diesem Organ (GOT = Glutamat-Oxalacetat Transaminase; GPT = Glutamat-Pyruvat Transaminase).

Tumormarkerbestimmungen

Ein Tumormarker (auch Serummarker oder Biomarker genannt) ist eine Substanz, die man in Blut, Urin oder Körpergewebe einer Person findet. Die Gegenwart eines Tumormarkers, oder dass ein höherer oder tieferer Spiegel des Tumormarkers vorliegt, kann auf einen abnormalen Vorgang im Körper hinweisen, was durch einen Krebs oder eine nicht-krebsartige Veränderung bedingt sein kann. Tumormarker können eingesetzt werden für die Diagnosestellung, die Planung einer Behandlung und/oder für die Überwachung einer Behandlung. Für mehr Informationen lesen sie den ASCO Patientenführer: Tumormarker für Brustkrebs.

Zusätzliche Untersuchungen

Der Arzt kann zusätzliche Untersuchungen anordnen (abhängig von der individuellen medizinischen Vorgeschichte und den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung), um das Stadium des Krebses zu bestimmen. Lesen Sie den untenstehenden Abschnitt über das Staging für mehr Information. Diese Untersuchungen werden nicht für alle Patienten empfohlen.

  • Ein Lungenröntgenbild kann benutzt werden, um nach Krebs zu suchen, der sich von der Brust in die Lunge ausgedehnt hat.
  • Eine Knochenszintigraphie kann eingesetzt werden, um nach Ausdehnung in die Knochen zu suchen.Eine Knochenszitigraphie setzt einen radioaktiven Marker ein, um ins Innere der Knochen zu sehen. Eine Markierungssubstanz wird in die Vene der Patientin gespritzt. Sie reichert sich im Knochen an und wird mit einer speziellen Kamera gemessen. Gesunder Knochen erschein grau in der Kamera und Stellen mit einer Verletzung, wie sie durch Krebs verursacht werden können, erscheinen schwarz.
  • Eine Computertomographie (CT) kann eingesetzt werden, um nach Fernmetastasen zu suchen. Ein CT schafft ein dreidimensionales Bild des Körperinnern mit einer Röntgenmaschine. Ein Computer setzt diese Bilder dann zu detaillierten Querschnitt-Ansichten zusammen. Manchmal wir ein Kontrastmittel in die Vene der Patienten gespritzt, um bessere Detailbilder zu bekommen.
  • Eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) kann eingesetzt werden, um zu bestimmen, ob sich der Krebs ausgedehnt hat. Ein PET ist eine Art, um Bilder von Organen und Geweben innerhalb des Körpers zu schaffen. Eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz wird in den Körper injiziert und von den untersuchten Organen und Geweben aufgenommen. Diese Substanz gibt Energie ab, die durch einen Scanner (Kamera) gemessen wird, was dann das Bild ergibt.

Um mehr darüber zu erfahren, was während der üblichen diagnostischen Untersuchungen zu erwarten ist, lesen Sie Cancer.Net: Untersuchungen und Eingriffe.

Um mehr über die in diesem Abschnitt verwendeten Begriffe zu lernen, lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Neu diagnostiziert.

Staging

Die Stadieneinteilung ist eine Methode, einen Krebs zu beschreiben und festzuhalten, wo er lokalisiert ist, ob oder wohin er sich ausgedehnt hat und ob er Funktionen anderer Organe im Körper beeinträchtigt. Ärzte benützen diagnostische Tests, um das Stadium des Krebses festzulegen. So kann das Staging unvollständig sein, bis alle Tests abgeschlossen sind. Die Kenntnis des Stadiums hilft dem Arzt zu entscheiden, welches die beste Behandlungsart ist, und kann helfen, die Prognose (Heilungschance) des Patienten vorauszusagen. Es gibt verschiedene Stadieneinteilungen für verschiedene Arten von Krebs.

Ein Hilfsmittel, das Ärzte benutzen, um das Stadium zu beschreiben, ist das TNM-System. Dieses System benutzt drei Kriterien, um das Stadium des Krebses zu beurteilen: den Tumor selbst, die Lymphknoten in der Umgebung des Tumors und ob der Tumor sich in andere Körperteile ausgedehnt hat. Die Resultate werden kombiniert, um das Tumorstadium für jede einzelne Person festzulegen. Es gibt fünf Stadien: Stadium 0 und die Stadien I bis IV. Die Stadieneinteilung verschafft einen gemeinsamen Weg, um einen Krebs zu beschreiben, so dass Ärzte zusammenarbeiten können, um die besten Behandlungsmöglichkeiten zu planen.

TNM ist eine Abkürzung für Tumor (T), Lymphknoten (node = N) und Metastase (M). Ärzte schauen auf diese drei Faktoren, um das Tumorstadium festzulegen:

  • Wie gross ist der Primärtumor und wo befindet er sich? (Tumor, T)
  • Hat sich der Tumor in Lymphknoten ausgedehnt? (Node, N)
  • Ist der Krebs in andere Körperteile metastasiert? (Metastase, M)

Tumor (T)

Beim TNM-System wird das „T“ plus ein Buchstabe oder eine Zahl (0 – 4) gebraucht, um die Grösse und Lokalisation des Tumors zu beschreiben. Einige Stadien werden in kleinere Gruppen aufgeteilt, die helfen, den Zustand der Patientin noch genauer zu beschreiben.

TX

Der Primärtumor kann nicht beurteilt werden.

T0

Es besteht kein Anhaltspunkt für Krebs in der Brust.

Tis

Bezieht sich auf ein Carcinoma (Krebs) In situ. In diesem Fall ist der Krebs innerhalb der normalen Grenzen des Brustgewebes beschränkt und hat sich nicht in das umgebende Gewebe der Brust ausgedehnt. Es gibt drei Arten von Brustkrebs in situ:

Tis (DCIS)

Duktales Carcinoma in situ (DCIS) ist ein Vorläufer von frühem Brustkrebs und bedeutet, dass nur wenige Brustkrebszellen in Drüsengängen der Brust gefunden wurden und die sich nicht über die Gewebsschicht hinaus ausgedehnt haben, in der sie begonnen haben. Es kann sich später eine invasive Art von Brustkrebs weiterentwickeln.

Tis (LCIS)

Lobuläres Carcinoma in situ (LCIS) beschreibt abnormale Zellen, die in den Läppchen oder Drüsen der Brust gefunden wurden. LCIS ist nicht Krebs, aber erhöht das Risiko, einen invasiven Brustkrebs zu entwickeln.

Tis (Paget’s)

Die Paget’sche Erkrankung der Brustwarze ist eine seltene Form von frühem Brustkrebs. Diese Bezeichnung wird nur verwendet, wenn die Paget’sche Erkrankung, aber kein Tumor vorliegt. Wenn ein Tumor da ist, wird dieser entsprechend der Grösse des Tumors eingeteilt.

T1

Ein Tumor in der Brust ist 2 cm gross oder kleiner in seiner grössten Ausdehnung.

T1mic

Mikroinvasion, oder Mikrometastasen, bedeutet, dass wenige Krebszellen sich ins umgebende Gewebe ausgedehnt haben, aber keine grösser 0.1 cm (1 mm).

T1a

Der Tumor ist grösser als 0.1 cm aber kleiner als 0.5 cm.

T1b

Der Tumor ist grösser als 0.5 cm aber kleiner als 1 cm.

T1c

Der Tumor ist grösser als 1 cm aber nicht grösser als 2 cm.

T2

Der Tumor ist grösser als 2 cm aber nicht grösser als 5 cm.

T3

Der Tumor ist grösser als 5 cm.

T4

Der Tumor hat sich zur Brustwand oder zur Haut ausgedehnt oder ist als inflammatorischer Brustkrebs diagnostiziert.

T4a

Der Tumor hat sich in die Brustwand ausgedehnt.

T4b

Es liegt ein Ödem (Schwellung) vor, eine Verdickung der Haut (wie bei peau d’orange, Orangenhaut), oder eine Ulzeration (ein offenes, schmerzvolles Gebiet, wo die Haut/das Gewebe der Brust am Aufbrechen ist) der Haut der Brust oder umgebende Hautknötchen in der gleichen Brust.

T4c

Es finden sich Zeichen sowohl von T4a und T4b

T4d

Bezieht sich auf inflammatorisches Karzinom. Dies ist ein aggressiver Brustkrebstyp, bei welchem die Brust gerötet, geschwollen und überwärmt ist.

Lymphknoten (N)

Das „N“ im TNM-Staging-System steht für Lymphknoten, die kleinen bohnenförmigen Organe, die helfen, Infektionen zu bekämpfen. Lymphknoten befinden sich unter dem Arm (Achselhöhle), über und unter dem Schlüsselbein und unter dem Brustbein und werden regionale Lymphknoten genannt. Lymphknoten in anderen Körperteilen werden „entfernte Lymphknoten“ genannt.

NX

Die Lymphknoten können nicht untersucht werden.

N0

In den Lymphknoten wurde kein Krebs gefunden.

N1

Der Krebs hat sich in einen bis drei axilläre Lymphknoten (in der Achselhöhle) ausgedehnt.

N2

Der Krebs hat sich in vier bis neun Lymphknoten unter dem Arm (axillär) oder in die Lymphknoten der mammaria interna (Lymphknoten rechts oder links des Brustbeins (Sternum) an der Innenseite der Brustwand) ohne Befall der axillären Lymphknoten ausgedehnt.

N2a

Der Krebs hat sich in vier bis neun Lymphknoten unter dem Arm ausgedehnt (mindestens eine Lymphknotenmetastase ist grösser als 2 mm).

N2b

Der Krebs hat sich nur in die mammaria interna-Lymphknoten ausgedehnt.

N3

Der Krebs hat sich in 10 oder mehr Lymphknoten unter dem Arm ausgedehnt oder in die infraklavikulären Lymphknoten (unter dem Schlüsselbein) oder in die mammaria interna-Lymphknoten mit Beteiligung der axillären Lymphknoten.

N3a

Der Krebs hat sich in 10 oder mehr Lymphknoten unter dem Arm oder in die infraklavikulären Lymphknoten ausgedehnt.

N3b

Der Krebs hat sich in die mammaria interna- und die axillären Lymphknoten ausgedehnt.

N3c

Der Krebs hat sich in die supraklavikulären Lymphknoten ausgedehnt (Lymphknoten oberhalb des Schlüsselbeins).

Wenn sich Krebs in den Lymphknoten befindet, hilft es den Ärzten bei der Therapieplanung zu wissen, wie viele Lymphknoten befallen sind. Der Pathologe kann die Zahl der krebsbefallenen Lymphknoten bestimmen.

Entfernte Metastasen (M)

Das „M“ im TNM-System zeigt an, ob der Krebs sich in andere Teile des Körpers ausgedehnt hat.

MX

Die Fernausdehnung kann nicht bestimmt werden.

M0

Die Krankheit hat nicht metastasiert.

M1

Es findet sich eine Metastasierung in einem anderen Körperteil

Gruppierung von Krebsstadien

Ärzte teilen das Stadium des Krebses ein, indem sie die T, N, und M Klassifikationen kombinieren.

Stadium 0

Duktales Carcinoma in situ ist Krebs, der sich nicht über die Drüsengänge oder Läppchen der Brust ausgedehnt hat (die natürlichen Grenzen). Es wird auch nicht Invasiver Krebs genannt.

Stadium I

Der Tumor ist klein und hat sich nicht in die Lymphknoten ausgedehnt (T1, N0, M0).

Stadium IIa

Irgendeine der folgenden Bedingungen:

  • Der Tumor ist kleiner oder gleich 2 cm und hat sich in die axillären Lymphknoten (Achselhöhle) ausgedehnt (T1 oder T1mic, N1, M0).
  • Der Tumor ist grösser als 2 cm aber nicht grösser als 5 cm und hat sich nicht in die axillären Lymphknoten ausgedehnt (T2, N0, M0).
  • Es bestehen keine Anhaltspunkte für einen Tumor in der Brust, aber es befindet sich Krebs den Lymphknoten der Achselhöhle (T0, N1, M0).

Stadium IIb

Irgendeine der folgenden Bedingungen:

  • Der Tumor ist grösser als 2 cm aber nicht grösser als 5 cm und hat sich in die axillären Lymphknoten ausgedehnt (T2, N1, M0).
  • Der Tumor ist grösser als 5 cm aber hat sich nicht in die axillären Lymphknoten ausgedehnt (T3, N0, M0).

Stadium IIIa

Irgendeine der folgenden Bedingungen:

  • Der Tumor ist kleiner als 5 cm und hat sich in die axillären Lymphknoten ausgedehnt (T1, N2, M0 oder T2, N2, M0).
  • Der Tumor ist grösser als 5 cm und hat sich in die axillären Lymphknoten ausgedehnt (T3, N1, M0 oder T3, N2, M0).

Stadium IIIb

Der Tumor hat sich in die Brustwand ausgedehnt oder verursacht eine Schwellung oder Ulzeration (offenes Geschwür) der Brust oder wird als inflammatorischer Brustkrebs (add link) diagnostiziert. Er kann sich in die axillären Lymphknoten ausgedehnt haben (nicht obligatorisch), hat sich aber nicht in andere Teile des Körpers ausgedehnt (T4, N0, M0; T4, N1, M0; oder T4, N2, M0).

Stadium IIIc

Ein Tumor von irgendeiner Grösse hat sich nicht in entfernte Körperteile ausgedehnt, aber in die Lymphknoten der N3-Gruppe (irgendein T, N3, M0).

Stadium IV

Der Tumor kann von jeder Grösse sein und hat sich in entfernte Körperteile ausgedehnt, am häufigsten in die Knochen, die Lungen, die Leber oder in die Brustwand (irgendein T, irgendein N, M1).

Wiedergabe mit Erlaubnis des American Joint Committee on Cancer (AJCC), Chicago, Illinois, USA. Die Originalquelle für dieses Material ist das AJCC Cancer Staging Manual 6. Auflage (2002), erschienen beim Springer-Verlag New York, www.springer-ny.com

Behandlung

Die Behandlung des Brustkrebses hängt ab von der Grösse und der Lokalisation des Tumors, von der Ausdehnung des Tumors und vom allgemeinen Gesundheitszustand der Person. In vielen Fällen wird ein Team von Ärzten mit der Patientin zusammenarbeiten, um den besten Behandlungsplan festzulegen.

Dieser Abschnitt beschreibt die Behandlungen, die dem Behandlungsstandard (den besten zur Verfügung stehenden Behandlungen) für diese spezifische Krebsart entsprechen. Patientinnen werden auch ermutigt, die Teilnahme an einer Klinische Studie zu erwägen, wenn sie ihre Entscheidungen zum Therapieplan fällen. Eine klinische Studie ist eine Forschungs-Untersuchung, die eine neue Behandlung testet, um zu zeigen, ob sie sicher, wirksam und möglicherweise besser als die Standardbehandlung ist. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, alle Ihre Behandlungsmöglichkeiten durchzusehen. Lesen Sie den Abschnitt Klinische Studien für mehr Informationen.

Übersicht über die Brustkrebs-Behandlung

Die Biologie und das Verhalten eines Brustkrebses beeinflsst die Behandlung. Einige Tumoren sind klein aber wachsen rasch, andere dagegen sind gross und wachsen langsamer. Wenn der Arzt die Behandlung für einen Brustkrebs plant, wird er viele Faktoren berücksichtigen, einschliesslich:

  • Das Stadium und Grading des Tumors
  • Der Hormonrezeptorstatus (ER, PR) und HER2/neu-Status (siehe bei Diagnose) des Tumors
  • Das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand der Patientin
  • Der Menopausen-Status der Patientin
  • Das Vorliegen bekannter Mutationen in Brustkrebs-Genen

Auch wenn der Arzt die Behandlung für den Brustkrebs spezifisch für jede Patientin festlegen wird, gibt es einige allgemein gültige Schritte in der Behandlung des Brustkrebses.

Beim DCIS und beim Brustkrebs im Frühstadium empfehlen die Ärzte im allgemeinen eine Operation, um den Tumor zu entfernen. Um sicherzustellen, dass das Gebiet um den Tumor herum krebsfrei ist, kann der Chirurge auch ein kleines Gewebsareal um den Tumor herum mit entfernen. Der nächste Schritt im Management eines Brustkrebses im Frühstadium ist es, das Risiko eines Rückfalls zu reduzieren und etwelche zurückbleibende Krebszellen zu eliminieren. Dies nennt man Adjuvante Therapie. Adjuvante Therapien schliessen Bestrahlung, Chemotherapie, Hormontherapie und gezielte Therapie mit ein. Auch wenn eine adjuvante Therapie das Rückfallrisiko vermindert, eliminiert sie es nicht zwingend.

Zusammen mit dem Staging könne andere hochentwickelte Hilfsmittel dabei helfen, die Prognose zu bestimmen, und Ihnen und Ihrem Arzt helfen, Entscheidungen zu Ihrer Therapie zu fällen. Die Website Adjuvant!Online (www.adjuvantonline.com) ist ein solches Hilfsmittel, auf das Ihr Arzt zugreifen kann, um eine Vielzahl verschiedener prognostischer Faktoren zu interpretieren. Diese Website sollte nur mit der Erklärung durch Ihren Arzt gebraucht werden.

Wenn eine Operation zur Entfernung des Tumors nicht möglich ist, können Chemotherapie, Bestrahlung, Hormontherapie und/oder gezielte Therapien eingesetzt werden.

Die Behandlung eines Krebsrückfalls und von mestastasierendem Krebs hängt davon ab, wie der Krebs zuerst behandelt worden war, und von den oben erwähnten Eigenschaften des Krebses (wie ER, PR und Her2-Status).

Vollständigere Beschreibungen jeder Behandlungsmöglichkeit sind unten aufgeführt.

Operation

Im Allgemeinen hat die Patientin umso mehr operative Möglichkeiten, je kleiner der Tumor ist. Folgende operative Möglichkeiten bestehen unter anderen:

  • Eine Lumpektomie entfernt den Tumor und einen dünnen krebsfreien Gewebssaum um den Tumor herum. Bei DCIS und einem invasiven Krebs wird üblicherweise eine nachfolgende Strahlentherapie für das befallene Gebiet durchgeführt. Eine Lumpektomie kann auch partielle Mastektomie, segmentale Mastektomie oder Mammateilresektion genannt werden.
  • Eine totale Mastektomie entfernt die gesamte Brust aber nicht die Lymphknoten in der Achselhöhle. Diese Operation wird auch einfache Mastektomie oder Ablatio genannt.
  • Eine modifizierte radikale Mastektomie entfernt die Brust und die Lymphknoten in der Achselhöhle.
  • Eine axilläre Lymphknotendissektion bedeutet, dass der Operateur Lymphknoten der Achselhöhle entfernt und sie durch einen Pathologen auf Krebszellen untersuchen lässt. Die Zahl tatsächlich entfernter Lymphknoten kann unterschiedlich sein.
  • Die Sentinel-Lymphknoten- Biopsie ist ein Eingriff, bei dem der Chirurge den Sentinel-Lymphknoten (erster Lymphknoten, Wächterlymphknoten) aufsucht und entfernt (üblicherweise 1 bis 3 Lymphknoten), der als erster die aus dem befallenen Gebiet abgeführte Lymphflüssigkeit aufnimmt. Der Pathologe untersucht diesen Lymphknoten dann auf Krebszellen. Um den Sentinel-Lymphknoten zu identifizieren, spritzt der Chirurge einen Farbstoff oder eine radioaktive Substanz in das Gebiet um die Brustwarze. Der Farbstoff oder die radioaktive Markierungssubstanz wird dann in die Lymphknoten wandern und zuerst im Sentinel-Lymphknoten ankommen. Der Chirurge kann den Knoten finden, wenn sich seine Farbe verändert (wenn ein Farbstoff gebraucht wird) oder wenn er Strahlung aussendet (wenn ein Marker verwendet wird). Eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie hat häufig ein geringeres Risiko für ein Lymphödem (Anschwellen des Armes) als eine Entfernung aller axillären Lymphknoten. Die Forschung hat gezeigt, dass bei krebsfreiem Sentinel-Lymphknoten die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass die folgenden Knoten ebenfalls krebsfrei sein werden und dass keine weitere Operation der axillären Lymphknoten notwendig ist. Wenn der Sentinel-Lymphknoten zeigt, dass Krebs vorliegt, wird der Chirurge eine axilläre Lymphknotendissektion durchführen. Für mehr Informationen, lesen Sie den ASCO Patientenführer: Sentinel-Lymphknoten-Biopsie bei Brustkrebs im frühen Stadium.
  • Frauen, deren Brust ganz entfernt wurde, wünschen sich möglicherweise eine Brustrekonstruktion, was eine Operation ist, um die Brust wieder aufzubauen. Eine Rekonstruktion kann mit Gewebe von einem anderen Körperteil durchgeführt werden oder mit synthetischen Implantaten. Dies kann bei einer Frau zum Zeitpunkt der Mastektomie durchgeführt werden oder auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Die meisten Patientinnen mit invasivem Krebs werden entweder eine Sentinel-Lymphknoten-Biopsie oder eine axilläre Lymphknotendissektion durchführen lassen. Für diejenigen, bei denen der Sentinel-Lymphknoten Krebs aufweist, wird eine axilläre Lymphknotendissektion immer noch als notwendig erachtet. Die Forschung geht weiter um herauszufinden, ob dies immer noch zutrifft.

Zusammenfassend schliessen die operativen Behandlungsmöglichkeiten das folgende ein:

  • Lumpektomie oder partielle Mastektomie (Brust-Teilresektion) und Strahlentherapie
  • Totale Mastektomie, mit oder ohne unmittelbare Rekonstruktion, mit oder ohne Sentinel-Lymphknoten-Biopsie und mögliche axilläre Lymphknotendissektion
  • Modifizierte radikale Mastektomie mit oder ohne unmittelbare Rekonstruktion

Die Frauen werden ermutigt, mit ihren Ärzten darüber zu sprechen, welche chirurgische Möglichkeit für sie richtig ist. Aggressivere Chirurgie (wie z.B. eine Mastektomie) ist nicht immer besser und kann zu zusätzlichen Komplikationen führen. Die Kombination einer Brust-Teilentfernung mit Bestrahlung hat ein höheres Risiko, dass der Krebs in der gleichen Brust oder nahe der Brust zurückkommen kann, aber das Langzeitüberleben der Frauen ist das gleiche wie von denen mit einer Mastektomie.

Lesen Sie für mehr Informationen das Cancer.Net-Angebot: Nach einer Mastektomie, Cancer.Net-Angebot: Nach der Behandlung für Brustkrebs: Lymphoedem vermeiden, Cancer.Net-Angebot: Brustrekonstruktion und das Cancer.Net-Angebot: Eine Brustprothese wählen.

Strahlentherapie

Strahlentherapie ist der Einsatz von hochenergetischen Röntgenstrahlen oder anderen Partikeln, um Krebszellen abzutöten. Strahlentherapie wird üblicherweise für eine Anzahl von Wochen anschliessend an eine Lumpektomie oder eine partielle Mastektomie eingesetzt, um allenfalls zurückgebliebene Krebszellen nahe der Stelle des Tumors oder andernorts in der Brust zu eliminieren. Eine Strahlentherapie ist auch für einige Frauen nach einer Mastektomie angezeigt, abhängig von der Grösse ihres Tumors, der Zahl von krebsbefallenen Lymphknoten unter dem Arm und der Breite des Gewebssaums um den Tumor, der durch den Chirurgen entfernt wurde. Eine adjuvante Strahlentherapie ist wirskam in der Reduktion des Krebsrückfallrisikos sowohl in der Brust als auch in der BRustwand. Eine neoadjuvante Strahlentherapie kann vor einer Operation eingesetzt werden, um einen grossen Tumor kleiner zu machen und die Operation zu vereinfachen, auch wenn dieses Vorgehen selten ist.

Die Strahlentherapie kann Nebenwirkungen verursachen, einschliesslich Müdigkeit (Fatigue), Schwellung und Hautveränderungen. Ein kleiner Bereich der Lunge kann durch die Bestrahlung betroffen sein, obschon das Risiko einer Pneumonitis, einer strahlenbedingten Lungenentzündung, gering ist. In der Vergangenheit, mit älteren Ausrüstungen und Techniken in der Strahlentherapie, hatten Frauen nach einer Behandlung von linksseitigem Brustkrebs eine kleine Erhöhung des Langzeitrisikos für eine Herzerkrankung. Jetzt sind moderne Techniken zur Verfügung, die es erlauben, den grössten Teil des Herzens von möglichem Strahlenschaden zu bewahren. Währenddem Strahlenexposition als Risikofaktor für die Entwicklung eines Krebses nach vielen Jahren betrachtet wird, wird weniger als eine von 500 Überlebenden nach Brustkrebs eine andere Art von Krebs, ausser einen Brustkrebs, innerhalb des Gebietes, in dem sie behandelt worden ist entwickeln. Klinische Studien, die eine Brustteilentfernung plus Strahlentherapie vergleichen mit einer totalen Brustentfernung haben keinen Unterschied gezeigt in der Zahl von Patientinnen, die innerhalb von 20 Jahren andere Krebsarten entwickeln oder daran sterben.

Die üblichste Art von Strahlentherapie wird externe Strahlentherapie oder externe Radiotherapie genannt, bei der die Strahlentherapie von einer Maschine ausserhalb des Körpers erzeugt wird. Wenn eine Strahlentherapie mittels Implantaten durchgeführt wird, wird sie interne Strahlentherapie oder Brachytherapie genannt. Bei dieser Behandlung werden kleine radioaktive Kügelchen in oder nahe an die Stelle des Brusttumors gebracht in Plastikschläuchen, die vorübergehend in die Brust eingesetzt wurden. Ein nahe an die Brust gebrachter Ballonkatheter, der die Strahlung abgibt (genannt Mammosite), ist eine andere Art der Strahlentherapie.

Die Standard-Strahlentherapie nach einer Lumpektomie oder Brust-Teilentfernung ist die von aussen verabreichte Strahlentherapie an 5 Tagen der Woche (Montag – Freitag) während 6 bis 7 Wochen. Dies schliesst üblicherweise zunächst eine Strahlentherapie der gesamten Brust ein während 4.5 bis 5 Wochen, gefolgt von einer gezielteren Behandlung der Stelle des Tumorbetts in der Brust für die verbleibenden Behandlungen. Dieser fokussierte Teil der Behandlung, Boost genannt, ist Standard bei Frauen mit invasivem Brustkrebs, da er das Rückfallrisiko in der Brust vermindert. Dieser Boost wird üblicherweise auch eingesetzt bei Frauen mit In situ-Krebs und ist Gegenstand einer internationalen klinischen Studie. Die Standard-Strahlentherapie nach einer Mastektomie oder vollständigen Entfernung der Brust wird auf die Brustwand verabreicht, an 5 Tagen (Montag bis Freitag) während 5 bis 6 Wochen. Wenn Krebs auch in den Lymphknoten unter dem Arm nachgewiesen wurde, kann die Strahlentherapie auch für die Lymphknotengebiete am Hals oder unter dem Arm nahe der Brust oder der Brustwand angewandt werden.

Es besteht wachsendes Interesse an neueren Bestrahlungsmethoden, um die Dauer der Bestrahlung von 6 bis 7 Wochen auf eine Periode von 3 bis 4 Wochen zu verkürzen. In einer Methode (sogenannte hypo-fraktionierte Strahlentherapie) wird eine höhere tägliche Dosis auf die gesamte Brust verabreicht, so dass die gesamte Behandlungslänge auf 3 bis 4 Wochen verkürzt wird. Dies kann auch kombiniert werden mit einer höheren Dosis, die auf das Tumorbett in der Brust verabreicht wird, entweder während oder nach der Bestrahlung der gesamten Brust. Klinische Studien aus Kanada und England (U.K.) haben gezeigt, dass diese kürzeren Behandlungsschemen durch die Patienten gleich gut akzeptiert werden können mit gleichen Krebskontrollraten und Nebenwirkungen verglichen mit längeren Strahlentherapie-Schemen. Diese kürzeren Behandlungspläne werden möglciherweise in den USA mehr akzeptiert werden und sind eine Möglichkeit, die Annehmlichkeit und den für die Strahlentherapie benötigten Zeitbedarf zu verbessern (siehe auch unten: Brustteilbestrahlung).

Brust Teilbestrahlung

Die Teilbestrahlung einer Brust ist eine Strahlentherapie, die direkt auf das Tumorgebiet gegeben wird, üblicherweise nach einer Lumpektomie; dies anstelle einer Bestrahlung der ganzen Brust, wie dies mit der Standard-Bestrahlung üblicherweise gemacht wird. Diese Behandlung kann mittels Bestrahlung von aussen oder innerlicher Strahlentherapie durchgeführt werden. Die Bestrahlung wird zweimal pro Tag während nur einer Woche angewandt mit einer Bestrahlung von aussen, einem vorübergehenden Bestrahlungskatheter oder Kathetern, die in die Brust implantiert werden. Nur einige Patientinnen sind wohl für diese Art von Strahlentherapie geeignet. Währenddem erste Resultate vielversprechend gewesen sind, ist diese Technik Gegenstand einer grossen klinischen Studie in den gesamten USA und der Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit verglichen mit Standardbestrahlung sind noch ausstehend.

Mit der gezielteren Anwendung der Bestrahlung direkt auf das Tumorgebiet kann möglicherweise die Bestrahlungszeit verkürzt werden. Eine grosse nationale klinische Studie, die 2005 begonnen hat, wird durchgeführt, um die Standardbehandlung über 6 Wochen mit konventioneller Bestrahlung von aussen mit der einwöchigen Behandlung mit Brust-Teilbestrahlung zu vergleichen.

Intensitäts-Modulierte Strahlentherapie (IMRT)

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ist eine fortgeschrittenere Art, um äusserliche Strahlentherapie auf die Brust anzuwenden. Die Intensität der Bestrahlung, die auf die Brust gerichtet wird, wird variiert, um den Tumor präziser zu erfassen, um eine einheitliche Verteilung der Bestrahlung im ganzen Brustgewebe zu erreichen und um eine Schädigung des gesunden Gewebes zu vermeiden, und zwar besser als es mit traditioneller Strahlentherapie möglich ist. IMRT kann die Strahlendosis auf benachbarte wichtige Organe reduzieren, wie z.B. das Herz und die Lunge, und das Risiko für einige unmittelbare Nebenwirkungen reduzieren, wie z.B. das Schälen der Haut während der Behandlung. Dies kann speziell wichtig sein für Frauen mit mittleren bis grossen Brustgrössen, die ein höheres Risiko für Nebenwirkung haben als Frauen mit kleineren Brüsten, z.B. für das Schälen der Haut. IMRT kann auch helfen, die Langzeitwirkungen auf das Brustgewebe zu verringern, die mit älterer Bestrahlungstechnik häufiger auftraten, wie z.B. Verhärtungen, Schwellungen oder Farbveränderungen.

Zwei prospektive, randomisierte klinische Studien haben IMRT mit konventioneller Strahlentherapie nach Lumpektomie für Frauen mit Brustkrebs verglichen. Beide Studien haben eine gleichmässige Verteilung der Strahlendosis im ganzen Brustgewebe mit IMRT gezeigt. Der Einsatz von IMRT hatte schliesslich auch eine Verminderung der Brustgebiete mit höher als gewollten Strahlendosen zur Folge, was zu einer Reduktion der Nebenwirkungen führte. In einer Studie waren z.B. weniger Fälle von feuchtem Schälen der Haut während IMRT aufgetreten. In der anderen klinischen Studie war eine Verbesserung des Erscheinungsbildes der Brust und weniger Fibrose (Brustverhärtung) fünf Jahre nach IMRT Behandlung festgestellt worden. Weitere Forschung wird durchgeführt, um die Langzeitnebenwirkungen wie z.B. Herzerkrankungen 10 oder mehr Jahre nach der Behandlung zwischen IMRT und konventioneller Strahlentherapie zu vergleichen.

Überlegungen zur Strahlentherapie bei älteren Patientinnen und/oder solchen mit kleinen Tumoren

Das kleinste Risiko für einen Krebsrückfall in der Brust nach Lumpektomie zeigt sich beim Einsatz von Strahlentherapie. Frühere randomisierte klinische Studien zeigten im Allgemeinen Rückfallraten von 30 % oder mehr ohne Strahlentherapie, verglichen mit 10 % Rückfallrate mit Strahlentherapie. Neuere Studien haben die Konsequenzen des Wegfalls von Strahlentherapie für Frauen über 70 Jahre oder solche mit sehr kleinen Tumoren untersucht. Über Alles gesehen zeigen diese Studien, dass eine Strahlentherapie das Risiko für einen Brustkrebsrückfall in der gleichen Brust verkleinert, verglichen mit keiner Strahlentherapie, aber sie beeinflusst das Gesamtüberleben nicht. Empfehlungen vom National Comprehensive Cancer Network (NCCN) empfehlen weiterhin die Strahlentherapie als die Standardoption nach Lumpektomie. Sie zeigen jedoch auch auf, dass Frauen mit sehr günstigen Charakteristika (wie z.B. Alter 70 oder höher; oder Leiden an anderen medizinischen Voraussetzungen, die die Lebenserwartung auf fünf Jahre begrenzen; ein kleiner Tumor; keine Zeichen für Krebs in den Lymphknoten oder an den Operationsrändern und ein Östrogenrezeptor-positiver Krebs) vernünftigerweise wählen können, sich nicht bestrahlen zu lassen und nach der Lumpektomie allein eine Hormontherapie (siehe unten) einzusetzen, wenn sie willens sind, ein höheres Risiko eines lokalen Rückfalls zu akzeptieren.

Für mehr Informationen lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Strahlentherapie verstehen, das Cancer.Net-Angebot: Strahlentherapie – Ihre persönliche Erfahrung und das Cancer.Net-Angebot: Nebenwirkungen der Strahlentherapie.

Chemotherapie

Chemotherapie ist der Einsatz von Medikamenten, um Krebszellen abzutöten. Eine systemische Chemotherapie wird durch den Blutstrom verteilt und zielt auf Krebszellen im ganzen Körper. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie hängen vom Individuum und von der gewählten Dosis ab, können aber Müdigkeit (Fatigue), Infektionsrisiko, Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust und Durchfall einschliessen. Diese Nebenwirkungen verschwinden üblicherweise, wenn die Behandlung abgeschlossen ist. Selten treten Langzeitnebenwirkungen auf, wie z.B. ein Schaden am Herzen, den Nerven oder so genannte sekundäre Krebsarten, aber Studien haben gezeigt, dass diese Nebenwirkungen die Überlebenszeit einer Frau nicht verkürzen.

Eine Chemotherapie kann oral (durch den Mund) gegeben werden oder intravenös (in eine Vene injiziert) und wird üblicherweise in Zyklen verabreicht. Eine Chemotherapie verlangt üblicherweise keinen Spitalaufenthalt; sie wird ambulant verabreicht. Eine Chemotherapie kann eine Neoadjuvante Therapie sein (verabreicht vor einer Operation, um einen grossen Tumor zu verkleinern) oder eine adjuvante Therapie (gegeben nach einer Operation, um das Risiko eines Krebsrückfalls zu vermindern). Chemotherapie kann auch eingesetzt werden zum Zeitpunkt eines Rückfalls des Brustkrebses. Patientinnen können in klinischen Studien neue Medikamente oder neue Kombinationen bereits existierender Medikamente angeboten werden.

Verschiedene Medikamente sind für verschiedene Krebsarten hilfreich und die Forschung hat gezeigt, dass die Kombination von bestimmten Medikamenten wirkungsvoller ist als die Einzelmedikamente. Die folgenden Medikamente oder Kombinationen können in der adjuvanten Behandlung von Brustkrebs eingesetzt werden:

  • Cyclophosphamid (Endoxan, Cytoxan)
  • Methotrexat (verschiedene Markennamen)
  • Fluorouracil (5-FU)
  • Doxorubicin (Adriamycin, Adriblastin)
  • Epirubicin (Farmorubicin)
  • Paclitaxel (Taxol)
  • Docetaxel (Taxotere)
  • CMF (Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-FU)
  • CAF (Cyclophosphamid, Doxorubicin und 5-FU)
  • CEF (Cyclophosphamid, Epirubicin und 5-FU)
  • EC (Epirubicin und Cyclophosphamid)
  • AC (Doxorubicin und Cyclophosphamid)
  • TAC (Docetaxel, Doxorubicin und Cyclophosphamid)
  • AC gefolgt von T (Doxorubicin und Cyclophosphamid, gefolgt von Paclitaxel)
  • TC (Docetaxel und Cyclophosphamid)

Trastuzumab, eine gezielte Therapie (siehe unten), kann auch nach Chemotherapie als eine adjuvante Therpaie gegeben werden. Ebenfalls können Paclitaxel, Docetaxel und Carboplatin nach standardmässiger adjuvanter Chemotherapie gegeben werden.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Medikamenten und Kombinationen können die folgenden verwendet werden, um rezidivierten oder metastasierten Brustkrebs zu behandeln:

  • Vinorelbine (Navelbine)
  • Capecitabine (Xeloda)
  • Eiweissgebundenes Paclitaxel (Abraxane)
  • Pegyliertes liposomales doxorubicin (Doxil, Dox-SL, Evacet, LipoDox, Caelyx)
  • Gemcitabine (Gemzar)
  • Carboplatin
  • AT (Doxorubicin und Docetaxel; Doxorubicin und Paclitaxel)
  • GT (Gemcitabine und Paclitaxel)
  • Docetaxel und Capecitabine
  • Ixabepilone (Ixempra)

Trastuzumab, Lapatinib (Tyverb, Tykerb) oder Bevacizumab (Avastin, siehe unten) können zusammen mit Chemotherapie in speziellen Situationen gegeben werden.

Die Medikamente zur Behandlung von Krebs werden ständig überprüft und weiterentwickelt. Das Gespräch mit Ihrem Arzt ist oft der beste Weg, um mehr über die Medikamente zu erfahren, die bei Ihnen verschrieben worden sind, ihren Zweck und ihre möglichen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Erfahren Sie mehr über Ihre Medikamente durch Cancer.Net’s Drug Information Resources, die Verbindungen zu verschiedenen Medikamentendatenbanken schaffen.

Hormontherapie

Eine Hormontherapie ist nützlich in der Behandlung eines Tumors, bei dem der Nachweis von Östrogen- oder Progesteron-Rezeptoren positiv ausfällt. Diese Art von Tumor benützt Hormone, um ihr Wachstum zu fördern. Eine Blockade der Hormone beschränkt üblicherweise das Wachstum des Tumors.

Wenn bestimmt wurde, dass der Tumor Hormonrezeptor-positiv ist (d.h. Östrogen oder Progesteron für sein Wachstum benutzt [siehe Diagnose]), dann kann eine Hormonbehandlung allein oder in Kombination mit Chemotherapie eingesetzt werden. Beispiele einer Hormontherapie, die als adjuvante Therapie eingesetzt wird, sind Tamoxifen (Nolvadex), Anastrozol (Arimidex), Letrozol (Femara) und Exemestan (Aromasin).

Tamoxifen ist das Medikament, das die Forscher am längsten im Einsatz als Hormontherapie untersucht haben. Es blockiert die Östrogenbindung an die Krebszellen. Seine Wirksamkeit wurde nachgewiesen bezüglich Risikoreduktion eines Rückfalls in der behandelten Brust, des Risikos eines Krebses in der anderen Brust und des Risikos für die Entwicklung eines Krebses bei einer Frau, die keine Vorgeschichte dieser Erkrankung hat aber ein überdurchschnittliches Risiko für die Entwicklung eines Brustkrebses. Die aktuelle Forschung zeigt keinen Gewinn für die Einnahme von Tamoxifen für länger als fünf Jahre. Die Nebenwirkungen für Tamoxifen schliessen Wallungen ein, ein geringgradig erhöhtes Risiko für einen Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) sowie für ein Uterussarkom und ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln. Tamoxifen kann wirkungsvoll sein bei Frauen sowohl vor als auch nach der Menopause.

Bei postmenopausalen Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, wurde gezeigt, dass Raloxifen eine andere Hormontherapie ist mit der gleichen Wirkung wie Tamoxifen bezüglich Verhinderung von invasivem Brustkrebs, aber nicht gleich wirkungsvoll in der Verhinderung von nicht invasivem Krebs, wie z.B. DCIS. Die Nebenwirkungen von Raloxifen schliessen ein kleines Risiko von Blutgerinnseln, Bein- und Gelenkschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Trockenheit der Scheide ein. Raloxifen wurde nicht untersucht bei Frauen vor der Menopause und wird nicht als Ersatz für Tamoxifen betrachtet in der adjuvanten Therapie von Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs. Raloxifen ist nicht empfohlen für die Behandlung von invasivem Brustkrebs.

Aromatasehemmer vermindern die Menge von Östrogen bei Frauen nach der Menopause, indem sie das Enzym Aromatase hemmen, das benötigt ist, um Östrogen zu produzieren. Diese Medikamente schliessen Anastrozol, Letrozol und Exemestan ein. Die Nebenwirkungen von Aromatasehemmern können Gelenkschmerzen und ein erhöhtes Risiko von Frakturen (Knochenbrüchen) einschliessen. Klinische Studien erforschen, ob Frauen einen Gewinn haben von Aromatasehemmern nach Tamoxifen oder wenn sie einen Aromatasehemmer während mehr als 5 Jahren einnehmen. Für mehr Information lesen Sie das ASCO Technology Assessment for Patients: Aromatase Inhibitors for Early Breast Cancer.

Gezielte Therapie

Eine Gezielte Therapie ist eine Behandlung, die auf abnormale Gene oder Eiweisse zielt, die zu Krebswachstum und Krebsentwicklung beitragen.

  • Trastuzumab (Herceptin) ist registriert und anerkannt sowohl für die Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs als auch als adjuvante Therapie für Brustkrebs im Frühstadium bei Tumoren, die zuviel des HER2/neu-Eiweisses aufweisen. Daten, die am jährlichen Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie im Jahr 2005 vorgestellt wurden, zeigen eine rund 50%-ige Verminderung der Rückfälle und ein verbessertes Überleben bei Frauen mit frühem Brustkrebs, der HER2/neu-positiv ist, und die Trastuzumab entweder mit oder nach einer adjuvanten Chemotherapie erhalten haben. Zum jetzigen Zeitpunkt wird ein Jahr Trastuzumab empfohlen. Patientinnen die Trastuzumab erhalten, haben ein 4%-Risiko von Herzproblemen und dieses Risiko ist erhöht, wenn eine Patientin andere Risikofaktoren für eine Herzerkrankung hat. Diese Herzprobleme gehen nicht immer weg aber sind üblicherweise mit Medikamenten behandelbar. Laufende Studien prüfen, wie viel Trastuzumab genug ist (von neun Wochen bis zu zwei Jahren).
  • Bei Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs, der nicht mehr auf Trastuzumab anspricht, kann ein Medikament, Lapatinib (Tykerb oder Tyverb) genannt, das Wachstum von Brustkrebs verlangsamen, wenn es mit Capecitabine kombiniert wird. Die Kombination von Lapatinib und Capecitabine ist registriert für die Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem oder metastasierendem HER2-positivem Brustkrebs, die vorgängig mit Chemotherapie und Trastuzumab behandelt worden sind.
  • Bevacizumab wird eingesetzt, um rezidivierenden oder metastasierten Brustkrebs zu behandeln (siehe unten). Dieses Medikament blockiert die Angiogenese (die Bildung neuer Blutgefässe), die für Tumowachstum und Metastastierung benötigt wird. In der Kombination mit Paclitaxel scheint Bevacizumab den Tumor zu verkleinern und länger klein zu halten bei Frauen mit metastasiertem Krebs, verglichen mit Paclitaxel allein. Diese Kombination wurde 2008 von der amerikanischen Food and Drug Administration gebilligt.

Rückfall und Metastasierung eines Brustkrebses

Man spricht von einem Brustkrebsrückfall, wenn der Krebs zurückgekehrt ist, nachdem er früher diagnostiziert und behandelt worden ist. Der Krebs kann in der Brust zurückkommen (als lokaler Rückfall), in der Brustwand oder in anderen Teilen des Körpers einschliesslich entfernter Organe (wie z.B. die Lungen, die Leber und die Knochen).

Brustkrebs kann sich auch in andere Organe ausdehnen wie z.B. das Hirn, die gegenseitige Brust, die Nebennieren, die Milz und die Eierstöcke. Wenn der Tumor metastasiert ist (sich ausserhalb der Brust oder lokaler Lymphknoten ausgedehnt hat), ist der Krebs üblicherweise nicht heilbar. Das Ziel der Behandlung für eine fortgeschrittene Erkrankung ist es, eine Remission (Rückbildung; vorübergehende oder anhaltende Abwesenheit der Erkrankung) zu erreichen oder das Tumorwachstum zu verlangsamen. Einige Patientinnen leben Jahre nach dem Rückfall des Brustkrebses und können viele verschiedene Behandlungen erhalten. Mit dem Einzug von Methoden zur früheren Krebsentdeckung und neuen Therapien kann Brustkrebs für einige Patientinnen als chronische Erkrankung betrachtet werden.

Meistens wird ein Rückfall entdeckt, wenn eine Person Symptome hat. Auch wenn es viele Tests gibt, die einen metastatischen Rückfall vor dem Symptombeginn entdecken können, hat die Forschung gezeigt, dass solche Untersuchungen das Ansprechen auf Behandlungen für fortgeschrittene Erkrankung nicht verbessern und auch das Überleben nicht verlängern.

Zeichen und Symptome hängen ab vom Ort der Erkrankung und können folgendes Einschliessen:

  • Ein Knoten unter dem Arm oder entlang der Brustwand
  • Knochenschmerzen oder Frakturen, die auf Knochenmetastasen hinweisen
  • Kopfschmerzen oder Krampfanfälle, was auf Hirnmetastasen hinweisen kann
  • Chronisches Husten oder Atembeschwerden, was auf Lungenmetastasen hinweisen kann

Andere Symptome können sich auf die Lokalisation der Metastasen beziehen und können Sehstörungen, Veränderungen der Körperenergie, Krankheitsgefühl oder ausgeprägte Müdigkeit einschliessen. Eine Biopsie des Rückfall-Ortes ist oft empfohlen, um die Diagnose zu sichern und um den Status von ER, PR und HER2/neu zu überprüfen, da diese geändert haben können seit dem Zeitpunkt der ursprünglichen Diagnose.

Die Behandlung eines metastsierenden oder rezidivierenden Brustkrebses hängt von den vorangegangenen Behandlungen und den Tumoreigenschaften ab (wie z.B. ER, PR und Her2-Status). Bei Frauen, die einen Rückfall innerhalb der Brust haben nach ursprünglicher Behandlung mit Lumpektomie und Strahlentherapie, besteht die Behandlung üblicherweise in einer Mastektomie (Brustentfernung). Bei Frauen mit einem Rückfall im Bereich der Brustwand nach ursprünglicher Mastektomie, besteht die Therapie in einer Strahlenbehandlung der Brustwand und der Lymphknoten, es sei denn, eine Strahlentherapie sei schon eingesetzt worden (Strahlentherapie kann an der gleichen Stelle nur einmal eingesetzt werden). Häufig wird eine Hormontherapie eingesetzt, wenn möglich. Eine Chemotherapie und gezielte Therapien werden ebenfalls in bestimmten Fällen eingesetzt, um metastasierenden Krebs zu behandeln. Eine Strahlentherapie und Chirurgie können eingesetzt werden in gewissen Situationen bei Frauen mit entfernten Metastasen.

Ist eine metastasierende Erkrankung einmal entdeckt, kann die Frau sich entweder einer Operation unterziehen, um die Metastase zu entfernen, oder Chemotherapie, Hormontherapie, Strahlentherapie (wenn nicht schon gegeben) oder eine gezielte Therapie (siehe oben) erhalten, um die Erkrankung zu kontrollieren. Bei eingien Situationen kann eine Strahlentherapie auch zur Symptomlinderung eingesetzt werden.

Behandlungsführer von ASCO für Brustkrebs enthalten Aromatase Inhibitors for Early Breast Cancer, Bisphosphonates for Breast Cancer, Follow-Up Care for Breast Cancer, HER2 Testing for Breast Cancer, Sentinel Lymph Node Biopsy for Early-Stage Breast Cancer, and Tumor Markers for Breast Cancer.

Um mehr über die Begriffe zu erfahren, die in diesem Abschnitt verwendet wurden, lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Während der Behandlung.

Für mehr Information

Das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) hat eine Serie von Behandlungsrichtlinien, die in patientenfreundliche Sprache übersetzt worden sind. In Übereinstimmung mit PLWC’s Linking Policy, beachten Sie bitte, dass dieser Link nicht ASCO’s Unterstützung des Inhaltes bedeutet, sondern eher dem Bemühen entspricht, zusätzliche Information zu verschaffen, die hilfreich sein kann für Leute die mit Krebs leben, und ihre Familien. Die NCCN Behandlungsführer für Brustkrebs können gefunden werden bei www.nccn.org.

Informationen über klinische Studien

Ärzte und Wissenschaftler suchen ständig nach besseren Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen mit Brustkrebs. Eine Klinische Studie ist ein Weg, um eine neue Behandlung zu untersuchen und um zu zeigen, dass sie sicher, wirkungsvoll und möglicherweise besser als eine Standardbehandlung ist. Patienten, die in einer klinischen Studie mitmachen, gehören zu den ersten, die neue Behandlungen erhalten, wie z.B. neue Chemotherapien, bevor sie im weiteren Rahmen erhältlich sind. Es gibt jedoch keine Garantie, dass die neue Behandlung sicher, wirkungsvoll oder besser als eine Standardbehandlung ist.

Patienten entscheiden aus vielen Gründen, an klinischen Studien teilzunehmen. Für einige Patienten ist die klinische Studie die beste erhältliche Behandlungsoption. Weil Standardbehandlungen nicht perfekt sind, sind Patienten oft willens, die zusätzliche Ungewissheit einer klinischen Studie auf sich zu nehmen in der Hoffnung auf ein besseres Resultat. Andere Patienten melden sich für klinische Studien, weil sie wissen, dass dies die einzige Möglichkeit ist, um Fortschritte in der Behandlung von Brustkrebs zu machen, wie z.B. neue Medikamente zu finden. Auch wenn sie nicht direkt von der klinischen Studie profitieren, kann ihre Teilnahme einen Gewinn für zukünftige Patientinnen mit Brustkrebs bringen.

Um an einer klinischen Studie mitzumachen müssen die Patienten einen Lernprozess mitmachen, den man auch „informed consent“ nennt. Während dieses „informed consent“ wird der Arzt alle Behandlungsmöglichkeiten des Patienten aufführen, so dass die Person die Standardbehandlung kennt und versteht, wie die neue Behandlung sich von der Standardbehandlung unterscheidet. Der Arzt muss auch alle Risiken der neuen Behandlung aufführen, die sich von den Risiken der Standardbehandlung unterscheiden können oder auch nicht. Schliesslich muss der Arzt erklären, was von jedem einzelnen Patienten verlangt wird bei der Studienteilnahme, einschliesslich die Zahl der Arztvisiten, Untersuchungen und den Behandlungsplan. Erfahren Sie mehr über klinische Studien, einschliesslich Patientensicherheit, Phasen einer klinischen Studie, Entscheid zur Studienteilnahme, Fragen an das Studienteam und Links, um klinische Krebsstudien zu finden.

Nebenwirkungen

Krebs und seine Behandlung können verschiedenartige Nebenwirkungen verursachen. Ärzte haben jedoch in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um Schmerz, Übelkeit und Erbrechen, Infektionen, Müdigkeit und andere körperliche Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung zu reduzieren. Viele Behandlungen, die heute eingesetzt werden, sind weniger intensiv aber ebenso wirkungsvoll wie in der Vergangenheit eingesetzte Behandlungen. Ärzte haben auch viele Arten, Patienten Linderung zu verschaffen, wenn solche Nebenwirkungen auftreten sollten.

Die Angst vor Nebenwirkungen der Behandlung ist häufig nach einer Krebsdiagnose. Aber es kann hilfreich sein zu wissen, dass das Vorbeugen und Kontrollieren von Nebenwirkungen ein Hauptziel Ihres Behandlungsteams ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen der spezifischen Behandlungen, die Sie bekommen werden, bevor die Behandlung beginnt. Die spezifischen Nebenwirkungen, die auftreten können, hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, einschliesslich der Art des Krebses, seiner Lokalisation, dem individuellen Behandlungsplan (einschliesslich Länge und Dosierung der Behandlung) und dem allgemeinen Gesundheitszustand einer Person.

Fragen Sie Ihren Arzt, welche Nebenwirkungen am ehesten auftreten werden (und welche nicht), wann Nebenwirkungen wahrscheinlich auftreten und wie sie durch das Behandlungsteam angegangen werden, wenn sie auftreten. Sprechen Sie auch auf alle Fälle mit dem Arzt über die Nebenwirkungen, die Sie während und nach der Behandlung spüren. Für mehr Information über die häufigsten Nebenwirkungen von Krebs und verschiedener Behandlungen, ebenso über Möglichkeiten sie zu verhindern und zu kontrollieren, besuchen Sie Cancer.Net’s Abschnitt zu Managing Side Effects, basiert auf ASCO’s curriculum.

Zusätzlich zu körperlichen Nebenwirkungen können psychosoziale (emotionale und soziale) Nebenwirkungen auftreten. Erfahren Sie mehr über die Wichtigkeit, diese Bedürfnisse anzusprechen, in Cancer.Net’s Abschnitt über Caring for the Whole Patient.

Für mehr Information über späte Wirkungen und Langzeitnebenwirkungen lesen Sie bitte das Nach der Behandlung Kapitel oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Nach der Behandlung

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt nach dem Ende der Brustkrebsbehandlung über die Entwicklung eines Nachsorgeplans. Dieser Plan kann regelmässige körperliche Untersuchungen und/oder medizinische Tests einschliessen, die Ihre Erholung für die kommenden Monate und Jahre überwachen. Die Empfehlungen für Brustkrebsnachkontrollen schliessen üblicherweise regelmässige körperliche Untersuchungen und Mammographien ein. Spezifische Informationen können im ASCO Patienten Führer: Nachsorge für Brustkrebs gefunden werden. Zusätzlich bietet ASCO Formulare an, um einen Überblick über die erhaltene Brustkrebs-Therapie zu behalten und um nach Therapieende einen Plan für eine "survivorship care" zu entwickeln. Lesen Sie mehr über die ASCO Krebs Behandlung Zusammenfassungen.

Brustkrebs kann in der Brust oder anderen Regionen des Körpers des Körpers zurückkommen. Die Symptome eines Krebsrückfalls schliessen einen neuen Knoten in der Brust, unter dem Arm oder entlang der Brustwand ein; Knochen-Schmerzen oder –Brüche; Kopfschmerzen oder Krampfanfälle; Chronisches Husten oder Schwierigkeiten beim Atmen; extreme Müdigkeit und/oder Krankheitsgefühl. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie diese oder andere Symptome haben. Die Möglichkeit eines Rückfalls ist eine häufige Sorge bei Überlebenden einer Krebskrankheit. Lernen Sie mehr über Umgang mit Angst vor Rückfall.

Nach einer Operation (Mastektomie oder Lumpektomie) zur Brustkrebsbehandlung kann die Brust vernarbt sein oder kann eine unterschiedliche Form oder Grösse haben als vor der Operation. Wenn Lymphknoten entfernt wurden als Teil der Operation oder betroffen wurden während der Behandlung, kann ein Lymphödem (Schwellung des Armes) auftreten. Lesen Sie das Cancer.Net Angebot: Nach der Behandlung für Brustkrebs: Das Lymphödem vermeiden, das Cancer.Net -Angebot: Nach einer Brustentfernung: Was zu wissen, das Cancer.Net Angebot: Nach Behandlung für Brustkrebs: Brustrekonstruktion und das Cancer.Net Angebot: Nach der Behandlung für Brustkrebs: Die Auswahl einer Brustprothese.

Einige Patientinnen erleiden Atemnot, trockenen Husten und/oder Brustschmerzen zwei bis drei Monate nach Abschluss der Strahlentherapie, weil diese Behandlung eine Schwellung und Fibrose (Verhärtung oder Verdickung) der Lunge verursachen kann. Diese Symptome sind üblicherweise vorübergehend. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls Sie irgendwelche neuen Symptome nach einer Strahlentherapie entwickeln oder wenn die Nebenwirkungen nicht weg gehen.

Frauen, die Tamoxifen einnehmen, sollten eine jährliche gynäkologische Untersuchung durchführen lassen, weil dieses Medikament das Risiko eines Gebärmutterkrebses erhöhen kann. Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester mit, wenn Sie eine ungewöhnliche Blutung aus der Scheide haben oder irgendwelche neuen Symptome. Frauen die Aromatasehemmer einnehmen wie z.B. Anastrozol, Exemestan oder Letrozol, sollten eine Knochendichtemessung erhalten, bevor sie die Behandlung starten und wie von ihrem Arzt empfohlen, da diese Medikamente eine gewisse Schwächung des Kochens oder Knochenverlust verursachen können.

Frauen, die sich von Brustkrebs erholen, werden ermutigt, etablierte Richtlinien für gute Gesundheit zu befolgen, wie z.B. ein gesundes Gewicht und gesunde Ernährung einzuhalten und die empfohlenen Krebsvorsorgeuntersuchungen mitzumachen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um einen Plan zu entwickeln, der Ihren Bedürfnissen am Besten entspricht. Angepasste körperliche Aktivität kann helfen, Ihre Kraft und Energie wieder aufzubauen. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, einen sicheren Übungsplan zu schaffen, basierend auf Ihren Bedürfnissen, körperlichen Fähigkeiten und Fitnessniveau. Lernen Sie mehr über Gesund leben nach Krebs.

Um mehr über die Begriffe zu erfahren, die in diesem Abschnitt gebraucht wurden, lesen Sie das Cancer.Net Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Nach der Behandlung.

Aktuelle Forschung

Brustkrebs wird fortlaufend weiter erforscht. Folgende Fortschritte sind möglicherweise Gegenstand laufender klinischer Studien und können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genehmigt oder zugänglich sein. Sprechen Sie immer alle Möglichkeiten von Diagnostik und Behandlung mit Ihrem Arzt.

  • Neue chirurgische Methoden, die Gewebe erhalten oder Narbenbildung vorbeugen, werden in klinischen Studien geprüft. Eine hautschonende Brustentfernung kann zu weniger Narbenbildung führen als eine normale Operation.
  • Verbesserte Strahlentherapie, um das Risiko für Nebenwirkungen zu verringern
  • Neue Therapien und Kombinationen von Therapien, einschliesslich Chemotherapie, Hormontherapie und Gezielte Therapie werden in Klinischen Studien getestet.

Fragen an Ihren Arzt

Regelmässige Gespräche mit Ihrem Arzt sind wichtig, um gut informierte Entscheidungen über Massnahmen für Ihre Gesundheit zu fällen. Erwägen Sie, die folgenden Fragen an Ihren Arzt zu richten:

Fragen an Ihren Brustchirurgen/Gynäkologen vor Ihrer ersten Operation

  • Haben Sie einen Facharzttitel?
  • Sind Sie spezialisiert in dieser Art von Operation?
  • Wie viele Operationen der Art, wie ich sie erwäge, haben Sie durchgeführt?
  • Benötige ich andere Untersuchungen vor dieser Operation?
  • Können Sie mir mitteilen, in welchem Stadium der Brustkrebs ist? Was bedeutet dies?
  • Kann ich eine teilweise Brustentfernung (Lumpektomie) erhalten?
  • Benötige ich eine Entfernung der gesamten Brust (Mastektomie, Ablatio)? Falls ja, empfehlen Sie einen unmittelbaren Wiederaufbau der Brust (plastische Chirurgie)?
  • Sollten die Lymphknoten in meiner Achselhöhle entfernt werden?
  • Was ist eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie? Was sind Nutzen und Risiken? Würden Sie diese für mich empfehlen?
  • Wie gross ist das Risiko eines Lymphödems mit einer Lymphknotenbiopsie? Mit einer Entfernung der axillären Lymphknoten?
  • Sollte ich eine Chemotherapie vor einer Operation erwägen?
  • Wann muss ich mich entscheiden bezüglich einer Operation?
  • Wie sollte ich mich auf eine Operation vorbereiten? Haben Sie Empfehlungen, wie ich mich vor einer Operation entspannen kann?
  • Welche Medikamente oder Nahrungsergänzungen sollte ich nicht mehr einnehmen? Soll ich aufhören, Hormonersatzpräparate anzuwenden? Was ist mit der Pille zur Empfängnisverhütung?
  • Wie lange wird meine Operation dauern?
  • Werden Sie mir genau beschreiben, was Sie während dieser Operation machen werden und warum?
  • Welche Art von Anästhesie werde ich für diese Operation benötigen?
  • Wird es eine Narbe geben und wie wird sie aussehen?
  • Was sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen dieser Operation?
  • Was kann ich unternehmen, um Nebenwirkungen nach der Operation zu lindern?
  • Was kann ich bezüglich der Operation erwarten?
  • Werde ich in ein Spital eingewiesen werden für diese Operation? Wenn ja, wie lange werde ich im Spital bleiben?
  • Wie lange muss ich für meine Laborresultate warten? Rufe ich Sie an oder rufen Sie mich an?
  • Wird ein Pathologe das Gewebe untersuchen und einen Bericht schreiben? Wer wird mir diesen Bericht erklären?
  • Was sind mögliche Komplikationen dieser Operationsart? Wie merke ich, wenn ein Problem auftritt?
  • Wie lange wird es dauern, bis ich mich von der Operation erholt habe?
  • Werde ich Stiche, Klammern und/oder Verbände haben?
  • Werden bleibende Auswirkungen von der Operation bleiben?
  • Gibt es Anweisungen oder Merkblätter für die postoperative Phase, die ich mit nach Hause nehmen kann? Wann kann ich duschen oder baden können?
  • Werde ich chirurgische Drains haben? Was bedeutet dies?
  • Wann werde ich zurückkommen müssen für eine Nachkontrolle?

Fragen an Ihren Brustchirurgen/Gynäkologen nach Ihrer ersten Operation

  • Welche Art von Brustkrebs habe ich?
  • Wie gross ist der Tumor?
  • Was ist das Grading und die Stadieneinteilung dieser Erkrankung? Was bedeutet dies?
  • Können Sie mir meinen Pathologiebericht (Labortestresultat) erklären?
  • Kann ich eine Kopie meines Pathologieberichtes erhalten?
  • War der ganze Krebs entfernt worden während der Operation?
  • Hat sich der Krebs in meine Lymphknoten oder sonst irgendwohin in meinen Körper ausgedehnt?
  • Was ist der Hormonstatus meines Tumors? Was bedeutet dies?
  • Was ist mein HER2-Status? Was bedeutet dies?
  • Benötige ich zusätzliche Operationen?
  • Benötige ich eine andere Behandlung, wie Chemotherapie oder Strahlentherapie?
  • Wann muss ich mich entscheiden über den Beginn einer zusätzlichen Behandlung?
  • Sollte ich andere Ärzte aufsuchen? Können Sie mir Empfehlungen (Namen von Ärzten) geben?

Fragen an Ihren medizinischen Onkologen

  • Welche Art von Brustkrebs habe ich?
  • Wie gross ist der Tumor?
  • Was ist das Grading und die Stadieneinteilung dieser Erkrankung? Was bedeutet dies?
  • Was ist der Hormonstatus meines Tumors? Was bedeutet dies?
  • Was ist mein HER2-Status? Was bedeutet dies?
  • Benötige ich mehr Untersuchungen, um herauszufinden, ob sich der Krebs irgendwo anders in meinen Körper ausgebreitet hat?
  • Was ist meine Prognose?
  • Was sind meine Behandlungsmöglichkeiten?
  • Was ist Chemotherapie? Was ist eine Hormon (endokrine) –Therapie? Was ist eine Gezielte Therapie?
  • Wie wird die jeweilige Behandlungsmöglichkeit mir nützen? Was sind die Risiken?
  • Was ist der erwartete zeitliche Verlauf der jeweiligen Behandlungsmöglichkeit?
  • Sollte ich eine Zweitmeinung einholen?
  • Welche klinischen Studien sind für mich zugänglich?
  • Was kann ich unternehmen, um mich für diese Behandlung vorzubereiten?
  • Was sind die möglichen Nebenwirkungen dieser Behandlung?
  • Was kann ich unternehmen, um diese Nebenwirkungen zu verringern?
  • Wie wird diese Behandlung mein tägliches Leben beeinträchtigen? Werde ich fähig sein zu arbeiten, Sport zu treiben und meinen üblichen Aktivitäten nachzugehen?
  • Was muss ich mir überlegen, an meinem Lebensstil zu ändern während meiner Behandlung?
  • Werde ich meine Haare verlieren?
  • Könnte diese Behandlung meine Fruchtbarkeit (Fähigkeit in der Zukunft Kinder zu bekommen) beeinträchtigen?
  • Sind andere Behandlungen zugänglich, die nicht ein so hohes Risiko für meine Fruchtbarkeit bedeuten aber gleich wirksam sind?
  • Wie werden meine Behandlungsmöglichkeiten dadurch beeinflusst, ob ich die Menopause erreicht habe oder nicht?
  • Muss ich meine Familiengeschichte für Brustkrebs berücksichtigen, wenn ich eine Entscheidung bezüglich der Behandlung fälle?
  • Wen kann ich anrufen, wenn ich Probleme oder eine Frage bereffend meine Behandlung habe?
  • Mit wem kann ich Kontakt aufnehmen für unterstützende und emotionale Hilfe für mich? Für meine Familie?
  • Wie werden Sie bestimmen, ob der Krebs nach einer Behandlung zurückgekommen ist?
  • Wie wird meine Nachsorgeuntersuchung nach dem Behandlungsende aussehen?
  • Wie oft muss ich einen Arzt aufsuchen?
  • Welche Untersuchungen werde ich benötigen?
  • Wie oft werde ich diese Untersuchungen benötigen?
  • Kann ich Kopien meiner Laborresultate bekommen?

Fragen an Ihren Strahlentherapeuten (Radio-Onkologen)

  • Was ist Strahlentherapie/ Radiotherapie?
  • Was ist das Ziel dieser Behandlung? Ist es, den Krebs zu eliminieren?
  • Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Behandlung einen Krebsrückfall verhindern wird?
  • Wie häufig werde ich Strahlentherapie erhalten?
  • Wie viel Zeit wird jede Behandlung dauern?
  • Wird jede Behandlung gleich sein?
  • Wird die Strahlendosis oder das Strahlenfeld während der Behandlungsperiode wechseln?
  • Wie kann ich mich für diese Behandlung vorbereiten?
  • Wie wird diese Behandlung mein tägliches Leben beeinflussen? Werde ich in der Lage sein zu arbeiten, Sport zu treiben und meine üblichen Aktivitäten fortzuführen?
  • Werden Sie mir beschreiben, was ich spüren werde, wenn ich Strahlentherapie erhalte? Wird sie wehtun oder Unbehagen verursachen während der Behandlung?
  • Was sind die möglichen Nebenwirkungen dieser Behandlung? Wie kann ich Nebenwirkungen lindern?
  • Wie wird meine Haut betroffen sein während der Strahlentherapie? Welche Hautprodukte kann ich jeden Tag benutzen?
  • Muss ich wegen Sonnenexposition besorgt sein?
  • Soll ich bestimmte Nahrungsmittel, Vitamine oder Ergänzungsprodukte vermeiden?
  • Soll ich es vermeiden, Deos oder Antitranspirants während der Behandlung einzusetzen?
  • Was sind die möglichen Langzeitwirkungen dieser Behandlung?
  • Falls ich mich für eine Wiederherstellungsoperation entscheide, wie würde dies meinen Behandlungsplan beeinflussen?
  • Wird diese Behandlung meine Fruchtbarkeit beeinträchtigen?
  • Gibt es spezielle Dienstleistungen für Patientinnen, die Strahlentherapie erhalten, wie spezielle Parkplätze oder Parkgebühren?

Fragen an Ihren plastischen Chirurgen

  • Haben Sie einen Facharzttitel?
  • Ist die Brustrekonstruktion Ihr Spezialgebiet?
  • Wie viele Brust-Wiederherstellungsoperationen führen Sie in einem Jahr durch?
  • Nachdem Sie mich jetzt untersucht haben: Bin ich eine gute Kandidatin für eine Wiederherstellungsoperation?
  • Welche Arten von Brustrekonstruktion stehen für mich zur Auswahl?
  • Was sind die Vorteile und Nachteile jeder Art?
  • Wann kann ich meine Brustrekonstruktion haben?
  • Werde ich eine Operation an der nicht-rekonstruierten Brust benötigen, um die Brüste symmetrisch zu machen?
  • Muss ich dies mit meinem Brustchirurgen/Gynäkologen koordinieren?
  • Ändert es meine Möglichkeiten für eine Rekonstruktion, wenn ich eine Strahlentherapie benötige?
  • Was sind Gewebs-Expander und werde ich sie benötigen?
  • Welche Arten von Implantaten benützen Sie? Benutzen Sie Kochsalz und/oder Silikon?
  • Was sind die Vorteile und Nachteile von jedem?
  • Welche Art von Implantaten empfehlen Sie, und warum? Welche Grösse?
  • Falls Sie Gewebe von einem anderen Teil meines Körpers einsetzen, um meine Brust wieder aufzubauen: Von wo soll es, nach Ihrer Empfehlung, entnommen werden, und warum?
  • Wenn ich eine Mastektomie (Brustentfernung) mit einer Implantationsrekonstruktion habe, kann ich auch eine Brustwarzenrekonstruktion haben? Wenn ja, wann?
  • Was sind die Kosten, die mit einer Brustrekonstruktion verbunden sind? Was ist durch meine Versicherung gedeckt?
  • Wie lang wird die Operation dauern?
  • Was muss ich tun, um mich für die Operation vorzubereiten?
  • Welche Art von Anästhesie werde ich für diese Operation benötigen?
  • Was kann ich nach der Operation erwarten?
  • Wie lange werde ich im Spital bleiben?
  • Was sind die möglichen Komplikationen dieser Operationsart?
  • Wie lange wird es dauern, bis ich mich erholt habe?
  • Wann kann ich meine normalen Aktivitäten wieder aufnehmen, inklusive Sport?
  • Werde ich chirurgische Drains benötigen? Was bedeutet dies?
  • Werde ich Nähte, Klammern und/oder Verbände haben?
  • Wird es eine Narbe geben oder andere bleibende Effekte von der Operation?
  • Gibt es Anweisungen oder schriftliche Unterlagen zur postoperativen Pflege, die ich mit nach Hause nehmen kann?
  • Wann werde ich zurückkommen müssen für eine Nachkontrolle?
  • Was für Resultate kann ich erwarten?
  • Falls die Rekonstruktion nur auf einer Seite ist, wird sie zur Grösse und Form einer anderen Brust passen?
  • Wie wird die wiederhergestellte Brust anzufühlen sein?
  • Welche Art von Empfindung (Gefühl) wird die wiederhergestellte Brust haben?
  • Welche Veränderungen der wiederhergestellten Brust kann ich im Laufe der Zeit erwarten?
  • Werde ich nochmals eine Operation benötigen in der Zukunft (z.B. um nach einer gewissen Zeit Implantate zu ersetzen)?
  • Was kann ich erwarten, wenn mein Gewicht sich verändert?
  • Was, wenn ich in der Zukunft schwanger werde?

Fragen an Ihren Fertilitäts-Spezialisten

  • Personen, bei denen ein Brustkrebs diagnostiziert worden ist, wünschen vielleicht eine Besprechung mit einem Spezialisten für Fruchtbarkeit (Fertilität), zusätzlich zu den Ärzten, die oben aufgeführt sind, vor einer Behandlung, falls Sie besorgt sind über Ihre Fähigkeit, in der Zukunft Kinder zu haben.
  • Wie oft beraten Sie Personen mit Krebs?
  • Wird dieser Krebs meine Fruchtbarkeit beeinträchtigen, jetzt oder in der Zukunft?
  • Wenn ja, was sind meine Möglichkeiten, meine Fruchtbarkeit zu erhalten?
  • Welche klinischen Studien sind offen für mich?
  • Wird der Versuch, meine Fruchtbarkeit zu bewahren, die Wirksamkeit meiner Krebstherapien vermindern (besteht z.B. ein Risiko, dass bei dieser Behandlung eingesetzte Hormone meine Art von Brustkrebs beeinflussen, oder besteht ein Risiko, wenn die Krebstherapie verzögert wird, um diese Fertilitätsbehandlung zu erhalten)?
  • Wie lange sollte ich nach der Krebsbehandlung warten, bevor ich versuche ein Kind zu bekommen?
  • Kann ich schwanger werden, währenddem ich Chemotherapie oder Strahlentherapie erhalte? Was passiert, wenn ich während der Behandlung schwanger werde? Besteht ein Risiko von Geburtsfehlern und/oder Schäden beim ungeborenen Kind und/oder bei mir?
  • Welche Kosten entstehen mit meinen Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu schützen? Was ist durch meine Versicherung gedeckt?

Lesen Sie den ASCO Patientenführer: Schutz der Fruchtbarkeit für mehr Information.

Quellen für Patienteninformationen

American Society of Breast Disease

P.O. Box 140186

Dallas, TX 75214

Phone: 214-368-6836

www.asbd.org

Breastcancer.org

7 E Lancaster Ave., 3rd Fl.

Ardmore, PA 19003

www.breastcancer.org

Breastlink

23430 Hawthorne Blvd., Ste 340

Torrance, CA 90505

Phone: 310-791-6610

www.breastlink.com

Breast Cancer Network of Strength

212 W Van Buren, Ste. 1000

Chicago, IL 60607

Toll Free: 800-221-2141 (English)

Toll Free: 800-986-9505 (Spanish)

Phone: 312-986-8338

www.networkofstrength.org

Fertile Hope

65 Broadway, Ste. 603

New York, NY 10006

Toll Free: 888-994-HOPE (888-994-4673)

www.fertilehope.org

FORCE: Facing Our Risk of Cancer Empowered

16057 Tampa Palms Blvd. W, PMB 373

Tampa, FL 33647

Toll Free voice mail: 866-824-RISK (7475)

Phone: 954-255-8732

www.facingourrisk.org

HER2 Support Group

6973 Mimosa Dr.

Carlsbad, CA 92009

Phone: 760-602-9178

www.her2support.org

Inflammatory Breast Cancer Research Foundation

Toll Free: 877-STOP-IBC (877-786-7422)

www.ibcresearch.org

Living Beyond Breast Cancer

354 W Lancaster Ave., Ste. 224

Haverford, PA 19041

Toll Free: 888-753-LBBC (888-753-5222)

Phone: 610-645-4567

www.lbbc.org

Mothers Supporting Daughters with Breast Cancer

25235 Fox Chase Dr.

Chestertown, MD 21620

Phone: 410-778-1982

www.mothersdaughters.org

National Breast Cancer Coalition

1101 17th St., NW, Ste. 1300

Washington, DC 20036

Toll Free: 800-622-2838

Phone: 202-296-7477

www.stopbreastcancer.org

National Cancer Institute

Public Inquiries Office

6116 Executive Blvd., Room 3036A

Bethesda, MD 20892-2580

Toll Free: 800-4-CANCER

Phone: 301-435-3848

TTY: 800-332-8615

www.cancer.gov

National Comprehensive Cancer Network

275 Commerce Dr., Ste. 300

Fort Washington, PA 19034

Phone: 215-690-0300

www.nccn.org

National Lymphedema Network

Latham Square

1611 Telegraph Ave., Ste. 1111

Oakland, CA 94612

Toll Free: 800-541-3259

Phone: 510-208-3200

www.lymphnet.org

Nueva Vida, Inc.

2000 P St., NW, Ste. 620

Washington, DC 20036

Phone: 202-223-9100

www.nueva-vida.org

SHARE: Self-help for Women with Breast or Ovarian Cancer

1501 Broadway, Ste. 704A

New York, NY 10036

Toll Free: 866-891-2392

Phone: 212-719-0364

www.sharecancersupport.org

Sisters Network, Inc.

8787 Woodway Dr., Ste. 4206

Houston, TX 77063

Toll Free: 866-781-1808

Phone: 713-781-0255

www.sistersnetworkinc.org

Susan G. Komen for the Cure

5005 LBJ Freeway, Ste. 250

Dallas, TX 75244

Toll Free: 877-GO-KOMEN (877-465-6636)

Phone: 972-855-1600

www.komen.org

Young Survival Coalition

61 Broadway, Ste. 2235

New York, NY 10006

Toll Free: 877-YSC-1011 (877-972-1011)

Phone: 646-257-3000

www.youngsurvival.org

Alles über die Patient Information Resources von Cancer.Net.