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Mehr kleine Wunder: KSB freut sich über geburtenreiches 2025

1. Januar 2026

Chefarzt Prof. Dr. med. Leo Schäffer, Leiter Pränataldiagnostik und Geburtshilfe, blickt auf ein bewegtes Jahr zurück – und fasst fünf Entwicklungen zusammen, die den Erfolg der KSB-Geburtsklinik im Jahr 2025 entscheidend geprägt haben:

Prof. Leonhard Schäffer
Prof. Dr. med. Leo Schäffer leitet seit Juli 2014 als Chefarzt die Abteilung Pränataldiagnostik und Geburtshilfe am KSB.

1. Healing Architecture steigert Wohlbefinden und Sicherheit

«Während unser medizinisches Angebot bereits im Altbau höchste Ansprüche erfüllte, bietet unser Neubau nun auch eine geburtshilfliche Infrastruktur, die vollumfänglich auf die Bedürfnisse werdender Eltern ausgerichtet ist. Die sogenannte Healing Architecture mit warmen Materialien, natürlichen Lichtverhältnissen und klaren Raumstrukturen wird von den Patientinnen sehr geschätzt. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die nahelegen, dass geburtshilfliche Räume mit beruhigender Gestaltung Stresshormone signifikant senken, was sich positiv auf den Geburtsverlauf auswirken kann. Eine solche Umgebung kann die Rate an Interventionen reduzieren und das subjektive Sicherheitsempfinden der Frauen stärken. Die Frauen können wie in einem geschützten Kokon gebären. Nach zehn Monaten in unseren Neubau freuen wir uns über eine sehr grosse Zufriedenheit unserer Schwangeren. Die Weiterempfehlungsrate von 96 Prozent, die das unabhängige Unternehmen Swiss Qualiquest erhoben hat, spricht Bände.»

2. Sectio-Tuch: Mehr Nähe und stärkere Bindung trotz Kaiserschnitt

«Im KSB bringt jede dritte Frau bringt ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt – eine Quote, die dem schweizerischen Durchschnitt entspricht (einen Kaiserschnitt empfehlen wir nur dann, wenn eine medizinische Indikation gegeben ist). Als eine der ersten Kliniken der Schweiz haben wir vor über zwei Jahren bei Kaiserschnitten das Sectio-Tuch eingeführt. Dieses ‘Eltern-Fenster’ ermöglicht es, die Geburt hautnah mitzuerleben, ohne die sterile Operationszone zu verletzen. Alle Frauen, denen diese Option zur Verfügung stand, haben sie im Jahr 2025 genutzt. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, nicht zuletzt bei Frauen, die sich eigentlich eine natürliche Geburt erhofft hatten. Die visuelle und unmittelbare Teilhabe bei der Sectio beeinflusst ein positives Geburtserlebnis immens, kann die postpartale Mutter-Kind-Bindung stärken und möglicherweise das Risiko für ein subjektiv belastendes Geburtserlebnis reduzieren. Unsere Erfahrungen bestätigen diese These.»

 

3. Pränataldiagnostik: Moderne Medizin erhöht die Sicherheit

«Die Schwangerschaftsbegleitung ist ein zentraler Bestandteil der Versorgung am KSB. Die moderne Pränataldiagnostik – darunter Ultraschallverfahren der neuesten Generation, nicht-invasive Tests (NIPT) sowie spezialisierte Doppler-Untersuchungen – hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Wissenschaftlich gut belegt ist, dass ein strukturiertes pränatales Screening das Risiko für Komplikationen wie Präeklampsie, fetale Wachstumsstörungen oder Frühgeburten um bis zu 60 Prozent reduzieren kann, sofern entsprechende Massnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Damit leisten pränatale Abklärungen einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Schwangerschaft.»

 

4. Wochenbett heute: Mobil statt bettlägerig

«Der Begriff ‘Wochenbett’ hat seinen historischen Ursprung in einer Zeit, in der Frauen nach der Geburt tagelang immobil waren. Heute gilt das Gegenteil: Die Frühmobilisation ist ein wichtiger Bestandteil des modernen Betreuungskonzepts am KSB – sowohl nach vaginalen Geburten als auch nach Kaiserschnitt. Es ist wissenschaftlich gut dokumentiert, dass frühe Bewegung

  • das Risiko für Thrombosen und Embolien deutlich senkt,
  • den Milchfluss fördert,
  • Schmerzen reduzieren und den Genesungsprozess beschleunigen kann.

Die meisten Frauen können das KSB bereits zwei bis drei Tage nach der Geburt ihres Kindes wieder verlassen – ein Wert, der internationalen Best-Practice-Standards entspricht. Darauf sind wir stolz.»

 

5. Zunahme von Frauen aus dem Freiamt

«Die Schliessung mehrerer geburtshilflicher Institutionen in der Region hat ebenfalls zum Geburtenanstieg beigetragen. Besonders aus dem Freiamt verzeichnet das KSB seit Monaten einen deutlichen Zuwachs an Patientinnen. Trotz dieser erhöhten Nachfrage können wir dank der neuen räumlichen Infrastruktur des KSB, stabiler personeller Ressourcen und optimierter Abläufe eine qualitativ hochstehende Betreuung gewährleisten. Mit der Eröffnung zusätzlicher Familienzimmer ab März 2026 werden wir unser Angebot ausbauen und die Rahmenbedingungen für werdende Eltern weiter verbessern. Unser Ziel ist es, den werdenden Eltern auch im Jahr 2026 die bestmögliche Versorgung bieten zu können.»

Auschnitt Babygalerie
Ein geburtenreiches Jahr: Blick in die KSB-Babygalerie.

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