Weiterbildung Facharzt Radiologie - Ihr Weg zum Facharzt Radiologie SIWF

Möchten Sie sich zum Facharzt / Fachärztin FMH für Radiologie ausbilden lassen? Das Kantonsspital Baden bietet Ihnen hervorragende Perspektiven zur persönlichen und fachlichen Entwicklung. Wir betreiben Klinik, Lehre und Forschung auf universitärem Niveau in Zusammenarbeit mit dem UniversitätsSpital Zürich und der ETH.

Das Institut für Radiologie, sowie der Bereich für die pädiatrische Radiologie, erfüllen dabei die höchsten Anforderungen der schweizerischen Weiterbildungsordnung und sind von der FMH als Weiterbildungsstätte der Kategorie A für Radiologie gelistet. Der Bereich der diagnostischen Neuroradiologie am KSB ist eine Weiterbildungsstätte der Kategorie B.

Warum Radiologie am Kantonsspital Baden:

  • «Fordern und Fördern». So lautet unser Leitsatz. Assistenzärzte und Assistenzärztinnen (n.f. Assistenzärzte) werden bei uns eng in Einzelanleitung betreut, können aber auch früh Verantwortung übernehmen. Zudem stehen Ihnen neben den klassischen Informationsquellen auch zahlreiche internetbasierte Quellen in Form eines ausgezeichneten Zugangs zu elektronisch geführten Zeitschriften über unsere Bibliothek, auch spezielle radiologische Plattformen wie Radprimer , dem interaktiven Anatomieatlas IMAIOS und STADTdx „diagnostic decision support“ zur Verfügung.
  • Wir begegnen unseren Patienten auf Augenhöhe. Interne Kommunikationskurse für Assistenzärzte sind deshalb Teil der Ausbildung. Das KSB unterstützt Assistenzärzte zudem grosszügig bei der externen Weiterbildung, wie bei der Teilnahme an Kursen und internationalen Kongressen. Auch die Präsentation von eigenen Kongressbeiträgen durch die Assistenzärzte wird unterstützt.
  • Unser Konzept kommt an. Derzeit absolvieren 13 Assistenzärzte am KSB die fünfjährige Ausbildung zum Facharzt. Auch die Möglichkeit zur Durchführung einer Dissertation ist am KSB gegeben.
  • Der Assistenzarztsprecher und seine Stellevertretung stehen stets in engem Kontakt zu der Institutsleitung und vertreten die Anliegen der Assistenzärzte.
  • Wir kommunizieren offen. Im Durchschnitt bewerten die Assistenzärzte die Weiterbildungsqualität am KSB wie folgt: Auswertung Assistentenumfrage
  • Vereinbarkeit ist bei uns nicht nur eine leere Phrase. Dem Institut für Radiologie ist eine familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur sehr wichtig.
  • Ebenfalls bietet das Institut für Radiologie der KSB AG Fellowships in den organbasierten Bereichen an, unter anderem in der pädiatrischen Radiologie, diagnostischen Neuroradiologie, muskuloskelettalen Radiologie, im Female Imaging, in der in interventionellen Radiologie und hybriden Bildgebung.

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Infos zur Weiterbildung Facharzt Radiologie

Dauer

Die Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie dauert 5 Jahre (im Falle eines 80%-Pensums verlängert sich die Dauer entsprechend). Mindestens 1 Jahr der gesamten Weiterbildung muss davon an einer zweiten Weiterbildungsstätte an einem anderen Spital absolviert werden. Praxisassistenz, Forschung und MD/PhD können für den Wechsel berücksichtigt werden.

Ausbildungsinhalte

1. Jahr Grundausbildung:

  • Sonographie
  • Computertomographie
  • Konventionelles Röntgen

2. und 3. Jahr erweiterte Ausbildung:

  • Mammographie
  • Interventionelle Radiologie
  • Neuroradiologie
  • Pädiatrische Radiologie

4. und 5. Jahr: flexible Weiterbildung:

  • Vertiefung der Kenntnisse aus den Rotationen im 1-3. Jahr.
  • zusätzlich Rotationen in den Subspezialisierungen gemäss Organigramm

Auch die gesetzlichen Grundlagen und Ausführungsbestimmungen (Strahlenschutzgesetz, Strahlenschutzverordnung) sind Teil der Ausbildung.

Tutoring System

Jedem/r Assistenzarzt/-ärztin wird ein mit den Abläufen am KSB vertrauter Facharzt für Radiologie als Mentor/Tutor zur Seite gestellt, der seinen Mentee insbesondere in der Einführungsphase jedoch auch später betreut. Der Mentor (ein dem Assistenzarzt / der Assistenznärztin zugewiesene kompetente Lehrkraft für fachspezifische bzw. der Tutor (eine kompetente Kontaktperson für übergeordnete Fragen des AA (Karriereentwicklung etc., in der Regel Chefärztin / Leitende/r Arzt/Ärztin) hält während der Einführungsphase regelmässig Kontakt mit dem/der Auszubildenden und steht für allfällige Anliegen und Probleme zur Verfügung.

Ebenfalls gibt es eine/n Assistenzarztsprecher/-sprecherin, welche/r als der Repräsentant/-in und ständiges Sprachrohr der Assistenzärzte des Instituts für Radiologie für interne und externe Ansprechpartner gilt.

Bewerber aus dem Ausland

Die in der EU-Richtlinie 2005/36 aufgeführten Arztdiplome sind dem eidgenössischen Arztdiplom gleichgestellt. Allerdings müssen Sie ein solches Arztdiplom formal von der Medizinalberufekommission (MEBEKO) anerkennen lassen. Mit der Anerkennung erfolgt automatisch auch die Registrierung im Medizinalberuferegister (MedReg). Gleichzeitig kann der Antrag auf Eintragung der Sprachkompetenzen gestellt werden.

Diplome, die ausserhalb der EU erworben wurden, können unter gewissen Bedingungen über die Anerkennung in einem Mitgliedstaat der EU in der Schweiz "indirekt" anerkannt werden.

Wenn Sie über ein EU-Arztdiplom verfügen und dieses anerkennen lassen möchten sowie Ihre Sprachkenntnisse registrieren lassen möchten, wenden Sie sich an die Medizinalberufekommission (MEBEKO). Wenn Sie Ihr Arztdiplom ausserhalb der EU erworben haben und Sie über eine Anerkennung des Diploms in einem Mitgliedstaat der EU verfügen, wenden Sie sich für eine "indirekte Anerkennung" an die Medizinalberufekommission (MEBEKO).

Verantwortlich für die Weiterbildung
KontaktTelefon / E-Mail
Prof. Dr. Rahel Kubik
Chefärztin Radiologie
+41 56 486 38 02
rahel.kubik@ksb.ch
Dr. med. Olaf Magerkurth
Leiter Pädiatrische Radiologie
+41 56 486 38 12
olaf.magerkurth@ksb.ch

FAQ Radiologie

Prof. Dr. med. Rahel Kubik, Leiterin des Institutes für Radiologie am KSB, beantwortet die häufigsten Fragen zum Facharzt Radiologie.

Welche Rolle spielt die Radiologie im klinischen Alltag?

Die Radiologie steht an der Schnittstelle zu sämtlichen klinischen Fächern. Somit tragen wir Radiologen wesentlich zur Diagnosestellung und Therapieentscheidung bei. Mittlerweile werden 80 Prozent der Diagnosen, für die es früher einen invasiven Eingriff brauchte, mithilfe bildgebender Verfahren gestellt. Des weiteren bieten die Radiologen heute eine Vielzahl an bildgebend-gesteuerten, minimalinvasiven Eingriffen an, wie z.B. Gewebsentnahmen, Erweiterung von krankhaft verengten Gefässen oder Schmerztherapien, die schonend und oft ambulant durchgeführt werden können.

Welche Fähigkeiten benötige ich in der Radiologie?

Neben analytischen Fähigkeiten, einem guten technischen Verständnis sowie einem räumlichen Vorstellungsvermögen und Bildgedächtnis ist auch Teamfähigkeit für die Radiologie eine wichtige Voraussetzung.

Welche Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es?

Die Radiologie arbeitet heute Organ-basiert. Entsprechend ist eine Vielzahl an Spezialisierungen möglich. In der Schweiz gibt es zum Beispiel Subtitel in der Kinderradiologie und Neuroradiologie. Des Weiteren gibt es in fast allen Fachgebieten, z.B. Interventionelle Radiologie, Brustdiagnostik, Muskuloskelettale Radiologie, europäische Diplome.

Radiologie und Familienleben – lässt sich das vereinbaren?

Das Institut für Radiologie am KSB ist aufgrund seiner familienfreundlichen und sozialen Unternehmenskultur mit dem Prädikat «Familie UND Beruf» ausgezeichnet worden. Wir bemühen uns, den Bedürfnissen der Mitarbeitenden bezüglich Vereinbarkeit der beruflichen Tätigkeit mit Familie, privaten Interessen und Beruf Rechnung zu tragen. In ausgesuchten Fällen ist die Weiterbildung zum Facharzt Radiologie in den späteren Weiterbildungsjahren auch im 80%-Pensum möglich. Die Arbeitszeiten sind bei uns sehr klar geregelt, allgemein ist die Wochenarbeitszeit für Ärzte/-innen natürlich hoch (50-Stunden Woche).

Ist der Facharzt Radiologie in Zeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) noch zeitgemäss?

Die Radiologie war schon immer eines der Fächer mit dem höchsten Innovationspotenzial, und ich denke, dass sie dies auch in Zukunft sein wird. Künstliche Intelligenz sehe ich dabei keineswegs als Bedrohung unseres Berufsstandes an. Sie bietet sicherlich - gerade im diagnostischen Bereich - grosses Potenzial, zum Beispiel bei der Mammographie. In vielen diagnostischen Bereichen kann Künstliche Intelligenz deshalb möglicherweise durchaus zum Wohl des Patienten beitragen und eine sinnvolle Hilfestellung für den Radiologen ergeben - quasi als zusätzliches Augenpaar oder um Informationen nach ihrer Relevanz zu sortieren. Da können Algorithmen im Notfall wichtige Minuten sparen. Ich bin also offen gegenüber den verschiedenen Möglichkeiten, sie als Ergänzung zum Arzt einzusetzen. Keineswegs können wir künftig jedoch auf den menschlichen Arzt verzichten. Und dies nicht nur in der interventionellen Radiologie. Wir benötigen Ärzte auch weiterhin in der Diagnostik, zum Beispiel um Messergebnisse zu kontrollieren und Befunde in die klinische Situation des Patienten einzuordnen. Und natürlich für die Kommunikation mit unseren Patienten und Patientinnen und zuweisende Kollegen. Aber wer weiss schon, wie sich der momentane Hype um den Einsatz der Künstlichen Intelligenz am Ende entwickeln wird. Gerade das macht unser Fachgebiet und die Medizin im Allgemeinen ja auch so spannend!

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