Ausbildung

Die Ausbildung angehender Berufskolleginnen und –kollegen ist uns wichtig, weshalb wir eng mit den entsprechenden Fachhochschulen zusammenarbeiten. Das bestehende Team wird regelmässig ergänzt durch Studierende der Berner Fachhochschule sowie der Fernfachhochschule Schweiz, welche einen Teil ihrer praktischen Ausbildung im Studiengang Ernährung und Diätetik am KSB absolvieren.

Kurzpraktika

Die Studierenden der Berner Fachhochschule werden hauptsächlich durch Ursula Schulz betreut, die Studierenden der Fernfachhochschule von Nadja Greub.

Wir bieten folgende Praktika an:

- BFH: PM 3, PM 4, PM 5, PM 6

- FFHS: PM 1, PM 2

Vor dem Praktikum machen wir einen Termin mit den Studierenden ab, um uns gegenseitig kennenzulernen und die Aufträge vorgängig abzusprechen.

Die Studierenden haben bei uns sehr viele Lernmöglichkeiten:

Stationäre Ernährungstherapien zusehen, in Begleitung oder selbständig durchführen zu folgenden Hauptthemen: Akutgeriatrie, Palliativ, Onkologie, Mangelernährung, Chirurgie (Stoma, Whipple) usw.

Nebst der stationären Arbeit gibt es die Möglichkeit, bei verschiedenen ambulanten Beratungen zuzuhören, diese danach in Begleitung und selbständig durchzuführen. Die Hauptthemen hier sind: Adipositas, Diabetes Typ 2, Gestationsdiabetes, Bariatrie, Unverträglichkeiten, Nephrologie.

Es gibt Gelegenheit, an einer Dialysevisite, verschiedenen interdisziplinären Rapporten, dem Adipositasboard oder weiteren Terminen teilzunehmen.

In verschiedenen anderen Berufsgruppen kann man einen halben Tag schnuppern, beispielsweise Diabetesberatung, Logopädie, Stomaberatung, Diätküche, Pflege oder sogar bei einer Operation live dabei sein.

Die Aufträge, die neben dem Arbeitsalltag gemacht werden sind sehr vielseitig. Von Schemen erarbeiten über Literaturrecherchen mit Vorstellung fürs Team, einen Auftrag für die Ernährungskomission vorbereiten (z.B. Evaluation des Trinknahrungsangebotes) bis zu Konzepte evaluieren, Menüs berechnen, Standards erstellen und vieles mehr.

Es besteht die Möglichkeit, ein Personalzimmer oder einen Parkplatz zu mieten. Die Bushaltestelle Dättwil ist gleich vor dem Eingang des KSB. Für das Mittagessen steht die Mensa zur Verfügung, hier stehen auch Mikrowellen für mitgebrachtes Essen zur Verfügung.

Zusatzmodul B/C

Die Studierenden im Zusatzmodul werden von Romana Stöckli oder Ursula Schulz betreut.

Wir bieten zwei Praktikumsstellen für ein Zusatzmodul B oder C an. Der Beginn und das Arbeitspensum (80-100%) werden in Absprache vereinbart.

Das Zusatzmodul wir mit der betreuenden Person in „Schwerpunktwochen“ eingeteilt. So können verschiedene Gebiete im stationären aber auch ambulanten Gebiet vertieft werden.

Daneben gibt es die Möglichkeit, Aufträge oder grössere Projekte durchzuführen, sei es einen Auftrag für die Ernährungskomission vorbereiten (z.B. Vorbereitung der Aufnahme eines neuen Produkts ins Sortiment), interne Richtlinien erstellen, Schemen erarbeiten und vieles mehr.

Nebst der täglichen Arbeit kann ein Einblick in verschiedene andere Bereiche geplant werden, beispielsweise Diabetesberatung, Logopädie, Stomaberatung, Diätküche, Pflege oder sogar bei einer Operation live dabei sein.

Es besteht die Möglichkeit, ein Personalzimmer oder einen Parkplatz zu mieten. Die Bushaltestelle Dättwil ist gleich vor dem Eingang des KSB. Für das Mittagessen steht die Mensa zur Verfügung, hier stehen auch Mikrowellen für mitgebrachtes Essen zur Verfügung.

Beiträge der letzten Studierenden

April 2020: Joelle Elsenhans, BFH Praktikantin

Während 7 Wochen durfte ich im Rahmen des Studiums an der Berner Fachhochschule ein Praktikum in der Ernährungsberatung im KSB absolvieren. Bereits in früheren Praktika des Studiums war ich in diversen Spitälern und Kliniken, daher fand ich den Einstieg in den Spitalalltag ziemlich schnell. Dabei geholfen hat aber auch ein aufgeschlossenes und hilfsbereites Team. Nach guter Einführung in den ambulanten und stationären Alltag durfte ich schnell Ernährungsberatungen und Ernährungstherapien selbständig durchführen, was fordernd und lehrreich war. Die Praktikumszeit hat mir sehr gut gefallen, wurde dann aber leider abrupt durch den Einbruch des Coronavirus verändert. So verbrachte ich die letzten 2 Wochen im Homeoffice, wo ich viele Schemen und Hilfsmittel für das Team erarbeiten konnte. Vielen Dank an das gesamte Team für die lehrreiche und schöne Praktikumszeit.

Januar 2020: Angelika Hangartner, FFHS Praktikantin, PM 2

Im Rahmen meines Studiums zur Ernährungsberaterin an der FFHS habe ich im KS Baden meine zweite Praxisausbildung und gleichzeitig die erste klinische Praxisausbildung zu 50% während sechs Monaten absolvieren dürfen. Zuvor konnte ich ein halbes Jahr in der Gesundheitsprävention des Kanton-Basellandschaft Erfahrungen im Bereich gesunder und nachhaltiger Ernährung sammeln. Mit dem für mich erstmaligen Einblick und Wechsel in die Klinik waren die ersten Wochen geprägt von sehr viel Neuem. Das hiess für mich, das Einfinden in eine andere Arbeitswelt mit neuen Arbeitsabläufen und Arbeitshilfsmitteln wie beispielsweise das Krankenhaus-interne-Computer-System. Während etwa zwei Wochen wurde ich von der für mich zuständigen Betreuungsperson eingeführt. Schon bald durfte ich selbständig arbeiten und zu Beginn vor allem Patienten betreuen mit Mangelernährung oder solche, welche dem Palliativ-Komplex-Programm angehörten. Ich sehe es als grossen Vorteil für die Studierenden im KSB, dass selbständiges Arbeiten gefördert wird. So ist es möglich, wertvolle Lernfortschritte zu erlangen bei der Betreuung von Patienten, beim Dokumentieren und bei der interprofessionellen Zusammenarbeit. Ein Highlight während meiner Ausbildungszeit war die Betreuung eines Kindes mit frühkindlichem Autismus, welches seit einigen Monaten nur noch Cracker gegessen hatte und stationär nun ergänzend mittels einer nasogastralen Magensonde bedarfsdeckend ernährt werden sollte. Hier durfte ich selbständig Gespräche mit dem Chefarzt und der Assistenzärztin führen über den Kostaufbau mit der enteralen Ernährung. Zudem musste ich das betreffende Produkt über den zentralen Einkauf zuerst beim Lieferanten beschaffen. Damit das Kind über die Festtage nach Hause konnte, kümmerte ich mich schliesslich um die Kostengutsprache der Krankenkasse sowie um eine Schulung der Eltern bezüglich der künstlichen Ernährung für ihr Kind. Vielen Dank dem Ernährungsberater Team für die gute Ausbildungszeit.

Sommer 2019: Manuela Rossi, Studentin der Fernfachhochschule FFHS im PM 2

Als Studentin der FFHS hat man erst im Abschlussjahr 2 grosse Praktika. Ich war in meinem zweiten Praktikum fünf Monate im Kantonspital Baden und habe die Zeit hier genossen. Dies war mein erster Einsatz in einer Klinik und deshalb war am Anfang alles neu. Das Team hat mich gut unterstützt und mir geholfen, mich schnell zurechtzufinden. Als Kantonsspital bietet sich hier die Gelegenheit ein grosses Spektrum an Fällen zu sehen. Anfangs war ich hauptsächlich im Rahmen vom Akutgeriatrie-Komplex-Programm im Themenbereich Mangelernährung unterwegs. Hinzu kamen Fälle im Bereich Palliativ-Komplex-Therapie-Programm. Ich hatte die Gelegenheit nach und nach in meinem Tempo weitere Themengebiete einzusehen. So konnte ich bis zum Schluss u.a. erste Erfahrungen mit Allergie-, Stoma-Patienten, Patienten mit Pankreasinsuffizienz und Patienten mit parenteralem Kostaufbau sammeln. Im Kantonsspital Baden ergibt sich aber nicht nur die Gelegenheit stationär zu arbeiten. Hier werden Patienten auch ambulant betreut. Somit konnte ich meine Erfahrungen aus meinem ersten Praktikum im ambulanten Bereich weiter vertiefen. Gestationsdiabetes und Adipositas waren hier die Hauptthemen. Am meisten gefallen haben mir der interdisziplinäre Austausch, die damit verbundene Teilnahme an Rapporten und das hilfsbereite Team. Gelernt habe ich in dieser Zeit sehr viel. Das theoretische Wissen anzuwenden und innerhalb des Klinik-Settings auf all die kleinen Details zu achten, die den Alltag spannend machen, hat mich am Schluss ein grosses Stück weiter in den Praxisalltag gebracht.