Königin Agnes versus Neubau Agnes

Kurzer geschichtlicher Hintergrund zu Königin Agnes von Ungarn, die Habsburgerin.

Ihr Grossvater, Rudolf von Habsburg (1218-1291) heiratet Gertrud v. Hohenberg. Er ist der Begründer der grossen Habsburg-Dynastie.

Der älteste Sohn, Albrecht I, (1255-1308), wird wie sein Vater wieder König des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und ist mit Elisabeth von Görz verheiratet. Sie haben zusammen zwölf Kinder. Übersiedlung der Familie nach Wien um 1283. Ihre älteste Tochter Agnes wird 1281 geboren.

Sie erhielt eine gute Ausbildung und wurde 15-jährig mit König Andreas v. Ungarn verheiratet; dieser stirbt fünf Jahre später. Die junge Witwe kehrt 1301 nach Wien zurück. Sie legt ihren Titel, Königin Agnes von Ungarn, nie ab.

1308 wird ihr Vater Albrecht am Fusse seiner Stammburg, der Habsburg, ermordet. Das Feld, auf welchem er zu Tode kommt, nennt man nun Königsfelden. Seine trauernde Witwe, Elisabeth, lässt für das Seelenheil ihres Gatten das Kloster Königsfelden erbauen.

Agnes versprach ihrer Mutter am Sterbebett, sich um das Kloster in Königsfelden zu kümmern. Mit der Beisetzung von Elisabeth in der neu gebauten Klosterkirche, übersiedelte 1317 auch Königin Agnes v. Ungarn von Wien nach Köngisfelden.

1318 erlässt Agnes eine Ordnung für das Doppelkloster Königsfelden: Männer gehören zum Franziskanerorden, Frauen zum Klarissenorden. Sie selbst wohnt in einem „klein demütig Hüslin“ im Klosterareal, ohne eine Gelübde abgelegt zu haben. Agnes führt das Kloster zu höchstem Ansehen und Blüte.

Als grosses und bleibendes Werk schenkte Agnes v. Ungarn Baden im Jahre 1349, das nach ihr benannten "Agnesienspital".

Wer gerne mehr über Agnes erfahren möchte, sollte unsere Beiz an den Wochenenden besuchen. Die bekannte Stadtführerin Silvia Hochstrasser weiss allerlei Interessantes und Amüsantes zu berichten. Immer mit einem zwinkernden Auge versus Da Vinci.