Ohne Schnitt: die Bestrahlung

Die Bestrahlungen werden nicht von Urologen, sondern Radioonkologen durchgeführt. Radioonkologen sind Spezialärzte für Strahlenbehandlungen.

In einzelnen Stadien eines Prostatakrebses können sich unterschiedliche Behandlungen anbieten, deren Resultate mit einem operativen Eingriff zu vergleichen sind. Prostatakrebs kann mit einer Bestrahlung geheilt werden, sofern die Erkrankung noch auf das Organ selbst begrenzt ist. Die Strahlentherapie kann jedoch bei einer fortgeschrittenen Erkrankung auch das Wachstum von Tumoren bremsen.

Üblicherweise kommen Bestrahlungen bei Männern zur Anwendung, bei denen das Karzinom die Prostatawand bereits durchbrochen hat oder aber bei jenen die einen auf die Prostata begrenzten Rückfall nach einer Operation erleiden.

Oft kommt die Therapie mit Strahlen in Kombination mit anderen Möglichkeiten einer Behandlung zum Einsatz.

Schmerzen und Beschwerden lindern

Hat der Tumor bereits gestreut, das heisst, er hat sich im ganzen Körper verteilt, trägt die Strahlentherapie vor allem zur Linderung der Schmerzen und anderen Beschwerden bei.

Wir berücksichtigen zahlreiche Faktoren, um zu entscheiden, ob eine Strahlentherapie sinnvoll ist. In welchem Stadium der Tumor sich befindet, ist ganz wichtig. Wichtig sind aber auch das Alter des Patienten und noch andere Erkrankungen vorliegen. Auch hier, wie bei allen unseren Entscheiden gilt: Wir handeln nie eigenmächtig, sondern immer in Absprache mit Fachärztinnen und Fachärzten anderer Disziplinen im Rahmen des Tumorboards und natürlich immer auch im vertrauensvollen Gespräch mit unseren Patienten.