Lungenkrebs

Dieses Kapitel wurde vom Herausgeber von Cancer.Net im November 2008 durchgesehen und genehmigt.

© 2006-2009 American Society of Clinical Oncology (ASCO).

Übersicht

Jedes Jahr erkranken mehr als 200'000 Amerikaner an Lungenkrebs. Auch wenn Zigarettenrauchen die Hauptursache ist, kann jedermann einen Lungenkrebs bekommen. Lungenkrebs ist immer behandelbar, unabhängig von der Grösse, Lokalisation oder der Krebsausdehnung.

Die Lungen nehmen Sauerstoff aus der Luft auf und geben den Sauerstoff ans Blut ab, das ihn in den Rest des Körpers weitergibt. Wenn die Körperzellen Sauerstoff verbrauchen, geben sie Kohlendioxid ab. Im Blutstrom wird das Kohlendioxid zurück in die Lungen gebracht und das Kohlendioxid verlässt den Körper, wenn die Menschen ausatmen. Die Lungen enthalten viele verschiedene Zellarten. Die meisten Zellen in der Lunge sind so genannte epitheliale Zellen. Epitheliale Zellen bilden die Oberfläche der Luftwege und produzieren Schleim, der die Lungen befeuchtet und schützt. Die Lungen enthalten auch Nervenzellen, Hormon-produzierende Zellen, Blutzellen und Struktur- oder Trägerzellen.

Es gibt zwei Hauptarten von Lungenkrebs: Nicht-kleinzellig und kleinzellig. Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC, non-small cell lung cancer) entsteht aus epithelialen Zellen und ist der häufigste Typ. Kleinzelliger Lungenkrebs (SCLC, small cell lung cancer) geht von den Nervenzellen oder hormonproduzierenden Zellen der Lunge aus. Der Begriff „kleinzellig“ bezieht sich auf die Grösse und die Form der Krebszellen, wie sie unter dem Mikroskop erscheinen. Es ist wichtig für die Ärzte, den nicht-kleinzelligen vom kleinzelligen Lungekrebs zu unterscheiden, weil diese zwei Krebsarten üblicherweise unterschiedlich behandelt werden. Lungenkrebs beginnt, wenn Zellen in der Lunge unkontrolliert zu wachsen beginnen und einen Knoten bilden (auch Tumor, Masse, Läsion, Rundherd genannt). Ein Tumor kann gutartig (nicht krebsartig) oder bösartig (Krebs) sein. Ein krebsartiger Tumor ist eine Ansammlung einer grossen Anzahl von Krebszellen, die die Fähigkeit haben, sich in andere Teile des Körpers auszudehnen. Ein Lungentumor kann irgendwo in der Lunge beginnen.

Wenn ein Lungenkrebs einmal zu wachsen beginnt, können sich einzelne Krebszellen davon lösen oder auch nicht. Diese Zellen können im Blutstrom wegtransportiert werden oder sich auch in der natürlichen Flüssigkeit wegbewegen, der so genannten Lymphe, die das Lungengewebe umgibt. Die Lymphe fliesst durch feine Röhren, die so genannten Lymphgefässe, die sich in Sammelstationen entleeren, so genannte Lymphknoten. Dies sind kleine, bohnenförmige Organe, die an der Infektabwehr beteiligt sind. Lymphknoten befinden sich in den Lungen, in der Mitte des Brustraums und an anderen Orten des Körpers. Der natürliche Fluss der Lymphe aus den Lungen heraus ist auf das Zentrum des Brustraums zu. Dies erklärt, warum Lungenkrebs sich häufig dahin ausbreitet. Wenn eine Krebszelle den Ort ihres Ursprungs verlässt und sich in einen Lymphknoten hinein bewegt oder auch durch den Blutstrom in einen weiter entfernt gelegenen Körperteil, nennt man es Metastasierung.

Die Lokalisation und Grösse des ursprünglichen Lungentumors und ob er sich in Lymphknoten oder an weiter entfernte Orte ausgedehnt hat, bestimmt das Stadium des Lungenkrebses. Die Art des Lungenkrebses (nicht-kleinzellig oder kleinzellig) und das Stadium der Krankheit (besprochen später beim Staging) entscheiden, welche Art von Behandlung benötigt wird.

Statistik

Im Jahr 2008 wird bei ca. 215’020 Erwachsenen (114'690 Männer und 100'330 Frauen) in den Vereinigten Staaten ein Lungenkrebs diagnostiziert. Lungenkrebs ist der zweithäufigste Krebs, sowohl bei Männern als auch bei Frauen und es ist die Hauptursache der Krebstodesfälle, sowohl für Männer als auch für Frauen. Es wird geschätzt, dass sich dieses Jahr 161'840 Todesfälle (90'810 Männer und 71'030 Frauen) ereignen werden aufgrund dieser Erkrankung. Von allen Menschen mit Lungenkrebs zusammen genommen beträgt die Einjahres-Überlebensrate nach einem Jahr 41 % und nach fünf Jahren 15 % (Prozent der Personen, die nach der Krebsdiagnose mindestens ein bzw. fünf Jahre überleben, ausgeschlossen diejenigen, die an einer anderen Krankheit sterben).

15 % aller Krebsdiagnosen und 29 % aller krebsbedingten Todesfälle fallen auf Lungenkrebs. Bei den Männern haben die Sterberaten ständig abgenommen seit 1991 und zwar um beinahe 2 % jedes Jahr. Die Sterberate für Frauen mit Lungenkrebs nimmt nicht mehr so rasch zu nach einem Jahrzehnte dauernden Anstieg. Aus unklaren Gründen haben schwarze Männer die höchste Inzidenz und die geringste Überlebensrate bei Lungenkrebs.

Diese Statistiken dürfen nicht als Todesurteil verstanden werden. Es ist wichtig daran zu denken, dass Statistiken sich nicht auf einen individuellen Patienten beziehen. Kein Arzt kann einem Patienten sagen, wie lange er mit Lungenkrebs wird leben können. Einige Patienten, denen man sagt, dass ihr Lungenkrebs heilbar ist, werden nicht so lange leben wie Patienten, denen man mitgeteilt hat, dass ihr Krebs nicht heilbar ist. Es ist sehr wichtig daran zu denken, dass Lungenkrebs in jedem Stadium behandelbar ist und dass gezeigt werden konnte, dass diese Behandlungen den Menschen helfen, länger und besser zu leben, trotz der Diagnose eines Lungenkrebses.

Krebsüberlebensstatistiken sollten mit Vorsicht interpretiert werden. Die obigen Schätzungen basieren auf Zahlen von Tausenden von Fällen dieser Krebsart in den Vereinigten Staaten jedes Jahr, aber das aktuelle Risiko für ein einzelnes Individuum kann unterschiedlich sein. Weil die Überlebensstatistiken in Fünfjahres-Intervallen (oder gelegentlich Einjahres-Intervallen) gemessen werden, zeigen sie möglicherweise zu wenig Fortschritte, die in Diagnostik und Behandlung dieses Krebses gemacht wurden.

Die Statistiken sind adaptiert von der Publikation der American Cancer Society, Cancer Facts & Figures 2008.

Um mehr über die in diesem Kapitel verwendeten Begriffe zu erfahren, lesen sie das Cancer.Net-Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Grundlegende Onkologie-Begriffe.

Risikofaktoren & Prävention

Ein Risikofaktor ist alles, was das Risiko einer Person erhöht, Krebs zu entwickeln. Einige Risikofaktoren können beeinflusst werden, wie Rauchen, einige können nicht beeinflusst werden, wie zB. Alter und Familiengeschichte. Obschon Risikofaktoren die Entwicklung von Krebs beeinflussen können, verursachen die meisten nicht direkt Krebs. Einige Menschen mit mehreren Risikofaktoren bekommen nie Krebs, andere ohne bekannte Risikofaktoren bekommen Krebs. Wenn Sie jedoch Ihre Risikofaktoren kennen und diese Ihrem Arzt mitteilen, kann dies Ihnen helfen, bewusster über Ihren Lebensstil und Ihre Gesundheitssorge zu entscheiden.

Die folgenden Faktoren können das Krebsrisiko erhöhen:

Tabak

Am häufigsten kommt es zu Lungenkrebs bei Personen, die rauchen. Tabakrauch schädigt Zellen in den Lungen und verursacht ein abnormes Zellwachstum. Das Risiko, dass Rauchen zu Krebs führen wird, ist höher für Menschen, die stark rauchen und/oder über eine lange Zeitspanne. Ist jemand regelmässig dem Rauch der Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen anderer Personen ausgesetzt (so genanntes „Passivrauchen“), so kann für diese Person das Risiko für Lungenkrebs erhöht sein, auch wenn sie selber nicht raucht.

Asbest

Dies sind haarfeine Kristalle, die man in vielen Arten von Felsen findet und die oft in Gebäuden als feuersichere Isolationen gebraucht wurden. Wenn Asbestfasern inhaliert werden, können sie die Lungen reizen. Viele Studien zeigen, dass die Kombination von Rauchen und Asbestexposition speziell gefährlich ist. Personen, die beruflich mit Asbest arbeiten (wie zB. im Schiffbau, in Asbestminen, Isolationen oder Autobremsenreparatur) und rauchen, haben ein höheres Risiko, Lungenkrebs zu entwickeln. Werden Atemschutzgeräte eingesetzt, ist das Risiko reduziert.

Radon

Dies ist ein unsichtbares, geruchloses Gas, das natürlicherweise von bestimmten Böden und Gesteinen freigesetzt wird. Radon-Exposition ist vergesellschaftet mit einem erhöhten Risiko für einige Krebsarten, inkl. Lungenkrebs. Es gibt einfache Kits, die die Radonmengen in Häusern messen können und Keller können belüftet werden, um die Radonmengen zu reduzieren.

Der wichtigste Weg, um Lungenkrebs vorzubeugen, ist es, Tabakrauch zu vermeiden. Menschen, die nie geraucht haben, haben das niedrigste Risiko für Lungenkrebs. Menschen, die rauchen, können ihr Lungenkrebsrisiko reduzieren, indem sie aufhören zu rauchen. Aber ihr Risiko für Lungenkrebs wird immer noch höher sein, als für Personen, die nie geraucht haben. Versuche, Lungenkrebs mit Vitaminen oder anderen Behandlungen vorzubeugen, waren erfolglos. Beta-Karotin, ein Medikament verwandt mit Vitamin A, wurde für die Vorbeugung von Lungenkrebs getestet. Es hat das Risiko für Lungenkrebs nicht reduziert. Bei Menschen, die weitergeraucht haben, hat Beta-Karotin sogar das Risiko für Lungenkrebs erhöht.

Screening (Vorsorgeuntersuchung)

Es gibt keine empfohlenen Vorsorge-Untersuchungen für Lungenkrebs für die Gesamtbevölkerung. Ärzte müssen immer noch zeigen, dass ein Screening von allen Personen mit Risiko für Lungenkrebs, die Sterberate an Lungenkrebs in der allgemeinen Bevölkerung reduziert. Ein neuer Test, die so genannte Niedrig-Dosis-Spiral-Computertomographie (CT), wird gegenwärtig in dieser Absicht untersucht. Eine CT-Untersuchung schafft ein dreidimensionales Bild des Körperinneren mit einer Röntgenmaschine. Ein Computer kombiniert diese Bilder dann in eine detaillierte Querschnitt-Ansicht, die allfällige Abnormalitäten oder Tumoren zeigt. Manchmal wird ein Kontrastmittel (eine Art spezielle Farbe) in eine Vene des Patienten gespritzt, um Details besser sichtbar zu machen.

Symptome

Personen mit Lungenkrebs können folgende Symptome aufweisen. Einige Personen mit Lungenkrebs weisen gar keine dieser Symptome auf. Oder diese Symptome können durch Erkrankungen verursacht sein, die nicht Krebs sind. Wenn Sie besorgt sind über ein Symptom auf dieser Liste, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Bei Menschen mit Lungenkrebs, die keine Symptome haben, kann ihr Lungenkrebs auf einem Lungenröntgenbild oder in einer Computertomographie entdeckt werden, die aus einem anderen Grund angefertigt wurden, zB. bei der Suche nach Herzerkrankungen. Bei den meisten Menschen mit Lungenkrebs wird dieser diagnostiziert, wenn der Tumor wächst, Raum einnimmt oder beginnt, umliegende Strukturen zu stören. Ein Lungentumor kann auch Flüssigkeit produzieren, die sich dann in der Lunge oder im Raum um die Lunge herum ansammelt. Ein Tumor kann die Luft aus den Lungen verdrängen und den Kollaps einer Lunge verursachen. Auf diese Art kann ein Lungentumor den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid verhindern, indem er den Luftstrom in die Lungen blockiert oder in dem er den Raum einnimmt, der normalerweise benötigt wird, damit Sauerstoff in die und Kohlendoxid aus den Lungen kommen kann.

Lungenkrebs kann unter Anderem folgende Symptome verursachen:

  • Müdigkeit (Fatigue)
  • Husten
  • Atemnot
  • Brustschmerzen, wenn ein Tumor in Strukturen innerhalb der Brusthöhle einwächst oder die äussere Bedeckung der Lunge mit einschliesst.
  • Appetitverlust
  • Auswurf von Schleim
  • Husten mit blutigem Auswurf (Hämoptyse)

Obschon Lungenkrebs sich irgendwo in den Körper ausdehnen (metastasieren) kann, sind die häufigsten Ausbreitungsorte Lymphknoten, Lungen, Knochen, Hirn, Leber und die Nebennieren (Hormondrüsen unmittelbar neben den Nieren). Metastasen (in mehr als ein Gebiet ausgedehnt) von Lungenkrebs können weitere Atemnot, Knochenschmerz, Bauch- oder Rückenschmerzen, Kopfschmerz, Schwäche, Krampfanfälle und/oder Sprachstörungen verursachen. Selten schüttet ein Lungentumor Hormone aus, die zu chemischen Störungen, wie z.B. tiefen Blutnatrium- oder hohen Blutkalzium-Werten führen können.

Symptome wie Fatigue (Müdigkeit), Malaise (Unwohlsein) und Appetitverlust sind nicht unbedingt durch Metastasen bedingt. Die Gegenwart von Krebs irgendwo im Körper kann einen Menschen sich unwohl fühlen lassen in einem allgemeinen Sinn. Appetitverlust kann zu Gewichtsverlust führen. Fatigue und Schwäche können Atemschwierigkeit weiter verschlechtern.

Diagnose

Ärzte verwenden viele Tests, um Krebs zu diagnostizieren und um zu bestimmen, ob er sich von den Lungen aus ausgedehnt hat. Einige Tests helfen auch zu bestimmen, welche Behandlungen am wirkungsvollsten sein können. Für die meisten Krebsarten ist eine Gewebsprobe der einzige Weg, um eine definitive Krebsdiagnose stellen zu können. Wenn eine Biopsie nicht möglich ist oder mehr Informationen benötigt sind, kann der Arzt andere Tests empfehlen, die zur Diagnose beitragen können. Bildgebende Tests können verwendet werden um herauszufinden, ob der Krebs metastasiert hat, sie können aber nie verwendet werden, um abschliessend einen Lungenkrebs zu diagnostizieren. Nur eine Gewebsprobe kann das erreichen.

Ihr Arzt berücksichtigt folgende Faktoren, wenn er einen diagnostischen Test wählt:

  • Lokalisation des vermuteten Krebses
  • Grösse des vermuteten Krebses
  • Alter und Gesundheitszustand
  • Art des vermuteten Krebses
  • Schweregrad der Symptome
  • Frühere Testresultate

Zusätzlich zu einer körperlichen Untersuchung können die folgenden Tests eingesetzt werden, um Lungenkrebs zu diagnostizieren:

Biopsie

Eine Biopsie ist die einzige sichere Methode für die Diagnose eines Lungenkrebses. Eine Biopsie ist eine Entnahme eines kleinen Gewebsstückes für eine Untersuchung unter dem Mikroskop. Die Gewebsprobe, die bei der Biopsie entfernt worden ist, wird durch einen Pathologen analysiert (ein Arzt spezialisiert für die Interpretation von Labortests und die Beurteilung von Zellen, Geweben und Organen für Krankheitsdiagnosen). Falls Krebszellen vorhanden sind, wird der Pathologe festlegen, ob es kleinzelliger Lungenkrebs oder nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) ist, basiert auf seiner Erscheinung unter dem Mikroskop.

Übliche Vorgehen, die Ärzte nützen um Gewebe für die Diagnose und die Einteilung von Lungenkrebs zu erhalten, sind im Folgenden aufgelistet:

Sputum Zytologie

Wenn ein Verdacht auf einen Lungenkrebs besteht, kann der Arzt eine Person auffordern, etwas Auswurf auszuhusten, damit dieser unter dem Mikroskop untersucht werden kann. Ein Pathologe kann Krebszellen, die dem Schleim beigemengt sind, finden.

Bronchoskopie

Bei dieser Untersuchung führt der Arzt einen dünnen, flexiblen Schlauch mit einer Lichtquelle am Ende durch den Mund oder die Nase hinunter durch die Luftröhre in die Atemwege der Lungen. Ein Chirurge oder ein Pneumologe (ein Arzt spezialisiert in der Diagnose und Behandlung von Lungenkrankheiten) kann diese Untersuchung durchführen. Der Schlauch lässt den Arzt in die Lungen hineinschauen. Kleine Werkzeuge innerhalb des Schlauches können Proben von Flüssigkeit oder Gewebe entnehmen, so dass der Pathologe diese untersuchen kann. Die Patienten erhalten eine milde Anästhesie (eine Medikation, die sie schlafen lässt) während der Bronchoskopie.

Feinnadelpunktion

Nachdem die Haut unempfindlich gemacht worden ist, kann ein spezialisierter Radiologe, ein so genannter interventioneller Radiologe, eine dünne Nadel durch die Brustwand direkt in den Lungentumor einführen. Der Arzt verwendet eine Nadel, um eine kleine Gewebsprobe für die weitere Untersuchung zu aspirieren (heraussaugen). Häufig verwendet der Radiologe eine Computertomographie des Brustraums oder eine spezielle Durchleuchtungsanlage, um die Nadel genau zu führen.

Knochenmarkbiopsie

Bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs, verwenden Ärzte manchmal eine Lokalanästhesie (um die Haut unempfindlich zu machen) und eine spezielle Nadel, um eine kleine Probe aus dem Knochen zu entnehmen (typischerweise vom Beckenknochen). Dies wird gemacht, um zu bestimmen, ob kleinzelliger Krebs innerhalb der Knochen vorhanden ist.

Pleurapunktion (Thorakozentese)

Nach einer Lokalanästhesie wird eine Nadel durch die Brustwand in den Raum zwischen der Lunge und der Brustwand eingeführt, wo sich Flüssigkeit ansammeln kann. Die Flüssigkeit wird entnommen und durch Pathologen auf Krebszellen untersucht.

Thorakotomie

Dieser Eingriff wird im Operationssaal durchgeführt mit der Hilfe einer Vollnarkose. Ein Chirurge macht dann einen kleinen Schnitt in die Brustwand, untersucht die Lungen direkt und nimmt Gewebeproben für Untersuchungen. Eine Thorakotomie ist auch der Eingriff, den die Chirurgen meistens durchführen, um einen Lungentumor vollständig zu entfernen.

Thorakoskopie

Durch einen kleinen Schnitt in der Haut der Brustwand kann ein Chirurge ein spezielles Instrument und eine kleine Videokamera einführen, die bei der Untersuchung der Innenseite des Brustraums hilft. Die Patienten benötigen eine Vollnarkose, aber die Erholungszeit kann kürzer sein aufgrund der kleineren Schnitte. Dieser Eingriff wird auch video-assistierte thorakoskopische Chirurgie genannt.

Mediastinoskopie

Ein Chirurge untersucht und nimmt Gewebsprobe der Lymphknoten in der Mitte des Brustraumes (unterhalb des Brustbeins), indem er einen kleinen Schnitt oben am Brustbein anlegt. Dieser Eingriff benötigt ebenfalls eine Vollnarkose und wird in einem Operationssaal durchgeführt.

Bildgebende Verfahren

Zusätzlich zu Biopsien und chirurgischen Eingriffen sind bildgebende Verfahren entscheidend in der Behandlung von Menschen mit Lungenkrebs. Kein Test ist jedoch perfekt und kein Röntgenbild kann Lungenkrebs diagnostizieren. Nur eine Biopsie kann dies. Die Resultate von Lungenröntgenbild und CT-Scan (Schnittbild) müssen mit der medizinischen Vorgeschichte einer Person, einer körperlichen Untersuchung, Blutuntersuchungen und Informationen von Biopsien kombiniert werden, um ein abgerundetes Bild zu schaffen, wo der Krebs begonnen hat und ob und wohin er sich ausgedehnt hat.

Computertomographie (CT)

Diese Untersuchung liefert Bilder, die den Ärzten erlauben, Grösse und Lokalisation von Lungentumoren und/oder Metastasen des Lungenkrebses zu sehen.

Kernspintomographie (magnetic resonance imaging, MRI)

Diese Untersuchung schafft ebenfalls Bilder, die den Ärzten erlauben, die Grösse und Lokalisation von Lungentumoren und/oder Metastasen des Lungenkrebses zu sehen. Ein MRI (Kernspintomografie) benutzt magnetische Felder, nicht Röntgenstrahlen, um detaillierte Bilder des Körpers herzustellen. Ein Kontrastmittel (ein spezieller Farbstoff) kann in eine Vene das Patienten gespritzt werden, um Details besser darzustellen. Die Bildgebung mittels MRI ist ungenau, wenn sie eingesetzt wird für die Bildgebung einer sich bewegenden Struktur, wie etwa Ihre Lungen, die sich mit jedem Atemzug bewegen. Aus diesem Grund ist das MRI relativ selten benutzt, um die Lungen selber zu untersuchen.

Es gibt auch Scans, die radioaktive Moleküle benutzen, so genannte Tracers, die ins Blut gespritzt werden um zu zeigen, wo sich möglicherweise Krebs befindet:

Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Ein PET-Scan ist eine Möglichkeit, um Bilder von Organen und Geweben im Körperinnern zu machen. Eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz wird in den Körper gespritzt und von den Organen und Geweben, die untersucht werden, aufgenommen. Diese Substanz gibt Energie ab, die mit einem Empfänger (Scanner) aufgezeichnet wird und dann in Bilder umgesetzt wird. Ein Spezialist für Nuklearmedizin hilft ihrem Arzt, die PET-Scans zu interpretieren.

Knochenszintigraphie

Die Knochenszintigraphie benutzt einen radioaktiven Tracer (Markierungsstoff), um die Innenseite der Knochen sichtbar zu machen. Der Tracer wird in eine Vene des Patienten gespritzt. Er sammelt sich in den Bereichen des Knochens an und wird mit einer speziellen Kamera aufgezeichnet. Gesunder Knochen erscheint auf dem Bild grau und verletzte Regionen (zB. solche mit Krebsbefall) erscheinen dunkel. Knochenszintigraphie und PET-Scans werden oft in Kombination mit Informationen aus CT, MRI, normalem Röntgenbild und körperlicher Untersuchung kombiniert.

Um mehr zu erfahren darüber, was Sie während üblichen diagnostischen Tests zu erwarten haben, lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Tests und Untersuchungen.

Herausfinden, wo der Krebs begann

Lungenkrebs beginnt in den Lungen. Viele andere Krebsarten beginnen anderswo im Körper und breiten sich in die Lunge aus, wenn sie metastasieren. Zum Beispiel Brustkrebs, der sich in die Lunge ausgedehnt hat, wird immer noch Brustkrebs genannt. Es ist deshalb für Ärzte wichtig zu wissen, ob ein Krebs in der Lunge begonnen hat oder anderswo. Um herauszufinden, wo der Krebs begonnen hat, berücksichtigt der Arzt die Symptome des Patienten, die medizinische Vorgeschichte, die körperliche Untersuchung, das Erscheinungsbild des Tumors auf dem Röntgenbild und den Tomographien und vorhandene Risikofaktoren für Krebs. Ein Pathologe kann mit den Biopsieproben Untersuchungen durchführen, um bei der Identifikation des Ursprungsortes des Krebses zu helfen, und der Arzt kann noch andere Tests beim Patienten anordnen, um spezifische Krebsarten auszuschliessen. Wenn der Arzt nach all diesen Erwägungen immer noch nicht sicher ist, von wo der Krebs ausgegangen ist, kann der Arzt die Diagnose eines metastasierenden Krebses mit unbekanntem Ursprung („cancer of unknown primary“) stellen. Die meisten Behandlungen für metastasierenden Krebs mit unbekanntem Ursprung, der zuerst in der Lunge entdeckt wurde, sind die gleichen wie für metastasierenden Lungenkrebs.

Um mehr zu erfahren über Begriffe, die in diesem Kapitel gebraucht wurden, lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Neu diagnostiziert.

Staging

Staging ist eine Art, einen Krebs zu beschreiben, z.B. wo er sich befindet, ob und wohin er sich ausgedehnt hat und ob er die Funktionen von anderen Körperorganen beeinträchtigt. Ärzte benötigen diagnostische Untersuchungen, um das Stadium eines Krebses festzulegen. Das Staging kann daher nicht vollständig sein, bis all diese Tests abgeschlossen sind. Die Kenntnis des Stagings hilft dem Arzt zu entscheiden, welche Art der Behandlung die beste ist, und kann auch helfen, die Prognose eines Patienten vorauszusagen (Heilungschancen). Es gibt verschiedene Stadienbeschreibungen für verschiedene Arten von Krebs.

Durch neue Erkenntnisse der Ärzte über Lungenkrebs kann das Staging-System ergänzt oder verändert werden. Es wird erwartet, dass die Internationale Vereinigung für die Erforschung des Lungenkrebses (IASCL) 2009 aktualisierte Staging-Empfehlungen herausgeben wird. Diese Empfehlungen können bedeuten, dass mehr Patienten eine adjuvante Chemotherapie (Chemotherapie nach Operation) empfohlen wird. Lesen Sie mehr über Behandlung des Lungenkrebses.

Im Allgemeinen ist eine kleinere Zahl beim Staging mit einem besserem Resultat vergesellschaftet. Kein Arzt kann jedoch voraussagen, wie lange ein Patient mit einem Lungenkrebs leben wird, basierend einzig auf dem Stadium der Erkrankung, denn Lungenkrebs ist unterschiedlich in jedem Menschen und Individuen sprechen unterschiedlich auf Behandlungen an.

Staging ist unterschiedlich für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) und kleinzelligen Lungenkrebs. Beide Staging-Systeme sind unten beschrieben.

Stadieneinteilung des nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinoms (NSCLC)

Das Stadium des NSCLC ist mit einer römischen Zahl beschrieben, I bis IV. Eine Möglichkeit, das Staging des NSCLC zu beschreiben, ist zu bestimmen, ob der Krebs durch den Chirurgen vollständig entfernt werden kann. Um den Lungenkrebs vollständig zu entfernen, muss der Chirurge den Krebs zusammen mit dem umgebenden gesunden Gewebe entfernen. Stadium I und II Im Allgemeinen hat ein NSCLC im Stadium I oder II die Grösse und Lokalisation, die es ermöglicht, dass der Chirurge ihn vollständig entfernen kann. Stadium I-Krebs hat noch keinen Lymphknoten befallen. Stadium II-Krebs kann Lymphknoten betreffen, aber die Lymphknoten sind auf die umgebende Lunge beschränkt, so dass sie zusammen mit dem Bereich der Lunge, von dem der Krebs ausgegangen ist, entfernt werden können. Stadium III Im Stadium III ist es schwierig und manchmal unmöglich, den NSCLC zu entfernen. Der Lungenkrebs kann sich zB. in Lymphknoten ausgedehnt haben, die in der Mitte des Brustraumes liegen, was ausserhalb der Lungen liegt. In dieser Situation ist es weniger wahrscheinlich, dass der Chirurge den Krebs vollständig entfernen kann, weil die Entfernung des Krebses Stück um Stück erfolgen muss. Wenn der Krebs sich in Lymphknoten im Zentrum des Brustraumes auf der gleichen Seite, auf der der Krebs begonnen hat, ausgedehnt hat, nennt man das Stadium IIIA. Wenn der Krebs sich auf Lymphknoten der Gegenseite des Brustraumes ausdehnt, nennt man ihn Stadium IIIB. Im Allgemeinen ist eine Operation nicht erfolgreich für irgendein Stadium IIIB oder IV Lungenkrebs. Andere Situationen, die es unmöglich machen einen Lungenkrebs vollständig zu entfernen, sind seine Ausdehnung in die Lymphknoten oberhalb des Schlüsselbeins oder in die Flüssigkeit, die die Lungen umgibt, oder wenn der Krebs in lebenswichtige Strukturen im Brustraum einwächst, zB. das Herz, grosse Blutgefässe oder in die grossen Luftwege, die zur Lunge führen. Alle diese Situationen werden als Stadium IIIB betrachtet. Stadium IV Stadium IV bedeutet, dass der NSCLC sich in verschiedene Abschnitte der Lunge (Lungenlappen) oder zu entfernten Stellen im Körper über den Blutstrom ausgedehnt hat. Hat der NSCLC einmal Anschluss an den Blutstrom gefunden, kann er sich irgendwo hin in den Körper ausdehnen. Er hat aber die Tendenz, vor allem das Hirn, Knochen, Leber und die Nebennieren (Hormondrüsen oberhalb der Nieren) zu befallen.

Stadieneinteilung des kleinzelligen Lungenkrebses

Weil ein kleinzelliger Lungenkrebs bei seiner Entdeckung sich fast immer bereits ausserhalb der Lunge ausgedehnt hat, werden sehr wenige Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs chirurgisch behandelt und alle erhalten Chemotherapie. Einige Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs haben einen Nutzen von Strahlentherapie. Die Stadieneinteilung für kleinzelligen Lungenkrebs hilft, die Patienten zu identifizieren, die mit Strahlentherapie zusätzlich zur Chemotherapie behandelt werden können. Kleinzelliger Lungenkrebs wird in ein entweder begrenztes (limited) oder ausgedehntes (extensive) Stadium eingeteilt:

  • Das begrenzte Stadium bedeutet, dass der Krebs sich auf einer Seite des Brustraumes befindet und eine einzelne Region der Lunge und angrenzende Lymphknoten betrifft. Diese Region kann in ihrer Gesamtheit mit Bestrahlung behandelt werden. Ungefähr 30 % der Patienten haben ein begrenztes Stadium.
  • Ein ausgedehntes Stadium bedeutet, dass der Krebs sich in andere Regionen des Brustraumes oder ausserhalb des Brustraumes ausgedehnt hat und deshalb nicht vollständig mit Strahlentherapie behandelt werden kann. Die meisten Patienten (70 %) leiden an einer Erkrankung im ausgedehnten Stadium und werden mit Chemotherapie allein behandelt.

Rezidiv

Ein Rezidiv bezeichnet einen Rückfall eines Krebses nach einer Behandlung.

Verwendet mit Erlaubnis des American Joint Committee on Cancer (AJCC), Chicago, Illinois. Die Originalquelle für diese Unterlagen ist das AJCC Cancer Staging Manual, sechste Auflage (2002) veröffentlicht durch den Springer-Verlag New York, www.springer-ny.com .

Prognose

Das Stadium des Lungenkrebses beeinflusst die Prognose. Währenddem Lungenkrebs in jedem Stadium behandelbar ist, können nur gewisse Stadien des Lungenkrebses geheilt werden. Auch einige Charakteristika der Patienten sind wichtig für die Prognose, unabhängig ob das Ziel Behandlung oder Heilung ist. Ärzte messen die allgemeine Kraft und Leistungsfähigkeit eines Patienten mittels eines Index, bekannt als Performance-Status. Patienten, die stark genug sind, ihren täglichen Aktivitäten ohne Unterstützung nachzugehen und sogar ausserhalb des Hauses arbeiten, können sicher mit Chemotherapie, Strahlentherapie und/oder Chirurgie behandelt werden. Die Behandlung ist vielleicht nicht gleich wirksam bei Patienten mit Knochen- oder Lebermetastasen eines Lungenkrebses, übermässigem Gewichtsverlust, anhaltendem Rauchen oder vorbestehenden Erkrankungen, wie zB. Herzerkrankung oder Lungenemphysem (Verlust von Lungenstruktur). Es ist wichtig zu beachten, dass das Alter eines Patienten nie hilfreich gewesen ist für die Voraussage, ob ein Patient von einer Behandlung profitieren wird. Das Durchschnittsalter von Patienten mit Lungenkrebs in den Vereinigten Staaten ist 72 Jahre. Das Alter eines Patienten sollte nie als einziger Grund gebraucht werden für die Entscheidung, welches die beste Behandlung ist, ganz speziell für ältere Patienten, die sonst körperlich fit sind und keine anderen gesundheitlichen Probleme haben ausser Lungenkrebs.

Behandlung

Die Behandlung von Lungenkrebs hängt ab von der Grösse und Lokalisation des Tumors, davon, ob sich der Krebs ausgedehnt hat und vom gesundheitlichen Allgemeinzustand einer Person. In vielen Fällen wird ein Team von Ärzten mit dem Patienten zusammenarbeiten, um den besten Behandlungsplan zu bestimmen.

Dieser Abschnitt beschreibt die Behandlungen, die der Standardbehandlung (der besten verfügbaren Behandlung) für diese spezifische Krebsart entsprechen. Patienten werden ebenfalls ermutigt, die Teilnahme an einer klinischen Studie zu erwägen, wenn sie sich für einen Behandlungsplan entscheiden. Eine Klinische Studie ist eine Studie zur Erforschung einer neuen Behandlung, um zu zeigen, dass diese sicher, wirksam und möglicherweise besser als die Standardbehandlung ist. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, alle Behandlungsmöglichkeiten abzuwägen. Lesen Sie den Abschnitt über Klinische Studien für mehr Information. Es gibt grundsätzlich vier Arten, Lungenkrebs zu behandeln: Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie und die so genannte „gezielte Therapie“. Jede Behandlungsmöglichkeit wird unten beschrieben, gefolgt von einer Beschreibung der Behandlung der einzelnen Krebsarten und -stadien.

Chirurgie

Ein Thoraxchirurge hat eine Spezialausbildung, um Lungenkrebs zu operieren. Das Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Lungentumors und der benachbarten Lymphknoten im Brustraum. Der Tumor muss mit einem umgebenden Rand von normalem Lungengewebe entfernt werden (Sicherheitsabstand). Ein „negativer“ Sicherheitsabstand bedeutet, dass der Pathologe in der Untersuchung der Lunge oder des vom Chirurgen entfernten Lungenteils keine Spuren vom Krebs im gesunden Gewebe gefunden hat, das den Tumor umgibt.

Die Lungen haben fünf Lappen, drei in der rechten Lunge und zwei in der linken Lunge. Beim NSCLC ist eine Lobektomie (die Entfernung eines ganzen Lungenlappens) die wirksamste Form der Operation, auch wenn der Lungentumor sehr klein ist. Wenn der Chirurge aus irgendeinem Grund nicht einen ganzen Lungenlappen entfernen kann, kann er den Tumor in einer so genannten Keilresektion umgeben von einem Rand normaler Lunge entfernen. Wenn der Tumor nahe am Zentrum des Brustraums ist, muss der Chirurge möglicherweise eine Pneumonektomie (die Entfernung einer ganzen Lunge) durchführen. Die benötigte Zeitdauer für die Erholung von einer Lungenoperation hängt ab von der Menge des entfernten Lungengewebes und von der Gesundheit des Patienten vor der Operation.

Adjuvante Therapie

Eine adjuvante Therapie ist die Behandlung nach einer Operation, um das Rückfallrisiko des Lungenkrebses zu vermindern. Adjuvante Therapie schliesst Strahlentherapie, Chemotherapie und gezielte Therapie ein. Sie zielt darauf ab, jegliche Lungenkrebszellen, die im Körper zurückgeblieben sind, zu eliminieren. Eine adjuvante Therapie kann das Risiko eines Rückfalls vermindern, wird diesen aber nicht absolut ausschliessen.

Zusammen mit dem Staging können andere ausgetüftelte Hilfen dazu beitragen, die Prognose festzulegen und Ihnen und Ihrem Arzt helfen zu entscheiden, ob eine adjuvante Therapie hilfreich wäre in Ihrer Behandlung. Die Webseite Adjuvant! Online (www.adjuvantonline.com) ist eine solche Hilfe, auf die Ihr Arzt zugreifen kann, um verschiedene Faktoren abzuwägen, die wichtig für die Behandlungsentscheidung sind. Diese Webseite sollte mit Hilfe der Erklärungen Ihres Arztes benutzt werden.

Für zusätzliche Information lesen Sie den ASCO Patientenführer: Adjuvante Therapie für Lungenkrebs.

Radiotherapie

Strahlentherapie oder Radiotherapie ist die Anwendung von hochenergetischen Röntgenstrahlen oder anderen Partikel, um Krebszellen abzutöten. Wenn Sie Strahlentherapie benötigen, werden Sie an einen Spezialisten weiter gewiesen, Strahlentherapeut oder auch Radio-Onkologe genannt. Wie die Chirurgie kann auch die Strahlentherapie nicht gebraucht werden, um weit ausgedehnten Krebs zu behandeln. Strahlentherapie tötet nur Krebszellen ab, die direkt im Strahlengang liegen. Sie beschädigt auch normale Zellen, die sich im Strahlenweg befinden, und kann deshalb nicht benutzt werden, um grosse Körperregionen zu behandeln. Patienten, die wegen Lungenkrebs mit Strahlentherapie behandelt werden, erleiden oft Müdigkeit (Fatigue) und Appetitverlust. Wenn mit Strahlentherapie der Hals oder die Mitte des Brustraumes behandelt werden, können die Patienten auch Halsweh und Schluckbeschwerden entwickeln. Hautreizungen, wie Sonnenbrand, können an der Behandlungsstelle auftreten. Die meisten Nebenwirkungen verschwinden bald nach dem Behandlungsende.

Wenn die Strahlentherapie die Lunge reizt oder entzündet, können die Patienten Husten, Fieber oder Atemnot entwickeln, Monate und manchmal Jahre nach dem Ende der Strahlentherapie. Dies geschieht in etwa 15 % der Patienten und wird Strahlen-Lungenentzündung genannt (Strahlen-Pneumonitis). Wenn sie mild ist, bedarf die Strahlenpneumonitis einer Behandlung mit Steroiden, wie z.B. Kortison oder Prednison. Eine Bestrahlung kann auch eine dauerhafte Vernarbung von Lungengewebe nahe der Stelle des ursprünglichen Tumors verursachen. Typischerweise führt diese Vernarbung nicht zu Symptomen. Ausgedehnte Vernarbung kann aber zu anhaltendem Husten und Atemnot führen. Aus diesem Grund planen die Strahlentherapeuten die Behandlungen sorgfältig mittels Computertomographien des Brustraums, um die Menge von normalem Lungengewebe, das strahlenexponiert wird, möglichst klein zu halten.

Chemotherapie

Chemotherapie ist der Einsatz von Medikamenten, um Krebszellen abzutöten. Systemische Chemotherapie wird über das Blut angewand und zielt auf Krebszellen überall im Körper. Chemotherapie wird durch einen medizinischen Onkologen angewandt. Die meisten Chemotherapien, die für Lungenkrebs eingesetzt werden, werden in die Venen gespritzt oder infundiert (intravenöse oder i.v.-Injektion genannt).

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie hängen am vom Individuum und der eingesetzten Dosis. Sie können Müdigkeit (Fatigue), Infektionsrisiko, Übelkeit und Erbrechen, Appetitverlust und Durchfall einschliessen. Übelkeit und Erbrechen können oft vermieden werden. Lesen Sie für mehr Information den ASCO Patientenführer: Vermeidung von Übelkeit und Erbrechen verursacht durch Krebsbehandlung. Diese Nebenwirkungen verschwinden üblicherweise nach dem Therapieabschluss.

Chemotherapie kann auch normale Körperzellen schädigen, einschliesslich Blutzellen, Hautzellen und Nervenzellen. Dies kann zu tiefen Blutwerten führen, einem erhöhten Infektionsrisiko, Haarverlust, Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder Taubheit oder Kribbeln in Händen und Füssen. Ihr Medizinischer Onkologe kann oft Medikamente verschreiben, die bei vielen Nebenwirkungen Linderung schaffen. Injektionen von Hormonen (Wachstumsfaktoren) werden ebenfalls verwendet, um ein zu starkes Absinken der weissen und roten Blutkörperchen zu verhindern.

Neuere Chemotherapie-Behandlungspläne verursachen weniger Nebenwirkungen und sind ebenso wirkungsvoll wie ältere Behandlungen. Es konnte gezeigt werden, dass eine Chemotherapie sowohl die Länge als auch die Qualität des Lebens verbessern kann, und zwar bei Patienten in allen Stadien von Lungenkrebs.

Die Medikamente zur Krebsbehandlung werden laufend überprüft. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt ist oft die beste Möglichkeit, um Einzelheiten über die für Sie verschriebenen Medikamente zu erfahren, den Zweck ihres Einsatzes, ihre möglichen Nebenwirkungen oder Interaktionen (Wechselwirkungen) mit anderen Medikamenten. Erfahren Sie mehr über die bei Ihnen verordneten Medikamente über Cancer.Net’s Drug Information Resources, die Verbindungen zu suchfähigen Medikamenten-Datenbanken verschaffen.

Gezielte Therapie

Die so genannte gezielte Therapie ist eine Behandlung, die auf fehlerhafte Gene oder Einweisse zielt, die zur Entstehung und Entwicklung von Krebs beitragen. Diese abnormen Eiweisse sind bei gewissen Lungenkrebsarten in ungewöhnlich hoher Menge vorhanden. Zwei Arten von Medikamenten zielen auf abnorme Zellen.

Ein Monoklonaler Antikörper ist ein in einem Laboratorium hergestelltes Medikament, das einen Rezeptor (Empfänger) an der Zelloberfläche blockiert, der wie eine Eingang in die Zelle ist. Bevacizumab (Avastin) ist ein monoklonaler Antikörper, der zusammen mit Chemotherapie Bei Lungenkrebs eingesetzt wird. Medikamente wie Bevacizumab blockieren die Bildung neuer Blutgefässe (auch Angiogenese genannt), die ein Tumor benötigt, um zu wachsen und um sich auszudehnen. Das Risiko einer ernsthaften Blutung beträgt für Patienten mit Bevacizumab-Behandlung etwa 2 %.

Erlotinib (Tarceva) ist ein Medikament, das durch die FDA zugelassen ist für lokal fortgeschrittenen und metastasierenden NSCLC. Es blockiert den so genannten epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR), ein Eiweiss, das Lungenkrebszellen hilft, zu wachsen und sich zu vermehren. Dieses Medikament ist eine Tablette, die geschluckt wird. Die Nebenwirkungen von Erlotinib schliessen einen Hautausschlag ein, der wie Akne aussieht, und Durchfall.

Viele Ärzte empfehlen eine Behandlung mit Cetuximab (Erbitux), einem monoklonalen Antikörper, der auf den Rezeptor EGFR zielt und diesen blockiert. Dieses Medikament wird zusammen mit Chemotherapie zur Behandlung von Lungenkrebs eingesetzt, speziell wenn eine Behandlung mit Avastin zu riskant ist. Die Nebenwirkungen von Cetuximab schliessen Hautausschlag und allergische Reaktionen.

Gefitinib (Iressa) ist ein anderes Medikament, das ähnlich wie Erlotinib wirkt. Es ist nur Leuten zugänglich, die es bereits einnehmen oder es in der Vergangenheit mit guter Wirkung eingenommen haben oder in Zusammenhang mit einer klinischen Studie.

Kombinationstherapien

Die meisten Patienten mit Lungenkrebs werden durch mehr als einen Spezialisten behandelt mit mehr als einer Art der Behandlung. Chemotherapie kann z.B. vor oder nach einer Operation verschrieben werden oder vor, während und nach einer Strahlentherapie. Es sollte für die Patienten spürbar sein, dass ihre Ärzte einen koordinierten Behandlungsplan haben und wirkungsvoll miteinander kommunizieren. Wenn Patienten nicht den Eindruck haben, dass der Arzt, der Strahlentherapeut oder der medizinische Onkologe wirkungsvoll mit ihnen oder miteinander über die Ziele der Behandlung und den Behandlungsplan sprechen, sollten die Patienten dies mit ihren Ärzten besprechen oder zusätzliche Meinungen vor einer Behandlung einholen.

Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses (NSCLC, nicht-kleinzelliges Bronchuskarzinom)

Stadium I und II

Im Allgemeinen wird ein NSCLC im Stadium I und II chirurgisch behandelt. Chirurgen heilen viele Patienten mit einer Operation. Vor oder nach der Operation wird der Patient eventuell an einen medizinischen Onkologen weitergewiesen. Einige Patienten mit einem grossen Tumor oder Hinweise auf einen Lymphknotenbefall können von einer neoadjuvanten Chemotherapie (einer Chemotherapie vor einer Operation, auch Induktionschemotherapie genannt) profitieren oder von einer adjuvanten Chemotherapie, um das Risiko eines Krebsrückfalls zu reduzieren. Strahlentherapie ist empfohlen, um einen Lungentumor bei Menschen zu behandeln und zu heilen, bei denen eine Operation nicht empfohlen werden kann.

Stadium III

Im Stadium III hat sich ein NSCLC soweit ausgedehnt, dass Chirurgie oder Strahlentherapie allein bei den meisten Patienten nicht ausreichen, um die Krankheit zu heilen. Patienten mit Stadium III-Erkrankung haben auch ein hohes Krebsrückfallrisiko, entweder am gleichen Ort oder an einer entfernten Stelle, sogar nach erfolgreicher Operation oder Strahlentherapie. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte im Allgemeinen nicht eine unmittelbare Operation und empfehlen manchmal eine Chemotherapie gefolgt von einer Operation.

Nach einer Chemotherapie können Patienten mit Stadium IIIa NSCLC sich immer noch operieren lassen, besonders wenn die Chemotherapie Krebszellen wirkungsvoll abtötet und der Tumor kleiner wird. Weil die Chemotherapie sich im ganzen Körper ausbreitet, ist es möglich, dass, wenn für die Ärzte sichtbarer Krebs abgetötet wird, auch unsichtbare Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor entfernt haben, abgetötet werden. Nach einer wirkungsvollen Chemotherapie können die Chirurgen zuversichtlicher sein, dass die Entfernung eines Stadium IIIa NSCLC zu einer Heilung führen wird.

Einige Patienten mit Stadium IIIa NSCLC werden nicht operiert. Stattdessen können diese Patienten mit einer Kombination von Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt werden mit dem Ziel einer Heilung. Die Chemotherapie wird entweder vor oder gleichzeitig mit der Radiotherapie angewandt. Es konnte gezeigt werden, dass diese Methode die Fähigkeit der Strahlentherapie, einen Krebs kleiner werden zu lassen und das Krebsrückfallrisiko zu vermindern, verbessert. Eine Chemotherapie, die gleichzeitig mit der Strahlentherapie angewandt wird, ist wirkungsvoller als eine Chemotherapie vor der Strahlentherapie, sie erzeugt aber auch mehr Nebenwirkungen. Patienten, die sowohl Chemotherapie als auch Strahlentherapie erhalten für eine Stadium IIIa-Erkrankung, können in der Folge immer noch operiert werden. Es wird jedoch unter Ärzten diskutiert, ob eine Operation nötig ist bei Patienten, die wirkungsvoll mit einer Strahlentherapie behandelt wurden, und ob eine Strahlentherapie nötig ist bei Patienten, deren Tumoren anschliessend an eine Chemotherapie vollständig entfernt wurden.

Bei den meisten Patienten mit NSCLC ist der Tumor nicht resezierbar (kann nicht durch eine Operation entfernt werden). Möglicherweise haben sie einen Stadium IIIb-Lungenkrebs, der Chirurge beurteilt eine Operation als zu risikoreich oder der Tumor kann nicht vollständig entfernt werden. Bei Patienten mit nicht resezierbarem NSCLC ohne Zeichen von Krebsmetastasen an entfernten Stellen oder in der die Lunge umgebenden Flüssigkeit kann immer noch eine Kombination von Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt werden im Versuch, den Patienten zu heilen.

Stadium IIIb mit Pleuraerguss und Stadium IV NSCLC

Patienten mit Stadium IV NSCLC oder Stadium IIIb bedingt durch einen malignen Pleuraerguss (Krebszellen in der Flüssigkeit, die die Lunge umgibt) werden typischerweise nicht chirurgisch oder mittels Strahlentherapie behandelt. In seltenen Fällen empfehlen Ärzte, dass eine Hirn- oder Nebennierenmetastase operativ entfernt werden soll, wenn dies der einzige Ort der Krebsausdehnung ist. Strahlentherapie kann ebenfalls eingesetzt werden, um einzelne Metastasen zu behandeln, z.B. im Hirn. Patienten mit Stadium IV-Erkrankung oder Stadium IIIb mit Pleuraerguss haben jedoch ein sehr hohes Risiko, dass der Krebs sich bereits an andere Stellen hin ausgedehnt hat. Meistens werden Patienten in diesen Stadien des nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinoms nur mit Medikamenten behandelt.

Die Ziele der Chemotherapie sind, den Krebs kleiner werden zu lassen, das durch den Tumor bedingte Missempfinden zu verbessern, einer weiteren Ausdehnung vorzubeugen und das Leben zu verlängern. Selten kann eine Chemotherapie metastatischen Lungenkrebs verschwinden lassen. Die Ärzte wissen jedoch aus Erfahrung, dass der Krebs zurückkommen wird. Deshalb werden Patienten mit Stadium IV-Erkrankung oder Stadium IIIb mit Pleuraerguss nie als von ihrem Krebs „geheilt“ betrachtet, wie gut auch immer die Chemotherapie wirkt. Diese Patienten müssen durch ihre Ärzte eng nachbetreut werden und benötigen lebenslang Chemotherapie, um ihre Erkrankung in Kontrolle zu halten. Es ist bewiesen worden, dass Chemotherapie sowohl die Länge als auch die Qualität des Lebens von Patienten mit NSCLC verbessert.

Für mehr Informationen über die Behandlung von NSCLC, der nicht operativ entfernt werden kann, lesen Sie den ASCO Patientenführer: Behandlung des fortgeschrittenen Lungenkrebses.

Behandlung des kleinzelligen Lungenkrebses

Wie beim NSCLC hängt die Behandlung des kleinzelligen Lungekrebses vom Stadium ab. Kleinzelliger Lungenkrebs breitet sich sehr schnell aus, deshalb ist eine systemische Chemotherapie die Erstbehandlung für alle Patienten. Die am meisten eingesetzte Chemotherapie ist Etoposid (Etopophos, VePesid) plus Cisplatin (Platinol) oder Carboplatin (Paraplatin). Patienten mit limited stage (begrenztes Stadium) kleinzelligem Lungenkrebs, werden am besten mit gleichzeitiger Chemotherapie plus Strahlentherapie im Bereich des Brustraums (2 x am Tag verabreicht) behandelt. Strahlentherapie wirkt am besten, wenn sie während dem ersten oder zweiten Monat der Chemotherapie angewandt wird. Patienten mit extensive stage (ausgedehntem Stadium) Krebs, werden mit Chemotherapie allein behandelt. Chemotherapie wird für drei bis sechs Monate angewandt. Eine Operation ist nur selten angebracht bei Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs und wird nur für Patienten in einem sehr frühen Krankheitsstadium in Betracht gezogen, z.B. bei einem kleinen Lungenrundherd. In diesen Fällen wird eine Chemotherapie mit oder ohne Strahlentherapie anschliessend angewandt.

Bei Patienten, deren Tumor nach der Chemotherapie kleiner geworden ist, reduziert eine Strahlentherapie des Kopfes das Risiko, dass der Krebs sich ins Hirn ausbreiten kann. Diese vorbeugende Bestrahlung des Kopfes nennt man auch prophylaktische Schädelbestrahlung (prophylactic cranial irradiation, PCI); sie verlängert nachgewiesenermassen das Überleben dieser Patienten. Wie Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC betrifft auch Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs in jedem Stadium das Risiko eines Krebsrückfalls, auch wenn er zu Beginn kontrolliert werden konnte. Alle Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs müssen durch ihre Ärzte engmaschig nachuntersucht werden, mit Röntgenbildern, Computertomographien und Check-up’s.

Rauch-Stopp

Auch nach der Diagnose eines Lungenkrebses ist es immer noch nicht zu spät, von einer Rauchabstinenz zu profitieren. Patienten, die aufhören zu rauchen, ertragen alle Behandlungen besser, fühlen sich besser, leben länger und haben ein geringeres Risiko, einen zweiten Lungenkrebs zu entwickeln. Mit dem Rauchen aufzuhören ist nie einfach und sogar noch schwerer, wenn man von der Diagnose eines Lungenkrebses und den folgenden Behandlungen betroffen ist. Personen die rauchen, sollten Hilfe von Familie, Freunden, Rauchentwöhnungsprogrammen und professionelle Hilfe suchen. Keine der vorhandenen Hilfen zur Raucherentwöhnung stört die Krebsbehandlung. Lesen Sie für mehr Information das Kapitel über Tabak.

Kontrolle der durch Lungenkrebs verursachten körperlichen Symptome

Eine Chemotherapie ist nicht gleich wirksam wie eine Strahlentherapie oder eine Operation in der Behandlung von Lungenkrebs mit Hirnmetastasen. Aus diesem Grund werden Hirnmetastasen von Lungenkrebs stattdessen mit Strahlentherapie, Chirurgie oder beidem behandelt. Die meisten Patienten mit Hirnmetastasen eines Lungekrebses werden mit Strahlentherapie des gesamten Hirnes behandelt, dies kann Nebenwirkungen wie Haarverlust, Fatigue (Müdigkeit) und Rötung der Kopfhaut verursachen. Liegt ein kleiner Tumor vor, kann eine spezielle Art der Strahlentherapie, die so genannte stereotaktische Radio-Chirurgie, die Bestrahlung nur auf den Tumor im Hirn selber fokussieren und die Nebenwirkungen minimieren.

Strahlentherapie oder Chirurgie kann auch eingesetzt werden, um Metastasen zu behandeln, die Schmerzen oder andere Symptome verursachen.

  • Ein Tumor im Brustraum, der blutet oder die Atemwege blockiert, kann durch Strahlentherapie verkleinert werden.
  • Während einer Bronchoskopie (Lungenspiegelung, siehe bei Diagnose) können durch Krebs verlegte Atemwege wieder geöffnet werden, um die Atmung zu verbessern.
  • Ein Chirurge kann einen Laser einsetzen, um einen Tumor wegzubrennen oder einen mechanischen Stent (ein röhrenförmiges Gitternetzwerk) einsetzen, um einen Luftweg aufzudehnen.
  • Knochenmetastasen, die wichtige Knochen schwächen, können mittels Chirurgie behandelt und durch Metallimplantate verstärkt werden. Knochenmetastasen können auch mittels Strahlentherapie behandelt werden.

Medikamente können ebenfalls helfen, die Symptome von Lungenkrebs zu behandeln.

  • Medikamente werden eingesetzt, um Krebsschmerzen zu behandeln. Die meisten Spitäler und Krebszentren haben Spezialisten für die Schmerzkontrolle. Diese können schmerzlindernde Behandlungen sogar für die schwersten Krebsschmerzen planen. Viele Medikamente, die in der Behandlung von Krebsschmerzen eingesetzt werden, besonders Morphium, lindern auch eine krebsbedingte Atemnot.
  • Medikamente können eingesetzt werden, um Hustenreiz zu unterdrücken, geschlossene Atemwege zu öffnen oder um die bronchiale Schleimproduktion zu reduzieren.
  • Prednison oder ähnliche Medikamente können eine Entzündung reduzieren, die durch Lungenkrebs oder eine Bestrahlung verursacht wurden, und dadurch die Atmung verbessern.
  • Zusätzlicher Sauerstoff aus kleinen, tragbaren Tanks kann die reduzierte Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen, ausgleichen.
  • So genannte Bisphosphonate stärken Knochen, vermindern Knochenschmerzen und können helfen, Frakturen (Knochenbrüche) wegen Knochenmetastasen zu verhindern.
  • Medikamente die den Appetit anregen und Nahrungsergänzungen können den Appetit verbessern und den Gewichtsverlust vermindern.

Um mehr über die in diesem Kapitel verwendeten Begriffe zu erfahren, lesen Sie das Cancer.Net-Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Während der Behandlung.

Für mehr Information

Das National Comprehensive Cancer Network (NCCN) hat auch eine Serie von Behandlungsrichtlinien, die in patientenfreundliche Sprache übersetzt wurden. In Übereinstimmung mit der Cancer.Net’s Linking Policy beachten Sie bitte, dass dieser Link nicht die Unterstützung des Inhalts durch ASCO impliziert, sondern eher ein Bemühen darstellt, zusätzliche Information zugänglich zu machen, die hilfreich sein kann für Menschen, die mit Krebs leben, und deren Familien. Der NCCN Behandlungsführer für Lungenkrebs kann bei www.nccn.org gefunden werden.

Informationen über klinische Studien

Ärzte und Wissenschaftler suchen stets nach besseren Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Lungenkrebs. Eine Klinische Studie ist eine Möglichkeit, um zu prüfen, dass eine neue Behandlung sicher, wirksam und möglicherweise besser ist, als die bisherige Standardbehandlung. Patienten, die sich an klinischen Studien beteiligen, sind unter den ersten, die neue Behandlungen erhalten, wie z.B. neue chemotherapeutische Medikamente, bevor sie generell zugänglich sind.

Es gibt jedoch nie eine Garantie, dass die neue Behandlung sicher, wirksam oder besser sein wird als die bisherige Standardbehandlung.

Patienten entschliessen sich aus verschiedenen Gründen, an klinischen Studien teilzunehmen. Für einige Patienten ist eine klinische Studie die beste zugängliche Behandlungsmethode. Weil Standardbehandlungen nicht perfekt sind, sind Patienten oft willens, die zusätzliche Unsicherheit einer klinischen Studie auf sich zu nehmen in der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis. Andere Patienten machen freiwillig an klinischen Studien mit, weil sie wissen, dass dies der einzige Weg ist, um einen Fortschritt in der Behandlung des Lungenkrebses zu erreichen, z.B. um neue Medikamente zu finden. Selbst wenn Sie selber keinen direkten Gewinn von dieser klinischen Studie haben, kann ihre Teilnahme zukünftigen Patienten mit Lungenkrebs einen Vorteil verschaffen.

Um an einer klinischen Studie teilzunehmen, müssen die Patienten einen Lernprozess machen, den man „informed consent“, informierte Zustimmung, nennt. Während dieser Information wird der Arzt alle Möglichkeiten für den Patienten aufführen, so dass dieser versteht, wie die neue Behandlung sich von der Standardbehandlung unterscheidet. Der Arzt muss auch alle Risiken der neuen Behandlung aufführen, die sich von den Risiken der Standardbehandlung unterscheiden können oder auch nicht. Schliesslich muss der Arzt erklären, was vom einzelnen Patienten erwartet wird, um an der klinischen Studie teilnehmen zu können, einschliesslich die Zahl der Arztvisiten, Untersuchungen und den Behandlungsplan. Erfahren Sie mehr über klinische Studien, einschliesslich Patientensicherheit, Phasen von klinischen Studien, den Entschluss, an einer klinischen Studie teilzunehmen, Fragen an das Forschungsteam und links um klinische Krebsstudien zu finden.

Nebenwirkungen

Krebs und seine Behandlung kann eine Vielzahl von Nebenwirkungen hervorrufen. Ärzte haben jedoch grössere Fortschritte gemacht in den vergangenen Jahren, was die Reduktion von Schmerz, Übelkeit und Erbrechen sowie andere körperlichen Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung betrifft. Viele heute eingesetzte Behandlungen sind weniger intensiv aber ebenso wirkungsvoll wie Behandlungen, die früher gebraucht wurden. Ärzte haben auch viele Möglichkeiten einer Symptom-Linderung für Patienten, wenn solche Nebenwirkungen auftreten.

Sorge wegen Nebenwirkungen einer Behandlung sind häufig nach einer Krebsdiagnose, aber es kann hilfreich sein zu wissen, dass diesen Nebenwirkungen vorzubeugen und sie zu kontrollieren, eine Hauptanstrengung Ihres Behandlungsteams ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen der spezifischen Behandlungen, die Sie erhalten werden, bevor die Behandlung beginnt. Die spezifischen Nebenwirkungen, die auftreten können, hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab, inklusive die Art des Krebses, seine Lokalisation, der individuelle Behandlungsplan (einschliesslich Länge und Dosis der Behandlung) und der allgemeine Gesundheitszustand der Person.

Fragen Sie Ihren Arzt, welche Nebenwirkungen am wahrscheinlichsten auftreten werden (und welche nicht), wann Nebenwirkungen wahrscheinlich auftreten und wie das Behandlungsteam diese Nebenwirkungen angehen wird, falls sie auftreten. Teilen Sie Ihrem Arzt auf alle Fälle die Nebenwirkungen mit, die Sie möglicherweise während und nach der Behandlung wahrnehmen. Für mehr Information über die häufigsten Nebenwirkungen von Krebs und verschiedener Behandlungen, zusammen mit den Möglichkeiten diese zu vermeiden oder zu kontrollieren, besuchen Sie Cancer.Net’s Kapitel über Umgang mit Nebenwirkungen, basierend auf ASCO’s curriculum.

Zusätzlich zu körperlichen Nebenwirkungen können auch psychosoziale (gefühlsmässige und soziale) Nebenwirkungen auftreten. Erfahren Sie mehr über die Wichtigkeit, diese Bedürfnisse anzugehen bei Cancer.Net’s Kapitel über Sorge für den ganzen Patient.

Für mehr Information über Langzeitwirkung und Nebenwirkungen, lesen Sie bitte das Kapitel: Nach der Behandlung oder sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Leben mit Lungenkrebs

Weil Lungenkrebs mit Rauchen vergesellschaftet ist, haben Patienten manchmal den Eindruck, dass sie nicht genügend Unterstützung oder Hilfe von ihrer Umgebung erhalten, weil sie glauben, dass andere denken, dass ihr Rauchverhalten die Krankheit verursacht hat. Die Wahrheit ist, dass die meisten Raucher keinen Lungenkrebs entwickeln und nicht alle Patienten mit Lungenkrebs rauchen. Lungenkrebs ist eine Erkrankung, die alle Menschen betreffen kann. In Wirklichkeit haben die meisten Patienten, die heute Lungenkrebs bekommen, entweder vor Jahren aufgehört zu rauchen oder haben gar nie geraucht.

Die Diagnose eines Lungenkrebses kann für viele Patienten sehr belastend sein und manchmal schwierig zu ertragen. Einige Patienten mit Lungenkrebs entwickeln Unruhe- und Angstzustände oder, weniger häufig, Depressionen. Patienten und ihre Familien sollten sich nicht scheuen, ihre Gefühle gegenüber Ärzten, Pflegepersonal oder Patientenberatern und Sozialarbeitern zu äussern. Das Behandlungsteam ist da um zu helfen und viele Teammitglieder haben spezielle Ausbildungen und Erfahrungen, die Sachen für Patienten und deren Familie einfacher machen können.

Zusätzlich zu moralischer Unterstützung und sachlicher Information kann der Arzt Beruhigungsmedikamente und gelegentlich Antidepressiva verschreiben. Er oder sie überweist den Patienten möglicherweise zu einem Berater, einem Psychologen oder Psycho-Onkologen, an einen Sozialarbeiter oder einen Psychiater. Zusätzlich sollten Patienten und deren Familien wissen, dass es Unterstützungsmöglichkeiten in den Gemeinden gibt für Patienten mit einem Krebsleiden. Für einige Patienten ist es gut, ihre Erkrankung und Erfahrungen während der Behandlung mit ihrem Arzt, einer Pflegeperson, der Familie, Freunden oder anderen Patienten zu besprechen. Diese Patienten können auch Unterstützungsgruppen oder Selbsthilfegruppe beitreten, um das Bewusstsein gegenüber Lungenkrebs zu verbessern und um anderen Patienten zu helfen, die mit dieser Krankheit leben.

Die Diagnose eines Lungenkrebses ist ernst. Patienten können jedoch hoffen, dass ihre Ärzte eine wirksame Therapie anbieten können. Sie können einen gewissen Trost gewinnen im Wissen, dass die Fortschritte in der Diagnose und Behandlung von Lungenkrebs für mehr und mehr Patienten die Möglichkeit einer Heilung bringen werden.

Nach der Behandlung

Jedes Jahr werden in den USA zehntausende von Menschen von einem Lungenkrebs geheilt. Nach dem Ende einer Behandlung für Lungenkrebs wird ihr Arzt eine Abfolge von Tests und Untersuchungen aufzeigen, um Ihre Erholung zu überwachen und um zu kontrollieren, dass der Krebs nicht zurückkehrt. Dieser Nachsorgeplan kann regelmässige körperliche Untersuchungen und/oder medizinische Tests einschliessen. Während dieser Periode sollten Sie jedes neue gesundheitliche Problem ohne offensichtliche Ursache, das länger als zwei Wochen dauert, Ihrem Arzt oder betreuenden Pflegepersonal berichten.

Menschen, die wegen Lungenkrebs behandelt wurden, können anhaltend Beschwerden haben, auch nach Therapieende. Häufige Probleme nach der Behandlung schliessen Schmerz, Müdigkeit (Fatigue) und Atemnot ein. Gefühle der Depression und Unruhe können ebenfalls nach der Therapie anhalten und Angst vor einem Krebsrückfall ist sehr häufig. Oft haben Leute auch das Gefühl, dass sie nach Therapieende weniger Unterstützung haben und dass weniger Hilfe erhältlich ist von Ärzten, Pflegefachpersonen und anderen Programmen, wie z.B. Selbsthilfegruppen. Ihr Arzt oder Ihre Pflegefachperson kann Ihnen helfen, einen Plan zu entwickeln, wie mit nach Therapieende anhaltenden Problemen am besten umgegangen werden kann. Es gibt auch viele Hilfsmittel, die speziell für Menschen anschliessend an die Behandlung entwickelt wurden:

Nichts hilft Menschen, die am sich Erholen von Lungenkrebs sind, mehr, als mit dem Rauchen aufzuhören. Es sind viele Hilfsmittel und Wege dazu erhältlich. Sichern Sie sich die Unterstützung, Freunde, Pflegefachpersonen und Ärzte – es ist schwierig, ganz aus eigener Kraft aufzuhören.

Leute, die einen Lungenkrebs erlitten haben, haben ein höheres Risiko, einen zweiten Lungenkrebs zu entwickeln. Ihr Arzt wird Untersuchungen empfehlen, um Sie für diese Möglichkeit zu überwachen, damit jegliche neue Krebserkrankung frühzeitig und zum Zeitpunkt der besten Heilungschance erkannt werden kann.

Menschen in der Erholungsphase von Lungenkrebs werden ermutigt, etablierte Richtlinien für gute Gesundheit, wie z.B. ein gesundes Körpergewicht, eine ausgewogene Diät und die empfohlenen Krebs-Vorsorge-Untersuchungen einzuhalten. Weil viele Patienten, die einen Lungenkrebs überlebt haben, in der Vergangenheit Zigaretten geraucht haben, haben sie ein hohes Risiko für eine Herzerkrankung, einen Hirnschlag, ein Lungenemphysem und eine chronische Bronchitis. Bestimmte Krebsbehandlungen können diese Risiken zusätzlich erhöhen. Auch für diejenigen, die nie geraucht haben, ist die Rückkehr zu ihrer üblichen Gesundheitsroutine nach der Krebserkrankung wichtig für das gesamte Wohlbefinden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um einen Plan zu entwickeln, der für Sie am besten ist.

Mässige körperliche Aktivität kann helfen, Ihre Kraft und Energiespeicher wieder aufzubauen. Patienten in Erholung, sogar die mit zusätzlichem Sauerstoffbedarf, werden ermutigt, jeden Tag für 15 – 30 Minuten zu gehen, um ihre Herz- und Lungenfunktion zu verbessern. Ihr Arzt kann Ihnen helfen, einen Trainingsplan zu schaffen, der an Ihre Bedürfnisse, physischen Fähigkeiten und Ihr Fitnessniveau angepasst ist. Erfahren Sie mehr über: Gesundes Leben nach Krebs.

Um mehr über die Begriffe zu erfahren, die in diesem Abschnitt verwendet wurden, lesen Sie das PLWC Angebot: Krebsbegriffe zum Kennen: Nach der Behandlung.

Aktuelle Forschung

Es wird fortlaufend über Lungenkrebs geforscht. Folgende Fortschritte werden zurzeit in klinischen Studien erforscht und sind möglicherweise zum jetzigen Zeitpunkt nicht zugelassen oder zugänglich. Besprechen Sie immer alle diagnostischen und Behandlungs-Möglichkeiten mit Ihrem Arzt.

Individualisierte Therapie

Spezifische Charakteristika von Patienten und ihren Tumoren werden identifiziert, die voraussagen können, ob eine bestimmte Chemotherapie oder gezielte Therapie wirken kann. Patienten werden zunehmend gefragt werden, ob zusätzliche Untersuchungen der Tumorgewebsproben, die bei der Diagnose entnommen wurden durchgeführt werden können, um diese Informationen zu erhalten. In der Mehrheit der Patienten, denen Chemotherapie empfohlen wird, wurde bei der ursprünglichen diagnostischen Biopsie nicht genug Tumorgewebe entnommen für diese zusätzlichen Studien. Man wird diese Patienten bitten, dass zusätzliche Gewebsproben entnommen werden können, um die Therapie planen zu können und, falls sie an einer klinischen Studie teilnehmen, um den Forschern zu helfen, bessere Möglichkeiten zur Behandlung von Lungenkrebs zu finden.

Gezielte Therapien

Die Zukunft der Lungenkrebstherapie liegt in der Entwicklung gezielter Therapien. Es gibt hunderte neuer Antikrebs-Medikamente, die zur Zeit sowohl im Labor als auch in klinischen Studien untersucht werden. Erfahren Sie mehr über Verständnis gezielter Behandlungen.

Bessere Techniken für Chirurgie und Strahlentherapie

Ärzte entwickeln Wege, um die Wirkung operativer und radiotherapeutischer Massnahmen zu verbessern und gleichzeitig die Nebenwirkungen dieser Eingriffe zu vermindern. Fortschritte in allen Arten der Behandlung wird die Fähigkeit verbessern, Chemotherapie, Strahlentherapie und Chirurgie für die Behandlung von Patienten mit allen Stadien von Lungenkrebs zu kombinieren.

Verbessertes Screening (Vorsorgeuntersuchung)

Lungenkrebs ist in seinen frühen Stadien besser behandelbar. Dies hat Interesse geweckt dafür, Patienten für Lungenkrebs zu screenen, bevor dieser soweit gewachsen ist, dass er Symptome hervorruft. Es gibt im Moment keine anerkannte Vorsorgeuntersuchungen für Lungenkrebs. Fortschritte in bildgebenden Techniken, wie z.B. niedrig-dosiertes Spiral-CT, werden zurzeit erforscht und werden möglicherweise bessere Methoden für eine Früherkennung des Lungenkrebses ergeben. In der weiteren Zukunft können möglicherweise auch Moleküle, die im Blut oder im Auswurf nachgewiesen werden, auf die Gegenwart von Lungenkrebs hinweisen, bevor dieser in einer Computertomographie sichtbar wird.

Reduzierter Tabakgebrauch

Sogar mit der besten Methode für Früherkennung und Behandlung von Lungenkrebs ist der beste Weg, um Leben vor Lungenkrebs zu retten, ein Programm, um Zigarettenrauchen zu reduzieren. Für die meisten Leute ist Lungenkrebs eine äusserst vermeidbare Krankheit. Sogar bei Menschen mit Lungenkrebs lässt ein Rauchstopp die Menschen länger leben, vermindert die Nebenwirkungen und verringert das Risiko für einen zweiten Lungenkrebs. Es ist zu jeder Zeit hart, mit dem Rauchen aufzuhören, und noch vielmehr während einer Krebsbehandlung. Ihr Behandlungsteam kann Ihnen helfen, den Rauchstopp einfacher zu machen mit Nikotinersatz und anderen Techniken.

Fragen an Ihren Arzt

Regelmässige Gespräche mit Ihrem Arzt sind wichtig, damit Sie auf Information basierte Entscheidungen über Ihre Gesundheitsversorgung fällen können. Folgende Fragen können Sie Ihrem Arzt stellen:

Für alle Patienten mit Lungenkrebs:

  • Welche Art von Lungenkrebs habe ich?
  • Welches ist das Stadium meines Lungenkrebses? Was bedeutet dies?
  • Muss ich noch andere Ärzte für meine Behandlung sehen, z.B. einen Lungenchirurgen, einen Strahlentherapeuten, einen Medizinischen Onkologen und/oder einen Lungenspezialisten? Was ist die Rolle jedes Arztes in meiner Behandlung?
  • Benötige ich zusätzliche Tomographien oder Biopsien, damit meine Behandlung geplant werden kann?
  • Können Sie mir meinen Pathologie-Bericht (Laborbericht) erklären?
  • Was ist das Ziel meiner Behandlung?
  • Welche klinischen Studien sind offen für mich?
  • Was sind mögliche Nebenwirkungen dieser Behandlung, sowohl kurz- als auch langfristig?
  • Wie wird diese Behandlung mein Alltagsleben beeinflussen? Werde ich fähig sein, zu arbeiten, Sport zu treiben und meinen üblichen Beschäftigungen nachzugehen?
  • Was kann neben der eigentlichen Krebstherapie sonst noch getan werden, um meine Symptome zu behandeln?
  • Gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten für mich?
  • Welche unterstützenden Dienste sind für mich zugänglich? Für meine Familie?

Für Patienten, die operiert werden:

  • Welche Art von Operation werde ich haben? Werden Lymphknoten entfernt?
  • Wie lange wird die Operation dauern?
  • Wie lange werde ich im Spital sein?
  • Können Sie beschreiben, wie die Erholung von der Operation verlaufen wird?

Für Patienten, bei denen eine Chemotherapie oder gezielte Therapie geplant ist:

  • Wie heissen die Medikamente und wie werden sie gegeben?
  • Was sind die Nebenwirkungen jeder einzelnen Therapie? Auf welchen Nebenwirkungen und Probleme sollte ich achten?
  • Was kann man unternehmen, um diese Nebenwirkungen zu verringern?
  • Wie oft muss ich zum Arzt kommen, um die Therapie zu bekommen, und wie lange wird jede Behandlung dauern?
  • Werde ich selbständig zu dieser Behandlung kommen und nach Hause zurückkehren können oder muss ich eine Begleitung organisieren?

Für Patienten, bei denen eine Strahlentherapie geplant ist:

  • Wie wird meine Bestrahlung geplant? Welche Arten von Tomographien werden gebraucht?
  • Wo werde ich die Bestrahlung erhalten?
  • Wie oft werde ich eine Strahlentherapie erhalten?
  • Wie lange wird jede Behandlung dauern?
  • Wie viel der normalen Lunge wird ins Strahlenfeld eingeschlossen?
  • Ist es möglich für mich, Chemotherapie zusammen mit meiner Strahlentherapie zu erhalten? Falls ja, was sind die zusätzlichen Nebenwirkungen der gleichzeitigen Chemotherapiegabe, verglichen mit einer Anwendung hintereinander?
  • Werde ich selbständig zu dieser Behandlung kommen und nach Hause zurückkehren können oder muss ich eine Begleitung organisieren?

Für Patienten, die eine Klinische Studie erwägen:

  • Was sind meine Möglichkeiten für eine Standardbehandlung?
  • Welche anderen Behandlungen im Rahmen klinischer Studien sind für mich zugänglich?
  • Was wird für mich anders sein, wenn ich bei dieser klinischen Studie mitmache, verglichen mit einer Standardbehandlung (unterschiedliche Risiken, zusätzliche Untersuchungen oder Zeitbedarf, Behandlungsplan)?
  • Was ist das Ziel dieser klinischen Studie? Handelt es ich um eine Phase I, II oder III klinische Studie? Was bedeutet dies?
  • Wo werde ich die Behandlung im Rahmen der klinischen Studie erhalten?

Für Patienten, die ihre Behandlung abgeschlossen haben:

  • Was sind die Risiken für einen Rückfall des Krebses?
  • Gibt es irgendetwas, was ich zusätzlich unternehmen kann, um das Rückfallrisiko meines Krebses zu reduzieren?
  • Welche Nachsorgeuntersuchungen werde ich benötigen und wie oft benötige ich sie?
  • Welche Untersuchungen werden während meiner Nachsorgeuntersuchung durchgeführt?

Für Patienten die rauchen:

  • Wie können Sie mir helfen, mit Rauchen aufzuhören?

Quellen für Patienteninformationen

Lung Cancer Alliance

818 16th St. NW, Ste 150

Washington, DC 20006

Toll Free: 800-298-2436

Phone: 202-463-2080

www.lungcanceralliance.org

American Lung Association

61 Broadway, 6th Fl.

New York, NY 10006

Toll Free: 800-LUNG-USA (800-586-4872)

Phone: 212-315-8700

www.lungusa.org

Lungcancer.org

CancerCare

275 Seventh Ave.

New York, NY 10001

Toll Free: 800-813-HOPE (800-813-4673)

www.lungcancer.org

Lung Cancer Online

www.lungcanceronline.org

Lungevity Foundation

435 N LaSalle St., Ste 310

Chicago, IL 60654

Phone: 312-464-0716

www.lungevity.org

National Lung Cancer Partnership

222 N Midvale Blvd., Ste. 6

Madison, WI 53705

Phone: 608-233-7905

www.NationalLungCancerPartnership.org

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