Hernienchirurgie

Jährlich werden in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefässchirurgie des Kantonsspitals Baden rund 600 Hernien operiert. Am 14.01.2013 haben wir als erstes schweizerisches Zentrum von der Deutschen Hernien Gesellschaft (DHG) das Siegel "Qualitätsgesicherte Hernien Chirurgie" erhalten.

Deutsche Herniengesellschaft

Um die Ergebnisse und die Qualität der Hernienchirurgie zu verbessern, wurde in Deutschland im Jahre 2009 die gemeinnützige Gesellschaft Herniamed gegründet. Dabei handelt es sich um ein bundesweites, mittlerweile sogar internationales Netzwerk von besonders an der Hernienchirurgie interessierten Chirurgen. Kernpunkt des Herniamed-Projekts ist eine internetbasierte Qualitätssicherungsstudie, in die alle Kliniken und niedergelassenen Chirurgen kostenfrei ihre durchgeführten Hernienoperationen nach fundiertem wissenschaftlichem Standard eingeben können. Die Ergebnisse der Behandlungen werden bis zu zehn Jahre nachverfolgt, um später auftretende Probleme sicher zu erkennen. Auf der Basis dieser Ergebnisse können die Experten dann die besten Therapieoptionen für die Patienten erarbeiten.

Um Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte möglichst umfänglich über das Thema Eingeweidebrüche zu informieren, wurden eine Patienteninformationsseite sowie ein Lexikon mit entsprechenden Begriffserläuterungen auf dieser Webseite integriert. Hier erhält der Betroffene oder Interessierte umfangreiche Informationen zu den Themenbereichen Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch, epigastrischer Bruch, parastomaler Bruch und Zwerchfellbruch (Hiatushernie).

Gesicherte Qualität

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefässchirurgie nimmt seit 01.07.2012 an dieser Qualitätssicherungsstudie teil und hat am 14.01.2013 als erstes Zentrum in der Schweiz das Siegel für "Qualitätsgesicherte Hernien Chirurgie" erhalten.

Im Kantonsspital Baden werden Leistenbrüche sowie die Mehrheit der Bauchwandhernien in der sogenannten Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) versorgt. Diese minimal-invasive Chirurgie ist ein Schwerpunkt der Klinik. Damit werden grössere Hautschnitte und längere Spitalaufenthalte vermieden sowie die Rekonvaleszenzzeit verkürzt.

Mit über 400 laparoskopischen Leistenbruchoperationen jährlich gilt das Kantonsspital Baden schweizweit als Zentrum mit einer der grössten Expertise in diesem Bereich.