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Lifestyle und Kinderwunsch

Lässt sich durch eine gesunde Lebensweise auch die Fruchtbarkeit beeinflussen?

Nikotin und Alkohol

Mehrere Studien konnten mittlerweile klar belegen, dass das Rauchen sowohl für die männlichen als auch für die weiblichen Keimzellen schädlich ist, da es eine toxische Wirkung auf das Erbgut dieser Zellen hat.

Gleichzeitig bewirkt regelmässiges Rauchen einen oxidativen Stress in der Eizellreifungsphase, der sich negativ auf das Eibläschchenwachstum auswirken kann. In der Eibläschenflüssigkeit lässt sich eine erhöhte Konzentration eines Abbauproduktes des Nikotins messen. Beim Mann führen die Abbauprodukte des Nikotins zudem zu einer reduzierten Spermiendichte und senken deren Beweglichkeit.

Studien zeigen auch, dass regelmässiger Alkoholkomsum  die Fertilität beeinträchtigen kann, vor allem bei Frauen über 30 Jahren.

Vor einer Therapie wäre es daher entscheidend, mit dem Rauchen wenn immer möglich aufzuhören, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.                  

Übergewicht

Leidet eine Frau unter Übergewicht, kann dies zu einer Hormonstörung führen. Dies kann den Eisprung negativ beeinflussen, d.h. es findet kein Eireifung statt.

Durch das Hormonungleichgewicht besteht ein Mangel an weiblichem Geschlechtshormon (Oestrogene) und ein Überwiegen an männlichem Hormon (Androgene). Das Übergewicht kann auch eine Überproduktion von Insulin zur Folge haben, dies kann auch zu einem unregelmässigen Eisprung führen. Eine wirksame Möglichkeit ist die Gewichtsabnahme, um den Hormonspiegel der Oestrogene und der Androgene sowie den Insulinspiegel zu normalisieren, dies verbessert die Fruchtbarkeit.

Gewichtsreduktion sollte unter ärztlicher Kontrolle stattfinden. Eine Normalisierung des Körpergewichts ist auch eine gute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft, da das Übergewicht ein Risikofaktor für Komplikationen (Schwangerschaftsdiabetes, erhöhter Blutdruck) während einer Schwangerschaft darstellt.

Zusätzlich steigert eine Gewichtsreduktion Ihr Wohlbefinden, Sie fühlen sich ausgeglichener, leben einen normalen Zyklus und haben dadurch eine verbesserte Chance schwanger zu werden.

Untergewicht

Ein starker Gewichtsverlust oder Krankheiten wie Magersucht (Anorexia nervosa) oder willkürliches Erbrechen (Bulimie) können einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit einer Frau haben.

Die Hormonachse führt zu einer verminderten GnRH-Produktion, dadurch wird der Eisprung unregelmässig, es kann sogar zu einem Ausbleiben der Periode kommen. Eine zu starke körperliche Aktivität (z.B. Leistungssport) kann das Hormongleichgewicht auch negativ beeinflussen.

Liegt die Krankheit einer Anorexie oder Bulimie vor, sollte sicher eine psychologische, evtl. psychiatrische Therapie zur Unterstützung begonnen werden. Zeigt sich ein Erreichen des Normalgewichtes und kann dies auch längere Zeit gehalten werden, kann eine unterstützende Sterilitätstherapie begonnen werden, und die Erfolgsaussichten bessern sich bei Normalisierung des Körpergewichts.

Stress und Psyche

Wie weit Stressfaktoren an der Ursache einer Sterilität beteiligt sind, ist schwer abzuschätzen - Lesen Sie hier weiter