Molekularpathologie

FISH-Untersuchung

Bei der Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung (FISH) Untersuchung werden mit chemischen Farbstoffen markierte DNA-Sonden verwendet, die spezifisch an bestimmte Genbereiche binden. Genvermehrungen (Amplifikationen) oder eine Ortsveränderung von Chromosomenabschnitten (Translokationen) können so festgestellt werden und haben therapeutische und diagnostische Bedeutung.

Das Untersuchungsspektrum der Pathologie KSB umfasst das Mammakarzinom, Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) und diverse Weichteiltumoren.

Beispiel einer FISH Untersuchung mit Amplifikation des sog. HER-2 Gens im Brustkrebsgewebe. Die grünen Signale repräsentieren die Chromosomen, die roten Signale die stark vermehrten HER-2-Gene

PCR-Untersuchung

Mit der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) Untersuchung kann Erbsubstanz (DNA) millionenfach vervielfältigt und auf Veränderungen (sogenannte Mutationen) untersucht werden. Aktuelle Einsatzgebiete finden sich beim fortgeschrittenen Dickdarmkrebs, beim Lungenkarzinom, bei Melanomen und bei sog. gastrointestinalen Stromatumoren. Für die betroffenen Patientinnen und Patienten gibt es durch den Einsatz von therapeutischen Antikörpern und sog. kleinen Molekülen eine Behandlungsmöglichkeit. Die Untersuchung diverser Gene auf Mutationen mittels PCR spielt als Marker für das Ansprechen dieser Therapie eine entscheidende Rolle. Mit der Mutationsuntersuchung im Krebsgewebe können die Patienten herausgefiltert werden, deren Tumoren potentiell auf eine Therapie ansprechen könnten. Dadurch können auch unwirksame und möglicherweise schädliche Therapieversuche vermieden werden. Wir bieten diese PCR-Tests routinemässig an.

Eine DNA-Sequenz mit dem Nachweis einer Punktmutation im KRAS-Gen (Bereich eingekreist).