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Hormone und ihre Alternativen

Es gibt verschiedene homöopathische Mittel zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden. Als Hauptwirkstoffe enthalten sie Sepia, Cimicifuga, Lachesis, Sanguinaria. Sie werden eingesetzt, um Schlafstörungen, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu behandeln, wirken aber nicht zur Prophylaxe von Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc.

Anders die Phytoöstrogene. Hauptquellen sind Lignane (höchste Konzentrationen in ölhaltigen Samen z.B. Leinsamen, aber auch Getreidekleie, ganze Getreidekörner, Gemüse und Hülsenfrüchte) und Isoflavone (hohe Konzentrationen in Sojabohnen und -produkten, Kichererbsen, Weidegras, Klee). Beide Stoffe sind in Kuhmilch enthalten. Phytoöstrogene wirken zusätzlich krebshemmend und antientzündlich. Behandlungen mit Phytoöstrogenen sind sicher sehr zukunftsträchtig, es gibt z.Z. allerdings weder konkrete Ernährungsempfehlungen noch medikamentöse Angebote.

Hormonersatztherapien mit Oestrogenen allein (nur für Frauen nach Gebärmutterentfernung) oder Kombinationen von Oestrogenen und Progesteron sind heute medizinischer Standard. Es gibt sie in Tablettenform, als Pflaster oder als Hautgel. Für welche Anwendungsart Sie sich entscheiden, ist meistens Geschmacksache.

Bei der Mehrzahl der Präparate haben Sie weiterhin monatlich eine Periodenblutung, es gibt aber auch Zusammensetzungen, die keine Blutungen mehr hervorrufen. Hormonersatztherapien wirken ausgezeichnet bei allen sog. Wechseljahrsbeschwerden und haben bei langfristiger Anwendung einen prophylaktischen Effekt auf Knochenschwund (Osteoporose) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.