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Verhaltenstraining

Mit einem gezielten Verhaltenstraining wollen wir erreichen, dass Sie wieder die Chefin Ihrer Blase sind und nicht umgekehrt.
Verhaltenstraining ist v.a. angezeigt bei der Reizblase.

Um dieses Training aufzubauen, müssen wir vieles wissen, darum stellen wir Ihnen in der ersten Sitzung viele Fragen:

  • Wieviel trinken Sie am Tag?
  • Wann und was trinken Sie?
  • Wie lange können Sie bei Harndrang warten?
  • Wie gross sind die Urinportionen?
  • Wie häufig und in welchen Abständen gehen Sie zur Toilette?
  • Wie oft müssen Sie nachts auf die Toilette?
Abb.: Preiselbeersaft ist gut für Ihre Blase
 
Ihre Antworten und die Aufzeichnungen in Ihrem Trink- und Miktionstagebuch helfen uns, einen Therapieplan für Sie aufzustellen. Mit vielen Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Blase wieder in den Griff bekommen. Ein konsequent durchgeführtes Verhaltenstraining kann innert kurzer Zeit einen erstaunlichen Erfolg zeigen.

Einen beispielhaft ausgefüllten Trink- und Miktionskalender sehen Sie hier.

Das Verhaltenstraining besteht aus verschiedenen Teilen:
  1. Trinkverhalten: mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken, dabei gewisse Getränke weglassen, die die Blase reizen können (z.B. Kaffee, Schwarztee); grössere Portionen auf einmal trinken
  2. Miktionsschulung: sich genügend Zeit lassen beim Wasserlösen, nicht pressen!
  3. Blasentraining ("Blasendrill"): die Blase soll sich an eine grössere Füllmenge gewöhnen, deshalb muss der erste Harndrang ignoriert werden; erst auf die Toilette gehen, wenn sich die Blase wieder meldet. Unsere Ziele sind Urinportionen von 3 Deziliter und ein Intervall von zwei bis drei Stunden zwischen den WC-Besuchen.


Wir wissen, dass die Behandlung der Reizblase Zeit braucht und es nicht immer einfach ist, Geduld mit sich selber zu haben und motiviert zu bleiben.

Wir begleiten Sie gerne während dieser Zeit und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sie werden erleben, dass es sich lohnt, dran zu bleiben.