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Es gibt sehr viele unterschiedliche Brusttumoren. Entsprechend unterschiedlich muss auch die anschließende Behandlung individuell geplant und durchgeführt werden. Die Tumorgröße ist nicht das entscheidende Kriterium für die Bösartigkeit eines Tumors.
Brustkrebs entsteht meist in den Milchgängen der Brust, manchmal auch in den sogenannten Drüsenläppchen. Befindet sich der Tumor noch ausschließlich in den Milchgängen, liegt eine gute Prognose vor. Hat der Tumor jedoch die Drüsengänge durchbrochen, können sich die Tumorzellen über das die Brust durchziehende Lymphsystem weiter ausbreiten und Metastasen in den Lymphknoten der Achselhöhle bilden. In diesem Fall müssen auch diese Lymphknoten untersucht werden.
Das häufigste Krankheitszeichen ist ein tastbarer Knoten in der Brust, der sich derb anfühlt. Andere Zeichen können eine Hautrötung, Hauteinziehungen, eine Einziehung der Brustwarze oder eine blutige Sekretion aus der Brustwarze sein. Nur ganz selten sind Brustschmerzen ein erstes Anzeichen von Brustkrebs.
Jede tastbare Veränderung der Brust soll einem Frauenarzt gezeigt und allenfalls weiter abgeklärt werden, da es sich um einen Brustkrebs (Mammakarzinom) handeln könnte. Die weiteren Abklärungen können über unsere Brustsprechstunde organisiert und durchgeführt werden. Diese beinhalten das Anfertigen einer Mammographie und eines Ultraschalls der Brust. Sicherheit oder die Diagnose eines Brustkrebs gibt allerdings häufig erst die mikroskopische Untersuchung von aus der verdächtigen Stelle entnommenem Gewebe (Biospie).
Weitere Informationen zur Abklärung finden Sie im Kapital Diagnostik.
Wichtig für die Prognose ist die frühzeitige Entdeckung und Behandlung eines Knotens in der Brust. Jede Frau sollte zur Vorsorge ihrem Brust einmal pro Monat (am Ende der Monatsblutung) untersuchen. Frauen ab dem 50. Lebensjahr wird die Mammographie alle zwei Jahre empfohlen.
Die Behandlung umfasst das Entfernen des Brustknotens sowie die Entnahme von Lymphknoten aus der Achselhöhle. Wenn immer möglich führen wir die schonende Wächterlymphknoten-Operation (Sentinel Lymphknoten Operation) durch. Wird die Operation brusterhaltend ausgeführt, muss die Brust im Anschluss bestrahlt werden. Manchmal muss auch eine Chemotherapie empfohlen werden. Da das Wachstum vieler Brustkrebszellen durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen stimuliert wird (hormonabhängiger Brustkrebs), können viele Frauen von einer anti-hormonellen Therapie profitieren.
Weiter Informationen zur Behandlung von Brustkrebs finden Sie im Kapitel Therapie.