Eine sehr geringe Menge eines radioaktiven Medikamentes, eines so genannten Radiopharmakons, wird in eine Armvene gespritzt (Injektion), seltener auch als Kapsel geschluckt oder per Inhalationsgerät eingeatmet.
In Einzelfällen wird es auch unter die Haut oder bei einer Liquorraum-Untersuchung in den Rückenmarkskanal injiziert.
Je nach Art des gewählten Radiopharmakons reichert sich dieses in dem Organ bzw. Gewebe, das untersucht werden soll, an und sendet Strahlen aus, die von einem geeigneten Detektor, wie zum Beispiel einer Gammakamera, aufgenommen werden.
Diese aufgenommenen Strahlen können in Verbindung mit einem Computer als zweidimensionale Bilder (Szintigramme) dargestellt werden. Auch das Erstellen von Querschnittsbildern der zu untersuchenden Körperregionen ist so möglich (
Single-
Photon-
Emission-
Tomographie [SPECT]- oder
Positronen-
Emissions-
Tomigraphie [PET]- Untersuchung).
Die Wartezeit, zwischen Verabreichung des Radiopharmakons und den Aufnahmen, hängt von der Art der Untersuchung ab. Sie kann wenige Minuten bis zu mehreren Stunden dauern. Bei manchen Untersuchungen kann auch eine Wiederholung am darauf folgenden Tag notwendig sein.