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Die Entstehung der Vestibulitis Vulvae ist nach wie vor unklar. Die Haut am Scheideneingang ist im Gegensatz zur übrigen Haut nur sehr schlecht verhornt und ist deshalb sehr empfindlich auf mechanische und chemische Reize. Wiederholte Infektionen, die Einnahme eines Ovulationshemmers mitmöglicher Veränderung der Haut, topische Steroide, früher regelmässiger Geschlechtsverkehr, Geburten, erhöhte Kaliumempfindlichkeit, genetische Prädisposition, Vaginismus, erhöhte Aktivität des Sympathikus, autonomer Schmerzmechanismus und psychologische Faktoren sowie autoimmune Prozesse werden für die Entstehung verantwortlich gemacht.
Häufigstes Symptom der Vestibulitis Vulvae sind Schmerzen am Scheideneingang, welche sich bei Berührung, Geschlechtsverkehr oder auch zum Beispiel beim Einführen eines Tampons bemerkbar machen. Weitere Symptome sind Brennen oder Juckreiz sowie störender Fluor. Ebenso treten diese Beschwerden auch bei sportlichen Aktivitäten auf.
Typisches Erscheinungsbild bei Vestibulitis Vulvae ist eine Rötung am Scheideneingang. Diese Region ist sehr druck- und schmerzempfindlich. Auch bei leichtem Dehnen kommt es sehr oft zu schmerzhaften Rissbildungen, die nur sehr schlecht wieder abheilen.
Nach einer individuell angepassten, modifizierten Vestibulektomie und einer Wundheilungszeit von durchschnittlich sechs Wochen konnte anhand einer eigenen Studie in über 90% der Patientinnen ein zufriedenstellendes Resultat erreicht werden mit in den meisten Fällen völligem Verschwinden der Beschwerden (siehe Vortrag von Prof. Hohl).
Man muss wissen, dass nicht alle Schmerzprobleme von dem Vestibulitis Vulvae Syndrom verursacht werden. Davon abgrenzen muss man die sogenannten Vulvadystrophien, Vulvadermatosen und das grosseFeld der Vulvodynie. Die beste Gewähr vor Falschdiagnosen mit falschen Therapien ist die Beurteilung durch Spezialisten, welcheErfahrungen auf diesem Gebiet haben.