Computertomographie

Mit der Computertomographie (CT) werden dreidimensionale Datensätze des Körpers erzeugt. Der Körper wird rund um seine Achse mit Röntgenstrahlen abgetastet. Die gewonnenen Informationen werden mittels Computer als Schnittbild dargestellt. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Röntgenuntersuchungen können die Organe überlagerungsfrei abgebildet und damit besser beurteilt werden.

Unser Institut verfügt über mehrere hochmoderne CT-Geräte, wobei das sogenannte Dual-Source Gerät (Somatom Definition Flash, Firma Siemens) am Standort Baden, besonders für Untersuchungen im Niedrig-Strahlendosisbereich, die Herzbildgebung und sogenannte dual energy Anwendungen geeignet ist.

Das Kantonsspital Baden (KSB) arbeitet mit modernsten advanced-CT Methoden und nimmt schweizweit einen Spitzenplatz ein hinsichtlich reduzierter Strahlendosis und Bildqualität. Dies erlaubt uns Bildgebung auf höchstem Niveau für unsere Zuweiser. Der Fokus liegt hier v.a. auf dem sog. dual energy scanning und optimierter Bildnachbearbeitung.

Wann ist die Untersuchung notwendig?

Die Computertomographie ermöglicht die Darstellung aller Regionen des Körpers in hoher Detailtreue. In vielen Fällen kann mittels CT die genaue Diagnose gestellt und über das weitere therapeutische Vorgehen entschieden werden.

Was ist zu beachten?

Während der Computertomographie wird häufig Röntgenkontrastmittel über eine zuvor gelegte Venenleitung verabreicht. Bei Untersuchungen des Bauchraums ist es unter Umständen zusätzlich notwendig, vorher Kontrastmittel in Form eines Getränks zu sich zu nehmen. Bei speziellen Fragestellungen im Unterbauch ist es notwendig, auch über den Enddarm (Rektum) Kontrastmittel zu verabreichen. Hierbei wird ein kleiner Schlauch in den Enddarm eingeführt und dieser vorsichtig mit Kontrastmittel gefüllt.

Die heute verwendeten Kontrastmittel sind sehr gut verträglich. Während der Kontrastmittelgabe kann ein leichtes Wärmegefühl im Körper auftreten, dies ist normal und sollte kein Grund zur Beunruhigung sein. In seltenen Fällen kann es jedoch zum Auftreten von allergischen Reaktionen kommen. Bitte informieren Sie uns vorher, wenn bei Ihnen Allergien bekannt sind. Sollten Sie nach der Kontrastmittelgabe Hauterscheinungen oder Atemnot bemerken, sprechen Sie uns bitte an. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen auch einige Stunden nach der Untersuchung auftreten, in diesem Fall wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder melden Sie sich telefonisch bei uns.

Sollten Sie unter einer Nierenfunktionsstörung oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, teilen Sie uns dies bitte auch vor der Untersuchung mit. Ebenso, falls die Möglichkeit einer Schwangerschaft bestehen sollte.

Die Strahlenbelastung durch die Computertomographie ist abhängig von der zu untersuchenden Körperregion. Die heutigen modernen Geräte reduzieren die Strahlenbelastung aber auf das notwendige Minimum. Das Kantonsspital Baden gehört zu den spezialisierten Röntgeninstituten, die Dank ausgewiesener Experten schweizweit im untersten technisch möglichen Bereich der notwendigen Röntgenstrahlung arbeiten.

Ihr Arzt ordnet eine Computertomographie nur dann an, wenn der erwartete Nutzen durch die Diagnose die Strahlenbelastung rechtfertigt. Der die Untersuchung betreuende Radiologe überprüft die Notwendigkeit jeweils noch einmal bevor Sie für die Untersuchung bei uns aufgeboten werden. Dabei wird abgewogen, ob anstatt der CT- auch eine Ultraschalluntersuchung oder Magnetresonanztomographie (MRI) eingesetzt werden kann. Die CT-Untersuchung selber dauert nur wenige Sekunden. Während der Untersuchung ist es wichtig, dass Sie sich nicht bewegen, damit die Bilder anschliessend gut beurteilt werden können. Sie werden während der ganzen Untersuchungszeit von uns direkt betreut. Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, den Atem anzuhalten. Das Atemkommando können Sie über die Sprechanlage hören und dauert etwa 2 bis 10 Sekunden.

Was passiert nach der Untersuchung?

Nach der Untersuchung dürfen Sie in aller Regel die Röntgenabteilung unmittelbar verlassen. Der befundende Radiologe (Röntgenarzt) wird sich die Bilder ansehen (dies können weit über 1000 Einzelbilder sein). Es wird ein schriftlicher Befundbericht für Ihren behandelnden Arzt verfasst und sollte dort am nächsten Tag, zusammen mit allen Bildern vorliegen. Dringliche Befunde werden vom Radiologen unverzüglich telefonisch Ihrem behandelnden Arzt mitgeteilt. Sie können das Resultat der Untersuchung dann ausführlich mit Ihrem zuweisenden Arzt besprechen.

Koronar-CT am KSB

Das sogenannte "Coro-CT", also die Darstellung der Herzkranzgefässe mittels Computertomographie, ist eine geeignete Methode, um eine mögliche koronare Herzkrankheit mit hoher Sicherheit auszuschliessen.