Vor jeder Anästhesie führt eine Anästhesieärztin/ein Anästhesiearzt ein persönliches Gespräch mit Ihnen, um das beste Anästhesieverfahren festzulegen und den Ablauf zu besprechen. Nach ambulanten Operationen können Sie noch am selben Tag entlassen werden. Sie müssen sich in diesem Fall von einer Begleitperson nach Hause begleiten lassen und sollten bis zum nächsten Tag nicht selbstständig am Strassenverkehr teilnehmen, keine wichtigen Entscheidungen treffen und keinen Alkohol trinken.
Bei vielen Operationen besteht die Möglichkeit, nur den Körperabschnitt schmerzunempfindlich zu machen, der operiert werden muss. Bei vielen gynäkologischen Operationen, wo die Operation nur im kleinen Becken stattfindet, ist dieses mit einer rückenmarksnahen Anästhesie möglich (Schema Spinalanästhesie). Ein Medikament zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhesiemittel) wird in die Flüssigkeit um das Rückenmark herum (Spinalanästhesie) oder in den Spalt zwischen Rückenmark und Wirbelkanal (Epidural- oder Periduralanästhesie) gespritzt. Für eine bestimmte Zeit werden die dadurch schmerzfrei gemachten Körperteile zuerst warm, dann gefühllos und können nicht mehr bewegt werden. Während einer solchen Teilnarkose können Sie wach sein, über Kopfhörer Musik hören oder mittels Schlafmittel vor sich hin schlummern. Bei ungenügender Wirkung einer Regionalanästhesie können jederzeit Schmerzmittel zugefügt oder auch eine Vollnarkose eingeleitet werden.
Bei grossen operativen Eingriffen können beide Anästhesieverfahren miteinander kombiniert und gleichzeitig angewendet werden, um die Schmerzbehandlung nach der Operation zu erleichtern.