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Angeborene Brusterkrankungen

Entwicklung der Brust

Bereits in der frühen Embryonalperiode entsteht auf beiden Seiten des Brustkorbes und auch Bauches die sogenannte Milchleiste mit mehreren Brustanlagen. In der Regel bilden sich sämtliche Brustanlagen bis zur Geburt bis auf eine einzige zurück. Hormonelle und andere Einflüsse können in dieser Phase zu Entwicklungsstörungen wie z.B. zu einer zusätzlichen Brust oder fehlende Brustwarzen führen.

In der Pubertät beginnen sich die Brustanlagen durch den Hormoneinfluss der Eierstöcke zu entwickeln und haben ca. im 18. Lebensjahr die definitive Grösse erreicht. Ein operativer Eingriff zur Korrektur einer Entwicklungsstörung ist also vor dem 18. Lebensjahr in der Regel nicht sinnvoll.

Amastie

Die Amastie beschreibt das einseitige oder beidseitige angeborene Fehlen der Brust oder der Brustwarze (Athelie). Dies geschieht z.B. durch Vererbung oder im Rahmen einer Entwicklungsstörung (z.B. verminderte weibliche Hormonwirkung in der entscheidenden Entwicklungsphase). Es kann entweder zum kompletten Fehlen der Brust oder zu einer Unterentwicklung (Mikromastie) kommen.

Polymastie

Bei der Polymastie haben sich nicht alle Brustanlagen der Milchleiste zurückgebildet, dies führt z.B. zu einer oder mehreren zusätzlichen Brüsten oder Brustwarzen (Polythelie) im Bereich der Achselhöhlen, des Brustkorbes oder des Bauches. Oft wird zusätzliches Brustdrüsengewebe (akzessorische Gewebe) erst nach der Geburt eines eigenen Kindes erkannt, weil dieses in der Stillzeit anschwillt. Polymastien können auch mit anderen Entwicklungsstörungen wie z.B. Fehlbildungen der ableitenden Harnwege vergesellschaftet sein, in so einem Fall sollte gezielt danach gesucht werden.
Bei der Polymastie haben sich nicht alle Brustanlagen der Milchleiste zurückgebildet, dies führt z.B. zu einer oder mehreren zusätzlichen Brüsten oder Brustwarzen (Polythelie) im Bereich der Achselhöhlen, des Brustkorbes oder des Bauches. Oft wird zusätzliches Brustdrüsengewebe (akzessorische Gewebe) erst nach der Geburt eines eigenen Kindes erkannt, weil dieses in der Stillzeit anschwillt. Polymastien können auch mit anderen Entwicklungsstörungen wie z.B. Fehlbildungen der ableitenden Harnwege vergesellschaftet sein, in so einem Fall sollte gezielt danach gesucht werden.

Anisomastie

Die Anisomastie (Asymmetrie) beschreibt eine auffällige Seitendifferenz bezüglich Grösse und Form der Brüste, die Gründe dafür können sowohl in Entwicklungsstörungen während der Embryonalperiode wie auch in der Pubertät liegen und sind somit vielfältig.

Mikromastie (Hypomastie, Hypoplasie der Brustdrüse)

Unter einer Hypoplasie versteht man eine Unterentwicklung der Brust. Neben Entwicklungsstörungen während der Embryonalzeit oder hormonellen Störungen in der Pubertät können z.B. auch Verletzungen wie Verbrennungen/Bestrahlungen und Operationen oder Infektionen in der Kindheit zu einer unterentwickelten Brust führen. Ein operativer Eingriff an einer Brust im Kindesalter sollte deshalb, wenn immer möglich, vermieden werden. Die Bandbreite von Akzeptanz oder Leidensdruck bei kleiner Brust ist gross. In Ausnahmefällen zahlt die Krankenkasse eine Brustvergrösserung bei massiver ästhetischer Beeinträchtigung oder hohem psychischen Leidensdruck.

Makromastie (Hypermastie, Hyperplasie der Brustdrüse)

Im Gegensatz zur Hypoplasie handelt es sich bei der Hyperplasie um eine übergrosse Brust mit häufigen Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Schnürfurchen durch BH-Träger. Bei erfolgloser Physiotherapie und Reduktion von Übergewicht werden in einigen Fällen die Kosten der operativen Brustverkleinerung von den Krankenkassen übernommen.

Tubuläre Brust (Tuberöse Brust, Knospenbrust)

Die tubuläre Brust ist gekennzeichnet durch eine schmale Basis sowie eine vergrösserte und aufgrund einer Bindegewebsschwäche ausgedehnte Brustwarze. Das Brustvolumen kann vermindert, normal oder vermehrt sein.