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Tobias Manigold übernimmt die Rheumatologie am KSB

27. Februar 2026

Die Rheumatologie am Kantonsspital Baden (KSB) erhält eine neue Führung: PD Dr. med. Tobias Manigold übernimmt ab dem 1. März die Chefarztfunktion und tritt die Nachfolge von Dr. med. Andreas Thueler an. Mit ihm gewinnt das KSB einen international erfahrenen Rheumatologen mit ausgewiesener Forschungs- und Führungskompetenz sowie klaren Plänen für die Weiterbildung.

Wechsel der Reumatologie im KSB
Wechsel in der Rheumatologie im KSB: PD Dr. Tobias Manigold (re.) folgt als Chefarzt auf Dr. Andreas Thueler.

Rund zwei Millionen Menschen in der Schweiz leiden an einer rheumatischen Erkrankung. Wenn es also um entzündete Gelenke, komplexe Autoimmunerkrankungen oder seltene Kristallarthropathien geht, ist diagnostisch wie therapeutisch Expertise gefragt – gerade in einer alternden Gesellschaft. Die Rheumatologie zählt daher zu den dynamischsten Disziplinen der Medizin. Am KSB soll sie nun weiter an Profil gewinnen. Mit PD Dr. Tobias Manigold übernimmt ein ausgewiesener Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie (FMH) die Leitung. 

Sein Vorgänger Dr. Andreas Thueler bleibt der KSB-Rheumatologie und Rehabilitation bis zu seiner Pensionierung erhalten. Er wird als Konsiliararzt am Standort KSB City in Baden weiterhin Patientinnen und Patienten betreuen.

Das Ziel: Gewachsene Strukturen ausbauen

Die Voraussetzungen für einen guten Start von Tobias Manigold sind auch dank seines Vorgängers bestens. «Unter Dr. Andreas Thueler ist die Rheumatologie des KSB in den vergangenen 20 Jahren enorm gewachsen – inzwischen auf 14 Fachärzte, begleitet vom entsprechenden Ausbau der Begleitfunktionen», sagt der 53-Jährige. Diese gewachsene Struktur sei ein starkes Fundament. Zugleich sieht Manigold grosses Potenzial: «Mit Prof. Rahel Kubik steht eine sehr visionäre Departementsleitung an der Spitze. Beides eröffnet mir als forschungsinteressierter und -orientierter Rheumatologe viele Möglichkeiten und macht die Aufgabe besonders attraktiv.»

Dass sich das KSB als Zentrumsspital mit universitärem Charakter positioniert, war für ihn ein entscheidender Faktor. «Die Rheumatologie ist diagnostisch wie therapeutisch ein eigenständiges Fach und immunologisch extrem interessant», betont er. Genau diese Verbindung von klinischer Breite und wissenschaftlicher Tiefe wolle er in Baden weiter stärken.

Internationale Erfahrung am KSB

Tobias Manigold bringt ein aussergewöhnlich breites Profil mit. Zuletzt war er als Leitender Arzt und Poliklinikleiter der Universitätsklinik für Rheumatologie und Immunologie am Inselspital Bern tätig. Zuvor war er unter anderem Chefarzt Rehabilitation und Rheumatologie bei ZurzachCare sowie Oberarzt am Universitätsspital Basel.

Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn von Heidelberg an die National Institutes of Health (NIH) in den USA und als Assistant Professor nach Chile. 2013 habilitierte er an der Universität Basel, im Jahr 2023 folgte die Umhabilitation im Fach Rheumatologie an der Universität Bern. 

Nachwuchsförderung als strategischer Schwerpunkt

Neben der klinischen Exzellenz liegt Tobias Manigold besonders die Nachwuchsförderung am Herzen. In der Schweiz zeichnet sich ein Mangel an Rheumatologinnen und Rheumatologen ab. «Wissen weiterzugeben und Nachwuchs zu fördern, ist mir ein zentrales Anliegen. Die Rheumatologie am KSB soll sich als profilierte Weiterbildungsstätte weiterentwickeln», sagt er. Damit will er die Attraktivität des Fachs steigern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit in der Region langfristig sichern.

Auch aus Sicht des KSB ist die Neubesetzung ein strategischer Schritt. Prof. Dr. Rahel Kubik, Direktorin Departement Medizinische Dienste, sagt: «Mit Tobias Manigold gewinnen wir einen Chefarzt, der klinische Exzellenz, internationale Forschungserfahrung und Führungskompetenz vereint. Er steht für eine moderne Rheumatologie, die Innovation und Weiterbildung konsequent mit einer starken Patientenorientierung verbindet.» 

Gleichzeitig dankt das KSB Dr. Andreas Thueler, der die Rheumatologie während mehr als 20 Jahren massgeblich aufgebaut und geprägt hat. Mit der neuen Leitung setzt das KSB nun ein deutliches Zeichen, dass der von Thueler eingeschlagene Weg fortgeführt wird: Die Rheumatologie soll nicht nur wachsen, sondern sich als leistungsstarkes, akademisch geprägtes Kompetenzzentrum etablieren.

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