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Eine Krebserkrankung des Darmes macht normalerweise keine Schmerzen. Ein Zeichen kann ein Blutabgang aus dem After sein. Auch andere, „harmlose“ Erkrankungen wie z.B. Hämorrhoiden, Divertikel oder Polypen können zu Blutungen aus dem After führen. Manchmal kann ein solcher Blutverlust - insbesondere wenn er schon seit einiger Zeit besteht - nur indirekt durch ein Mangel des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) in einer Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Zudem ist Blut im Stuhl nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Dann kann eine Stuhluntersuchung auf verstecktes (okkultes) Blut eine sinnvolle Hilfe sein.
Stuhlveränderungen können ein weiteres erstes Zeichen für Darmkrebs sein. Unter Stuhlveränderungen versteht man einen Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall oder eine neu aufgetretene Stuhlinkontinenz. Dabei kann der der Stuhl nicht mehr wie gewohnt gehalten werden oder bei einem Windabgang geht zusätzlich unerwünschtes Material in die Unterhose. Diese Beschwerden sollten in jedem Fall, z.B. über Ihren Hausarzt, ärztlich abgeklärt werden.
Weitere Beschwerden wie allgemeines Unwohlsein, Druckgefühl, Appetitlosigkeit, Schweissausbrüche, unerwünschter Gewichtsverlust u.a. können auftreten, allerdings kommen diese auch bei anderen Erkrankungen vor. Ein Darmverschluss oder Darmdurchbruch können eher Spätzeichen einer Darmkrebserkrankung sein.
Das zentrale Element der Vorsorge ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Einzelheiten über den Ablauf einer solchen Untersuchung finden sie unter der Rubrik Diagnostik. Grundsätzlich wird die Durchführung einer Koloskopie ab einem Lebensalter von 55. Jahren empfohlen oder bei einer der oben genannten Auffälligkeiten auch früher durchgeführt.
Bei Auftreten von Symptomen oder falls Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich am Besten an Ihren Hausarzt. Dieser kennt Sie gut und kann die nötigen Abklärungen durchführen oder veranlassen. Bei Fragen stehen selbstverständlich auch wir zur Verfügung.
Spezielle Formen des Darmkrebses können auch vererbt werden. In diesen Fällen sollte eine noch frühzeitigere Abklärung mit den entsprechenden Untersuchungen und gegebenenfalls weiterführender (genetischer) Beratung durchgeführt werden. Auch in diesem Fall helfen Ihr Hausarzt oder wir Ihnen gerne weiter.