Die Putzkolonne
Der Darm liebt Ordnung. Und Ballaststoffe sind seine zuverlässigsten Reinigungskräfte. Sie fördern die Verdauung, sorgen für Bewegung im Darm und helfen dabei, Abfallstoffe aus dem Körper zu transportieren. Besonders reich an Nahrungsfasern sind Hülsenfrüchte. Ein cremiger Hummus oder ein würziges Linsencurry liefern dem Darm genau das, was er für eine reibungslose Arbeit braucht.
Freundliche Bakterien
Im Darm lebt eine riesige Gemeinschaft von Mikroorganismen – das sogenannte Mikrobiom. Damit dieses empfindliche Ökosystem im Gleichgewicht bleibt, braucht es Unterstützung. Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Quark, Skyr oder Sauerkraut enthalten lebende Mikroorganismen, die das Mikrobiom stärken und sogar entzündungshemmend wirken können.
Wasser marsch!
Auch ein perfekt zusammengestellter Speiseplan nützt wenig, wenn die Flüssigkeit fehlt. Wasser ist entscheidend für eine funktionierende Verdauung. Es hilft dem Körper, Nahrungsreste und Giftstoffe zu transportieren, und sorgt dafür, dass der Darminhalt geschmeidig bleibt. Kurz gesagt: Wer seinem Darm etwas Gutes tun will, sollte ausreichend trinken – nicht nur im Sommer.
Schutzengel für den Darm
Ein Griff zu Früchten kann mehr bewirken, als man denkt. Besonders Beeren und Zitrusfrüchte liefern wertvolle Antioxidantien. «Antioxidantien schützen vor Zellschäden», erklärt Ursula Schulz. Sie helfen dem Körper, sogenannte freie Radikale zu neutralisieren und tragen dazu bei, dass die Zellen im Darm gesund bleiben. Setzen Sie dabei auch auf regionale und saisonale Früchte.
Banana!
Minions und die Fans der gelben Frucht dürfen sich freuen: Bananen gehören zu den sogenannten präbiotischen Lebensmitteln. Diese liefern nicht selbst Bakterien, sondern dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Auch alle anderen Gemüse und Früchte gehören zu diesen «Futterlieferanten» für das Mikrobiom und können das Wachstum gesunder Darmbakterien fördern.

«Fermentierte Lebensmittel fördern das Mikrobiom.»
Leiterin Ernährungsberatung
Coole Helden aus dem Kühlregal
Manchmal liegt die Unterstützung für den Darm direkt im Kühlregal. Probiotische Getränke wie Kombucha oder Kefir enthalten lebende Mikroorganismen, die das Mikrobiom stabilisieren können. Ein ausgeglichenes Mikrobiom wiederum stärkt nicht nur die Verdauung, sondern unterstützt auch das Immunsystem. Wählen Sie aber vorzugsweise die ungesüssten Varianten!
Von wegen süss
So sehr unser Gehirn Zucker liebt, ist zu viel davon für den Darm problematisch. Zucker fördert das Wachstum unerwünschter Bakterien und kann entzündliche Prozesse im Darm begünstigen. Deshalb gilt: Süsses bewusst geniessen, aber nicht zur täglichen Hauptmahlzeit machen.
Da muss Würze rein!
Auch Gewürze können dem Darm auf die Sprünge helfen. Kurkuma, Ingwer und Knoblauch enthalten zahlreiche bioaktive Stoffe. Diese wirken entzündungshemmend und können die Verdauung unterstützen. Eine Prise davon im Essen bringt also nicht nur Geschmack, sondern auch gesundheitliche Vorteile.
Das Fazit:
Der Darm arbeitet still und meist unbemerkt, doch seine Bedeutung für die Gesundheit ist enorm. Wer ihn mit Ballaststoffen, fermentierten Lebensmitteln, ausreichend Wasser und einer Portion Gewürze unterstützt, schafft die besten Voraussetzungen für ein starkes Mikrobiom und ein gutes Bauchgefühl.
Text: Simon David • Geprüft von: Ursula Schulz, Leiterin Ernährungsberatung


