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Viele Operationen, welche bis dahin nur durch einen Bauchschnitt möglich waren, können nun via Laparoskopie minimal invasiv durchgeführt werden.
In einigen Fällen können chirurgische Therapien durch die Endoskopie (Darm, Magen) oder durch Katheter (Gefässe) ganz ersetzt werden.
In der Gynäkologie werden operative Eingriffe, welche früher nur mit einem Bauchschnitt durchgeführt wurden, heute durch die Laparoskopie, Hysteroskopie und durch vaginale Operationen ersetzt.
Das neueste Beispiel ist die schonende blutungsfreie Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) durch Bauchspiegelung. Die Technik und ein spezielles Instrument wurden am Kantonsspital Baden unter der Leitung von Prof. Dr. M. K. Hohl entwickelt.
Diese moderne Technik ermöglicht uns einen schonenden Zugang zu Uterus (Gebärmutter), Ovarien (Eierstöcke) und dem Beckenboden. Neben der Gebärmutterentfernung gelingt es damit auch, ausgeprägte Inkontinenz und/oder Senkungsbeschwerden zu behandeln. Erfahrene Operateure ermöglichen eine Rekonstruktion des Beckenbodens, z.B. eine Fixation der Scheide mittels eines Kunststoffnetzes (Sacropexie) oder auch die Aufhängung des Blasenhalses (Kolposuspension). Durch die "Schlüssellochchirurgie" sind postoperative Schmerzen eine Seltenheit, und die Dauer der Hospitalisation und Rekonvaleszenz ist deutlich verkürzt.
Der Zugang zu den weiblichen Geschlechtsorganen durch die Vagina hat zwei Vorteile:
Viele Operationen mit Organentfernung (z.B. Hysterektomie) können vaginal durchgeführt werden, wenn der Zugang gross genug ist und das Organ nicht zu gross ist. Abdominelle Inkontinenzoperationen (z.B. TVT-Bandeinlage) können durch vaginale Eingriffe ersetzt werden. Einzig die Eierstöcke (Ovarien) und die Eileiter (Tuben) sind vaginal schlecht zugänglich.