1) Kaltstart verboten
Direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill? Bitte nicht! Das Fleisch sollte Raumtemperatur haben, sonst gart es ungleichmässig und verliert an Saftigkeit.
2) Das Spa fürs Fleisch
Es steht ausser Frage, dass Marinaden eine Wellnesskur fürs Grillgut sind: Öl, Kräuter, Gewürze oder Zitrusfrüchte sorgen für Geschmack und Zartheit. Das Wichtigste wird aber oft vergessen: Vor dem Grillieren sollte man die gröbsten Marinadenreste wieder abstreifen, sonst gibt es verbrannte Reste statt Röstaromen.
3) Salz macht sexy
Brining heisst das Zauberwort. Dabei handelt es sich um ein stundenlanges Bad in Salzlake. Es klingt unspektakulär, macht das Fleisch aber saftiger und aromatischer. Das gilt vom Poulet bis hin zur Schweinsschulter.
4) Achtung, Rauchzeichen!
Für das gewisse Extra sorgen Woodchips oder Holzchunks aus Buche. Sie liefern ein feines Aroma. Einen Fehler sollte man bei der Verwendung aber beachten: Die Chips oder Chunks sollten unbedingt trocken verwendet werden! Nur so entsteht sauberer Rauch und kein bitterer Beigeschmack.

«Ein perfektes Steak braucht kein Tamtam!»
KSB-Küchenchef
5) Steak mit Stil
An dieser Formel gibt es nun wirklich nichts zu rütteln: Ein perfektes Steak braucht kein Tamtam. Es sollte gut marmoriert, 3 cm dick geschnitten und bei hoher Hitze 2 bis 3 Minuten pro Seite grilliert werden. Danach heisst es nur noch: ruhen lassen und geniessen.
6) Zwei Zonen, ein Ziel
Mit einem Grillbereich ist es schon lange nicht mehr getan. Denn Profis grillieren mit einer heissen Zone fürs Anbraten und einer milderen fürs Nachgaren. Wer es so macht, hat alles im Griff und serviert punktgenau statt Pi mal Daumen.
7) Mehr als ein Nebendarsteller
Gemüse ist nicht nur als Beilage top, sondern auch als Grillgut. Mit etwas Öl und Kräutern werden Zucchetti, Peperoni, Zwiebeln, junge Rüebli oder Auberginen zum kulinarischen Highlight. Einfach mal versuchen!
8) Süsse Verführung
Und wenn wir schon dabei sind: Nicht nur Gemüse gehört auf den Grill, sondern auch Früchte. Klingt komisch, ist es aber nicht. Beispiel gefällig? In Scheiben geschnittene Pfirsiche oder Ananas karamellisieren bei hoher Hitze und passen perfekt zu Vanilleglace. So schmeckt das Dessert deluxe dieses Sommers. Guten Appetit!
Text: Simon David • Geprüft von: Andri Müller, KSB-Küchenchef


