Interdisziplinäre Intensivmedizin

Auf der Intensivstation werden PatientInnen, die sich in kritischen körperlichen Verfassungen oder gar in akuten Lebensgefahren befinden, über 24h kontinuierlich therapiert, gepflegt und überwacht. Dabei handelt es sich um PatientInnen mit einer schweren Erkrankung, nach einer schweren Operation oder nach einem schweren Unfall.

Fachärzte für Intensivmedizin und speziell geschultes Pflegepersonal (Experten Intensivpflege NDS) leisten - unterstützt von modernster Technologie - rund um die Uhr medizinische Hilfe und Betreuung für diese schwerstkranken PatientInnen.

Unsere Intensivstation

Die Intensivstation des Kantonsspitals Baden (KSB) ist organisatorisch dem Departement Interdisziplinäres Notfallzentrum (INZ) angegliedert. An der Betreuung der PatientInnen sind nebst FachärztInnen für Intensivmedizin auch FachärztInnen aus den übrigen Disziplinen sowie Physiotherapie , Logopädie , Ergotherapie und Ernährungsberatung beteiligt. Bei Bedarf werden ÄrztInnen anderer Fachrichtungen jederzeit konsiliarisch zugezogen.

Die Intensivstation verfügt über 10 Betten (Einzelkojen). 9 PatientInnen können künstlich beatmet werden. Spezielle Apparate ermöglichen eine kontinuierliche Blutwäsche. Auf der Station werden jährlich über 950 PatientInnen behandelt.

Sinn und Zweck der Intensivmedizin

Unsere Aufgabe in der Intensivmedizin ist es, den Patienten über eine akute Lebensbedrohung hinwegzuhelfen und die Zeit zu überbrücken, die der Körper für eine Heilung braucht. Lebenserhaltende Therapien zielen darauf, das Grundleiden zu therapieren bzw. eine Spontanheilung und die Rückkehr in ein angemessenes Lebensumfeld zu ermöglichen.

Erkrankungen oder Unfälle erreichen manchmal einen Schweregrad, wo eine Genesung nicht mehr möglich ist. Diese Grenzen werden respektiert. Unter Einbezug von Palliative Care hat Sterben in Würde auch auf der Intensivstation seinen Platz.

Selbstbestimmung und Patientenverfügung

Es ist für viele Menschen eine beängstigende Vorstellung, durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit nicht mehr selber entscheiden zu können. Mit einer Patientenverfügung sorgt man für solche spezielle Situationen vor und hält im Voraus fest, welchen medizinischen Massnahmen man zustimmt und welche man auf keinen Fall möchte.

Seit dem 1. Januar 2013 gilt das neue Erwachsenenschutzrecht, welches das Gewicht auf die Selbstbestimmung legt. Die Patientenverfügung erleichtert Ärztinnen und Ärzten in schwierigen Entscheiden und entlastet auch die Angehörige. Sie ist für Ärzte und Angehörige rechtlich verbindlich.

Ohne Patientenverfügung muss sich der Arzt mit den Angehörigen absprechen. Es sind oft weittragende Entscheide zu fällen. Der Arzt trägt zwar immer nach den Regeln der ärztlichen Kunst die volle Verantwortung für den Behandlungsentscheid. Er handelt als Hüter des Selbstbestimmungsrechts des Patienten. Seinen Behandlungsentscheid muss und wird er nach dem mutmasslichen Willen des Patienten und in dessen Interesse treffen.

Unsere PatientInnen und ihre Angehörigen

Trotz aller Technologie und Spitzenmedizin an der Grenze des Möglichen steht für uns der Patient als Mensch im Mittelpunkt. Auch nach langer Intensivtherapie ist die Linderung psychischer Wunden ein grosses Anliegen.

Für die Betreuung der Angehörigen nehmen wir uns viel Zeit und sind in schwierigen Situationen dankbar für die zusätzliche Unterstützung durch unser Spital-Seelsorgeteam und unser Care-Team.

Besuchszeiten täglich 11.00 bis 19.30 Uhr

Ausnahmen sind nach Absprache mit der zuständigen Pflegeperson möglich. Telefon 056 486 32 10 .

Ausbildung auf der Intensivstation - unser Einsatz für die Zukunft

Neben der Betreuung von schwer kranken Menschen ist uns die Aus- und Weiterbildung von ärztlichem und nichtärztlichem Personal ein grosses Anliegen, für das wir uns engagiert einsetzen.

Für die Facharztausbildung anerkannt als Intensivstation der Kategorie B (18 Monate)

Unsere Intensivstation ist von der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) als interdisziplinäre Intensivstation zertifiziert. Für die Facharztausbildung zum FMH Intensivmedizin sind wir von der FMH/SIWF als interdisziplinäre Intensivstation der Kategorie B anerkannt. Vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ist sie als Weiterbildungsstätte für das Nachdiplomstudium Experten in Intensivpflege NDS HF berechtigt:


Dr. med.

François Fontana

Ärztlicher Leiter Intensivmedizin

Dr. med.

Silvia Brims Koponen

Stv. Leitende Ärztin Intensivmedizin

 

Karsten Richter

Leiter Pflege INZ / IMC / IDIS

 

Patrick Leute

Stationsleiter Pflege IDIS

 

Eva Pietzke

Stv. Stationsleiterin Pflege IDIS

 

Matthias Moser

Berufsbildungsverantwortlicher Intensivpflege