Zertifizierung und Qualitätssicherung

Regelmäßig unterziehen sich Bereiche und Zentren des Kantonsspitals Baden einer kontinuierlichen Überprüfung der strengen Anforderungen durch die einzelnen Fachgesellschaften. Wesentliche Elemente eines Zertifizierungsverfahrens sind die Überprüfung der Struktur- und Prozessqualität wie auch Elemente, die der Überprüfung der Ergebnisqualität dienen.

Dieses Qualitätsmanagement wurde honoriert durch die Zertifizierung, welche im Folgenden aufgelistet sind.

Qualitätsmanagementsystem ISO 9001

Die ISO 9001 legt die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) fest.

Qualitätsmanagementsysteme stellen sicher, dass die Systemqualität, Prozessqualität und die Ergebnisqualität in einer Organisation geprüft und verbessert werden. Ziel ist eine dauerhafte Verbesserung der Unternehmensleistung.

Bereits seit 2004 haben Bereiche ein Qualitätsmanagementsystem auf der Basis der ISO 9001 aufgebaut und unterziehen sich seither einem kontinuierlichen Zertifizierungsprozess ( Apotheke, Blasen- und Beckenbodenzentrum , Chirurgie , Dialyse , Geburtshilfe , Gynäkologie , Interdisziplinäres Darmzentrum , Zentrum für Onkologie/ Hämatologie , Interdisziplinäres Brustzentrum , Nuklearmedizin , Orthopädie , Pathologie , Radiologie , Urologie ).

Deutsche Krebsgesellschaft

Die Deutsche Krebsgesellschaft ist die größte wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft in Deutschland. Sie engagiert sich für eine Krebsversorgung auf Basis evidenzbasierter Medizin und Interdisziplinarität mit dem Ziel einer hohen Qualität der onkologischen Versorgung.

Ihr gehören mehr als 7.500 Einzelmitglieder in 24 Arbeitsgemeinschaften, die 16 Landeskrebsgesellschaften und 36 Förderer an. Die Mitglieder sind in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig. Auch Unternehmen, wie die forschende Pharmaindustrie, wissenschaftliche Buchverlage und Krankenkassen sind wichtige Partner bei der Bewältigung ihrer Aufgabe, der Krebsbekämpfung.

Seit 2008 unterziehen sich Bereiche der kontinuierlichen Überprüfung der Anforderungen durch die DKG.

Nach intensiver Vorbereitungszeit hat nun das Tumorzentrum des KSB im Dezember 2015 das Zertifizierungsaudit nach den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich bestanden und jetzt das offizielle Zertifikat erhalten. In der Schweiz gibt es nur wenige weitere Tumorzentren, die diese Hürde bereits genommen haben.

Für die Zertifizierung des gesamten Tumorzentrums musste der Nachweis der funktionierenden Zusammenarbeit zwischen allen Fachdisziplinen und Berufsgruppen in der Vorsorge, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Tumorerkrankungen erbracht werden. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit externen Partnern überprüft und geregelt.

Folgende Bereiche sind im Zertifikatsbereich aufgenommen: Gynäkologische Tumorzentrum , Prostatazentrum sowie Schwerpunkte der urologischen Tumoren, des oberen Magen- und Darmtraktes, der endokrinologischen Tumoren und Pankreas, Interdisziplinäres Darmzentrum , Interdisziplinäres Brustzentrum und Institut Onkologie/ Hämatologie

European Cancer Centre (ECC)

Seit Sommer 2016 ist es für DKG -zertifizierte Zentren möglich, sich als „ European Cancer Centre " (ECC) zertifizieren zu lassen. Das erteilte DKG-Zertifikat berechtigt somit auch zum Führen der Bezeichnung ECC

Forum Tabakprävention und Tabakabhängigkeit in Gesundheitsinstitutionen Schweiz

Das FTGS fördert die Verbreitung und langfristige Umsetzung nationaler und internationaler Standards für tabakfreie Gesundheitsinstitutionen.

Als zweites Spital der Schweiz reichte das KSB 2014 den Bericht für die nationale Zertifizierung des Forums Tabakprävention und Behandlung der Tabakabhängigkeit in Gesundheitsinstitutionen Schweiz, kurz FTGS, ein.

Das KSB erlangte Ende 2015 die nationale Stufe im Zertifizierungsprozess mit Bronze. Die Zertifizierungsstandards umfassen Anforderungen zur Rauchfrei-Strategie, Kommunikation und Qualifikation, Beratung und Tabakentwöhnung wie auch Evaluation und nachhaltige Implementierung. Eine Arbeitsgruppe des KSB ist für die Themen rund um die Nikotinberatung verantwortlich und engagiert sich für alle Mitarbeitergruppen, dabei eingebunden auch die Lernenden, mit einem ganzheitlichen Angebot im Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

H+ Branchenlösung/ Arbeitssicherheit

Die Branchenlösung H+ Arbeitssicherheit (AS) und Gesundheitsschutz (GS) ist ein Konzept zur Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften rund um die AS und den GS, vor allem aber der Richtlinien 6508 der Eidgenössischen Koordinationskommission (EKAS) für AS EKAS über den Beizug von Ärztinnen oder Ärzten und anderen Spezialisten.

Die H+ Branchenlösung AS ist von der Eidgenössischen Koordinationskommission für AS EKAS anerkannt.

Bereits seit 2009 ist diese Branchenlösung bei uns implementiert.

Interverband für Rettungswesen

Das Anerkennungsverfahren des IVR ist eine Möglichkeit, die im Krankenversicherungsgesetz (KVG) geforderte Qualitätssicherung für Leistungserbringer im Gesundheitswesen zu dokumentieren.

Das Verfahren für Rettungsdienste endet in der Regel nach intensiver Arbeit für den Betrieb mit der Anerkennung IVR. Dabei ist es wesentlich, welchen QM-Prozess der Betrieb mit seinen Mitarbeitenden hin zu guter rettungsdienstlicher Qualität zu Gunsten des Notfallpatienten gemacht hat.

Auch der Kanton ist am Thema „Qualitätssicherung im Rettungswesen" hochgradig interessiert. Die Anerkennung vom IVR ist Voraussetzung für eine Betriebsbewilligung vom Kanton.

Praktisch jedes Qualitätssicherungssystem im Gesundheitswesen umfasst die Aspekte: Strukturen, Prozesse und Ergebnisse. Um als IVR anerkannter Rettungsdienst oder anerkannte SNZ 144 IVR zu gelten, muss ein Betrieb in allen diesen Punkten wesentliche Vorgaben erfüllen

Seit 2005 sind wir anerkannt.

Krebsliga Schweiz

Zertifikate stellen sowohl die Schweizerische Gesellschaft für Senologie (SGS) zusammen mit der Krebsliga Schweiz (KLS), die Europäische Brustkrebsvereinigung (EUSOMA) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) aus.

Seit 2013 ist unser Brustzentrum nach den vorgegebenen Qualitätskriterien zertifiziert

Swiss Study Group of Morbid Obesity

Swiss Study Group for Morbid Obesity (SMOB) ist ein Verein, welcher am 6. Dezember 1996 in Bern gegründet wurde. Seit dem 3.12.2010 heisst der Verein Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders

Unser Adipositaszentrum hat die strengen Richtlinien bezüglich Indikationsstellung, Durchführung, Qualitätssicherung und Nachkontrollen der SMOB erfüllt und ist ab 01.11.2015 Referenzzentrum für Adipositaschirurgie.

Um die strengen Richtlinien der SMOB zu erfüllen müssen u.a. intern interdisziplinäre Teams von Chirurgen, Anästhesisten, Radiologen, Stoffwechselmediziner, Ernährungsberatern und Psychologen mit den entsprechenden Fachtiteln gebildet werden. Des Weiteren müssen Referenzzentren durchschnittlich mindestens 50 Operationen pro Jahr durchführen. Dazu gehören auch besonders anspruchsvolle Adipositasoperationen wie z.B. bei Patienten mit einem BMI über 50, oder Verfahrenswechseloperationen (vom Magenband zum Magenbypass). Durch die hohe Anzahl durchgeführter Operationen ist das Operationsteam sehr gut eingespielt und dadurch wird ein hoher Sicherheitslevel erreicht.

OnkoZert

OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifizierungssystem zur Überprüfung von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren gemäß den entsprechenden Fachlichen Anforderungen betreut.

Für onkologisch spezialisierte Gesundheitseinrichtungen besteht die Möglichkeit, die Erfüllung der fachlichen Anforderungen durch OnkoZert im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens überprüfen zu lassen. Nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens wird durch ein ausgestelltes Zertifikat als Organkrebszentrum die Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und weiterer medizinischer Fachgesellschaften bestätigt.

Bereits seit 2008 werden Bereiche in unserem Spital der kontinuierlichen Überprüfung durch externen Auditoren vollzogen.

Folgende Bereiche erfüllten die hohen Anforderungen aus dem Erhebungsbogen: Interdisziplinäre Brustzentrum , Interdisziplinäre Darmzentrum , Prostatazentrum , Gynäkologische Tumore und Institut Onkologie/ Hämatologie .

Qualitop

Qualitop ist das Label, mit welchem qualitativ hochwertige Fitnesscenter ausgezeichnet werden. Das Label ist der Garant für eine ausgezeichnete und geprüfte Qualität – sowohl für die Kunden als auch für die Krankenversicherer.

Ein Qualitätssystem braucht zwei Dinge: Es braucht Kriterien, welche die gewünschte Qualität beschreiben und messbar machen. Das sind vorliegend die Qualitop-Kritierien, welche unverändert ihre Gültigkeit haben. Zweitens braucht es eine Organisation, welche diese Kriterien in der Praxis überprüft bzw. zertifiziert. Die Firma Qualicert aus St. Galen übernimmt die Aufgabe des Zertifizierers: Sie prüft vor Ort, ob die geforderten Kriterien erfüllt sind. Wer das Label Qualitop führen möchte, muss eine Zertifizierung durchlaufen. Der Fitnessbetrieb wird darauf geprüft, ob die Qualitätskriterien von Qualitop erfüllt sind. Ein wirksames Qualitätssystem trennt diese zwei Aufgaben konsequent voneinander: Die Definition der Qualitätskriterien und die Prüfung dieser Kriterien vor Ort. Man spricht auch vom Prinzip der dritten Partei: Wer die Qualität definiert, soll sie nicht gleichzeitig prüfen. Definition und konkrete Prüfung der Qualität sollen strikte voneinander getrennt sein. Dieses Prinzip ist im Qualitop-System vollumfänglich erfüllt.

Bereits seit 2014 sind wir mit diesem Label ausgezeichnet.

Schweizer Akkreditierungstelle SAS

Die Schweizerische Akkreditierungsstelle SAS begutachtet und akkreditiert Konformitätsbewertungsstellen (KBS) - d. h. Kalibrier- und Prüflaboratorien, Inspektions- und Zertifizierungsstellen sowie Hersteller von Referenzmaterialien und Anbieter von Eignungsprüfungen - aufgrund internationaler Normen.

Mit der Akkreditierung wird formell die Kompetenz einer Stelle anerkannt, nach vorgegebenen Anforderungen Konformitätsbewertungen durchzuführen. Das schweizerische Akkreditierungssystem ist ein wichtiges Instrument zur Schaffung einer transparenten und kompetenten Infrastruktur des KBS in allen Fachbereichen.

Die unter einer Akkreditierung erstellten und im Rahmen internationaler Abkommen auch im Ausland anerkannten Berichte und Zertifikate fördern wiederum das Vertrauen in die Qualität der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen.

Die DIN EN ISO / IEC 17025 ist weltweit die Grundlage der Arbeit in allen Prüf- und Kalibrierlaboratorien mit oder ohne Akkreditierung.

Bereits seit 2011 ist unsere Pathologie akkreditiert nach der Norm ISO/IEC 17025.

Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin

Die Richtlinien für die Zertifizierung von Intensivstationen (IS) sind ein verbindlicher Standard für die Zertifizierung von IS durch die SGI . Es wurden Qualitätskriterien als Voraussetzung für eine Zertifizierung in Bezug auf Räumlichkeiten, personelle Dotation, Organisation und weitere Vorgaben definiert.

Unsere Interdisziplinäre Intensivstation ist bereits seit 2001 nach den Kriterien der Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin anerkannt

Schweizer Verein der Amts- und Spitalapotheker

Das Referenzsystem Qualität für Spitalapotheken (RQS) beinhaltet die spezifischen Anforderungen für unterschiedlichste Spitalapotheken. Das Referenzsystem Spitalapotheken ist kompatibel mit ISO 9001 und berücksichtigt die Themen im Zusammenhang mit der Unternehmensführung. Es enthält Anforderungen bezüglich Struktur, Prozesse und in einem gewissen Umfang auch bezüglich Ergebnisse. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Management, der Qualität der Strukturen und Prozesse.

Das SQS-Zertifikat Referenzsystem Qualität für Spitalapotheken ist national anerkannt.

Unsere Spitalapotheke ist bereits seit 2012 zertifiziert und wird regelmässig von externen Auditoren überprüft

Swiss Federation of Clinical Neuro-Societies

In einer Stroke Unit ist ein multidisziplinär zusammengestelltes Team rund um die Uhr für die Aufnahme, die Akutbehandlung, die Therapie, die Überwachung sowie die erste Rehabilitationsmassnahmen von Patienten zuständig, die einen Schlaganfall/Hirnschlag erlitten haben. Das Stroke Team in einer Stroke Unit besteht aus Neurologen, Neuroradiologen, Neurochirurgen, Anästhesisten, Intensivmedizinen, Notfallmedizinern, Kardiologen, Gefäßchirurgie, Internisten, Rehabilitations-Spezialisten, spezialisierten Pflegefachkräften, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Ernährungsberatern und der Patientenberatung (Care Management).

Seit 2015 sind wir nach den Richtlinien der SFCNS zertifiziert

Unicef Baby Freundliches Spital

Eine hohe Pflege- und Betreuungsqualität in der Geburtshilfe und in der ambulanten Nachsorge trägt zu einem optimalen Lebensstart bei. Schweizer Spitälern, die den Qualitätskriterien der « Baby Freundlichen Spital Initiative » (BFHI) von UNICEF und WHO entsprechen, verleiht UNICEF Schweiz das Qualitätslabel «Baby Freundliches Spital».

Spitäler, die diesen Kriterien entsprechen und sich zertifizieren lassen, erhalten von UNICEF Schweiz für drei Jahre das Qualitätslabel «Baby Freundlichen Spital». Zertifizierte Spitäler werden regelmässig auf die Einhaltung des Standards hin überprüft

Seit 2012 sind wir nach den Qualitätskriterien der «Baby Freundlichen Spital Initiative» zertifiziert

Grundlage der BFHI sind die «Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen».

Die zentralen Kriterien sind:

  • die Mutter-Kind-Beziehung zu stärken
  • das Stillen zu fördern
  • das Gesundheitspersonal laufend aus- und weiterzubilden

Union Schweizer Gesellschaften für Gefässkrankheiten

Das Label Gefäß Zentrum „ Union Schweizer Gesellschaften für Gefässkrankheiten " (USGG) steht für eine optimale interdisziplinäre Gefäßmedizin zum Wohle unserer vielen Patienten. Das Gefässzentrum widerspiegelt so im Alltag die Idee und den „Spirit“ der Union der Schweizerischen Gefäßgesellschaften: eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Seit 2014 sind wir im Besitz dieses Labels

qualitépalliative

qualitépalliative ist der Schweizerischer Verein für Qualität in Palliative Care; er verleiht ein schweizerisches Label für die Anerkennung der Qualität in Palliative Care. qualitépalliative ist ein national tätiger Verein, der 2010 im Rahmen der Nationalen Strategie Palliative Care von palliative ch, der Krebsliga Schweiz und von CURAVIVA gegründet wurde.

Ziel des Vereins ist, dass Palliative Care im Schweizer Gesundheitswesen voll integriert ist, flächendeckend mit hoher Qualität angeboten wird, in der Bevölkerung bekannt ist und sich alle Leistungserbringer im Bereich Palliative Care für eine hohe Qualität der von Ihnen erbrachten Leistungen in Palliative Care engagieren. Er setzt sich für die gezielte Forschung im Bereich der Messung der Wirksamkeit (Outcome) von Qualitätssicherung und Qualitätsförderung im Bereich Palliative Care ein. Der Verein ist anerkannter Ansprechpartner für das Label Qualität in Palliative Care für die Leistungserbringer, die Fachwelt, Politik, Behörden, und die Öffentlichkeit und orientiert sich in seiner Arbeit an internationalen Standards wie ISO, sowie an Empfehlungen der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).

Mit der Durchführung von standardisierten Audits leistet qualitepalliative einen Beitrag dazu, dass bei zertifizierten Leistungserbringern die Voraussetzungen für die Leistungserbringung in einer möglichst guten Qualität in Palliative Care gegeben sind.

Swiss Cancer Network

Das Swiss Cancer Network zertifiziert onkologische Praxen und Zentren, die eine hohe Behandlungsqualität garantieren. Dazu müssen unter anderem entsprechende Strukturen, regelmässige Teilnahme an Tumorboards und Behandlungen entsprechend internationalen Richtlinien und Qualitätsstandards nachgewiesen werden.

Weiterbildungsstätten SIWF

Die Hauptverantwortung für die Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses liegt bei den Leiterinnen und Leitern der anerkannten Weiterbildungsstätten. Das sind die jeweiligen Chefärztinnen und Chefärzte oder ein für die Weiterbildung bestimmter Kaderarzt. Sie müssen in erster Linie gewährleisten, dass die Assistenzärztinnen und -ärzte ihre Weiterbildung wie in den Weiterbildungsprogrammen vorgeschrieben absolvieren können.

Die Weiterbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt erfolgt an anerkannten Weiterbildungsstätten. Das sind Spitäler bzw. deren Abteilungen und Stationen, Kliniken, Institute, Spezialanstalten, Ambulatorien, Arztpraxen und weitere in der Medizin tätige Institutionen, die spezielle Kriterien erfüllen müssen.

Venen Kompetenz-Zentrum

Bei der Behandlung von Venenerkrankungen ist das Kantonsspital Baden (KSB) nun offiziell eine der ersten Adressen. Es hat von der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (DGP) das Gütesiegel Venen Kompetenz-Zentrum erhalten. Laut dem Berufsverband der Phlebologen (Gefässmediziner) steht dieses Zertifikat für „höchste und vor allem für eine geprüfte und transparente Qualität in der Phlebologie“. Um es zu erhalten, müsse ein Spital eine hohe Qualität bei Struktur und Versorgung sowie Prozesssischerheit nachweisen. Ziel der Zertifizierung ist es, Patienten mit Venenleiden eine Orientierungshilfe zu bieten.

Ein wichtiges Kriterium für die Vergabe war auch die am KSB gepflegte Interdisziplinarität. Im interdisziplinären Gefässrat tauschen sich etwa Chirurgen, Angiologen und Radiologen untereinander über einzelne Fälle aus.