Rettung & Ambulanz: 144 | Telefonzentrale: 056 486 21 11 Für Patienten Für Zuweiser Für Besucher A-Z

Osteoporose

Die maximale Knochenmasse ist mit ca. 35 Jahren erreicht, danach nimmt die Knochensubstanz langsam ab. Nach der Menopause verläuft dieser Prozess bei Frauen deutlich schneller als bei Männern, das liegt am Wegfall der Oestrogene. Daher sind Frauen im Alter wesentlich häufiger von Knochenbrüchigkeit betroffen als Männer.

Typische durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche sind handgelenksnahe Brüche, Wirbelbrüche besonders im Bereich des Brustkorbs, die zu Schmerzen, Abnahme der Körpergrösse und Buckelbildung führen, sowie Schenkelhalsbrüche im hohen Alter.

Ein besonders grosses Risiko haben Frauen, deren Menopause vor dem 40. Lebensjahr eingesetzt hat, deren Mütter oder Grossmütter im Alter kleiner wurden, die in jüngeren Jahren längere Ausfälle der Periodenblutung hatten sowie Raucherinnen.

Es gibt die Möglichkeit, Knochendichtemessungen durchzuführen, um festzustellen, ob ein beschleunigter Knochenabbau vorliegt. Oestrogene in Kombination mit Kalzium bremsen die Abnahme der Knochendichte und führen gelegentlich sogar zu einer Zunahme. Sie werden typischerweise prophylaktisch eingesetzt, da zu Beginn einer Hormonersatztherapie nicht bekannt ist, wer später evtl. einen Knochenbruch erleidet.

Eine Prophylaxe mit Hormonen sollte über mindestens sieben Jahre erfolgen. Weitere Vorsorgemassnahmen sind sportliche Betätigung und kalziumreiche Ernährung. Alternativen zur Hormonersatztherapie gibt es verschiedene, sie setzen allerdings erst dann ein, wenn bereits eine manifeste Osteoporose vorliegt.

Wie hoch ist Ihr persönliches Osteoporose-Risiko?

Risikofaktoren

  • schon länger keine Menstruation mehr
  • Rauchen
  • schlanke Statur
  • blonde Haarfarbe
  • helle, blasse Haut
  • langzeitige Cortisonbehandlung
  • Familienangehörige mit Osteoporose