Weiterbildung Facharzt Nuklearmedizin

Möchten Sie sich zum Facharzt/Fachärztin FMH für Nuklearmedizin ausbilden lassen? Das Kantonsspital Baden bietet Ihnen hervorragende Perspektiven zur persönlichen und fachlichen Entwicklung. Wir betreiben Klinik, Lehre und Forschung auf universitärem Niveau in Zusammenarbeit mit dem UniversitätsSpital Zürich und der ETH. Das Institut für Nuklearmedizin erfüllt dabei die höchsten Anforderungen der schweizerischen Weiterbildungsordnung und ist von der FMH als Weiterbildungsstätte der Kategorie A gelistet.

Warum Nuklearmedizin am Kantonsspital Baden:

  • Wir sind ein sehr junges und dynamisches Team und legen höchsten Wert auf kollegiale Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft.
  • Klein aber fein: Wir sind eine kleine Abteilung und bieten nur eine klinische Ausbildungsstelle an, dadurch ist die direkte Betreuung durch unsere Fachärzte sehr intensiv. Auch die Möglichkeit zur Durchführung einer Dissertation ist am KSB gegeben.
  • «Fordern und Fördern». So lautet unser Leitsatz. Assistenzärzte und Assistenzärztinnen (n.f. Assistenzärzte) werden bei uns eng in Einzelanleitung betreut, können aber auch früh Verantwortung übernehmen. Zudem stehen Ihnen neben den klassischen Informationsquellen auch zahlreiche internetbasierte Quellen in Form eines ausgezeichneten Zugangs zu elektronisch geführten Zeitschriften über unsere Bibliothek, auch spezielle Plattformen wie Radprimer, der interaktive Anatomieatlas IMAIOS und STADTdx „diagnostic decision support“ zur Verfügung.
  • Wir begegnen unseren Patienten auf Augenhöhe. Interne Kommunikationskurse für Assistenzärzte sind deshalb Teil der Ausbildung. Das KSB unterstützt Assistenzärzte zudem grosszügig bei der externen Weiterbildung, wie bei der Teilnahme an Kursen und internationalen Kongressen. An diesen geben wir unseren Assistenzärzten die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten vorzustellen.
  • Der Assistenzarztsprecher des Zentrums für Bildgebung und seine Stellevertretung stehen stets in engem Kontakt zu der Institutsleitung und vertreten die Anliegen der Assistenzärzte des Zentrums für Bildgebung.
  • Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf ist bei uns nicht nur eine leere Phrase. Wir bieten daher auch Prozentstellen an und versuchen für jeden eine Mischung aus Klinik und wissenschaftlicher Tätigkeit zu finden, die passt.

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Infos zur Weiterbildung Facharzt Nuklearmedizin

Dauer

Die Weiterbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin dauert 5 Jahre (im Falle eines 80 %-Pensums verlängert sich die Dauer entsprechend). Mindestens 3 Jahre der gesamten Weiterbildung muss davon fachspezifisch in der Nuklearmedizin erfolgen. Bis zu 2 Jahre Weiterbildung können in der Radiologie absolviert werden. Maximal 1 Jahr klinische Weiterbildung (zusammenhängend mindestens 6 Monate) kann in einem der Nuklearmedizin nahestehenden Gebiet (Endokrinologie / Diabetologie, Kardiologie, Medizinische Onkologie, Neurologie, Radio-Onkologie) absolviert werden.

Ausbildungsinhalte

1. Jahr Grundausbildung:

  • Konventionelle Nuklearmedizin (SPECT und SPECT/CT)
  • Kardiale Perfusions-SPECT/CT
  • Onkologische PET/CT

2. und 3. Jahr erweiterte Ausbildung:

  • Schilddrüsensprechstunde
  • Therapien
  • Neurologie (PET/CT und SPECT/CT)

4. und 5. Jahr: flexible Weiterbildung:

  • Vertiefung der Kenntnisse aus den Rotationen im 1-3. Jahr.
  • zusätzlich Rotationen in Radiologie oder klinische Fächer möglich.

Auch die gesetzlichen Grundlagen und Ausführungsbestimmungen (Strahlenschutzgesetz, Strahlenschutzverordnung) sind Teil der Ausbildung.

Tutoring System

Jedem/r Assistenzarzt/-ärztin wird ein mit den Abläufen am KSB vertrauter Facharzt für Nuklearmedizin als Mentor/Tutor zur Seite gestellt, der seinen Mentee insbesondere in der Einführungsphase jedoch auch später betreut. Der Mentor hält während der Einführungsphase regelmässig Kontakt mit dem/der Auszubildenden und steht für allfällige Anliegen und Probleme zur Verfügung.

Ebenfalls gibt es eine/n Assistenzarztsprecher/-sprecherin, welche/r als der Repräsentant/-in und ständiges Sprachrohr der Assistenzärzte des Instituts für Nuklearmedizin für interne und externe Ansprechpartner gilt.

Bewerber aus dem Ausland

Die in der EU-Richtlinie 2005/36 aufgeführten Arztdiplome sind dem eidgenössischen Arztdiplom gleichgestellt. Allerdings müssen Sie ein solches Arztdiplom formal von der Medizinalberufekommission (MEBEKO) anerkennen lassen. Mit der Anerkennung erfolgt automatisch auch die Registrierung im Medizinalberuferegister (MedReg). Gleichzeitig kann der Antrag auf Eintragung der Sprachkompetenzen gestellt werden.

Diplome, die ausserhalb der EU erworben wurden, können unter gewissen Bedingungen über die Anerkennung in einem Mitgliedstaat der EU in der Schweiz "indirekt" anerkannt werden.

Wenn Sie über ein EU-Arztdiplom verfügen und dieses anerkennen lassen möchten sowie Ihre Sprachkenntnisse registrieren lassen möchten, wenden Sie sich an die Medizinalberufekommission (MEBEKO). Wenn Sie Ihr Arztdiplom ausserhalb der EU erworben haben und Sie über eine Anerkennung des Diploms in einem Mitgliedstaat der EU verfügen, wenden Sie sich für eine "indirekte Anerkennung" an die Medizinalberufekommission (MEBEKO).

Verantwortlich für die Weiterbildung
KontaktTelefon / E-Mail
PD Dr. Irene A. Burger
Chefärztin Nuklearmedizin
+41 56 486 38 71
irene.burger@ksb.ch

FAQ Nuklearmedizin

PD Dr. med. Irene Burger, Leiterin des Institutes für Nuklearmedizin am KSB, beantwortet die häufigsten Fragen zur Facharztausbildung.

Welche Rolle spielt die Nuklearmedizin im klinischen Alltag?

Die Nuklearmedizin hat in den vergangenen 20 Jahren dank der Einführung der hybriden Bildgebung (SPECT/CT und PET/CT) einen grossen Wandel durchgemacht. Durch die Integration von anatomischer Bildgebung mit Information zur Physiologie (Stoffwechsel, Rezeptorexpression…) wurde sie zum integralen Bestandteil in der Abklärung von Tumorpatienten, frühen Erkennung verschiedener Demenzformen oder auch im orthopädischen Bereich zur Lokalisation von Schmerzursachen. Zudem ermöglicht die Anwendung von Radionukliden zur internen Bestrahlung es dem Nuklearmedizin nicht nur die Diagnose zu stellen, sondern den Patienten mit der gleichen Substanz auch zu behandeln.

Welche Fähigkeiten benötige ich in der Nuklearmedizin?

Grundvoraussetzung ist grosses Interesse an der Diagnostik. Gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Bildgedächtnis sind hilfreich, genauso wie ein Verständnis der Physiologie und Pathologie. Die Nuklearmedizin ist ein sehr technisches Fach, hat aber auch viel Patienten Kontakt, daher sind auch Einfühlungsvermögen, Verständnis sowie eine gute Teamfähigkeit eine wichtige Voraussetzung.

Ist ein Facharzt für Nuklearmedizin noch ausreichend im Zeitalter der hybriden Bildgebung?

Die Nuklearmedizin ist sehr vielseitig und bietet verschiedenen Möglichkeiten an. Sollten Sie Ihren Fokus in der Diagnostik sehen, mit primärem Interesse an Interpretation von PET/CT und SPECT/CT, wäre eine Zusatzausbildung in Radiologie sicher zu erwägen. Die 2 Jahre, welche im Rahmen der Facharztprüfung anerkannt werden, können voll an die Radiologie angerechnet werden. Ein Doppelfacharzt dauert daher 8 Jahre. Bei entsprechender Erfahrung kann jedoch bereit nach 6-7 Jahre eine Anstellung als Oberarzt erfolgen. Ist für Sie hingegen primär der therapeutische Ansatz der Nuklearmedizin von Interesse, kann man das fachfremde Jahr für eine internistische Grundausbildung nutzen.

Nuklearmedizin und Familienleben – lässt sich das vereinbaren?

Wir bemühen uns, den Bedürfnissen der Mitarbeitenden bezüglich Vereinbarkeit der beruflichen Tätigkeit mit Familie, privaten Interessen und Beruf Rechnung zu tragen. In ausgesuchten Fällen ist die Weiterbildung zum Facharzt Nuklearmedizin in den späteren Weiterbildungsjahren auch im 80%-Pensum möglich. Die Arbeitszeiten sind bei uns sehr klar geregelt, allgemein ist die Wochenarbeitszeit für Ärzte/-innen natürlich hoch (50-Stunden Woche).