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Prothesen - Prothesenpass

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen über Art und Beschaffenheit der von uns verwendeten Prothesen.

An der Klinik für Orthopädie und Traumatologie werden für folgende Gelenke Prothesen eingesetzt:

Welche Prothese bzw. welche Komponentenpaarung bei Ihnen zum Einsatz kommt, erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt.

Antibiotikaprophylaxe

Vor einer ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlung könnte bei Prothesenträgern eine Antibiotikaprophylaxe sinnvoll sein. Mit dem behandelnden Arzt muss jedoch vorher eine Nutzen-Risiko-Analyse erfolgen, die bei Bedarf zusätzlich mit dem behandelnden Orthopäden oder einem Infektiologen besprochen werden können.

Aktuelle Empfehlungen

Nach Möglichkeit keine Wahleingriffe durchführen mit erhöhtem Bakteriämie-Risiko innerhalb des ersten Jahres nach Implantation (z.B. Eingriffe an Blase, Prostata, Darm, Tonsillen).

Zahneingriffe: 0-2 Jahre nach Implantation der Gelenkprothese ist eine Prophylaxe bei folgenden Eingriffen empfohlen:

  • Zahnextraktion
  • Parodontale Eingriffe, inkl. Chirurgie und subgingivale Platzierung von Antibiotikaplättchen, Scaling, Root planing
  • Einsetzen von Zahnimplantaten
  • Replantation von Zähnen
  • Endodontale Eingriffe unterhalb des Apex
  • Intraligamentäre und intraossäre Lokalanästhesie
  • Dentalhygiene, wenn Blutung erwartet
  • Beim primären Setzen von orthodontischen Bändern nicht aber beim Fixieren von Brackets.

Nach 1 bzw. 2 Jahren ist diese nur noch bei folgenden Patienten für obengenannte Eingriffe empfohlen:

  • Nach Prothesenwechsel/-revisionseingriff
  • Nach durchgemachtem Protheseninfekt
  • Rheumatischen Gelenks- oder Weichteilerkrankungen
  • Maligne Tumorerkrankungen
  • Insulinpflichtigem Diabetes mellitus
  • Hämophilie
  • Medikamentöse Therapie mit Steroiden und/oder Immunsupressiva
  • Nach einer Bestrahlungstherapie
  • Immunsupressive Erkrankungen, z.B. HIV
  • Mangelernährung