Das Partnerhaus

Das Kantonsspital Baden ist um eine Institution reicher: Nach einer zweijährigen Bauzeit hat das KSB Partnerhaus im Januar 2018 seinen Betrieb aufgenommen. Damit wird die Rolle des KSB als Drehscheibe des Gesundheitswesens im Osten des Kantons Aargau weiter gestärkt. Die Kosten für das siebengeschossige Gebäude belaufen sich auf rund 40 Millionen Franken.

„Das KSB Partnerhaus hat Vorbildcharakter für die gesamte Gesundheitsbranche. Entsprechend stolz ist der Kanton Aargau als Eigentümer auf diese Infrastruktur“, sagt Regierungsrätin Franziska Roth, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau. „Mit der Tagesklinik Kubus und nun mit dem Partnerhaus zeigt das KSB, wie die mittlerweile weit verbreitete Forderung ‚ambulant vor stationär‘ wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Mit der Planung wurde bereits begonnen, als sich die politische Diskussion noch im Anfangsstadium befand. Das zeugt von strategischer Weitsicht.“

KSB als Drehscheibe des Gesundheitswesens

Bei der Modernisierung des KSB steht die Idee der integrierten Gesundheitsversorgung im Vordergrund. Einen wesentlichen Bestandteil stellt dabei das KSB Partnerhaus dar. „Mit dem Partnerhaus wird die Rolle des KSB als Drehscheibe des Gesundheitswesens im Osten des Aargaus weiter gestärkt“, sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. „Durch die Kooperation und Vernetzung unter den Gesundheitspartnern entsteht ein Versorgungssystem, das vorhandene Ressourcen und Synergien verstärkt nutzt und so einen Beitrag zur Kosteneinsparung leistet.“

Als grösste Mieterin hat die RehaClinic AG aus Bad Zurzach die beiden obersten Stockwerke des KSB Partnerhauses bezogen. Sie hat dort eine 40-Betten-Klinik sowie eine Tagesrehabilitation eingerichtet, wo seit dem 22. Januar Patienten betreut werden. Zudem zügeln demnächst Zweigstellen der Lungenliga, der Psychiatrischen Dienste (PDAG), der Balgrist PartnerOrtho sowie verschiedene ambulant ausgerichtete Abteilungen des KSB wie Pädiatrie, Chirurgie, Gastroenterologie, Ergotherapie und das Gefässzentrum ins Partnerhaus. Im Parterre können sich Patienten und Gäste zudem im Caffè Orizzonte verköstigen. Das Lokal, das einen Hauch von Italianità versprüht, wird Mitte Februar 2018 eröffnet.

Der Patient steht im Zentrum

Die Vereinigung von verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen unter einem Dach macht nicht nur aus politischer und wirtschaftlicher Sicht Sinn. Auch für die Patienten ergeben sich Vorteile. Das Beispiel einer Fussoperation verdeutlicht das sehr anschaulich. So kann ein Patient nach dem chirurgischen Eingriff in der RehaClinic im Partnerhaus seine Rehabilitationstherapie starten – weite Transportwege entfallen. Mit der Balgrist PartnerOrtho befindet sich zudem eine führende Herstellerin und Anbieterin von orthopädischen Hilfsmitteln im Haus, deren Angebotspalette von Massschuhen über Prothesen bis hin zum Rollstuhlservice reicht.