Fuss

Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie beweglich Ihre Füsse sind? Ist Ihnen aufgefallen, wie sich Ihre Füsse der jeweiligen Unterlage anpassen und Ihnen sicheren Stand geben? Unsere Füsse sind eine recht komplexe Einheit von über einem Dutzend Knochen und ebenso vielen Gelenken, unterstützt von mehreren Sehnen und vielen Bandstrukturen, die uns das Gehen, Laufen, Springen und abrupte Stehenbleiben auf verschiedensten Unterlagen ermöglicht.

So kompliziert und filigran ein Fuss gebaut ist, so vielfältig und unterschiedlich sind die Probleme, die er uns bereiten kann. Wir Fusschirurgen vom Orthopädie Zentrum KSA-KSB kennen die Probleme und bieten unseren Patientinnen und Patienten die jeweils beste Therapie.

Parallel zu den seit Jahren etablierten und bewährten konservativen Therapiemöglichkeiten von Fuss- und Sprunggelenksbeschwerden, hat sich die operative Behandlung stetig weiterentwickelt.

Dank unserem Verständnis für die Komplexität der Anatomie und der mechanischen Belastung können wir Deformationen, Funktionsstörungen und damit einhergehend Schmerzen im Fuss und im Sprunggelenk differenziert beurteilen und mit den entsprechenden Eingriffen gezielt angehen und heilen.

Unser Team ist mit den neuesten Techniken vertraut, sodass wir unseren Patienten aus einer breiten Palette von Therapiemassnahmen die beste anbieten können. Dies gilt sowohl für Vorfussprobleme (z. B. differenzierte Techniken der Hallux valgus-Korrektur) als auch für komplexere Rückfusskorrekturen (gelenkserhaltend und/oder durch korrigierende Arthrodesen).

Vor allem wenn eine Kombination aus einer Vor- und Rückfuss-Veränderung vorliegt, ist aufgrund der vielen Therapiemöglichkeiten – verbunden mit den steigenden und berechtigten Ansprüchen der Patienten –, eine Spezialisierung auch auf dem Gebiet der Fuss- und Sprunggelenks-Chirurgie unumgänglich geworden.

Unser Angebot

Hallux valgus / Vorfusskorrekturen

Fehlstellungen der Zehen treten häufig im Rahmen von Senk-/Spreizfuss-Veränderungen auf: Einerseits kann ein klassischer Hallux valgus im Bereich der Grosszehe zu Druckstellen im Schuh führen, andererseits können durch die Veränderung der Belastung im Fuss Schmerzen entstehen. Auch können sich einzelne Zehen gegenseitig, man kann durchaus sagen, in die Quere kommen.

Mit einem operativen Eingriff kann fast immer Abhilfe geschaffen werden. Die Varianten reichen dabei von einem einfachen ambulanten Eingriff (mit sofortiger Vollbelastung unmittelbar danach) bis zum komplexen Vorfuss-Eingriff mit stationärem Spitalaufenthalt. Um den Fuss zu entlasten, sind Patienten für eine gewisse Zeit auf einen Gehstock angewiesen.

Arthrodesen

Unter einer Arthrodese versteht man die operative Versteifung eines Gelenkes. Dabei wird der noch vorhandene Gelenkknorpel entfernt und der Knochen angefrischt. Die zwei betroffenen Knochen (auf jeder Seite des Gelenkes je einer) werden durch Schrauben (ev. zusätzlich mit Platten) aneinander fixiert. So wachsen die zwei Knochen zusammen und bilden letztendlich einen einzigen Knochen. Wo kein Gelenk mehr ist, können auch keine Gelenkschmerzen mehr auftreten. Die Schmerzen sind definitiv eliminiert.

Eine Arthrodese empfehlen wir hauptsächlich bei fortgeschrittener Arthrose oder bei massiven Fehlstellungen. Bei den allermeisten Arthrodesen im Fuss- und Sprunggelenksbereich ist nach dem Eingriff ein Gehen ohne Hinken möglich.

Konservative Therapien

Unter konservativer Behandlung versteht man alle Therapien, die nicht einer Operation bedürfen. Im Bereich des Fusses können die verschiedenen Probleme häufig mit Einlagen gelöst werden. Entscheidend ist, dass diese durch einen Orthopädie-Schuhmacher individuell angepasst werden. Bei schwerwiegenderen Problemen braucht es eventuell speziell angepasste oder sogar Schuhe nach Mass. Wie auch immer: Die Behandlung und die Versorgung müssen unbedingt optimal an den Patienten mit seiner Fussproblematik angepasst werden.

Wir arbeiten auch intensiv mit Physiotherapeutinnen und -therapeuten zusammen. Die Physiotherapie erzielt z.B. bei Sprunggelenksinstabilitäten häufig sehr gute Resultate. So gute, dass auch sportliche Tätigkeiten wieder problemlos möglich sind.

Zu den konservativen Massnahmen zählt auch die sogenannte Infiltration. Dabei wird (meist unter Röntgenkontrolle) ein entzündungshemmendes Medikament direkt in ein Gelenk gespritzt. Manchmal kann damit eine langanhaltende Besserung der Beschwerden erreicht werden.

Rückfuss-Korrekturen und Osteotomien

Bei einer Osteotomie wird ein Knochen durchtrennt (eventuell wird ein Stück oder ein Keil entfernt) und anschliessend in einer anderen räumlichen Orientierung wieder zusammengesetzt und verschraubt.

Mit der Osteotomie können Fehlstellungen korrigiert oder Ansätze von Sehnen verschoben werden. Ein Senkfuss, der mit anderen Massnahmen nicht mehr zu behandeln wäre, kann dank dieser Methode korrigiert werden.

Osteotomien werden vor allem im Rückfuss, teilweise sogar oberhalb des Sprunggelenkes gemacht. Gelegentlich sind, um das gewünschte Resultat zu erreichen, zusätzliche Eingriffe an Sehnen und Bändern notwendig. Diese Eingriffe erfordern immer eine Ruhigstellung und ein Gehen an Stöcken (Teilbelastung) während mehrerer Wochen.

Frakturversorgung

Gewisse Brüche müssen auch im Fussbereich gerichtet und mit Schrauben und Platten stabilisiert werden – ähnlich den Knochenbrüchen an Armen und Beinen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn ein Gelenk mitbeteiligt, der Bruch massiv verschoben oder die Form des Knochens deutlich verändert ist. Dabei wird die Bruchstelle operativ korrigiert und mit Drähten, Schrauben und/oder Platten in der korrekten Position gehalten. Die Knochenheilung dauert meistens einige Wochen. Danach kann der betroffene Fuss wieder frei belastet werden.

Am häufigsten brechen Aussen- und Innenknöchel (Malleolarfraktur). Aber auch an anderen Knochen des Fussskeletts sind gelegentlich operative Frakturbehandlungen nötig.