Minimal-invasive Chirurgie

Die rasanten Fortschritte der Technik haben die gynäkologische Chirurgie in den letzten Jahren und revolutioniert. Heute ist es fast immer möglich, mit bisher ungekannter Präzision und minimaler Invasion auch die kompliziertesten chirurgischen Eingriffe so schonend wie möglich durchzuführen. Dazu stehen uns in der Frauenklinik des KSB voll integrierte High-Tech-Operationsräume zur Verfügung.

Viele Operationen können heute via Laparoskopie minimal-invasiv durchgeführt werden. In der Gynäkologie werden operative Eingriffe, welche früher nur mit einem Bauchschnitt durchgeführt wurden, heute durch die Laparoskopie, Hysteroskopie und durch vaginale Operationen ersetzt.

Das neueste Beispiel ist die schonende blutungsfreie Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) durch Bauchspiegelung. Die Technik und ein spezielles Instrument wurden am Kantonsspital Baden durch den ehemaligen Klinikleiter Prof. Dr. M. K. Hohl entwickelt.

Neue Möglichkeiten

Diese moderne Technik ermöglicht uns einen schonenden Zugang zu Uterus (Gebärmutter), Ovarien (Eierstöcke) und dem Beckenboden. Neben der Gebärmutterentfernung gelingt es damit auch, ausgeprägte Inkontinenz und/oder Senkungsbeschwerden zu behandeln.

Erfahrene Operateure ermöglichen eine Rekonstruktion des Beckenbodens, z.B. eine Fixation der Scheide mittels eines Kunststoffnetzes (Sacropexie) oder auch die Aufhängung des Blasenhalses (Kolposuspension). Durch die "Schlüssellochchirurgie" sind postoperative Schmerzen eine Seltenheit und die Dauer der Hospitalisation sowie der Rekonvaleszenz sind deutlich verkürzt.

Laparoskopie

Bei dieser Technik werden durch Stiche in der Bauchdecke verschiedene Zugänge (Ports) gelegt. Typischerweise wird in der Nabelgrube ein 7-10 mm grosser Port für die Optik, durch welche Licht in den Bauchraum geleitet und das Videosignal auf den Monitor übertragen wird, eingelegt. Verschiedene Zugänge von 5 mm Durchmesser dienen dazu, die Instrumente für die Operation in den Bauchraum einzubringen. Die Ergonomie bei der Platzierung von Instrumenten, Videoübertragungseinheit und Bildschirmen spielt eine wichtige Rolle.

Bei dieser Technik werden durch Stiche in der Bauchdecke verschiedene Zugänge (Ports) gelegt. Typischerweise wird unterhalb vom Bauchnabel ein 7-10 mm grosser Port für die Optik, durch welche Licht in den Bauchraum geleitet und das Videosignal auf den Monitor.

Hysteroskopie

Bei dieser Technik wird eine Optik durch den Muttermund (Zervix) in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Diese Optik hat einen Arbeitskanal, durch welchen ein Instrument eingeführt werden kann. Das Bild wird via Kamera auf einen Monitor geleitet. Mit Hilfe dieser Technik können beispielsweise Polypen oder Myome in der Gebärmutterhöhle abgetragen werden.

Myom, welches sich in die Gebärmutterhöhle vorwölbt.