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Vor den Wechseljahren haben Frauen im Vergleich zu Männern ein viel geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt, Hirnschlag). Nach der Menopause beobachtet man bei ihnen eine deutliche Zunahme dieser Krankheitsbilder. Die Hormonersatztherapie bringt herzgesunden Frauen für die Dauer der Einnahme und die folgenden zwei Jahre eine Risikoverminderung (ca. 35% bei alleiniger Östrogensubstitution), bei kombinierter Östrogen-Progesteron-Therapie und bei herzkranken Frauen sind die Ergebnisse weniger positiv.
Auf der anderen Seite wird eine dreifache Risikoerhöhung für venöse Thromboembolien beobachtet, die v.a. für Frauen mit bekannter Herzerkrankung relevant ist. Es ist empfehlenswert, vor grösseren Operationen oder bei länger dauernder Immobilisation (Bettlägrigkeit) die Hormonersatztherapie zu unterbrechen.