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Zysten sind häufig und harmlos. Es handelt sich hierbei um einen Sekretstau in den Drüsengängen mit Ausbildung eines Hohlraumes, der oft als prallelastischer Knoten tastbar ist. Häufig verschwindet die Zyste spontan. Die Diagnose erfolgt durch Ultraschall. Falls die Zyste störend, schmerzhaft oder sehr gross ist, wird sie mittels Punktion mit einer feinen Nadel entleert und die Flüssigkeit untersucht.
Ein Fibroadenom tastet sich meist als relativ derber, gut verschieblicher Knoten. Es entsteht durch eine gutartige, knotige Vermehrung von Binde- und Drüsengewebe der Brust. Eine bösartige Entwicklung ist äusserst selten. Sein Wachstum wird durch Hormone (Oestrogene) beeinflusst, weshalb es v.a. bei jungen Frauen auftritt. Die Diagnose erfolgt durch Ultraschall. Eine Biopsie ist nicht zwingend nötig, sollte aber sicher vorgenommen werden bei Unsicherheit in der Bildgebung oder falls eine operative Entfernung geplant ist. Ein Fibroadenom sollte regelmässig auf sein Wachstum kontrolliert werden. Ab einer gewissen Grösse bzw. Grössenzunahme ist die Entfernung empfohlen. Dies kann für kleine Befunde bis 2 cm Grösse durch einen minimal-invasiven Eingriff (Vakuumbiopsie) oder für grössere Knoten durch eine Operation erfolgen. Auch wenn ein Fibroadenom stört oder die Frau beunruhigt, kann es entfernt werden.
Hierbei handelt es sich um einen gutartigen, weichen Fettgewebsknoten, der sich meistens weich tastet und mit dem Ultraschall dargestellt werden kann. Ein Lipom muss nicht entfernt werden. Eine Biopsie ist nur bei Unsicherheit in der Bildgebung oder vor einer operativen Entfernung nötig.
Ein Milchgangspapillom ist eine Wucherung der die Milchgänge auskleidenden Drüsenzellen und äussert sich meist als bräunlich-blutige Sekretion aus einer Brustwarze. Es kann, allerdings selten, bösartig sein und sollte deshalb vollständig mittels minimal-invasiven Eingriff (Vakuumbiopsie) oder einer Operation entfernt werden. Die Darstellung eines Papilloms erfolgt mittels Ultraschall und gegebenenfalls Galaktographie (Röntgen-Darstellung der Milchgänge mit Einspritzen von Kontrastmittel).
Eine knotige Vermehrung des Brust-Bindegewebes nennt man eine fibrozystische Mastopathie. Gleichzeitig kann es zur Ausbildung harmloser Zysten kommen. Meist tritt die fibrozystische Mastopathie beidseits auf und führt zu knotigen und oft schmerzenden Brüsten. Viele Frauen sind hiervon betroffen. Die Ausprägung der fibrozystischen Mastopathie wird durch körpereigene Hormone beeinflusst, deshalb tritt sie vor allem bei Frauen vor den Wechseljahren auf und die Beschwerden sind jeweils vor der Periode am stärksten.
Die Erkrankung ist an und für sich harmlos, bei sehr knotigem Drüsenkörper aber ist die Beurteilbarkeit erschwert, weshalb grosszügig Kontrollen (Tastuntersuchung, Mammographie, Ultraschall) und bei Unsicherheit eine Biopsie vorgenommen werden. Oft ist die ganze Brust von vielen kleinen Knötchen durchsetzt. Diese können wechselhaft an verschiedenen Stellen auftreten und wieder verschwinden. Eine operative Entfernung eines Knötchens ist somit selten sinnvoll. Mit Hormongel, Medikamenten auf pflanzlicher Basis (Nachtkerzenöl oder Mönchspfeffer) oder einer Antihormontherapie können bei vielen Frauen die Beschwerden gelindert werden.
Die Mastodynie ist ein Überbegriff für diffuse Schmerzen und Spannung in der Brust, meist beidseits. Die Beschwerden können hormonabhängig sein und dann vor allem vor der Periode auftreten. Sie kann durch eine fibrozystische Mastopathie bedingt sein. Die Therapie ist dieselbe. Auch eine Hormonregulation durch eine Antibabypille und Anpassung eines gut sitzenden BHs kann hilfreich sein.
Eine Sekretion aus der Brustwarze kann in verschiedenen Formen auftreten: Ein- oder beidseitig, klar, milchig, grünlich oder blutig. Es liegen verschiedene Ursachen zugrunde. Sie kann im Rahmen einer harmlosen fibrozystischen Mastopathie oder bei einem Milchgangspapillom auftreten. Auch bei einer erhöhten Prolaktinproduktion, dem Hormon, das für die Milchbildung in der Brust verantwortlich ist, kann es zu einer Sekretion kommen. Eine bösartige Veränderung kann vor allem eine einseitige blutige Sekretion verursachen. Aus diesem Grund muss bei einer einseitigen, blutigen Sekretion die Ursache auf jeden Fall abgeklärt werden. Hierfür werden Zellen aus dem Sekret sowie der Prolaktinwert im Blut untersucht. Zusätzlich muss eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Brust ausserhalb der Schwangerschaft und Stillzeit. Die Brust ist dabei fleckig gerötet und überwärmt. Häufig lässt sich auch eine Verhärtung tasten. Die Entzündung kann durch Bakterien verursacht werden, häufig bleibt die Ursache aber auch unbekannt. Eine Mastitis tritt gehäuft bei Raucherinnen auf. Ein bösartiges Geschehen muss ausgeschlossen werden. Therapiert wird mit entzündungshemmenden Umschlägen und wenn notwendig mit Antibiotika. Bei Abszessbildung (Eiteransammlung) muss dieser mittels Punktion oder Operation entfernt werden.
Eine Brustentzündung kann während der fortgeschrittenen Schwangerschaft und vor allem während der Stillzeit auftreten. Ursache sind Bakterien, die sich insbesondere bei einem Milchstau in den Milchgängen ansiedeln. Wichtig ist deshalb eine gute Pflege und Entleerung der Brust beim Stillen. Weitere Massnahmen sind kühlende und entzündungshemmende Umschläge. Sollte darunter keine Besserung erfolgen sind stillverträgliche Antibiotika nötig. Auch hier kann ein Abszess auftreten, welcher entleert werden muss.
Es gibt noch andere, seltenere gutartige Knoten wie zum Beispiel das Hamartom oder der Phylloidestumor der Brust. Diese Knoten müssen wegen raschen Wachstum und gelegentlich bösartiger Entwicklung entfernt werden. Eine individuelle Beratung hierzu erfolgt in unserer Brustsprechstunde.