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Radiologische Technik

Computertomographie CT 

Mit der Computertomographie (CT) werden dreidimensionale Datensätze des Körpers erzeugt. Der Körper wird rund um seine Achse mit Röntgenstrahlen abgetastet. Die gewonnenen Informationen werden mittels Computer als Schnittbild dargestellt. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Röntgenuntersuchungen können die Organe überlagerungsfrei abgebildet und damit besser beurteilt werden. Unser Institut verfügt über mehrere hochmoderne CT-Geräte, wobei das sogenannte Dual Source-Gerät (Somatom Drive, Firma Siemens) am Standort Baden besonders für Untersuchungen im Niedrig-Strahlendosisbereich, die Herzbildgebung und sogenannte Dual Energy-Anwendungen geeignet ist. Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet mit modernsten Advanced CT-Methoden, unterstützt mit künstlicher Intelligenz und nimmt schweizweit einen Spitzenplatz ein hinsichtlich reduzierter Strahlendosis und Bildqualität. Dies erlaubt uns eine Bildgebung auf höchstem Niveau für unsere Zuweiser. Der Fokus liegt hier v.a. auf dem sog. Dual Energy-Scanning und optimierter Bildnachbearbeitung.

Wann ist die Untersuchung notwendig?

Die Computertomographie ermöglicht die Darstellung aller Regionen des Körpers in hoher Detailtreue. In vielen Fällen kann mittels CT die genaue Diagnose gestellt und über das weitere therapeutische Vorgehen entschieden werden.

Was ist zu beachten?

Während der Computertomographie wird häufig Röntgenkontrastmittel über eine zuvor gelegte Venenleitung verabreicht. Bei den Untersuchungen des Bauchraums ist es unter Umständen zusätzlich notwendig, vorher Wasser oder Kontrastmittel in Form eines Getränks zu sich zu nehmen. Bei speziellen Fragestellungen im Unterbauch ist es notwendig, auch über den Enddarm (Rektum) Kontrastmittel zu verabreichen. Hierbei wird ein kleiner Schlauch in den Enddarm eingeführt und dieser vorsichtig mit Kontrastmittel gefüllt. Die heute verwendeten Kontrastmittel sind allesamt sehr gut verträglich. Während der Kontrastmittelgabe über die Venenleitung kann ein leichtes Wärmegefühl im Körper auftreten, dies ist normal und sollte kein Grund zur Beunruhigung sein. In seltenen Fällen kann es jedoch zum Auftreten von allergischen Reaktionen kommen. Bitte informieren Sie uns vorher, wenn bei Ihnen Allergien bekannt sind. Sollten Sie nach der Kontrastmittelgabe Hauterscheinungenoder Atemnot bemerken, sprechen Sie uns bitte an. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auch einige Stunden nach der Untersuchung auftreten. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder melden Sie sich telefonisch bei uns. Sollten Sie unter einer Nierenfunktionsstörung oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, teilen Sie uns dies bitte auch vor der Untersuchung mit. Das gilt auch, falls die Möglichkeit einer Schwangerschaft bestehen sollte. Die Strahlenbelastung durch die Computertomographie ist abhängig von der zu untersuchenden Körperregion. Die heutigen modernen Geräte reduzieren die Strahlenbelastung aber auf das notwendige Minimum. Das Kantonsspital Baden gehört zu den spezialisierten Röntgeninstituten, die Dank ausgewiesener Expertinnen/ Experten schweizweit im untersten technisch möglichen Bereich der notwendigen Röntgenstrahlung arbeiten. Ihre Ärztin/Ihr Arzt ordnet eine Computertomographie nur dann an, wenn der erwartete Nutzen durch die Diagnose die Strahlenbelastung rechtfertigt. Die Radiologin/der Radiologe, welche/r die Untersuchung betreut, überprüft die Notwendigkeit jeweils noch einmal, bevor Sie für die Untersuchung bei uns aufgeboten werden. Dabei wird abgewogen, ob anstatt der CT- auch eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie (MRI) eingesetzt werden kann. Die CT Untersuchung dauert nur wenige Sekunden.

Während der Untersuchung ist es wichtig, dass Sie sich nicht bewegen, damit die Bilder anschliessend gut beurteilt werden können. Sie werden während der ganzen Untersuchungszeit von uns direkt betreut. Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, den Atem anzuhalten. Das Atemkommando können Sie über die Sprechanlage hören und es dauert etwa 2 bis 10 Sekunden.

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach der Untersuchung dürfen Sie in aller Regel die Röntgenabteilung unmittelbar verlassen. Die befundende Radiologin/der befundende Radiologe wird sich die Bilder ansehen (dies können weit über 1000 Einzelbilder sein). Es wird ein schriftlicher Befundbericht für Ihre zuweisende Ärztin/Ihren zuweisenden Arzt verfasst, dieser sollte dort am nächsten Tag zusammen mit allen Bildern vorliegen. DringlicheBefunde werden von der Radiologin/vom Radiologen unverzüglich telefonisch dem zuweisenden Arzt/der zuweisenden Ärztin mitgeteilt. Sie können das Resultat der Untersuchung dann ausführlich mit ihr/ihm besprechen.

Mammographie

Ihre Ärztin/Ihr Arzt hat Ihr Kind für eine Sonographie angemeldet. Die Sonographie ist eine sehr hilfreiche Methode, um mit Hilfe von Ultraschallwellen Strukturen (z.B. Organe) im Körperinneren hochauflösend zu untersuchen. Dabei werden keine Röntgenstrahlen verwendet. Bei der Sonographie werden hochfrequente Schallwellen (Ultraschallwellen) erzeugt und in den Körper gesendet. Diese werden durch die Strukturen reflektiert. Diese Reflexionen (Echos) werden zu einem Bild zusammengesetzt und so die Organe dargestellt. Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung. 

Wann ist die Untersuchung notwendig?

Die Mammographie ist die wichtigste Bildgebung bei der Vorsorgeuntersuchung der Brust. Man unterscheidet zwischen der diagnostischen Mammographie (wenn ein Krankheitszeichen, zum Beispiel ein Tastbefund in der Brust, auffällt) und der Vorsorgemammographie (Screeningmammographie). Die Mammographie dient darüber hinaus der Nachsorge nach Behandlung von Brustkrebs sowie der Überwachung von Risikopatientinnen (d.h. wenn eine familiäre Brustkrebshäufung vorliegt). Sie wird als Basisdiagnostik vor Brustoperationen oder vor Beginn einer Hormonersatztherapieeingesetzt. Die Mammographie wird durch die Tomosynthese ergänzt. Diese Methode ermöglicht es, die Gewebestrukturen in der Brust zu trennen, Überlagerungen zu reduzieren und schwer erkennbare Karzinome aufzuspüren. Bei dichtem Brustgewebe oder z.B. bei Tastbefund kann die Mammasonographie eingesetzt werden. Die Mammasonographie spielt eine wichtige Rolle in der Beurteilung unklarer Befunde und liefert häufig notwendige Zusatzinformationen. Das MRI hat als Ergänzung zur Mammographie, Tomosynthese und Sonographie folgende Einsatzbereiche: trotz vorausgegangener Bildgebung weiterhin unklare Befunde, präoperative Abklärung bei bekanntem Brustkrebs (Ausdehnung des Befundes, Multifokalität wie erfcoder -zentrizität ), Nachsorge nach Brustkrebs, Kontrolluntersuchung von Brustimplantaten, Frauen mit familiär bedingt stark erhöhtem Brustkrebsrisiko. Es konnte gezeigt werden, dass durchregelmässigen Einsatz der bildgebenden Brustdiagnostik und damit der Früherkennung die Überlebenschancen bei Brustkrebs erhöht und die Behandlungsmöglichkeiten entscheidend verbessert werden (z. B. Tumorentfernung bei gleichzeitiger Brusterhaltung).

Wie erfolgen die Untersuchungen?

Mammographie: Um eine gleichmässige Abbildung der gesamten Brust zu erhalten, muss sie zwischen zwei Plexiglasscheiben komprimiert werden. Dies kann als unangenehm empfunden werden, ist aber für eine gute Bildqualität notwendig und führt zur Verminderung der Strahlenbelastung. In der Regel werden von jeder Brust zwei Aufnahmen angefertigt. Tomosynthese: An der komprimierten Brust wird meistens nur in einer Ebene eine Sequenz aus niedrig dosierten Aufnahmen erstellt. Während einer Tomosynthese-Untersuchung generiert eine 50-Grad-Schwenkbewegung der Röntgenröhre etwa 25 Bilder mit einer Bildfrequenz von bis zu 2 Bildern pro Sekunde. Die anschliessende hochauflösende 3D-Rekonstruktion der Brust ermöglicht uns, die Brust in 1 mm dicken Schichten anzuschauen. 

Sonographie: In Rückenlage wird mit Hilfe eines Ankoppelungsgels ein hochfrequenter Linearschallkopf systematisch über die Brüste bewegt. Die Untersuchung sollte in Kenntnis der bisherigen Abklärungen, also in der Regel der Mammographie (allenfalls der Tomosynthese) und/oder der MRI, gezielt durchgeführt werden, da so die Aussagekraft verbessert wird. Bei jungen Frauen, bei Prothesenträgerinnen oder während der Schwangerschaft und Stillzeit wird die Sonographie hingegen als erstes bildgebendes Verfahren eingesetzt.

MRI: Die Untersuchung findet in Bauchlage statt. Die Brustdrüsen werden in speziellen Vertiefungen gelagert. Durch die Verabreichung eines Kontrastmittels (Gadolinium) über eine Armvene lassen sich suspekte Herde nachweisen und auf Grund ihrer Kontrastmitteldynamik besser einschätzen. Auch bei Platzangst kann die Untersuchung in den meisten Fällen mit Dormicumgabe durchgeführt werden.

Magnetresonanztomographie

Mittels Magnetresonanztomographie (MRT, MRI von englisch «magnetic resonance imaging») können Schnittbilder des gesamten Körperinneren erstellt werden. Äusserlich unterscheiden sich MRI-Geräte kaum von Computertomographie-Geräten, jedoch ist das Prinzip der Bilderzeugung ganz anders. CT-Geräte arbeiten mit Röntgenstrahlen, im MRI besteht keine Strahlenbelastung, sondern das Körperinnere wird mit Hilfe von Magnetfeldern, die von Spulen im Inneren der Röhre erzeugt werden, sichtbar gemacht. Die MRI macht sich dabei das natürliche Prinzip des Kernspins zunutze und wird deshalb auch als «Kernspintomographie» bezeichnet.

Geräte

An unserem Institut im Kantonsspital Baden und an unseren Aussenstandorten stehen zurzeit sieben Geräte zur Verfügung. Die meisten Geräte haben einen extrabreiten Röhrendurchmesser von 70 Zentimeter und sind damit speziell auch für Patientinnen/ Patienten mit Platzangst geeignet. Somit kann für Ihre Untersuchung das bestmögliche Gerät ausgewählt werden, wobei wir selbstverständlich auch Ihren Terminwunsch und die Nähe zu Ihrem Wohnort gerne berücksichtigen.

Was kann zielführend untersucht werden?

Aufgrund des guten Weichteilkontrastes ist die MRI-Untersuchung besonders für die Darstellung des Gehirns, der Wirbelsäule, der Gelenke, der inneren Organe sowie der weiblichen Brust und der Gefässe geeignet. Da keine Strahlenbelastung entsteht, kann sie auch während einer Schwangerschaft durchgeführt werden, dann allerdings ohne Verwendung von Kontrastmitteln.

Wie läuft die MRI-Untersuchung ab?

Die Untersuchungsdauer beträgt in der Regel ca. 30 Minuten. Bei bestimmten Untersuchungen kann sie allerdings auch 45 bis 60 Minuten betragen. Je nach Information, die Ihre Ärztin/ Ihr Arzt benötigt, werden Sie im Gerät gelagert und der zu untersuchende Körperteil in sogenannten Spulen positioniert. Während der Untersuchung werden Sie unterschiedlich Töne hören. Diese unterscheiden sich in ihrer Lautstärke, Schnelligkeit und Intensität. Diese «klopfenden Geräusche» sind normale Arbeitsgeräusche, die vom Gerät ausgehen. Zwischen den einzelnen Messungen wird es kleinere «Ruhephasen » geben, welche normal sind. Bitte bleiben Sie über die gesamte Untersuchungsdauer ruhig im Gerät liegen. Vor allem, wenn Sie die «Geräusche» hören, ist es sehr wichtig, dass Sie sich nicht bewegen. Gegen die «Geräusche» erhalten Sie von uns Kopfhörer, auf Wunsch mit Musik. Am Ende der Röhre ist eine Kamera angebracht, damit wir Sie jederzeit überwachen können. Die Röhre ist kein geschlossenes Gerät, sondern an beiden Enden offen.

Notfall-Ball:

Zu Ihrer Sicherheit – falls Sie nicht mehr in der Röhre liegen können oder die Untersuchung abbrechen möchten – erhalten Sie einen «Notfall-Ball» in die Hand. Diesen können Sie bei Bedarf einfach zusammendrücken und wir kommen dann zu Ihnen. Bitte benutzen Sie diesen jedoch nur im Notfall, da die Messung abgebrochen wird, wenn Sie ihn während der «Klopfgeräusche» betätigen. Leider sind dann die Bilder der laufenden Messung nicht mehr verwertbar und diese müssten wiederholt werden.

Metallische Gegenstände:

Aufgrund der starken Magnetfelder, die erzeugt werden, dürfen Sie im MRI keine metallischen Gegenstände wie Schmuck, Hörgeräte oder Uhren tragen. Ebenso müssen Zahnprothesen, Haarnadeln/-klammern/-bänder, Brillen oder Piercings sowie alle anderen metallischen Gegenstände ausgezogen werden. Des Weiteren dürfen keine Elektrogeräte (wie z. B. Natel, Insulinpumpen,…) oder Geldbörsen in die Nähe des Magnetfeldes gelangen. Bestimmte künstliche Herzklappen, Neurostimulatoren, Metallsplitter in den Augen oder metallische Clips im Gehirn oder anderen Körperteilen können eine MRI-Durchführung verunmöglichen. Neuere Herzschrittmacher können heute in vielen Fällen untersucht werden, der genaue Typ des Geräts muss aber bekannt sein. Wichtig ist, dass Sie uns mindestens 48 Stunden vor der Untersuchung darüber informieren, dass Sie einen Herzschrittmacher haben. Deshalb: Vor der Untersuchung bitte das Ihnen ausgehändigte Formular sorgfältig ausfüllen.

Kontrastmittel:

Bei gewissen Fragestellungen wird Kontrastmittel (gadoliniumhaltige Substanzen) gespritzt, um Gefässe, Organe und Weichteilstrukturen besser sichtbar zu machen. Die Kontrastmittel werden in kurzer Zeit wieder aus dem Körper ausgeschieden und sind sehr gut verträglich. Sie sollten uns jedoch informieren, falls Sie unter schweren Allergien, Asthmaund/oder Nierenerkrankungen leiden. 

Leiden Sie unter Platzangst?

Auch bei Patientinnen/Patienten mit Platzangst kann die Untersuchung in den meisten Fällen durchgeführt werden. Bitte teilen Sie uns jedoch rechtzeitig mit, wenn Sie unter Platzangst leiden. Es besteht die Möglichkeit, das Gerät vor Ihrem Termin zu besichtigen und sich den Ablauf genau erklären zu lassen. Bei vielen Untersuchungen kann heute der Kopf ausserhalb des Gerätes positioniert werden und die breite Röhrenöffnung macht in der Regel die Untersuchung gut erträglich. Wie bereits oben erwähnt, besteht die Möglichkeit, während der Untersuchung Musik zuhören. Auch darf eine Begleitperson während der Untersuchung anwesend sein. Bitte beachten Sie, dass Ihre Begleitperson die gleichen Vorsichtsmassnahmen einhalten muss wie Sie. Beruhigungsmittel: Die Verwendung von Beruhigungsmittel ist möglich. Bitte beachten Sie dabei, dass das Beruhigungsmittel Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen haben kann. Die Bedienung von Maschinen sowie das Lenken von Fahrzeugen ist somit in den ersten vier Stunden nach Einnahme nicht gestattet. Auch sollten Sie in dieser Zeit keine Verträge unterschreiben. In Ausnahmefällen kann eine Untersuchung am KSB auch in einem «Dämmerschlaf» unter Anästhesiebegleitung durchgeführt werden. 

Was passiert nach der Untersuchung?

Die Radiologin/der Radiologe sieht sich die Bilder Ihrer Untersuchung an. In vielen Fällen sind Nachverarbeitungen der Bilddaten notwendig. Der Befund wird dann digital Ihrer zuweisenden Ärztin/Ihrem zuweisenden Arzt übermittelt. Bei notfallmässigen Untersuchungen erfolgt dies unmittelbar nach der Untersuchung, bei allen anderen in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, falls Sie noch Fragen haben.

Ultraschalluntersuchung

Bei Ihnen ist eine Ultraschalluntersuchung geplant. Mittels Schallwellen werden wir Bilder aus Ihrem Körperinneren erstellen, um den möglichen Grund Ihrer Beschwerden ausfindig zu machen. Damit Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten können, haben wir in diesem Merkblatt die wichtigsten Informationen zur Vorbereitung und Durchführung zusammengestellt. So können Sie einen aktiven Beitrag für eine optimale Untersuchung leisten. Wir hoffen, dass Sie sich am Institut für Radiologie gut betreut fühlen.

Was ist Ultraschall?

Mit Sonograhie oder umgangssprachlich Ultraschall genannt kann man relativ unkompliziert in den Körper hineinschauen. Es ist ein bewährtes und dank der konstanten Weiterentwicklung ein sehr modernes Untersuchungsverfahren. Von einer Sonde werden Ultraschallwellen, die für den Menschen nicht hörbar sind, in den Körper hineingesendet, dort an den verschiedenen Gewebearten reflektiert und wieder von der Sonde empfangen. Dieses Echo wird vom Ultraschallgerät in ein Bild umgewandelt. Mit der Sonographie können fast alle Organe und Strukturen des Körpers untersucht werden. Da diese Methode ein sehr schonendes Verfahren ist (z. B. keine Strahlenbelastung), hat sie sich zu einem häufig genutzten bildgebenden Verfahren in der Medizin etabliert.

Warum erhalte ich eine Ultraschall Untersuchung?

Diese Untersuchung wurde für Sie gewählt, um von einer Körperregion mehr Informationen zu erhalten und die Ursache Ihrer Beschwerden zu finden oder eine bestimmte Erkrankung auszuschliessen. Nebst der Auswertung Ihrer Krankengeschichte und möglicherweise weiteren Untersuchungen (z. B. Blutentnahme) hilft die Sonographie, das weitere Vorgehen zu bestimmen oder eine entsprechende Therapie einzuleiten.

Was ist für die Untersuchung zu beachten?

Zur Untersuchung der Bauch- und Beckenorgane/-gefässe sollten Sie nüchtern sein. Das heisst, sechs Stunden vor dem Termin nichts mehr essen und nur Wasser ohne Kohlensäure trinken. Auf kohlensäurehaltige Getränke sollten Sie verzichten, da Kohlensäure im Darm die Einsicht in die Bauchorgane behindert. Kaffee oder Schwarztee sollten Sie ebenfalls meiden, denn dadurch zieht sich die Gallenblase zusammen und lässt sich nicht mehr untersuchen. Dasselbe gilt für das Rauchen.

Bei Untersuchungen des Bauchraumes und insbesondere der Nieren und ableitenden Harnwege sollte die Harnblase gefüllt sein. Untersuchungen, die nicht den Bauch betreffen, erfordern in der Regel keine speziellen Vorbereitungen.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Während der Untersuchung wird die Sonde auf Ihre Haut aufgesetzt. Dabei wird ein angewärmtes Kontaktgel verwendet. Das Gel wird benötigt, um eine gute Bildqualität zu erhalten. Die Untersuchung erfolgt nach einem vorgegebenen Schema und es werden je nach Fragestellung zusätzliche Bilder erstellt. 

Was passiert nach der Untersuchung?

Die während der Untersuchung angefertigten Bilder werden elektronisch gespeichert und in unserer Datenbank archiviert. Die Bilddaten stehen somit während mindestens 10 Jahren zur Verfügung und können bei uns als Bildlink angefordert werden. Der Befund wird elektronisch der zuweisenden Kollegin/dem zuweisenden Kollegen zugesandt, die/der dann mit Ihnen das Ergebnis.

Durchleuchtung

In der Durchleuchtung werden innere Organe, insbesondere der Magen-Darm-Trakt, aber auch Gefässe mittels Kontrastmitteln (röntgendichte Flüssigkeiten) sichtbar gemacht. Mit einer beweglichen Röntgenröhre können dynamische Vorgänge im Körperinnern verfolgt und mit Hilfe einer Durchleuchtung (Fluoroskopie) dokumentiert werden. Nicht jeder Untersuch verläuft gleich. Deshalb werden Sie über den genauen Ablauf von unserem Team vor Ort informiert. Wir hoffen, dass Sie sich an unserem Institut gut betreut fühlen. 

Wann ist eine Untersuchung notwendig?

Bei Schluckstörungen, bei möglichen Passagehindernis im Verlauf des Darmes oder bei möglichen Divertikeln des Dickdarmes (Ausstülpungen der Darmwand) ist eine Durchleuchtung zur weiteren Abklärung hilfreich. Ausserdem werden zum Beispiel Gefässe dargestellt und Gefässveränderungen behandelt (Angiographie) oder Kathetersysteme in der Durchleuchtung auf ihre Durchgängigkeit überprüft.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Bei der Darstellung der Speiseröhre und des Magen- Darm-Traktes wird Kontrastmittel geschluckt und der Schluckakt beziehungsweise die Passage des Kontrastmittels unter Durchleuchtung mittels Röntgenbildern dokumentiert und beurteilt. So findet man beispielsweise einen Divertikel in der Speiseröhre (Ausstülpung der Speiseröhrenwand) als Ursache für Schluckbeschwerden oder eine Verlagerung des Magens in den Brustraum als Ursache für Schmerzen im Oberbauch und ein Würgegefühl. Stellt sich die Frage nach Divertikeln im Dickdarm wird Kontrastmittel über einen kleinen Schlauch vom Darmausgang in den Dickdarm eingefüllt, um die Ausstülpungen im Dickdarm sichtbar zu machen. Um abzuklären, ob ein Schlauchsystem, zum Beispiel ein Port-à-Cath, korrekt liegt, wird Kontrastmittel direkt über das Schlauchsystem gegeben und anschliessend unter Durchleuchtung der Flussverlauf beurteilt.

  1. Was ist zu beachten?

Je nach Untersuchung sind vorbereitende Massnahmen nötig, z.B. die Einnahme eines Abführmittels, Verzicht auf vorgängige Nahrungsaufnahme. Diesbezüglich werden Sie von Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt rechtzeitig informiert. Die Kontrastmittel sind im Allgemeinen gut verträglich. Allerdings muss der durchführende Facharzt für Radiologe über eine allfällige Kontrastmittelallergie oder Schilddrüsenfunktionsstörung (Schilddrüsenüberfunktion) unterrichtet werden. Je nach Schweregrad kann die Untersuchung dann nicht stattfinden. Die Durchleuchtung basiert auf Röntgenstrahlung und ist damit mit einer Strahlenbelastung verbunden, die mit den heutigen modernsten Geräten jedoch sehr gering ist. Falls Sie schwanger sind, wird allerdings von einer Durchleuchtungsuntersuchung abgesehen, da die Röntgenstrahlen dem ungeborenen Kind schaden können. 

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach der Untersuchung werden die gemachten Röntgenbilder von der Radiologin/vom Radiologen (Röntgenarzt) beurteilt und eine Diagnose erarbeitet. Dies passiert zum Teil noch in Ihrer Anwesenheit, zum Teil müssen die Bilder im Nachhinein im Team besprochen werden. Sie werden dann von Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt über das Ergebnis informiert.

Videofluoroskopie

Diese unkomplizierte und schmerzlose Untersuchung zeigt in Röntgenfilmen Ihren Schluckakt. Beschwerden beim Schlucken im ganzen Bereich vom Mund über den Hals bis zum Magen und zum Darmeingang können mit einer Durchleuchtung untersucht werden. Dabei werden sowohl die Schluckfunktion als auch die beteiligten Strukturen beurteilt. Im Allgemeinen dauert eine Videofluoroskopie zwischen 30 und 45 Minuten. Das geschulte Fachteam besteht aus jeweils einer Person im Bereich der Radiologie, der Logopädie und einer Röntgen-Assistenz. Wir hoffen, dass Sie sich an unserem Institut gut betreut fühlen.

Wie erfolgt die Untersuchung?

Während Sie mit einem Klinik-Kittel bekleidet auf einer Vorrichtung des Röntgengerätes sitzen, wird die Radiologin / der Radiologe Ihnen verschiedene Lebensmittel in Form verschiedener Konsistenzen zum Schlucken anreichen. In der Regel ist das etwas Flüssiges, ein Pudding und ein Stück Brot mit einem Aufstrich. Während Sie schlucken, nehmen wir mit dem Röntgengerät einen filmischen Ablauf des Schluckvorganges auf. Vom radiologischen und logopädischen Personal kann daraufhin beurteilt werden, ob eine Auffälligkeit im Bildmaterial zu sehen ist, die Ihre Problematik erklärt. Am Ende der Untersuchung kann Ihnen in der Regel schon ein Erstergebnis mitgeteilt werden. Der ausführliche Befund wird der zuweisenden Ärztin oder dem Hausarzt in den nächsten drei Werktagen schriftlich zugesandt. Vor der Untersuchung dürfen Sie normal Ihre Mahlzeiten einnehmen und müssen nicht nüchtern sein. Sie erhalten keine Medikamente und können problemlos auch allein nach der Untersuchung am Strassenverkehr teilnehmen.

Was ist zu beachten?

Bitte legen Sie vor der Untersuchung allfälligen Schmuck ab (Ohrringe, Piercing, Halskette, Armbanduhr). Falls Sie eine Glutenunverträglichkeit haben, können Sie gerne ein eigenes Stück Brot mitbringen.