Musiktherapie

Musiktherapie in der Palliative Care

Musiktherapie ist eine ressourcenorientierte, gegebenenfalls auch nonverbale Therapieform, die wissenschaftlich untersucht ist und breit angewendet wird. Individuell angepasst, entlastet Musiktherapie die PatientInnen sowohl körperlich als auch emotional. Sie ermöglicht den Patienten, Ressourcen sowie Ruhe und Entspannung zu finden.

Wieso wirkt Musiktherapie: Der Hör-Sinn ist mit dem Tast-Sinn ein erster, sehr gut ausgebildeter Sinn in der vorgeburtlichen Entwicklung und bleibt in der Regel bis ans Lebensende als letzter Sinn erhalten. Rhythmus und Klang begleiten uns also seit Anbeginn – und bis ganz zuletzt durchs Leben. Musik aktiviert sehr viele Hirnareale und wirkt so über viele körperliche Ebenen wie den Puls, die Sauerstoffsättigung, die Hormone, die Motorik, die Atmung sowie die Bereiche emotionaler, sprachlicher und bildlicher Reizverarbeitung.

Ziele: Nachweislich können Schmerzen oft gelindert werden und sich körperlich-emotionale Regulation und Entspannung einstellen. Beispiele: Ein Lieblingslied kann ein stärkendes Erlebnis oder Bezug zu früheren Erfahrungen ermöglichen. Ganz ohne Worte vermittelt Musik oft Trost und Halt. Manchmal finden intensiv erlebte Gefühle in einem Musikstück oder einer Improvisation ihren Ausdruck und helfen der emotionalen Regulation. Musik verhilft zu stärkenden Tagträumen, welche die Sinne beleben. Musik gibt Orientierung und Halt, wo der Alltag unübersichtlich oder das Dasein anstrengend werden. Die musikalische Sprache kann vieles benennen, wo uns Worte fehlen.

Vom aktiven Musizieren oder Singen über gemeinsames Musikhören – die Möglichkeiten wie Musik eingesetzt wird sind so vielfältig wie die PatientInnen. Die Musiktherapeutin wird mit Ihnen gemeinsam finden, was Ihnen hilft.

Gezielt therapeutisch eingesetzt, werden die Patienten in der meist schwierigen Bewältigung im Umgang mit der Krankheit unterstützt.

Wichtig: Sie benötigen keine musikalischen Vorkenntnisse!

Für wen: Musiktherapie am KSB ist ein Angebot für PatientInnen der Palliativ-Komplexbehandlung. Es wird dabei pauschal über die Krankenkasse abgerechnet. Auf Wunsch sind Angehörige willkommen. Da Musiktherapie über sehr viele Ebenen wirksam ist, kann sie auch eine psycho-onkologische und seelsorgerische Begleitung sinnvoll ergänzen.

Häufige Indikationen:

  • Schmerzen
  • Langer Aufenthalt
  • Einschränkungen in Mobilität und Autonomie durch die Krankheit
  • emotionale Belastung
  • sozialer Rückzug
  • zur Krankheitsverarbeitung
  • zur Entspannung

Wann: Die Zeiten für die Einzeltherapie (Mo und Do) werden gemeinsam mit den PatientInnen individuell geplant und die Dauer ihrem Befinden angepasst.

Logotherapie

Logotherapie

In der Logopädie werden Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen behandelt.

Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder im Hals-Nasen-Ohren-Bereich können sich auf die Ernährung oder die Kommunikation auswirken. Auch in palliativen Situationen können LogopädInnen mit ihrem Fachwissen einen wichtigen Beitrag zur Behandlung wie auch Beratung von Patientinnen und Patienten, Betreuenden und Angehörigen leisten.

In der letzten Lebensphase werden Essen und Trinken häufig weniger wichtig, dafür rücken Fragen zu einer sinnvollen Mundbefeuchtung und/oder einem angemessenen Speichelmanagement in den Vordergrund. Auch hier kann die Logopädie Betroffene, Pflegepersonal wie Angehörige unterstützen.