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Das Biopsiegewebe trifft bei uns ein, Patientendaten werden erfasst, Auftragsnummern vergeben und das Untersuchungsgut mit Nummern versehen.
Es folgt die makroskopische Beurteilung, d.h. das Gewebe wird gemessen, gewogen, beschrieben und dünn zugeschnitten.
werden ausgesucht, in Kassetten gelegt, über Nacht entwässert und mit Paraffinwachs durchtränkt.
Das Gewebe wird in Paraffinblöcke gegossen. Diese werden anschliessend auf Kühlplatten abgekühlt.
Aus den gekühlten Paraffinblöcken werden mit dem Mikrotom ca. 2 bis 3 µm dünne Scheibchen geschnitten. Diese werden dann mittels Wasserbad gestreckt und auf die Glasobjektträger aufgezogen. Anschliessend erfolgen die histologischen Färbungen.
Die gefärbten Schnitte werden mit dem Laborbegleitformular, das die makroskopische Beschreibung und die Vorbefunde enthält, zur mikroskopischen Diagnosestellung dem Arzt weitergeleitet.
Die Ärzte befunden die Präparate am Mikroskop und diktieren die Diagnose. Schwierige Fälle werden im Ärzteteam am Diskussionsmikroskop gemeinsam angeschaut und diskutiert.
Die diktierten Diagnosen werden laufend vom Sekretariat geschrieben und von den Ärzten / Ärztinnen visiert. Die Berichte werden per Post versandt. Krebsbefunde werden sofort per Fax an den behandelnden Arzt weitergeleitet.
Intraoperative Schnellschnittuntersuchungen werden hauptsächlich durchgeführt, um die Art des Befundes (Tumor, Entzündung, Degeneration), Dignität eines Tumors (bös- oder gutartig) oder die Vollständigkeit der chirurgischen Entfernung einer Veränderung feststellen zu können. Die Schnellschnittuntersuchung erlaubt es dem Operateur über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Das Untersuchungsmaterial kommt frisch zur Untersuchung. Nach dem Tiefgefrieren auf ca. -24°C können vom Gewebe dünne Schnitte von 6 bis 8 µm angefertigt werden. Anschliessend werden die Gewebeschnitte auf den Objektträgern gefärbt, mit Deckplättchen versehen und dem Pathologen zur mikroskopischen Diagnosestellung weitergeleitet. Bis zur Mitteilung an den operierenden Arzt vergehen etwa 15 bis 20 Minuten.
Das Gewebe wird nachträglich fixiert und wie ein Routineschnittpräparat aufgearbeitet.
Diese Untersuchung erlaubt es, mittels Antikörper, die an Proteinen im Gewebe und Zellmaterial binden, zellspezifische Eigenschaften zu erkennen und so eine spezifische Diagnose zu stellen. Des Weiteren erlaubt diese Methode Aussagen bezüglich Prognose der Erkrankung und/oder Therapieansprechbarkeit von Tumoren.
Beispiel einer immunhistochemischen Untersuchung an einem Darmtumor. Es lässt sich mikroskopisch eine braun-schwarze Immunreaktion im Tumor erkennen.
Bei dieser molekularpathologischen Methode werden mit chemischen Farbstoffen markierte DNA-Sonden verwendet, die spezifisch an bestimmte Genbereiche binden. Genvermehrungen (Amplifikationen) oder eine Ortsveränderung von Chromosomenabschnitten (Translokationen) können so festgestellt werden und haben therapeutische und diagnostische Bedeutung.
Das Untersuchungsspektrum der Pathologie KSB umfasst das Mammakarzinom, Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) und diverse Weichteiltumoren.
Beispiel einer FISH Untersuchung mit Amplifikation des sog. HER-2 Gens im Brustkrebsgewebe. Die grünen Signale repräsentieren die Chromosomen, die roten Signale die stark vermehrten HER-2-Gene.
Mit dieser molekularpathologischen Methode kann Erbsubstanz (DNA) millionenfach vervielfältigt und auf Veränderungen (sogenannte Mutationen) untersucht werden. Aktuelle Einsatzgebiete finden sich beim fortgeschrittenen Dickdarmkrebs, beim Lungenkarzinom, bei Melanomen und bei sog. gastrointestinalen Stromatumoren. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten gibt es durch den Einsatz von therapeutischen Antikörpern und sog. kleinen Molekülen eine Behandlungsmöglichkeit. Die Untersuchung diverser Gene auf Mutationen mittels PCR spielt als Marker für das Ansprechen dieser Therapie eine entscheidende Rolle. Mit der Mutationsuntersuchung im Krebsgewebe können die Patienten herausgefiltert werden, deren Tumoren potentiell auf eine Therapie ansprechen könnten. Dadurch können auch unwirksame und möglicherweise schädliche Therapieversuche vermieden werden. Wir bieten diese PCR-Tests routinemässig an.
Die Abbildung zeigt eine DNA-Sequenz mit dem Nachweis einer Punktmutation im KRAS-Gen (Bereich eingekreist)