Qualität

Bestmögliche Qualität und Patientensicherheit sind zentrale Anliegen des KSB. Wir verwenden Jahr für Jahr beträchtliche Mittel, um die Qualität unserer Arbeit zu messen und konstant zu verbessern. Es macht uns betroffen, wenn Patientinnen/Patienten im Spital zu Schaden kommen, deshalb sind wir Pionier auf dem Gebiet der Patientensicherheit. Vieles von dem, was heute in der Patientensicherheit in anderen Spitälern Standard geworden ist, wurde bei uns erforscht und erprobt. Dazu arbeiten wir mit entsprechenden Organisationen auf nationaler und internationaler Ebene zusammen, z.B. mit der Stiftung Patientensicherheit Schweiz.

Der Grundgedanke eines jeden Qualitätsmanagementsystems ist die Qualitätssicherung bzw. Qualitätssteigerung. Der Patient, die Patientin oder die Zuweiser stehen am Anfang und am Ende der Prozesskette - am Anfang mit den Anforderungen an die Leistung und am Ende mit der Wahrnehmung der Qualität.

Dies gelingt aber nicht nur durch die Festlegung von Abläufen, Verantwortlichkeiten etc. Ein Qualitätsmanagementsystem hilft bei der Einführung einer "Qualitätskultur" in einem Unternehmen, in der jeder Mitarbeitende weiß, was sein Anteil daran ist. Alles unter dem Aspekt durch eine gesicherte und steigende Qualität auch die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Qualität ist an oberster Stelle in unserer Organisation angesiedelt und untersteht direkt der Geschäftsleitung. Ein Mitglied der Geschäftsleitung führt die Qualitätskommission, die 3-monatlich tagt und in der Mitglieder aus allen Bereichen unseres Spitals vertreten sind. Weitere Mitarbeitende beschäftigen sich hauptamtlich mit Qualitätsmanagement und Patientensicherheit.

Sie sehen: Ihr KSB macht mehr als nur das, was der Gesetzgeber als nötig empfohlen hat. Wir fühlen uns für die uns anvertrauten Menschen verantwortlich. Deshalb engagieren wir uns für Qualität und Patientensicherheit.

Zertifizierungen:

Für einzelne Erkrankungen oder komplette Zentren hat das KSB die Diagnose- und Behandlungsprozesse strengen Anforderungen unterworfen und gemäß den Vorgaben internationaler Fachgesellschaften entworfen. Dieses Qualitätsmanagement wurde honoriert durch die Zertifizierung.

CIRS:

CIRS ist die englische Abkürzung für critical incident reporting system. Wir wollen aus sog. kritischen Ereignissen oder Beinahezwischenfälle lernen - bevor daraus Fehler werden und ein Patient zu Schaden kommt. Jeder Mitarbeiter kann, wenn gewünscht auch anonym, kritische Ereignisse melden. Die angebotene Anonymität trägt zu unserer Fehlerkultur bei: jeder Mitarbeitende soll sich für Patientensicherheit verantwortlich fühlen, er kann Meldungen machen, ohne für sich Konsequenzen fürchten zu müssen. Als Besonderheit haben wir das CIRS nicht nur für einzelne Abteilungen sondern für das ganze Spital eingeführt. Der Vorteil hiervon ist, dass unsere Mitarbeitenden nicht nur Meldungen über die eigene, sondern auch über andere Abteilungen tätigen können. Dies halten wir bei der zunehmenden Komplexität der Behandlungen für ganz wesentlich.

M&M-Konferenzen:

M&M steht für Morbidität und Mortalität. Individuelle Patienten werden hier zusammen besprochen und nicht nur innerhalb einer Abteilung. Medizin wird stets komplexer und wir wollen den zunehmenden Herausforderungen gerecht werden, indem wir jeden Spezialisten aufbieten, den ein Patient braucht. Deshalb besprechen wir auch Patienten mit allen beteiligten Spezialisten.

Checkliste Sichere Chirurgie:

Für jeden Patienten, der operiert wird, führen wir eine Checkliste. Vor und nach der Operation werden Fragen abgearbeitet. Haben wir den richtigen Patienten für die richtige Operation an der richtigen Seite? Muss das OP-Team auf Besonderheiten achten wie Blutverlust oder Allergien? Das KSB hat dieses Vorgehen als eines der ersten Spitäler in der Schweiz eingeführt.

Patientenarmbänder:

Alle stationären Patienten erhalten ein Identifikationsarmband mit Name, Vorname und Geburtsdatum um so Patientenverwechslungen zu vermeiden.

Simulationen:

Geburtshelfer, Narkoseärzte, Hebammen und Anästhesiepflegende spielen kritische Situationen nach und üben das Beherrschen solcher seltenen Situationen. Simulationen lehnen sich an die Sicherheitskultur in der Luftfahrt an: Piloten müssen jährlich in den Flugsimulator und werden für kritische Situationen trainiert.

Crew Ressource Management (CRM):

Diese ebenfalls aus der Luftfahrt kommende Vorgehensweise zielt neben den technischen Abläufen auf die Kommunikation und die Zusammenarbeit von Teammitgliedern. Zum Tragen kommt CRM immer dort, wo mehrere Menschen gleichzeitig an einem Patienten arbeiten, z.B bei Narkosen und Operationen.

Einweisung in Geräte:

Neben den „social skills“ wie z.B der Kommunikation ist die sichere Handhabung von technischen Geräten eine unerlässlich Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Jeder Mitarbeiter erhält eine Einweisung in neue Geräte. Damit wird sichergestellt, dass kein Mitarbeiter Geräte ohne Instruktion /Einweisung bedient.

Gemeinsame Visiten:

Jeder Spezialist tut das, was er gut kann. Daraus resultiert für den Patienten die beste Behandlung. Auf der Intensivstation z.B. praktizieren wir diese Zusammenarbeit auf besondere Weise: Intensivmediziner, Infektiologen und Intensivpflege gehen von Bett zu Bett und besprechen jeden Patienten individuell.

Interdisziplinäre Stationen:

Immer mehr Krankheiten können heute behandelt werden, damit nimmt die Komplexität zu. Auf der orthopädischen Station arbeiten deshalb nicht nur Orthopäden sondern auch Internisten. Für die Erkrankung des Bewegungsapparates ist der Orthopäde zuständig und die vielfältigen medizinischen Erkrankungen werden von dem Internisten behandelt. So stellen wir sicher, dass gerade unsere älteren Patienten mit zahlreichen Erkrankungen und ausgedehnter Medikation optimal versorgt werden.

Messung Patientenzufriedenheit:

Unsere kontinuierliche Patientenbefragung dient der Erhebung der Zufriedenheit aller unserer Patienten und Patientinnen. Daraus werden jährlich Verbesserungsmassnahmen erarbeitet und umgesetzt.

Hygiene:

Das KSB beteiligt sich am nationalen Überwachungsprogramm betreffend chirurgischer Wundinfektionen, nimmt am Projekt zur Verbesserung der Händedesinfektion teil und ist Pilotspital für Prävention von Wundinfektionen. Damit leistet das KSB einen großen Beitrag im Kampf gegen Spitalinfektionen.

Medikationssicherheit:

Eine Verbesserung der Medikationssicherheit wurde durch die elektronische Unterstützung erreicht. Zusätzlich wurden die ärztlichen Verordnungen durch Einbezug von klinischen Pharmazeuten optimiert.

Unser Qualitätsmanagementsystem ist nach den neuesten Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Informieren Sie sich hier über die Zertifizierungen und die Qualitätssicherung am KSB